Was macht eigentlich Jana-Michaela Timm?

Jana-Michaela Timm wird voraussichtlich im Sommer 2017 an der Fakultät Nachhaltigkeit der Leuphana Universität Lüneburg ihre Dissertation zum Thema „Biographische Lernprozesse von Sustainable EntrepreneurInnen“ abschließen. Vor dem Promotionsstudium hat sie das internationale ERASMUS-MUNDUS Masterstudienprogramm „Environmental Sciences, Policy and Management“ absolviert. Ihren Bachelorabschluss in International Management hat sie an der Universität Flensburg erhalten; in Peru hat sie an einem durch das ASA-Programm geförderten Praktikum zur nachhaltigen Stadtentwicklung in Lima teilgenommen. Vor ihrem Studium war sie als PR-Assistentin bei Stage Entertainment und Veranstaltungskauffrau bei Hamburg Messe und Congress tätig.

1. Was machst Du gerade beruflich?

Zurzeit bin ich als Post-Doc im internationalen Forschungsprojekt „Educating Future Change Agents“ am Center for Global Sustainability and Cultural Transformation (CGSC) der Leuphana Universität Lüneburg tätig. Dieses Projekt ist eine Kooperationsforschung zwischen der Arizona State University und der Leuphana Universität Lüneburg. Matthias Barth, Arnim Wiek, Daniel Lang und Jantje Halberstadt haben die Projektleitung, während zwei Post-Docs und 5 DoktorandInnen in diesem Projekt sowohl an der Leuphana als auch an der ASU ihre Forschung betreiben.

2. Und was hast Du davor gemacht?

Davor war ich Doktorandin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am UNSECO-Chair für Hochschulbildung für nachhaltige Entwicklung sowie am INFU der Leuphana Universität Lüneburg tätig.

3. Welche Herausforderungen waren mit Deiner Promotion verbunden?

Die größte Herausforderung bestand darin, die große Datenmenge von erzählten Lebensgeschichten von Sustainable EntrepreneurInnen durch das Vertrautmachen mit mir bis dahin unbekannten Methoden der erziehungswissenschaftlichen Biographieforschung zu bewältigen.

4. Was ist für Dich heute eine der wichtigsten Herausforderungen, insbesondere wenn es um Fragen zur nachhaltigen Entwicklung geht?

Eine Balance zwischen meiner eigenen Zufriedenheit und meiner eigenen langfristigen wahrhaftigen Gesundheit und jener der Welt um mich herum zu finden. Während ich andere dabei unterstützen möchte, eine nachhaltigere und zukunftsfähigere Welt zu schaffen, vergesse ich oftmals „nachhaltig“ mit mir selbst umzugehen.

5. Was hast Du Dir für die nähere Zukunft, sagen wir mal für die nächsten fünf Jahre vorgenommen?

Genau jenes Gleichgewicht zwischen innerer und äußerer Zufriedenheit zu finden und somit meinen Beitrag für mein Umfeld und für mich selbst auszubalancieren.

6. Wo siehst Du Verbindungen zwischen Deiner jetzigen Tätigkeit und Deiner Verbindung zu Leuphana Universität Lüneburg / INFU?

Meine jetzige Tätigkeit ist die Fortsetzung meines Forschungsinteresses in einer Hochschulbildung einer nachhaltigen Entwicklung (HBNE), welchem ich bereits am INFU und am UNESCO-Chair nachgegangen bin. Während wir am INFU und UNESCO-Chair insbesondere Forschung und Lehre im Bereich der Nachhaltigkeitswissenschaften und Jugendbildung, z.B. der Bildung im nachhaltigen Konsum, betrieben haben, erforschen wir im Projekt „Educating Future Change Agents“ die Umsetzung möglicher zukünftiger Lehrformate für eine HBNE in den unterschiedlichen Disziplinen Lehrerbbildung, Entrepreneurship und Nachhaltigkeitswissenschaften.

 

Das Interview führte Gerd Michelsen, Seniorprofessor für Nachhaltigkeitsforschung am UNESCO Chair Hochschulbildung für nachhaltige Entwicklung.