Was macht eigentlich Marie-Luise Braun?

Marie-Luise Braun war von 1997 bis 2000 Stipendiatin im Promotionsprogramm der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Danach hat sie am INFU den ersten „Bericht zur Bildung für eine Nachhaltige Entwicklung“ im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung geschrieben. Anschließend hat sie für die DBU das Buch „Faszination Ausstellung – Praxisbuch für Umweltthemen“ konzipiert und verfasst. Seit 2003 ist sie Geschäftsführerin der agentur wortgewandt: Sie lehrt Journalismus und Wissenschaftskommunikation an verschiedenen Hochschulen, zudem ist sie Journalistin und Autorin.

1. Was machst Du gerade beruflich?

Ich bin Dozentin, Journalistin, Autorin – und Geschäftsführerin der agentur wortgewandt, die ich Ende 2003 gegründet habe. „Wortgewandt“ nenne ich meine Firma, weil ich mich intensiv mit Sprache und Kommunikation befasse. Ich lehre im Bereich Journalismus und Wissenschaftskommunikation an verschiedenen Universitäten und Fachhochschulen. Als Journalistin arbeite ich hauptsächlich zu Themen der Nachhaltigen Entwicklung – aber auch zu Wissenschaft, Kultur und Medien. Ich schreibe für diverse Medienhäuser, verfasse Buchbeiträge und Bücher. Außerdem unterstütze ich verschiedene Institutionen dabei, ihre Tätigkeiten öffentlich darzustellen. Mehr dazu steht hier: www.agentur-wortgewandt.de

2. Und was hast Du davor gemacht?

Nach meinem Studium der Angewandten Kulturwissenschaften habe ich zunächst mithilfe des Landes Niedersachsen Drittmittel-Anträge erarbeitet und dann auf der Basis eines Stipendiums der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) meine Dissertation verfasst. Danach habe ich am INFU den ersten „Bericht zur Bildung für eine Nachhaltige Entwicklung“ im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung geschrieben. Anschließend habe ich für die DBU das Buch „Faszination Ausstellung – Praxisbuch für Umweltthemen“ konzipiert und verfasst. Nebenbei habe ich laufend für verschiedene Häuser geschrieben und war in der Öffentlichkeitsarbeit tätig.

3. Welche Herausforderungen waren mit Deiner Promotion verbunden?

Die Möglichkeit, mich als Stipendiatin über drei Jahre hinweg einem Thema widmen zu können, habe ich als Bereicherung empfunden. Ich habe damals den Themenkomplex des Umweltjournalismus am INFU initiiert. Durch das Stipendium der DBU war ein fachübergreifender und inspirierender Austausch mit Doktoranden anderer Universitäten möglich. Bereichernd war zudem die Arbeit mit den Kolleginnen und Kollegen vom INFU. Wir waren ein gut funktionierendes Team. Ich war von Beginn an in die Lehre eingebunden. Da war es manchmal herausfordernd die Dissertation kontinuierlich voranzubringen.

4. Was ist für Dich heute eine der wichtigsten Herausforderungen, insbesondere wenn es um Fragen zur nachhaltigen Entwicklung geht?

Seit einiger Zeit ist das Thema ja in bestimmten Bereichen ein Trend (wir schreiben das Jahr 2017). Das hilft, manche Herausforderung zu überwinden. Es wäre schön, wenn aus diesem Trend Normalität und Gewohnheit wird.

5. Was hast Du Dir für die nähere Zukunft, sagen wir mal für die nächsten fünf Jahre vorgenommen?

Hinter die Kulissen zu blicken. Fragen zu stellen. Zu kommunizieren. Zu publizieren. Ideen weiterzutragen. Anderen zu zeigen, wie wichtig es ist, Fragen zu stellen.

6. Wo siehst Du Verbindungen zwischen Deiner jetzigen Tätigkeit und Deiner Verbindung zu Leuphana Universität Lüneburg / INFU?

Da ich regelmäßig an der Leuphana lehre, ist eine direkte Verbindung zur Universität immer noch da. Ich pflege intensive Kontakte an die Leuphana und freue mich, dass mir Absolventinnen und Absolventen aus Lüneburg inzwischen in leitenden Positionen quer durch Deutschland begegnen.

 

Das Interview führte Gerd Michelsen, Seniorprofessor für Nachhaltigkeitsforschung am UNESCO Chair Hochschulbildung für nachhaltige Entwicklung.