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Baukosten für Leuphana-Zentralgebäude sind ermittelt

26.09.2019 Lüneburg. Nachdem die Abrechnungen für das neue Zentralgebäude der Leuphana Universität Lüneburg intern überprüft und bearbeitet worden sind, steht jetzt fest, dass die endgültigen Baukosten voraussichtlich bei 109,3 Millionen Euro liegen werden. Darüber wurden die Mitglieder des Landtagsausschusses für Haushalt und Finanzen auf ihrer heutigen Sitzung informiert. Der zuletzt von der Universität im Zuge einer dem Land Niedersachsen 2016 vorgelegten Nachtragsunterlage zu den Baukosten genannte Betrag hatte bei rund 87 Millionen Euro gelegen. Schon damals hatte die Universität aber auf zusätzliche Kostenrisiken hingewiesen und bereits 2017 erklärt, dass die Baukosten die 100 Millionen Euro Grenze vermutlich übersteigen würden. Wegen der Inanspruchnahme einer Vorsteuerabzugsberechtigung wird die Universität letztlich einen Betrag von voraussichtlich rund 103 Millionen Euro finanzieren müssen.

In Gesprächen mit dem Land Niedersachsen hat sich die Universität außerdem bereit erklärt, die noch bestehende Finanzierungslücke aus eigener Kraft zu schließen, ohne dass die Finanzierung zu Lasten von Forschung und Lehre erfolgt. Einerseits macht dies die Bildung von Rücklagen aus ihrem Investitionshaushalt möglich, mit der bereits in den letzten Jahren vorsorglich begonnen wurde. Andererseits hat sich die Einnahmeerwartung aus der Verwertung der Liegenschaften Volgershall und Rotenbleicher Weg gegenüber den ursprünglichen Planungen um einen zweistelligen Millionenbetrag erhöht. Entsprechende Unterlagen werden derzeit mit der Landesverwaltung abgestimmt. Das niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur kündigte daraufhin an, die Leuphana in den kommenden Jahren auf ihrem ambitionierten Entwicklungspfad intensiv zu unterstützen.

Die Kostensteigerungen, die sich im Projektverlauf ergeben hatten, sind zum Beispiel auf den allgemeinen Anstieg der Baukosten, höhere Baunebenkosten, die Bauzeitverlängerung, terminsichernde Maßnahmen oder auch auf notwendig gewordene Veränderungen im Bauablauf zurückzuzuführen. Über den Planungs- und Bauzeitraum von 10 Jahren ergab sich so im Vergleich zu den Ausgangskalkulationen eine Steigerung um den Faktor 0,8. In ihrer Einschätzung von 2014 war die niedersächsische Oberfinanzdirektion davon ausgegangen, dass sich die Gesamtkosten schließlich auf 125 Millionen Euro belaufen könnten. Diese Summe wird deutlich unterschritten.