Meldungen aus der Universität

Diskurs mit Critical Friends zur Lehre

27.06.2018 „Lehre ist eine Praxis, die nicht nur ein soziales Feld reproduziert, sondern auch den Habitus, der daran beteiligten Personen prägt.“ Mit dieser These eröffnete Prof. Dr. Anna Henkel in ihrer Keynote den Workshop des Verbundprojekts Quality Audit am 7./8. Juni 2018 im Forum des Zentralgebäudes. Danach diskutierten die etwa 60 Teilnehmenden aus den neun Verbundhochschulen und der Leuphana über den Prozess zur Entstehung, den Inhalt und den Transfer einer Lehrstrategie in die Praxis.

Mit einer Lehrstrategie will die Leuphana das in der Hochschulentwicklungsplanung skizzierte Lehrprofil auf Basis des Studienmodells sowie gemäß der Liberal Education-Idee konkretisieren und eine zentrale Anforderung des Staatsvertrags zur Akkreditierung für die System-Reakkreditierung 2020 erfüllen.

Der Benchlearning-Workshop lebte von den Erfahrungen ähnlicher Vorhaben bei den Projektpartnern und deren kritischer Reflexion. Diese Impulse griffen die Vertreter*innen aus dem Präsidium, Fakultäten, Schools sowie Lehrende und Studierende auf und entwickelten auf der Basis der Diskussion und des aktuellen Stands an der Leuphana Vorschläge für die (Weiter-)Entwicklung einer Lehrstrategie unserer Universität. 

Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen werden ausgewertet und in verschiedenen Gremien weiter diskutiert. Sie fließen unter anderem in den Antrag zum Genius Loci Preis für Lehrexzellenz ein, für den die Leuphana nach 2017 auch in diesem Jahr zum zweiten Mal nominiert ist. Anfang 2019 lädt die Leuphana ihre Critical Friends aus dem Quality Audit Verbundprojekt erneut ein, um über den eingeschlagenen Weg und den Umsetzungsstand zu berichten.

Anna Henkel schloss ihre Keynote mit einem Zitat der kommissarischen AStA-Sprecherin Linda Macfalda: „Der Prozess, wie über Bildung an Universitäten gesprochen und entschieden wird, ist Teil eben dieser Bildung. Wenn der Dialog als Prozess gut gestaltet ist, können alle Beteiligten sicher nicht nur viel voneinander lernen, sondern auch viel Gutes schaffen, erhalten und gestalten“.


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Autorin: Miriam Garve