Formen künstlerischer Kooperation im frühen 20. Jahrhundert

Vortrag von Prof. Beate Söntgen

02. Feb

Gabentausch mit Randkonflikten. Formen künstlerischer Kooperation im frühen 20 Jahrhundert, am Beispiel der Bloomsbury Group

Gegenstand der Vorlesung sind künstlerische Kollektive im frühen 20. Jahrhundert, deren Konstitution, deren Konflikte und Formen der Lösungen ebendieser. Folie ist die avantgardistische Forderung einer Verschleifung von Kunst und Leben. Oft gesuchtes und genutztes Konfliktpotential liegt im Verhältnis zur Gesellschaft, zu Institutionen, zu Sammler*innen und Mäzen*innen sowie zur Kunstkritik. Andere Konflikte spielen sich unter den jeweiligen Mitgliedern ab, sei es um künstlerische Auffassungen, Verfahren und Politiken, sei es um Rivalitäten, Freundschaften oder erotische Verstrickungen. Hinzu kommen Abgrenzungsgefechte zu anderen Gruppierungen mit ähnlichem Anspruch.

Am Beispiel von Bloomsbury und der aus diesem Kreis hervorgegangenen, egalitär organisierten Design-Werkstatt "Omega“ geht die Vorlesung der Entstehung und den Entstehungsbedingungen beider Gruppen, ihren Ansprüchen, Konflikten sowie den Austragungsformen nach. Im Gabentausch (Marcel Mauss), so die leitende Überlegung, werden Konflikte auf künstlerische Weise gleichermaßen sichtbar gemacht und befriedet.

  • Der Vortrag findet am 02.Februar um 12:15 im Hörsaal 3 statt
  • Referentin: Prof. Dr. Beate Söntgen
  • Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Es wird keine vorherige Anmeldung benötigt.

Rückfragen

Kaja Gräter
(vom Team der Ringvorlesung Paradigmen der Kulturwissenschaften)