Zahlen und Fakten rund um Diversität

Auf dieser Seite finden Sie einige Zahlen zu Studierenden und Beschäftigten an der Leuphana Universität Lüneburg sowie bundesweite Vergleichswerte. Zahlen bezogen auf gesellschaftliche Heterogenität können hilfreich sein, um bestimmte soziale Verhältnisse zu erfassen. Die soziale Realität hinter und jenseits der Zahlen ist  jedoch wesentlich komplexer und vielfältiger. Denn Menschen gehören mehreren sozialen Gruppen an und sind damit mehrfachzugehörig.

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Zahlen zu Studierenden an der Leuphana und bundesweit

Geschlechterverhältnis der Studierenden

In der Gruppe der Studierenden weist die Leuphana seit Jahren relativ unverändert einen Frauenanteil von insgesamt 60 %  auf. In der Betrachtung des Übergangs von Bachelorstudierenden zu Masterstudierenden steigt der Anteil der weiblichen Studierenden sogar noch leicht an. Bei differenzierter Betrachtung nach Fächern und Fakultäten lässt sich aber ein geschlechtsspezifisches Studienwahlverhalten konstatieren. Der Anteil der Bachelor-Studenten im Lehramt liegt im Wintersemester 2017/2018 bei 22 % und in den Kulturwissenschaften bei 23 %. Dagegen liegt der Anteil der Bachelor-Studentinnen in Wirtschaftsinformatik bei 13 % und bei den Ingenieurwissenschaften (Industrie) bei 14 %.

Gender Pay Gap bei Leuphana Absolvent*innen

Im Fakultätsvergleich sticht insbesondere das monatliche Bruttoeinkommen ehemaliger Studierender der Fakultät Wirtschaftswissenschaften ins Auge. Es liegt mit durchschnittlich 3.711 Euro bis zu knapp 1.000 Euro über dem Bruttoeinkommen der Alumni der anderen drei Fakultäten. Auch die Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen sind nach wie vor erheblich. Ehemalige weibliche Studierende der Leuphana Universität verdienten im Schnitt zum Befragungszeitpunkt mit 3.044 Euro monatlich fast 900 Euro brutto weniger als ehemalige männliche Studierende mit durchschnittlich 3.933 Euro. Bei der Interpretation der Ergebnisse ist ein Gender-Bias zu berücksichtigen, denn der Anteil männlicher Absolventen in den Wirtschaftswissenschaften liegt bei knapp 60 %, während im durchschnittlich geringer bezahlten Bildungsbereich der Anteil weiblicher Absolventinnen bei über 80 % liegt.

Studierende mit Kind/ern

Der Anteil von Studierenden an der Leuphana, die Kinder haben, beträgt rund 5 %. Damit befindet sich die Leuphana Universität Lüneburg im Bundesdurchschnitt. Deutschlandweit sind 50 %  der Studierenden mit Kind verheiratet, 32 % leben in fester Partnerschaft, 18 % leben ohne feste*n Partner*in. Im Erststudium sind sie durchschnittlich 31 Jahre alt und damit 7,6 Jahre älter als ihre kinderlosen Kommiliton/innen.

Studierende mit Behinderung oder chronischen Erkrankungen

Laut der 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks aus dem Jahre 2016 haben ca. elf Prozent  eine oder mehrere studienerschwerende gesundheitliche Beeinträchtigung(en). Ein Großteil davon sind unsichtbare Beeinträchtigungen - denn 47 Prozent der Studierenden haben eine psychische Beeinträchtigung und 18 Prozent der Studierenden eine chronisch-somatische Erkrankung. Zwei Prozent  haben eine Sehbeeinträchtigung, vier Prozent eine Bewegungs- und Mobilitätsbeeinträchtigung, vier Prozent eine Teilleistungsstörung, zwei Prozent  eine Hörbeeinträchtigung und ein Prozent eine Sprachbeeinträchtigung – weitere fünf Prozent haben anderweitige Beeinträchtigungen. 29 Prozent der Studierenden haben dabei mehr als eine studienerschwerende Beeinträchtigung. 32 Prozent der Studierenden mit studienerschwerenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen haben bereits ihr Studium unterbrochen, 31 Prozent haben den Studiengang  gewechselt (dazu im Vergleich Studierende ohne studienerschwerende gesundheitliche Beeinträchtigungen: 13 und 21 Prozent).

Alter der Studierenden

Im Wintersemester 2017/18 beträgt das Durchschnittsalter der Studierenden im College 23,3 Jahre, in der Graduate School 28,2 und in der Professional School 34,8 Jahre. Zum Zeitpunkt ihrer Immatrikulation sind die Studierenden im Durchschnitt im Bachelor 21,1 Jahre und im Master 25,7 Jahre alt. Am jüngsten sind die neu immatrikulierten Studierenden im Bachelorstudiengang International Business Administration & Entrepreneurship mit durchschnittlich 20,3 Jahren, am ältesten in dem Studiengang Sozialpädagogik mit 25,3 Jahren. Im Master sind zu Studienbeginn die Studierenden in den Masterprogrammen Global Sustainability Science und Management & Marketing mit durchschnittliche jeweils 24,2 Jahren am jüngsten. Am ältesten sind im Master die Studierenden in der Wirtschaftspädagogik mit 27,6 Jahren. (Vgl. Statistik zu Bewerbungs- und Zulassungsverfahren der Leuphana Universität)

Internationale Studierende

Laut der Studierendenstatistik studierten im Wintersemester 2017/18 658 Studierende (rund 6,6%) mit einer ausländischen Staatsangehörigkeit an der Leuphana. Diese Zahlen sind unabhängig davon, ob sie in Deutschland geboren wurden oder nicht, inklusive 501 Bildungsausländer*innen und 124 Austauschstudierenden. Mehr zu der Situation von internationalen Studierenden ist in dem Sonderbericht der 20. Sozialerhebung zu finden.

