Meldungen aus der Universität

Mehr als 3 Millionen Euro für neue Professorinnen

14.11.2018 „Gleichstellung Ausgezeichnet!“ – Leuphana bietet Wissenschaftlerinnen besonders gute Karrieremöglichkeiten

Lüneburg. Die Leuphana Universität Lüneburg bietet Wissenschaftlerinnen mit ihrem Gleichstellungszukunftskonzept besonders gute Karrieremöglichkeiten. Das zeigt ihr gutes Abschneiden beim Bund-Länder-Professorinnenprogramm. Wie die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern (GWK) jetzt bekanntgegeben hat, gehört die Leuphana zu den ausgewählten Hochschulen, die im Rahmen dieses Programms bis zu drei Professorinnen neu berufen können. Dafür gibt es fünf Jahre lang eine Anschubfinanzierung von jährlich 165.000 Euro je Professur.

Die Leuphana ist außerdem eine von zehn bundesweit ausgewählten Hochschulen, deren Konzept für die Personalentwicklung und -gewinnung auf dem Weg zur Professur als hervorragend bewertet und mit dem Prädikat „Gleichstellung Ausgezeichnet!“ gewürdigt wurde. Mit dieser Auszeichnung verbunden ist die Möglichkeit, eine zusätzliche Förderung für die Erstberufung einer Frau in Anspruch zu nehmen.

„Dass wir uns jetzt schon zum dritten Mal beim Professorinnenprogramm durchsetzen konnten, ist ein toller Erfolg“, freut sich Dr. Kathrin van Riesen. Die Gleichstellungsbeauftragte der Universität sieht in der nun entstandenen Möglichkeit zur Berufung weiterer Professorinnen auch eine Belohnung für die Bemühungen um mehr Geschlechtergerechtigkeit an der Leuphana. Mit einem Frauenanteil von 30 Prozent bei den Professuren und von 50 Prozent bei den Juniorprofessuren liegt die Lüneburger Hochschule klar über dem Bundesdurchschnitt von 23 bzw. 43 Prozent.

Mit dem von der Leuphana vorgelegten Gleichstellungszukunftskonzept wurden Gleichstellungsarbeit und - politiken der Hochschule auch einer kritischen Analyse unterzogen. „Es ging uns nicht darum, nur aufzuzeigen, wo wir gut und erfolgreich sind“, sagt van Riesen. „Wir haben auch dargestellt, welche Angebote und Maßnahmen sich in der Vergangenheit als nicht erfolgversprechend erwiesen haben und wo wir neue Wege gehen wollen.“ Mit einem ganzheitlichen Konzept von Gleichstellungspolitik und akademischer Personalentwicklung solle nicht nur die Gewinnung weiterer Professorinnen, sondern auch die Förderung von jungen Frauen in der Wissenschaft vorangebracht werden.