Was macht eigentlich Akvile Ignotaite?

Akvile Ignotaite kommt aus Litauen (Baltikum) und ist seit 2010 in Deutschland. An der Universität in Vilnius hat sie Volks- und Betriebswirtschaftslehre studiert, an der Universität Hamburg ein Masterstudium absolviert und anschließend an der Leuphana Universität promoviert. In ihrer Dissertation hat sie sich mit Nachhaltigkeitskommunikation von multinationalen Unternehmen auseinandergesetzt. Für sie war es wichtig, den Stellenwert von kulturellen und institutionellen Unterschieden innerhalb der Nachhaltigkeitskommunikation von multinationalen Unternehmen empirisch zu belegen. Darüber hinaus ist Akvile Ignotaite eine passionierte Human Rights Aktivistin und ihr Traum wäre es, bei UN Women zu arbeiten.

1. Was machst Du gerade beruflich?

Ich arbeite gerade als Business Consultant und habe vor kurzem ein Umstrukturierungsprojekt in Holland erfolgreich abgeschlossen. Darüber hinaus absolviere ich einen Kurs über nachhaltige Entwicklung an der Universität Oxford.

2. Und was hast Du davor gemacht?

Davor habe ich meine Dissertation geschrieben und bei Latham & Watkins LLP als HR-Assistant gearbeitet. Die Arbeit bei einer internationalen Firma hat mir geholfen, die Wirkung von kulturellen und institutionellen Einflussfaktoren praxisnah besser zu verstehen. Diese Erfahrungen konnte ich teilweise für die Analyse empirischen Faktoren in meiner Dissertation nutzen.

3. Welche Herausforderungen waren mit Deiner Promotion verbunden?

Ich habe mich sehr oft gefragt, ob ich alle Fragen in meiner Dissertation tatsächlich beantwortet habe. Habe ich alle Faktoren berücksichtigt? Waren meine Entscheidungen richtig? Habe ich alle Theorien oder Ansätze, die für mein Thema relevant sind, berücksichtigt oder nicht...?

4. Was ist für Dich heute eine der wichtigsten Herausforderungen, insbesondere wenn es um Fragen zur nachhaltigen Entwicklung geht?

Politische Realitäten sind, meiner Meinung nach, heute eine der wichtigsten Herausforderungen, wenn wir über nachhaltige Entwicklung reden. Nachhaltige Entwicklung kann nicht ohne einheitliche und konsequente globale Politik erreicht werden. Bekämpfung der sozialen, ökologischen und ökonomischen Probleme sollte die Belange aller Nationen werden.

5. Was hast Du Dir für die nähere Zukunft, sagen wir mal für die nächsten fünf Jahre vorgenommen?

Ich freue mich immer auf neue Herausforderungen und möchte eine Expertin in Big Data werden.

6. Wo siehst Du Verbindungen zwischen Deiner jetzigen Tätigkeit und Deiner Verbindung zu Leuphana Universität Lüneburg / INFU?

Interdisziplinäres Studium an der Leuphana Universität Lüneburg und dem INFU hat mich Hinterfragen und Reflektieren gelehrt. Diese Erfahrung hilft mir bei der Arbeit komplexe Zusammenhänge besser und schneller zu verstehen; diverse Aufgaben aus anderen Perspektiven zu betrachten und verschiedene Tatsachen immer zu hinterfragen.

 

Das Interview führte Gerd Michelsen, Seniorprofessor für Nachhaltigkeitsforschung am UNESCO Chair Hochschulbildung für nachhaltige Entwicklung.