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Schottisch-niedersächsische Zusammenarbeit nach dem Brexit

27.06.2019 Schottische Parlamentariergruppe zu Gast: Die Leuphana und das ECAS waren durch Vizepräsident Prof. Dr. Jörg Philipp Terhechte vertreten.

Kenneth Macintosh, Präsident des schottischen Parlaments, Birgit Honé, Niedersächsische Ministerien für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, Dr. Gabriele Andretta, Präsidentin des Niedersächsischen Landtages und Prof. Dr. Jörg Philipp Terhechte, Vizepräsident der Leuphana und Chairman des Academic Council des European Centre for Advanced Studies (ECAS) (v.r.n.l.)

Die schottisch-niedersächsische Zusammenarbeit spielt schon seit einigen Jahren eine wichtige Rolle für die Leuphana Universität Lüneburg. So gibt es seit 2014 den gemeinsamen Master-Studiengang „International Economic Law“, der zusammen mit der University of Glasgow eingerichtet wurde und seitdem vom DAAD gefördert wird. Im April 2019 wurde von den beiden Universitäten nach intensiver Vorarbeit mit dem European Centre for Advanced Studies (ECAS) eine gemeinsame Forschungseinrichtung eröffnet, die der schottisch-niedersächsischen Forschungskooperation dienen soll. Letzte Woche hat nun der Vizepräsident der Leuphana Universität Lüneburg Prof. Dr. Jörg Philipp Terhechte an einem Treffen niedersächsischer und schottischer Parlamentarier teilgenommen und hier insbesondere Fragen der Forschungs- und Lehrkooperation im Lichte des Brexit zur Sprache gebracht. Die schottische Delegation mit Kenneth Macintosh, dem Präsidenten des schotti-schen Parlaments (Presiding Officer) an der Spitze, wurde von der Niedersächsi-schen Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwick-lung Birgit Honé im Gästehaus der Landesregierung begrüßt. Der niedersächsische Landtag wurde von seiner Präsidentin Gabriele Andretta und dem Vizepräsidenten Bernd Buseman vertreten.

In den Gesprächen hat Prof. Terhechte insbesondere auf die Situation europäischer Studierende in Schottland hingewiesen: „Für uns ist es von grundlegender Bedeu-tung, dass die Studiengebühren für europäische Studierende in Schottland durch den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU nicht steigen. Hierauf habe ich eindringlich hingewiesen. Fraglos müssen wir auch den wissenschaftlichen Austausch intensivieren und uns in diesem Kontext auch die Frage stellen, wie es überhaupt zum Brexit kommen konnte. Hier sehe ich auch eine zentrale Aufgabe des ECAS, das schottische und deutsche Wissenschaftler*innen zusammenbringen soll.“

Birgit Honé stellte in den Gesprächen klar, dass die engen Beziehungen zwischen Schottland und Niedersachsen von zentraler Bedeutung seien und auch nach einem Brexit hieran gearbeitet werden müsse.