Vorlesungsverzeichnis
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Lehrveranstaltungen
“Den Osten” im Westen sammeln: Kunst aus der DDR in der Sammlung der Berliner Volksbank (Seminar)
Dozent/in: Lynn Rother
Termin:
Einzeltermin | Fr, 10.04.2026, 14:15 - Fr, 10.04.2026, 15:45 | C 40.220 Seminarraum
Einzeltermin | Fr, 24.04.2026, 14:15 - Fr, 24.04.2026, 15:45 | Online-Veranstaltung | digital
Einzeltermin | Fr, 12.06.2026, 14:15 - Fr, 12.06.2026, 15:45 | Online-Veranstaltung | digital
Einzeltermin | Mi, 15.07.2026, 14:00 - Mi, 15.07.2026, 18:00 | extern | Berlin
Einzeltermin | Do, 16.07.2026, 10:00 - Do, 16.07.2026, 20:00 | extern | Berlin
Einzeltermin | Fr, 17.07.2026, 10:00 - Fr, 17.07.2026, 18:00 | extern | Berlin
Inhalt: Wie wurde Kunst aus der DDR im Westen wahrgenommen, gehandelt und bewertet – und von wem? Das Seminar widmet sich den Rezeptionsdynamiken im deutsch-deutschen Kunstbetrieb des Kalten Krieges und rückt damit eine Perspektive in den Mittelpunkt, die in kunsthistorischer Forschung und Öffentlichkeit bis heute unterrepräsentiert ist. Der sogenannte „Bilderstreit“ – jene kunsthistorischen und gesellschaftlichen Auseinandersetzungen über die Bewertung von DDR-Kunst, die seit der Wiedervereinigung 1990 immer wieder aufflackern – bildet einen wichtigen Ausgangspunkt, ist aber nur ein Teil eines weitaus vielschichtigeren Rezeptionsgeschehens. Schon während des Kalten Krieges zirkulierten Kunstwerke aus der DDR in westlichen Kontexten: durch den Staatlichen Kunsthandel der DDR (gegr. 1974), der ab 1982 zeitgenössische Kunst auf der Art Basel präsentierte; durch westdeutsche Galerien wie die Galerie Brusberg in Hannover; durch Ausstellungsbeteiligungen wie die kontroverse documenta 6 in Kassel (1977); und durch informelle Netzwerke, die sich öffentlicher Wahrnehmung weitgehend entzogen. Zur gleichen Zeit vermittelte der Direktor des Dresdner Kupferstichkabinetts Werke von Carlfriedrich Claus und Gerhard Altenbourg in die Sammlung des MoMA in New York. Diese Westrezeption war nie politisch neutral. Sie war eingebettet in die Rhetorik des Kalten Krieges, in der abstrakte Kunst aus dem Westen als „frei und demokratisch“ galt, figurative Kunst aus dem Osten hingegen pauschal als ideologisch kompromittiert abgetan wurde – eine Stigmatisierung, die bis in die Gegenwart nachwirkt. Zugleich war das Spektrum der westlichen Akteur*innen, die sich dennoch für DDR-Kunst engagierten, erstaunlich divers: Es reichte von linksliberalen Gallerist*innen und ehemaligen Dissidenten über internationale Diplomat*innen und Privatsammler*innen bis zur Grundkreditbank in West-Berlin, die ab 1985 als eine der ersten westdeutschen Institutionen gezielt Kunst aus der DDR ankaufte. Fallstudie: Die Kunstsammlung der Berliner Volksbank Die Sammlung der Grundkreditbank – heute mit rund 1.500 Werken Teil der genossenschaftlich organisierten Berliner Volksbank – bildet die zentrale Fallstudie des Seminars. Sie vereint Werke der sogenannten „Staatsmalerei“ (Heisig, Mattheuer, Tübke) mit Positionen aus Galerien und alternativen Netzwerken und bietet damit eine außergewöhnliche Grundlage, um die zeitgenössische Rezeption und die wechselvolle Bewertungsgeschichte dieser Kunst zu rekonstruieren – mit Blick auf Kunstmarkt, Ausstellungspolitik, Genderaspekte und den politischen Kontext.
- Masterprogramm Cultural Studies: Culture and Organization - Wahlbereich - Praxisfeld Künste, Museen, Archive
- Masterprogramm Kulturwissenschaften: Kritik der Gegenwart - Künste, Theorie, Geschichte - Wahlbereich - Praxisfeld Künste, Museen, Archive
- Masterprogramm Kulturwissenschaften: Medien und Digitale Kulturen - Wahlbereich - Praxisfeld Künste, Museen, Archive
Art and Cultural Development (Seminar)
Dozent/in: Justin Skye Malachowski
Termin:
Einzeltermin | Fr, 10.04.2026, 12:15 - Fr, 10.04.2026, 13:45 | Online-Veranstaltung | online
wöchentlich | Freitag | 12:15 - 15:45 | 08.05.2026 - 26.06.2026 | C 6.317 Seminarraum
Inhalt: Over the last decades, contemporary art has undergone a “Social Turn,” (Jackson 2011), where artists and their practices have increasingly taken to social work. An artwork might take on the form of community organization, an afterschool program, or an agricultural goods import company. Arts has moved into experimenting with and creating infrastructure (Daugaard et al. 2024) and social, political, and economic organization (Holm and Beyes 2022). While these shifts towards social work reflect debates on the role and possibility of arts within the arts themselves, they also correspond to how and what arts are being funded to do. In the global south, a “cultural turn” in the development (Stupples 2014) has given a boon to many local artistic practices as Western foreign countries have increasingly funneled development aid into cultural activities. This course will look at the relation between development paradigms and contemporary art practices as a way to better understand the globalization of contemporary art. We will explore concepts deployed across the arts today, including commoning, mutual aid, and degrowth, to look at how arts have responded to and taken shape within a world order delineated between developed and developing nations. We will seek to develop a critical tool kit for interrogating and better understanding a “developmental turn,” in the arts.
- Masterprogramm Cultural Studies: Culture and Organization - Wahlbereich - Praxisfeld Künste, Museen, Archive
- Masterprogramm Kulturwissenschaften: Kritik der Gegenwart - Künste, Theorie, Geschichte - Wahlbereich - Praxisfeld Künste, Museen, Archive
- Masterprogramm Kulturwissenschaften: Medien und Digitale Kulturen - Wahlbereich - Praxisfeld Künste, Museen, Archive
- Masterprogramm Cultural Studies: Culture and Organization - Wahlbereich - Organization, Power, Economies
- Masterprogramm Kulturwissenschaften: Kritik der Gegenwart - Künste, Theorie, Geschichte - Wahlbereich - Organization, Power, Economies
- Masterprogramm Kulturwissenschaften: Medien und Digitale Kulturen - Wahlbereich - Organization, Power, Economies
- Masterprogramm Kulturwissenschaften: Theorie und Geschichte der Moderne (auslaufend) - Wahlbereich (Elective) - Organization, Power, Economies
- Masterprogramm Management: Management & Entrepreneurship - Alternative Wahlmodule - Organization, Power, Economies