Vorlesungsverzeichnis

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Lehrveranstaltungen

Dekoloniale Ästhetik (Seminar)

Dozent/in: Christoph Brunner

Termin:
Einzeltermin | Fr, 17.10.2025, 14:15 - Fr, 17.10.2025, 15:45 | Online-Veranstaltung | online via Zoom
Einzeltermin | Fr, 21.11.2025, 14:15 - Fr, 21.11.2025, 15:45 | Online-Veranstaltung | online via Zoom
Einzeltermin | Sa, 13.12.2025, 10:00 - Sa, 13.12.2025, 18:30 | extern | Study Day Hamburg
Einzeltermin | Fr, 23.01.2026, 14:00 - Fr, 23.01.2026, 18:30 | C 14.102 a Seminarraum
Einzeltermin | Sa, 24.01.2026, 10:00 - Sa, 24.01.2026, 14:30 | C 14.102 a Seminarraum

Inhalt: Seminarbeschreibung Das Seminar verortet sich in der philosophischen Ästhetik mit Öffnungen hin zu kunst- und kulturtheoretischen Perspektiven. Ästhetik meint hier beides, das sinnliche Empfinden und Wahrnehmen ebenso wie die Künste im Allgemeinen. Die Herausbildung von Sinnlichkeit als philosophische Kategorie ist in der westlichen Tradition ebenso wie die Formierung der Künste ein herrschaftliches und zumeist auf Aufschlüssen basierendes Konstrukt. Anders gesagt, wie wir wahrnehmen und empfinden ist ebenso sozio-kulturell und medial konditioniert wie was als wahrnehmbar und relevant erachtet wird. Mit Blick auf gegenwärtige Medien und künstlerische Ausdrucksweisen lässt sich konstatieren, Wahrnehmung und die damit einhergehende Relevanz bestimmen das Zentrum gegenwärtiger Politiken. Es geht zunehmend darum wie kommuniziert und wahrgenommen wird, wohingegen die Inhalte und deren Wahrheitsgehalt vermehrt in den Hintergrund treten. Im Dialog mit philosophischen Ansätzen zur Ästhetik machen wir uns vertraut mit Begriffen und Denkweisen, um Ästhetik in seinem doppelten Sinn zu verstehen. Die historisch-philosophischen Grundlagen werden dabei direkt kritisch vor dem Hintergrund gegenwärtiger Debatten mit Blick auf Kolonialismus, Rassismus, Geschlechtlichkeit und sozialer Herkunft diskutiert. Die anschließende Hinwendung zu einer dekolonialen Ästhetik eröffnet dann kritische Zugänge eines anderen, möglicherweise nicht-herrschaftlichen, Verständnisses von Kunst und Wahrnehmung jenseits seiner eurozentrischen Wurzeln. Unter Hinzunahme von konkreten Materialien durch Ausstellungsbesuche in Hamburg, werden wir theoretische Perspektiven der dekolonialen Ästhetik in (kolonialen) Museumskontexten reflektieren. Ebenso Teil der gemeinsamen Arbeit ist die kritische Selbstverortung in der Arbeit mit de- und post-kolonialen Positionen an einer westlichen Bildungsinstitution.

Thinking Forms in Contemporary Aesthetics (Seminar)

Dozent/in: Maria Teresa Costa

Termin:
wöchentlich | Mittwoch | 12:15 - 13:45 | 15.10.2025 - 28.01.2026 | C 5.311 Seminarraum

Inhalt: Artists such as Cézanne and Giacometti repeatedly emphasized that a painting is never truly finished; it is merely abandoned. If we follow this line of thought, we might understand every artwork, every artifact, as the result of an interrupted creative process. Crucially, this process does not come to a halt once the artist has, in a certain sense, withdrawn from the work — for instance, when it is exhibited and enters into relation with an audience. The work lives on in the gaze of others; it becomes open to transformation, takes on new configurations, and potentially contains within itself a multiplicity of virtual works and forms. Over the course of the seminar, we will explore the centrality of this dimension of potentiality as a key to understanding form not as static entity, but as something fundamentally metamorphic (from the Greek: beyond forms). To think about forms, then, means to engage with processes of transformation — and ultimately, with temporality itself. Drawing on this framework, the seminar aims to examine different concepts of form, as they unfold across different media: from language to image, performance, and sound.