Wissen einsetzen -
Ehrenamtliches Engagement

Studierende engagieren sich neben ihrem Studium häufig ehrenamtlich und leisten damit einen bedeutenden und wichtigen Beitrag für die Gesellschaft. Ein besonderer persönlicher Einsatz, der im Rahmen des dies academicus in zwei Kategorien gewürdigt wird: „Service Learning“ Projekte von Studierenden, die sich aus Lehrveranstaltungen heraus entwickelt haben und einen Beitrag zur gemeinnützigen Verantwortung leisten sowie „Ehrenamtliches Engagement“ von Studierenden, die sich innerhalb oder außerhalb der Universität ehrenamtlichen Aufgaben in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen widmen. Bewerben können sich immatrikulierte Studierende der Leuphana. Vorausgesetzt wird ein hohes Maß an Gemeinnützigkeit. Das Preisgeld beträgt 600 Euro je Kategorie.

Kategorie Service Learning

Bei der Lern- und Lehrmethode „Service Learning“ wird das wissenschaftliche Lernen an der Hochschule mit der praktischen Anwendung an gesellschaftlichen Problemen verbunden. Im Rahmen der Auszeichnung werden in dieser Kategorie Projekte von Studierenden gewürdigt, die sich aus Lehrveranstaltungen heraus entwickelt haben und so einen Beitrag zur gemeinnützigen Verantwortung leisten. Das eingereichte Konzept muss sich in einer konkreten praktischen Initiative abbilden oder bereits als Praxisprojekt abgeschlossen sein. In dieser Kategorie müssen die Teilnehmenden von anderen Studierenden, Lehrenden oder Personen außerhalb der Universität mithilfe eines Empfehlungsschreibens vorgeschlagen werden.

No Border Academy

Für die Kategorie „Service Learning“ wurde das Projekt „No Border Academy“ als bestes Projekt der Kategorie ausgewählt. Das Projekt überzeugte die Jury vor allem durch das hohe Maß an Komplexität bei gleichzeitig sehr effektiver Umsetzung des Projektgedankens. Dem Ziel einer sinnvollen Integration geflüchteter Menschen in den akademischen Alltag folgend, bietet das Projekt einen großen Vernetzungscharakter verschiedener Akteure an Hochschulen und speziell eine gelungene Einbindung der Geflüchteten und den akademischen Schaffensraum. Es offenbart einen deutlich positiv hervorzuhebenden Wissenstransfer zwischen allen Beteiligten. Die beteiligten Studierenden haben mit großem Engagement und fachlich versiert ein Angebot geschaffen, das sich bereits in Umsetzung befindet und perspektivisch eine erfolgreiche Weiterentwicklung erwarten lässt. Das Projekt „No Border Academy“ ist bereits jetzt Vorbild für zahlreiche ehrenamtlich engagierte Studierende und trägt in hohem Maße zu einer offenen und nachhaltigen Willkommenskultur in unserem Land bei.

Preisträgerin und Preisträger

  • Johanna Weber
  • Moritz Dietrich Reinbach

Weitere Einreichungen in dieser Kategorie

  • „Lokal“ – Ein Projekt, das sich mit der Initiierung von Pop-Up-Restaurants an Ruhetagen beschäftigt, um einer möglichen Verschwendung von Ressourcen entgegen zu wirken.
  • „My Language, your Future“ – Ein Projekt, das sich mit der Erstellung eines Handbuches befasst hat, um Freiwilligen eine Hilfestellung zur Umsetzung von Sprachlehrangeboten zu geben.

Kategorie Ehrenamtliches Engagement

In der Kategorie „Ehrenamtliches Engagement“ werden Studierende ausgezeichnet, die sich innerhalb oder außerhalb der Universität ehrenamtlich engagieren. Dieser persönliche Einsatz kann alle  gesellschaftlichen Bereiche umfassen, wie das Engagement an der Universität oder in universitären Gremien, in der  Kinder-, Senioren- und Jugendbetreuung, in den Gesellschaftsfeldern Kultur, Gesundheit, Soziales, Umwelt, Sport und Freizeit oder in der  Unterstützung von ehrenamtlichen Projekten im Ausland. In dieser Kategorie können sich die Studierenden selbst bewerben, sowie auch von anderen Personen, die an dem Projekt der sich Engagierenden beteiligt sind, vorgeschlagen werden.

