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Leuphana-Wissenschaftler forschen zu Telemedizin

17.10.2019 Lüneburg/Leipzig. In der Gesundheitsversorgung wird zunehmend auf die telemedizinische Beratung gesetzt. Dabei kommen auch Systeme zum Einsatz, die künstliche Intelligenz (KI) nutzen. Forscher der Leuphana Universität Lüneburg arbeiten jetzt gemeinsam mit dem Leipziger Unternehmen DOCYET im Verbundprojekt „Medibility“ an der Frage, wie sich das Zusammenspiel von Telemedizinern und automatisch arbeitenden Computerprogrammen, sogenannten Bots, bei der Patientenbetreuung verbessern lässt. Das auf zwei Jahre angelegte Vorhaben wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit mehr als einer halben Million Euro gefördert.

DOCYET beschäftigt sich mit der Entwicklung eines digitalen Gesundheitsberaters, der Patienten durch das Gesundheitssystem lotst und hilft, die richtigen Entscheidungen zu treffen und medizinische Angebote lokal und digital zu finden. Das Unternehmenskonzept wurde von Florian Bontrup an der Leuphana entwickelt und soll vor allem Versicherungen dabei helfen, mit sogenannten Chatbots den Service für ihre Versicherten zu verbessern.

Bisher gibt es jedoch kaum Erkenntnisse darüber, wie die Zusammenarbeit von KI und behandelndem Personal organisiert werden sollte und wie solche virtuellen Assistenten auf die Patienten wirken. „Medibility“ soll deshalb jetzt das Zusammenwirken von Ärzten und Bots ebenso wie die Vertrauensbildung in virtuelle Systeme auf Seiten der Patienten erforschen. Prof. Dr. Sigrid Bekmeier-Feuerhahn und ihr Team von der Leuphana-Professur für BWL, insb. Kommunikation und Kulturmanagement, unterstützen das Start-up bei der Durchführung von wissenschaftlichen Studien und Experimenten.

Das Verbundprojekt folgt einem interdisziplinären Ansatz und vereint die Bereiche Psychologie, Kommunikation, Usability, KI und Medizin. Weitere Informationen gibt es unter www.technik-zum-menschen-bringen.de/projekte/medibility.