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Zusätzliche Landesmittel für Zentralgebäude bewilligt

05.12.2016 Lüneburg. Die Inbetriebnahme des neuen Zentralgebäudes der Leuphana Universität Lüneburg wird wie geplant Ende Januar 2017 erfolgen. Bis jetzt sind Baukosten in Höhe von 92,5 Mio. Euro entstanden. Kurz vor der Inbetriebnahme sind auch die endgültigen Baukosten nun mit großer Sicherheit abzusehen: Mit Blick auf letzte, noch vorhandene Risiken könnten sie bei der Endabrechnung die 100 Millionen Marke noch knapp übersteigen. Darüber haben Universität und Wissenschaftsministerium jetzt den Ausschuss für Haushalt und Finanzen des Niedersächsischen Landtages informiert.

Neben einem konjunkturbedingt deutlichen Anstieg der Baupreise ist die Verteuerung auch darauf zurückzuführen, dass die Realisierung des Gebäudes aufgrund seiner Komplexität zu vorher nicht absehbaren Mehrkosten führte. Bauzeiten verlängerten sich, Bauabläufe mussten - auch witterungsbedingt - umgestellt werden, Maßnahmen zur Terminsicherung wurden erforderlich. Jetzt liegen die Arbeiten im Zeitplan.

Die Leuphana Universität Lüneburg hatte im Juni dieses Jahres dem Land Niedersachsen eine zweite Nachtragsunterlage zum Bau ihres neuen Zentralgebäudes nach einem Entwurf von Daniel Libeskind vorgelegt. Darin beziffert sie die damals bereits feststehenden Kosten mit rund 87 Mio. Euro und die weiteren Kostenrisiken mit 5 Mio. Euro. Der Ausschuss für Haushalt und Finanzen des Niedersächsischen Landtages hat sich jetzt auf seiner Sitzung am 5. Dezember mit der Unterlage und den dazu vorliegenden Stellungnahmen der Oberfinanzdirektion und des Landesrechnungshofes beschäftigt. Die Ausschussmitglieder votierten angesichts der gestiegenen Kosten und mit Blick auf eine absehbare weitere Verteuerung bis zur endgültigen Fertigstellung für eine Erhöhung des Landesanteils von 21 auf rund 36 Millionen Euro.

Das Vorhaben wird seit Juli 2013 eng von einer Steuerungsgruppe begleitet, an der neben dem Wissenschaftsministerium auch die Oberfinanzdirektion beteiligt ist. Ein Beirat des Stiftungsrates der Universität begleitet mit ausgewiesenen Experten darüberhinaus die interne Steuerung der Universität. Ein externer Projektsteuerer ist seit 2014 ebenfalls an der Realisierung des Baus beteiligt und erstellt im Rahmen seiner Tätigkeit regelmäßig Statusberichte zum Baufortschritt. Wissenschaftsministerin Dr. Heinen-Kljajic hatte bereits im Juni dieses Jahres angekündigt, das Land werde sicherstellen, dass die Finanzierung des Bauvorhabens nicht zulasten von Forschung und Lehre gehe.

Die Universität hat inzwischen mit den Planungen für die Eröffnung des Gebäudes begonnen. Am 11. März soll es in Anwesenheit von Ministerpräsident Stefan Weil und Architekt Daniel Libeskind sowie Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft feierlich eingeweiht werden. In den folgenden Wochen und Monaten werden die Universitätsmitglieder nach und nach Besitz vom neuen baulichen Mittelpunkt der Universität mit seinen Lehr-, Forschungs- und Veranstaltungsräumen ergreifen.