Vorlesungsverzeichnis

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Lehrveranstaltungen

Cultural Studies (Seminar)

Dozent/in: Ben Trott

Termin:
Einzeltermin | Di, 07.04.2026, 14:15 - Di, 07.04.2026, 15:45 | C 40.255 Seminarraum | verkürzte Sitzung
wöchentlich | Dienstag | 14:15 - 17:45 | 14.04.2026 - 19.05.2026 | C 40.255 Seminarraum
Einzeltermin | Sa, 09.05.2026, 15:30 - Sa, 09.05.2026, 17:30 | extern | Exkursion zum Martin-Gropius-Bau (Berlin)

Inhalt: This seminar introduces Cultural Studies, as it emerged in Britain in the 1950s and 60s. It looks at the ideas and approaches that shaped it (including those associated with the ‘New Left’), it’s development as an academic field, and the ways in which it has been taken up by others. Students will engage with the work of some of the key figures within (British) Cultural Studies, including Richard Hoggart, Raymond Williams, Stuart Hall, Paul Gilroy, Dick Hebdige and Angela McRobbie. We will look at how these authors have variously drawn on (and re-thought) Karl Marx’s account of the relationship between (economic) ‘base’ and (political/ideological) ‘superstructure’, Louis Althusser’s work on ‘ideology’ (and ‘ideological state apparatuses’), and Antonio Gramsci’s notion of ‘hegemony’. Students will also explore the resonances and dissonances between Cultural Studies related fields, including Queer Studies, Transgender Studies and Post-Colonial Studies.

Für eine Geschichte des Blicks (Seminar)

Dozent/in: Maria Teresa Costa

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 16:15 - 17:45 | 06.04.2026 - 10.07.2026 | C 12.015 Seminarraum

Inhalt: Das Seminar rekonstruiert aus einer kulturwissenschaftlich-orientierten Perspektive einige Etappen einer Geschichte des Blicks von der antiken Philosophie bis hin zum Voyerismus und zur Videoüberwachung. Es wird untersucht, inwiefern das Beobachten sich vom reinen Sehen unterscheidet und eine andere Form des Blicks schafft. Damit wird das Thema nicht nur als Teil einer historischen Rekonstruktion, sondern auch einer Begriffsgeschichte betrachtet, indem sich der Blick nie als neutral, sondern als immer aufgeladen von Polaritäten und Machtausübungen konstituiert. Daraus werden Fragen der (Un-)Sichtbarkeit, der kulturellen oder sexuellen Differenz, des Ausschlusses oder der Diskriminierung ins Zentrum unserer Diskussion geraten.

Historische Soziologie (Seminar)

Dozent/in: Felix Fink

Termin:
wöchentlich | Donnerstag | 14:15 - 15:45 | 06.04.2026 - 10.07.2026 | C 14.201 Seminarraum

Inhalt: Das Seminar führt in eine zentrale Perspektive der Kultur- und Sozialtheorie ein: die Analyse gesellschaftlicher Phänomene im Lichte ihrer historischen Genese. Ausgehend von der Einsicht, dass soziale und kulturelle Ordnungen, Strukturen, Praktiken oder Institutionen nur aus ihren Entstehungs- und Wandlungsprozessen heraus verstanden werden können, verbindet das Seminar theoretische Fragestellungen mit historischen Methoden. Dazu beschäftigen wir uns mit dem Verhältnis zwischen Soziologie und Geschichte, dem spezifischen Nutzen einer historisch-soziologischen Perspektive (Norbert Elias, Fernand Braudel) und verschiedenen theoretischen und methodischen Ansätzen, die in unterschiedlichem Maße sozial- und kulturhistorische Fragestellungen miteinander verknüpfen: Die US-amerikanischen „New Historical Sociology“ (Charles Tilly), die Theorie historischer Zeiten (Reinhart Koselleck) und genealogische Zugänge (Michel Foucault). Zu jedem der Ansätze lesen und diskutieren wir einen theoretisch-methodologischen Text und Auszüge aus exemplarischen Fallstudien, um das Zusammenspiel von Theorie, Methode und empirischem Gegenstand nachvollziehbar zu machen. In einem abschließenden Teil widmet sich das Seminar aktuellen Herausforderungen historischer Soziologie, darunter Fragen der „Deep History“, des Klimawandels und der Geschichtsphilosophie.

Zeitdiagnosen (Seminar)

Dozent/in: Andrea Kretschmann

Termin:
Einzeltermin | Di, 07.04.2026, 14:15 - Di, 07.04.2026, 15:45 | Online-Veranstaltung | ONLINE
wöchentlich | Dienstag | 14:15 - 15:45 | 14.04.2026 - 10.07.2026 | C 12.101 Seminarraum

Inhalt: Es gehört zum Kerngeschäft der Soziologie, die Charakteristik ihrer Zeit begrifflich zu fassen und unter dieser Perspektive zu analysieren. Zeitdiagnosen sind ein – besonders streitbares – soziologisches Genre, das die zentrale Entwicklungslinie einer Gegenwartsgesellschaft als Ganzer identifiziert. Oft haben Zeitdiagnosen eine Relevanz über den akademischen Kontext hinaus. Als populär ausgerichtete Wissensform werden sie dann in einer interessierten Öffentlichkeit diskutiert und tragen auf dieser Basis als public sociology zur gesellschaftlichen Selbstverständigung bei. Zugleich gibt es derzeit gesellschaftlich ein besonders großes Bedürfnis nach Zeitdiagnosen. Beispiele für Zeitdiagnosen sind die „Risikogesellschaft“, die „Netzwerkgesellschaft“, die „Erlebnisgesellschaft“, oder auch die „Sicherheitsgesellschaft“. Das Seminar behandelt das Genre am Beispiel unterschiedlicher Zeitdiagnosen. Anhand dieser werden typische Merkmale, Probleme und Grenzen sowie Karrieren von Zeitdiagnosen im Kontext ihrer gesellschaftlichen Zeiterfahrung erörtert und in einen allgemeinen Rahmen sozialwissenschaftlicher Theoriebildung, insbesondere der Gesellschaftstheorie, eingeordnet.