Zertifikat Verhandlung und Konfliktmanagement im Bauprojekt: Inhalte

Das Weiterbildungsprogramm Verhandlung und Konfliktmanagement befähigt Sie mit den Inhalten von drei Modulen à fünf Credit Points dazu, in baubranchentypischen Verhandlungs- und Konfliktsituationen optimale Ergebnisse für sich und Ihre Organisation zu erzielen. In allen Modulen finden simulierte bautypische Verhandlungssituationen statt.

Das Programm verfolgt drei Ziele:

  • Vermittlung von fundiertem Wissen über das Verhandeln von Deals und das Lösen von Konflikten (Knowing).
  • Erwerb von Verhandlungsstrategien, Entwicklung von Kommunikationsfertigkeiten und Nutzung psychologischer Ressourcen (Doing).
  • Stärkung einer adaptiven Haltung, um in verschiedenen Verhandlungskonstellationen im Baugeschäft projektförderliche Lösungen zu finden (Being).

Aufgrund des starken inhaltlichen Zusammenhangs ist eine Einzelbuchung der Module nicht vorgesehen.

Module

  • Profitable Abschlüsse verhandeln
  • Tragfähige Einigungen erzielen
  • Schwierige Konflikte lösen

Module

Profitable Abschlüsse verhandeln

Lern- und Lehrziele

Das Modul vermittelt theoretische Konzepte zur Analyse und zum vertieften Verständnis von (Vertrags-) Verhandlungen mit verschiedenen Interessenskonstellationen. Darüber hinaus erarbeiten Sie die Wirkung verschiedener Verhandlungsstrategien aus den Bereichen des Value Claiming (z. B. profitorientierte Einstiegsangebote, positionelles Festlegen, überzeugendes Argumentieren) und Value Creating (z. B. Kontingenzangebote, Logrolling, Bartering, Expanding-the-Pie) und erfahren diese anhand von Fallbeispielen. Im Weiteren werden häufige psychologische Barrieren in Verhandlungen reflektiert (z. B. illusorische Konflikte, reaktive Abwertung, Nullsummenannahme). Sie erweitern Ihr Verhaltensrepertoire in Verhandlungssituationen und entwickeln eine kreative Haltung zur Verhandlung als interaktivem Wertschöpfungsprozess.

Tragfähige Einigungen erzielen

Lern- und Lehrziele

Das Modul vermittelt ein vertieftes Verständnis für unterschiedliche Arten von Verhandlungssituationen und relevante Rahmenbedingungen (z. B. verschiedenen Allokationskontexte, Mehrparteienverhandlungen, externale Interessen, Unwägbarkeiten). Anhand von Beispielen aus Ihrem Berufsalltag sowie dem der anderen Teilnehmer*innen werden die besonderen Herausforderungen dieser Situationen erarbeitet. Sie transferieren die in Modul 1 erworbenen Strategien auf komplexere Verhandlungssituationen und entwickeln einen Fokus auf zukunftsfähige Einigungen im Sinne aller Parteien.

Schwierige Konflikte lösen

Lehr- und Lernziel

In diesem Modul befassen Sie sich mit Konflikten mit besonderem Eskalationspotential oder unvereinbaren Forderungen der Parteien (z. B. Dispute um Nachtragsforderungen). Es werden konflikterschwerende Faktoren (z. B. Gruppendynamiken, negative Emotionen, kulturelle Unterschiede) analysiert und die Vor- und Nachteile interessensbasierter, machtbasierter und rechtsbasierter Herangehensweisen an Dispute reflektiert. Sie lernen, unter Rückgriff auf psychologische Ressourcen (z. B. deeskalierende Kommunikation, Vertrauensbildung, Perspektivenübernahme) mit solchen Konfliktkonstellationen zielführend umzugehen und zu einer konstruktiven Konfliktkultur in der Baubranche beizutragen.

Kontakt & Beratung

Leon Lubomirsky
Wilschenbrucher Weg 84, W.401
21335 Lüneburg
Fon +49.4131.677-7927
leon.lubomirsky@leuphana.de