Studierende mit Migrationserfahrung

Laut dem Gesamtbericht der Alumniumfrage 2015 der Leuphana Universität Lüneburg haben 11,3 % der Befragten eine Migrationserfahrung, das heißt mindestens ein Elternteil ist nach Deutschland eingewandert oder hat eine andere Staatsangehörigkeit. Laut der 21. Sozialerhebung hatten 2016 ein Fünftel der im Sommersemester 2016 an deutschen Hochschulen immatrikulierten Studierenden eine Migrationserfahrung (20 %). Von ihnen haben 69 Prozent die deutsche, 19 Prozent eine ausländische und zwölf Prozent die deutsche und eine andere Staatsangehörigkeit. Die Mehrheit von Studierenden mit Migrationserfahrung ist in Deutschland geboren (71%).

Studierende der ersten Generation

Laut der 21. Sozialerhebung kommen 2016 zwei Drittel der Studierenden (66 %) aus einer Familie, in der Vater und/oder Mutter das Abitur abgelegt haben. Sie nehmen überwiegend ein Erststudium an einer Universität auf. Lediglich neun Prozent der Studierenden kommen hingegen aus einem Elternhaus, in dem der Hauptschulausschluss der höchste allgemein bildende Schulabschluss ist. Sie studieren häufiger an Fachhochschulen. Etwa die Hälfte aller Studierenden (52 %) kommen aus einem Haushalt, in dem mindestens ein Elternteil über einen Hochschulabschluss verfügt, knapp jede(r) zweite Studierende kommt demnach aus einem nicht-akademischen Elternhaus (48 %).

Zahlen zu Beschäftigten an der Leuphana und bundesweit

Beschäftigte mit einer Schwerbehinderung immer noch unterrepräsentiert

An der Leuphana Lüneburg beträgt der aktuelle Anteil der Beschäftigten mit einer Schwerbehinderung rund 3,3 % (Quelle: Personalabteilung 2017). Laut dem Sozialgesetzbuch sind Menschen schwerbehindert, wenn bei ihnen ein Grad der Behinderung von mindestens 50 festgestellt wurde. Arbeitgeber mit mehr als 20 Beschäftigten sollten mindestens fünf Prozent davon für Menschen mit einer Schwerbehinderung bereitstellen. Wer die Quote nicht erfüllt, muss eine Ausgleichsabgabe zahlen.

Internationale Beschäftigte

An der Leuphana Universität arbeiten insgesamt 87 internationale Beschäftigte (rund 8%) von 1081 (Stand: 31.12.2017).

Mit steigender Qualifikation nimmt der Frauenanteil immer weiter ab

Verglichen mit Anfang der 90er Jahren, wo der Professorinnenanteil an der Leuphana Universität lediglich 4% betrug, ist dieser die letzten beiden Jahrzehnte sichtbar gestiegen. So liegt der aktuelle Professorinnenanteil bei 26,6 % (Regelprofessuren exklusive Juniorprofessuren und Professuren auf Zeit, Stand: 01.12.2017). Die Abbildung zeigt jedoch, dass mit steigender Qualifikation der Frauenanteil deutlich abnimmt. Aktuell beginnen mehr Frauen als Männer an der Leuphana Universität ein Masterstudium oder eine Promotion. Mit Habilitation und Professur klafft dann die Schere auseinander, so dass die Männer einen deutlichen Vorsprung haben. So beträgt der Frauenanteil bei den Juniorprofessuren noch 50%, bei den Professuren dagegen nur noch knapp 27%. Und die Professorinnen werden häufiger nach W2 (31%) als nach W3 (18%) besoldet.

Altersstruktur der Leuphana: Die über 50 Jährigen bilden die größte Gruppe

Bei 1080 Beschäftigten der Leuphana macht die Gruppe der über 50 Jährigen mit 34,6 % die größte Gruppe aus. Die unter 30 Jährigen sind mit 6,4%, die 30-39 Jährigen mit 34,2% und die 40-49 Jährigen mit 24,8 % vertreten (Stand: 01.12.2017).

Hohe soziale Geschlossenheit in der Professorenschaft

Eine Untersuchung in Nordrhein-Westfalen von Dr. Christina Möller zeigt , dass Forschungs- und Lehrgebiete  wie Humanmedizin und Kunst- und Musikwissenschaften sich nach wie vor durch eine hohe soziale Geschlossenheit auszeichnen. Den mit Abstand größten Anteil  (60%) haben Professor*innen aus Elternhaus mit niedrigem beziehungsweise mittlerem Bildungsniveau an der Fächergruppe der Agrar-, Forst und Ernährungswissenschaften. Die Fächergruppen mit einer im Vergleich noch relativ großen sozialen Offenheit sind Psychologie, Erziehungswissenschaften und Sonderpädagogik – allerdings mit einem Anteil von 46 Prozent von Professor*innen mit mittlerer bis niedriger sozialer Herkunft. Interessant im Vergleich zu Studierenden, wo Psychologie als eines der Fächer mit der höchsten sozialen Geschlossenheit gilt.

Kontakt

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