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Fortschritt – Geht das gut? - 12. Leuphana Konferenzwoche

22.02.2019 „Fortschritt – Geht das gut?“ Mit diesem Thema beschäftigen sich rund 1.500 Erstsemester-Studierende der Leuphana Universität Lüneburg vom 27. Februar bis 1. März auf der 12. Konferenzwoche. Mit namhaften Gästen aus ganz Deutschland tauschen sie sich über gesellschaftliche Verantwortung in Zeiten des Umbruchs aus. Am 28. Februar kommt die SPD-Spitzenkandidatin für die Europawahl, Bundesjustizministerin Katarina Barley. Im Libeskind Auditorium wird sie mit den Studierenden über Europa im Wandel diskutieren. Weitere bekannte Persönlichkeiten auf der Gästeliste: der Philosoph Richard David Precht, die Bundesvorsitzende der Linkspartei, Katja Kipping, die Tagesschau-Sprecherin Linda Zervakis sowie der Filmemacher und Grimme-Preisträger Florian Opitz. Die dreitägige Konferenz findet im Zentralgebäude der Leuphana statt und ist öffentlich. Gäste aus Stadt und Region sind herzlich willkommen.

„Was dem Fortschritt seinen Namen gibt, liegt in Zeiten einer vernetzten Weltgesellschaft nicht fraglos auf der Hand. Die Konferenzwoche lädt zu einer Debatte über die Zukunft des Fortschritts ein und fragt, was seine Antreiber sind: Technologien, Krisen, Katastrophen oder Ideen?“, erläutert Konferenzleiter Sven Prien-Ribcke das Thema. Experten ganz unterschiedlicher Disziplinen kommen miteinander ins Gespräch, um Antworten zu finden. So diskutiert etwa Lisa Herzog, Philosophin und Autorin von „Freiheit gehört nicht nur den Reichen“, mit dem Ökonomen Thomas Straubhaar über „Arbeit oder Fortschritt?“.

Eröffnet wird die Konferenz am 27. Februar durch den Transformationsforscher Tilman Santarius und eine studentische Performance zum Fortschritt unter der Regie von Friedrich von Mansberg, Chefdramaturg des Lüneburger Theaters.

Zukunfts- und Ideenschmieden erwarten die Studierenden an allen drei Konferenztagen. So stellt der Architekt Van Bo Le-Mentzel, bekannt für sein Tiny House-Konzept, seine neue „Wohnmaschine“ vor: Eine Art Miniatur-Bauhaus auf einem Transportanhänger zum hundertjährigen Gründungsjubiläum der Bauhaus-Ideenschule. Im so entstandenen Wohnzimmer vor dem Libeskindbau reflektiert Le-Mentzel mit der Youtuberin Kirsten Dirksen von FairCompanies die Wohnformen der Moderne und entwirft seine Vision von morgen.

Die Initiative „Viva con Agua“ fördert mit Projekten im In-und Ausland den Zugang zu sauberem Trinkwasser für alle. Ihr Workshop lädt dazu ein, sich mit Lösungsvorschlägen aktiv in eine Entwicklungszusammenarbeit auf Augenhöhe einzubringen. Bei „Cradle to Cradle“ geht es um eine Welt ohne Müll, in der alle Produkte im Stoffkreislauf zirkulieren können. Dass sie dabei auch gesund für Mensch und Umwelt sein können, zeigt die gemeinsame Herstellung eines Deos, das nach Fortschritt riecht. Und auch Elektronik kann nachhaltig sein, wie der Verein FairLötet mit der Entwicklung eines fairen Lötdrahtes aufzeigt und fragt, warum es fairen Kaffee gibt, aber keine faire Kaffeemaschine.

Ganz im Zeichen der Bildung steht der letzte Konferenztag: Wie können Schulen und Hochschulen die Zukunftswerkstätten der Gesellschaft werden? Und wie kann Lernen im 21. Jahrhundert gelingen? Reinhard Kahl vom Archiv der Zukunft sammelt zu dieser Frage Geschichten, die Mut machen und begrüßt den Philosophen Richard David Precht, die Geigerin Angelika Bachmann, den Künstler Andreas Peschka sowie den Studenten Pascal Herm und die Schülerin Emma Brinkmann, die freitags für ihre Zukunft auf die Straße gehen.

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Sven Prien-Ribcke, M.A.
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21335 Lüneburg
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