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Mit Social Entrepreneurship einen gesellschaftlichen Beitrag leisten: Ausgründung ‚Phase BE‘ führt künftig Leuphana Sommerakademie durch

11.01.2018 Zehn Jahre lang hat die Sommerakademie unter der Leitung von Prof. Dr. Kurt Czerwenka und Maren Voßhage-Zehnder benachteiligte Jugendliche auf dem Weg ins Berufsleben und zum Bildungsabschluss begleitet. Nun steuert das Projekt durch die Gründung eines Sozialunternehmens auf neue Entwicklungen zu.

v.l.n.r.: Antke Kreft (Phase BE), Sascha Spoun (Präsident Leuphana), Maren Voßhage-Zehnder (Phase BE), Kurt Czerwenka (Erfinder des Konzepts), Andrea Japsen (Kooperations-Service), Charlotte Aust (Projektbüro Leuphana Sommerakademie)

Den Grundstein legte die Forschung: Als Kurt Czerwenka, emeritierter Universitätsprofessor für Schulpädagogik, vor gut zehn Jahren die Leuphana Sommerakademie ins Leben rief, da stand in erster Linie die Wissenschaft im Vordergrund. Auf Anregung der Bundesagentur für Arbeit und des Leuphana Präsidiums entwickelte und erprobte der Bildungswissenschaftler 2007 ein Konzept, das Jugendliche mit schwierigen Startbedingungen selbstbewusst ins Berufsleben führen sollte. Das Forschungsprojekt war erfolgreich. So erfolgreich, dass das aufgestellte Programm schnell über die Region Lüneburg hinaus auf großes Interesse stieß. „Mit den Jahren wuchs die Sommerakademie in seiner Ausdehnung und Professionalisierung stark und der Praxisanteil wurde immer größer“, erklärt Maren Voßhage-Zehnder, die ab 2009 Kurt Czerwenka als operative Projektleiterin unterstützte. „Inzwischen werden in ganz Deutschland mit Hilfe renommierter Partner Jugendliche in regional durchgeführten Kooperationsprojekten auf Ausbildung und Beruf vorbereitet – intensiv und individuell.“ Diese Entwicklungen habe alle Leuphana-Beteiligten darin bestärkt, das Konzept künftig als selbständige Social Entrepreneure zu realisieren.

Das Ergebnis: die gemeinnützige GmbH ‚Phase BE - Bildung heißt Entwicklung‘, die Maren Voßhage-Zehnder mit ihrer Mitgesellschafterin Antke Kreft vor kurzem gegründet hat. Gemeinsam wollen sie in Zukunft aufbauend auf ihrer akademischen wie auch unternehmerischen Berufserfahrung vielfältige Programme für Jugendliche anbieten. Dazu soll vor allem die Umsetzung des Konzeptes der Leuphana Sommerakademie mit etablierten aber auch neuen Kooperationspartnern gehören. Nach wie vor mit dem Unternehmen verbunden ist Prof. Kurt Czerwenka: Nachdem er das Projekt jahrelang wissenschaftlich geleitet hat, wird er die neue Gesellschaft nun mit seiner psychotherapeutischen Expertise praktisch unterstützen.

„Ich freue mich sehr, dass mit der Leuphana Sommerakademie an unserer Universität ein Förderkonzept für benachteiligte junge Menschen als ein bundesweit wirksames Programm etabliert wurde“, bedankt sich Universitätspräsident Sascha Spoun bei allen Beteiligten und weist damit auf die Erfolge des Projektes hin: Seit 2007 wurden bundesweit mit Unterstützung von Förderern und regionalen Arbeitsagenturen mehr als 2200 Jugendliche in 55 Projekten nachhaltig in ihrer Ausbildungsreife gestärkt. Zudem wurde das Konzept mit dem vom Bundespräsidenten verliehenen Preis „Ausgewählter Ort im Land der Ideen“ ausgezeichnet.

„Ein großer Dank geht außerdem an die Förderer aus Stiftungen und Wirtschaft, die das Wachstum der Sommerakademie an der Hochschule und in den bundesweiten Förderstrukturen zugunsten der jungen Menschen möglich gemacht haben. Zum unternehmerischen Geist unserer Universität passt nun auch der aktuelle Entwicklungsschritt, nämlich die Ausgründung in ein eigenständiges Sozialunternehmen außerhalb der Universität“, schließt Spoun ab. „Dafür wünschen wir den Gründerinnen alles Gute!“

Hinweis: Die im Sommer 2017 angelaufenen Sommerakademie-Projekte werden bis zum Abschluss der aktuell Teilnehmenden Ende 2018 vom Projektbüro an der Leuphana weiter umgesetzt.



Urte Modlich. Neuigkeiten aus der Universität können an news@leuphana.de geschickt werden.