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Leuphana als Fairtrade-University ausgezeichnet

14.03.2018 Die Leuphana wurde erneut als „Fairtrade-University“ ausgezeichnet. Das Gütesiegel wird von TransFair Deutschland e.V. verliehen. Damit übernimmt die Universität ihre soziale Verantwortung und fördert das Bewusstsein für nachhaltigen Konsum. Um das Gütesiegel zu erhalten, muss eine Universität das Thema in die Lehre integrieren, den Hochschulmitgliedern Angebote für fair gehandelte Produkte machen und öffentliche Veranstaltungen anbieten, die dafür sensibilisieren.

Nachhaltigkeitsbeauftragte Irmhild Brüggen und Vizepräsidentin Apl. Prof. Dr. Carola Schormann mit der Fairtrade-Urkunde

Die Leuphana erfüllt nicht nur alle Kriterien für die Auszeichnung. Studierende der Universität haben darüber hinaus das Thema längst durch eigene Unternehmensgründungen mit Leben erfüllt: Mit „Lünebohne“ haben sie fair gehandelten Kaffee, Espresso und Kakao für Lüneburg auf den Markt gebracht. Und die studentische Gründung „mela wear“ vertreibt 100% Fairtrade- und biozertifizierte Kleidung sowie den weltweit ersten Fairtrade-Rucksack. „Der Klimawandel zeigt, dass Umweltzerstörungen nicht lokal bleiben, sondern sich global auswirken. Wir müssen die tatsächlichen Preise zahlen: dazu gehören faire Löhne und Schutz der Umwelt weltweit. Dass Handel und Gesellschaft fair sind, Herkunft, Arbeitsbedingungen und Ressourcen berücksichtigen, ist ein Kernanliegen der Nachhaltigkeit. Die Leuphana leistet ihren Teil dazu“, erklärt Nachhaltigkeitsbeauftragte Irmhild Brüggen.

Hochschulen in Deutschland können sich seit dem Sommersemester 2014 für ihr Engagement rund um den Fairen Handel bei Fairtrade Deutschland um den Titel Fairtrade-University bewerben. Die Kampagne fördert das Bewusstsein für den Fairen Handel auf dem Campus, verbunden mit der konkreten Umsetzung von Aktivitäten. Die Leuphana wurde im Februar 2016 als eine der ersten Universitäten in Deutschland mit dem Titel ausgezeichnet. Die Studierendenschaft, die Verwaltung sowie die Gastronomie auf dem Leuphana Campus setzen sich dabei für ein gemeinsames Ziel ein. Die Mensa und die Cafés bieten schon lange nur noch Fairtrade-Kaffee an. Zudem kann man in den Cafés Schokolade, Tee oder Limonade fair erwerben.

Fairtrade verfolgt das Ziel, das Ungleichgewicht im globalen Handel zu vermindern, indem Produzent_innen im globalen Süden gestärkt werden und der Konsum dieser Waren verantwortlich gestaltet wird. Ökonomie, Ökologie und Soziales sind die drei Säulen der Fairtrade-Standards. Alle Produzent_innen und Händler_innen müssen sich an die Standards halten – nur dann dürfen ihre Produkte mit dem Fairtrade-Siegel ausgezeichnet werden. „Wir bleiben nicht bei dem Erreichten stehen“, sagt Irmhild Brüggen, „sondern haben vor, Fairtrade an der Leuphana kontinuierlich einzubinden, wie bei der Einführung von Merchandising-Produkten, z.B. faire Stofftaschen.“


Die Überreichung der Fairtrade-Urkunde erfolgte im Rahmen des Fachforums Lebenswelt Universität. Am Vormittag entwickelten Mitglieder der Leuphana witere Schritte zur nachhaltigen Uni in den Feldern Konsum, Räume, Gedankenförderung und Räume der Begenung. Am Nachmittag diskutieren und führten Studierende auf einer lebhaften Podiumsdiskssion diese weiter.

Kontakt

Dipl. Umw. Irmhild Brüggen
Universitätsallee 1, C10.115
21335 Lüneburg
Fon +49.4131.677-1523
Fax +49.4131.677-1096
irmhild.brueggen@leuphana.de


Redaktion: Martin Gierczak