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Sascha Spoun zum Präsidenten der Universität Göttingen gewählt

20.06.2019 Lüneburg. Sascha Spoun, Präsident der Leuphana Universität Lüneburg, wurde heute vom Senat der Georg-August-Universität Göttingen zum neuen Präsidenten gewählt. Der dortige Stiftungsausschuss Universität bestätigte den Wahlvorschlag umgehend. Der Amtsantritt von Spoun in Göttingen wird für das Jahr 2020 erwartet.

Von links: Senatssprecher Prof. Dr. Nicolai Miosge, Dr. Valérie Schüller, Vizepräsidentin für Finanzen und Personal, Prof. (HSG) Dr. Sascha Spoun und Dr. Wilhelm Krull, Vorsitzender des Stiftungsausschusses Universität. Foto: Universität Göttingen/Jan Vetter.

Der 50-jährige Wirtschafts- und Politikwissenschaftler Spoun war im Zuge der Kandidatenfindung für das Göttinger Präsidentenamt von Verfahrensbeteiligten darum gebeten worden, seine Expertise auf dem Gebiet der Hochschulentwicklung einzubringen, die zuständigen Gremien der Universität in diesem Sinne zu beraten und zu unterstützen. Die zahlreichen Gespräche mit Vertretern unterschiedlicher Bereiche der Universität führten im Laufe des Prozesses zu der Überlegung, dass Spoun selbst ein geeigneter Kandidat sein könnte. Schließlich konnten die Verantwortlichen in Göttingen ihn davon überzeugen, sich für das Präsidentenamt zur Verfügung zu stellen.

„Die Wahl verstehe ich als Auftrag zur Weiterentwicklung der Universität Göttingen. Ich werte sie zugleich als Anerkennung einer renommierten Traditionsuniversität für die Ergebnisse der Universitätsentwicklung in Lüneburg“, sagte Spoun. Dank der gemeinsamen Anstrengung aller Beteiligten sei es in den vergangenen Jahren gelungen, die Leuphana auf einen aussichtsreichen Entwicklungspfad zu bringen. Deren für Deutschland ungewöhnliches Universitäts- und Studienmodell habe sich bewährt. Künftig an der Universität Göttingen zu arbeiten, sei eine neue Herausforderung, gerade angesichts einer sich schnell wandelnden Wissenschaftslandschaft.

Sascha Spoun wurde im Herbst 2005 in Lüneburg gewählt und hatte sein Amt im Mai 2006 angetreten. Als Präsident der niedersächsischen Modelluniversität für den Bologna-Prozess hatte er eine wegweisende Neuausrichtung der Lüneburger Hochschule eingeleitet und eine grundlegende Reform realisiert. Das neue Studien- und Universitätsmodell der Leuphana mit College, Graduate- und Professional School erzielte bundesweite Beachtung und wurde mehrfach ausgezeichnet. Vier Wissenschaftsinitiativen, getragen von vier Fakultäten, prägen heute das Bild der Leuphana: Bildung, Kultur, Nachhaltigkeit sowie Management und unternehmerisches Handeln.

Weit über die Grenzen Lüneburgs hinaus bekannt wurde die Leuphana auch durch das Engagement des international renommierten Architekten Daniel Libeskind, das auf eine gemeinsame Initiative Spouns und des damaligen hauptberuflichen Vizepräsidenten Holm Keller zurückgeht. Auf dem Lüneburger Campus entstand ein neues Zentralgebäude nach Libeskinds Plänen. Es symbolisiert den Aufbruch der Leuphana zu einer Modelluniversität in Deutschland.

Erst im Januar dieses Jahres hatte der Senat der Universität für eine weitere achtjährige Amtszeit Spouns an der Leuphana votiert.

Zur Person:
Sascha Spoun studierte Wirtschaftswissenschaften (lic.oec. HSG, diplômé HEC Paris) und Politikwissenschaften (dipl.sc.pol.) in Ann Arbor (University of Michigan Business School), München, Paris (Sciences Po, HEC) und St. Gallen. Neben seiner Tätigkeit als Gastprofessor an der Universität St. Gallen lehrte er von 2004 bis 2010 auch an der Universität Zürich. Seine Forschungsarbeiten widmen sich dem Public Management sowie Zielen, Inhalten, Methoden und Ergebnissen der Hochschulentwicklung.