Arbeitskreis Fahrrad & Power On

In der Kategorie „Ehrenamtliches Engagement - innerhalb oder außerhalb der Universität“ wurden nach eingehender Diskussion zwei Preisträger_innen bzw. Projekte ausgewählt. Der „Arbeitskreis Fahrrad“ überzeugte die Jurymitglieder vor allem durch die langfristige und kontinuierlich begeisterte Umsetzung des Projektgedankens: die Bereitstellung von Fahrrädern für Geflüchtete und die Vernetzung der Projektbeteiligten durch gemeinsames Arbeiten untereinander. Das Kindercamp „Power On“, das von dem Studierenden Eric Klausch initiiert wurde und weiterhin geleitet wird, fördert auf verschiedenste und kreativ-spielerische Weise das soziale Miteinander junger Menschen und bestärkt jede wie auch jeden Einzelne_n in der eigenen Persönlichkeit, um darauf aufbauend eigenständig einen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten. In dem Projekt „Power On“ werden Studieninhalte mit großem gemeinnützigen und daher auch von der Jury ausgezeichneten Engagement in die Praxis übertragen und erfolgreich umgesetzt. In dieser Kategorie erhalten beide Projekte jeweils ein Preisgeld von 300 EUR.

Die Preisträgerinnen und Preisträger

- Maren Stöber, Jana Koltzau, Jeremias Kraus (Arbeitskreis Fahrrad), www.willkommensinitiative.de/fahrrad.html
- Eric Klausch (Power On), kindercampbelitz.jimdo.com

Weitere Einreichungen in dieser Kategorie

  • „Integration durch Sport“ – Ein Projekt, das sich um ein Angebot sportlicher Aktivitäten für Geflüchtete bemüht, diese plant, koordiniert und durchführt.
  • „Policy Lab“ – Das Policy Lab setzt sich für politische Bildung und Beratung an Schulen, in Hochschulen sowie ganz allgemein in Stadt und Region Lüneburg ein (www.policylab.de)
  • „SchokoLüne“ – Ein Projekt, das sich in Kooperation mit der ecuadorianischen Gemeinde „Tesoro Escondido“ dem fairen Handel von Trinkschokolade widmet (www.luenebohne.de)

Zur Auswahl der Projekte

Die Studierenden müssen in der Projektbeschreibung ihre Motivation, die Ziele, die Beteiligten, die Zeitplanung sowie den zeitlichen Aufwand und wenn möglich die Finanzplanung darstellen. Dabei sollte ebenfalls dargelegt werden, inwiefern Aspekte der Gemeinnützigkeit, Nachhaltigkeit, Interkulturalität, Gender &  Diversity sowie des Wissenstransfers von der Theorie in die Praxis berücksichtigt wurden.

Die Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger erfolgte im Rahmen einer Jury-Sitzung mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedener universitärer Bereiche und Einrichtungen der Leuphana. Mitglieder der diesjährigen Auswahl-Jury waren für das College Frau Maike Renneberg, für die Graduate School Frau Annette Grigoleit, für die Fakultät Bildung Herr Prof. Dr. Alexander Freund, für die Fakultät Kultur Torben Fischer, für die Fakultät Nachhaltigkeit Frau Andreea Tribel, für die Fakultät Wirtschaft Herr David Günther, für das Frauen- und Gleichstellungsbüro Frau Valentina Seidel, für den Allgemeinen Studierendenausschuss Herr Jasper Kahrs und für die Vorjahres-Preisträger_innen „Plan B“ sowie „The Global Classroom – Revitalizing Public Spaces for the Public Good“ Frau Alicia Schmid und Herr Lukas Dorsch.


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