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Lehrveranstaltungen
Solidarität im Wandel globalisierter Gegenwarten: Macht, Widerstand und Commoning in den Künsten (Seminar)
Dozent/in: Lisa Gaupp
Termin:
Einzeltermin | Mi, 15.10.2025, 17:00 - Mi, 15.10.2025, 20:00 | Online-Veranstaltung | Online kick-off
Einzeltermin | Fr, 21.11.2025, 14:00 - Fr, 21.11.2025, 20:00 | C 5.311 Seminarraum
Einzeltermin | Sa, 22.11.2025, 10:00 - Sa, 22.11.2025, 15:00 | C 5.311 Seminarraum
Einzeltermin | Mo, 15.12.2025, 17:00 - Mo, 15.12.2025, 20:00 | Online-Veranstaltung | Onlinesitzung
Einzeltermin | Mo, 05.01.2026, 17:00 - Mo, 05.01.2026, 20:00 | C 11.307 Seminarraum
Inhalt: In einer Gegenwart, die durch tiefgreifende globale Ungleichheiten, multiple Krisen (ökologisch, sozial, politisch) und verschärfte kulturelle Konfliktlinien insbesondere im Kontext globalisierter Gesellschaften geprägt ist, erfährt Solidarität eine doppelte Konjunktur: Einerseits fungiert sie als normative Leitfigur für Gerechtigkeit, Fürsorge und kollektives Handeln, andererseits offenbart sie Brüche, Ausschlüsse und Ambivalenzen, besonders dort, wo globale Machtverhältnisse, Epistemologien und institutionelle Ordnungen in Frage gestellt werden. Dieses Seminar widmet sich den Transformationen solidarischer Praktiken und Vorstellungen im Kontext künstlerischer, aktivistischer und kultureller Ausdrucksformen. Im Fokus stehen die Künste als Räume der Aushandlung von Solidarität, Widerstand und Commoning in einer zunehmend globalisierten Welt. Ausgehend von aktuellen soziologischen Gegenwartsdiagnosen und eingebettet in postkoloniale, feministische und kritische Theorieansätze wird Solidarität nicht als statische ethische Haltung verstanden, sondern als konflikthafte, prozessuale und machtvolle Praxis. Im Zentrum steht die Frage, wie kulturelle Felder Solidarität nicht nur symbolisch verhandeln, sondern performativ hervorbringen, reproduzieren oder unterlaufen. Wie wird Solidarität heute in einer globalisierten Gesellschaft gedacht, wer kann sie praktizieren, und wo liegen ihre Grenzen?