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Lehrveranstaltungen

Machine|Music – Musikästhetiken von Androiden bis zur Break Beat Science (Seminar)

Dozent/in: Valentin Ris

Termin:
Einzeltermin | Do, 16.10.2025, 18:00 - Do, 16.10.2025, 19:30 | Online-Veranstaltung | Einführungssitzung (online)
Einzeltermin | Fr, 07.11.2025, 14:00 - Fr, 07.11.2025, 19:00 | C 12.013 Seminarraum
Einzeltermin | Sa, 08.11.2025, 10:00 - Sa, 08.11.2025, 17:00 | C 12.101 Seminarraum
Einzeltermin | Fr, 28.11.2025, 14:00 - Fr, 28.11.2025, 19:00 | C 12.013 Seminarraum
Einzeltermin | Sa, 29.11.2025, 10:00 - Sa, 29.11.2025, 17:00 | C 12.013 Seminarraum

Inhalt: „Wir sind die Roboter. Wir funktionieren automatique, jetzt wollen wir tanzen mechanique.“ Mit dem bekannten Hit „Roboter“ entwarf die Düsseldorfer Band Kraftwerk 1978 einen prominenten Sound, der das Verhältnis von Mensch, Musik und Technologie paradigmatisch arrangiert: Musik ist nicht Ausdruck eines künstlerischen Individuums. Sie präsentiert sich selbst als eine Maschine, die auch nicht vor den menschlichen Bandmitgliedern Halt macht, sondern sie als Roboter ausweist. Das Seminar widmet sich der langen Kulturgeschichte eben dieser Relation von Musik, Maschine und Mensch. Denn die ästhetische-normativen Debatten um „maschinelle Musik“ sind nicht erst mit elektronischer Musik verknüpft. Zugleich lassen sich Musiken nicht von Medien, Technologien und Instrumenten trennen, mit denen sie hervorgebracht werden. Das trifft nicht nur auf die Zeit einer Eskalation technischer Medien ab dem 20. Jahrhundert zu. Die im Seminar verhandelten Beispiele reichen von automatischen Instrumenten im 18. Jh. bis zur Drum Maschines und Software in der Gegenwart, betreffen Produktionstechnologien des 20. und 21. Jh. ebenso wie Musikkulturen von klassischer ‚Kunstmusik‘ bis Afrofuturismus und Techno. Das Seminar möchte folglich unterschiedliche theoretische und methodische Zugänge aktueller Forschungen aus den Bereichen der Musikwissenschaften und der Sound Studies vermitteln, mit denen sich dem Phänomenbereich der Ästhetiken einer Machine-Music genähert werden kann. Diese sollen in Projekten von Kleingruppen selbstständig erarbeitet und an Musikbeispielen erprobt werden. Auswahlliteratur: Eshun, K. (1999). More Brilliant Than The Sun: Adventures in Sonic Fiction (2. Aufl.). Quartet Books. Groβmann, R. (2016). Gespielte Medien und die Anfänge „phonographischer Arbeit“. In M. Saxer (Hrsg.), Spiel (mit) der Maschine. Musikalische Medienpraxis in der Frühzeit von Phonographie, Selbstspielklavier, Film und Radio (S. 381–398). transcript Verlag. https://doi.org/10.1515/9783839430361-019 Harenberg, M. (2016). Leiblichkeit und das Körperspiel der Maschinen. In M. Saxer (Hrsg.), Spiel (mit) der Maschine. Musikalische Medienpraxis in der Frühzeit von Phonographie, Selbstspielklavier, Film und Radio (S. 227–244). transcript Verlag. https://doi.org/10.1515/9783839430361-012 Harkins, P. (2020). Digital Sampling. The Design and Use of Music Technologies. Routledge. Loughridge, D. (2023). Sounding Human. Music and Machines, 1740/2020. The University of Chicago Press. Pelleter, M. (2020). „Futurhythmaschinen“. Drum-Machines und die Zukünfte auditiver Kulturen (Bd. 3). Georg Olms Verlag & Universitätsverlag Hildesheim. https://hildok.bsz-bw.de/frontdoor/index/index/docId/1182 Prior, N. (2009). Software Sequencers and Cyborg Singers: Popular Music in the Digital Hypermodern. New Formations, 66(66), 81–99. https://doi.org/10.3898/newf.66.06.2009 Prior, N. (2018). On Vocal Assemblages: From Edison to Miku. Contemporary Music Review, 37(5–6), 488–506. https://doi.org/10.1080/07494467.2017.1402467 Weheliye, A. G. (2023). Feenin. R&B Music and the Materiality of BlackFem Voices and Technology. Duke University Press.