Vorlesungsverzeichnis

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Veranstaltungen von Prof. Dr. Beate Söntgen


Lehrveranstaltungen

Forschungskolleg (3) (Seminar)

Dozent/in: Erich Hörl, Beate Söntgen

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 18:00 - 20:00 | 12.10.2020 - 29.01.2021 | C 40.606

Inhalt: Alle Kollegiat/innen berichten einmal im Semester zum Stand der Dissertations- oder anderer Kollegprojekte (Vorstellung von Exposés, Kapiteln, Arbeitsergebnissen sowie Methodenreflexionen). Die Sitzungen sind im gesprächsfördernden Response-Verfahren angelegt: Ein/e Referent/in präsentiert das zuvor zirkulierte Manuskript, während die/der Verfasser/in klarstellt, erläutert und ergänzt; die Diskussion folgt unter Vorsitz einer/s Dritten aus dem Kreis der Kollegiat/innen. So üben die Kollegiat/innen die Situierung eigener und fremder Arbeiten in einem wissenschaftlichen Rahmen ein sowie das Vermögen, kritische Einwänden zu erheben bzw. sich diesen zu stellen. Auf der anderen Seite erhalten die Kollegiat/innen wertvolle Einblicke in die Arbeitsweisen der anderen und werden zu einem differenzierenden, respektvollen Miteinander angeregt. Bei der Präsentation von Dissertationsprojekten sind die jeweiligen Betreuer/innen anwesend. Gäste, etwa Assoziierte oder weitere Kolleg/innen aus der Leuphana, können auf Wunsch hinzugezogen werden.

Basiskolleg (3) (Seminar)

Dozent/in: Erich Hörl, Beate Söntgen

Termin:
wöchentlich | Mittwoch | 10:00 - 12:00 | 12.10.2020 - 29.01.2021 | C 40.606

Inhalt: Im Basiskolleg werden theoretische und methodische Kerntexte zum Thema „Kulturen der Kritik“ durch die Kollegiat/innen vorgestellt und gemeinsam diskutiert. Sie moderieren und präsentieren das Material im Response-Verfahren. In diesem Semester wird ein Schwerpunkt auf der Thematik De/Kolonialität und ihre Begriffe liegen.

Kritik. Geschichte – Theorien – Praktiken (Seminar)

Dozent/in: Beate Söntgen

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 16:15 - 17:45 | 13.10.2020 - 26.01.2021 | C 40.146

Inhalt: Was als Kritik oder als kritischer Akt gelten kann, steht derzeit erneut zur Disposition. Es haben sich, vor allem durch neue Medien und Technologien, eine Fülle von weit reichenden Praktiken in veränderter Gestalt entwickelt, deren Kritikförmigkeit je diskutiert werden muss. Feministische, transkulturelle, post- und dekoloniale Perspektiven haben grundlegende, in der Aufklärung wurzelnde Annahmen über Kritik, deren Geltungsansprüche sowie die Funktion des Bewertens und Urteilens in Frage gestellt. Zugleich werden die Möglichkeit des Eingreifens ebenso wie das emanzipatorische und transformatorische Potential immer wieder aufgerufen, um den Wert der Kritik zur Geltung zu bringen. Das zweite, dem Modul zugeordnete Seminar unter der Leitung von Sven Kramer widmet sich der Konstellation von Aufklärung und Fortschrittsdenken, das ebenfalls in Kritik geraten ist, wie aus den zu diskutierenden Texten erhellt. Exemplarisch analysiert das Seminar Theorien und Praktiken von Kritik, ihre Instanzen, Gegenstände, Rahmungen, Geltungsansprüche und Wirkungsweisen in ihrer je spezifischen Situierung und im historischen Wandel. Untersucht wird, welche Akteure, Erwartungen und Kriterien jeweils eine Rolle spielen und in welchen Formen und Medien sich ein kritischer Akt mitsamt seinem Gegenstand konstituiert. Im ersten Teil des Seminars werden unterschiedliche theoretische Modellierungen von Kritik diskutiert. Jeder Text soll durch eine Arbeitsgruppe vorbereitet werden, die diesen in kontroverser Diskussion den anderen Teilnehmenden präsentiert. Im zweiten Teil stehen exemplarische kritische Praktiken des künstlerischen Feldes, und zwar aus dem 18. Jahrhundert und gegenwärtige Positionen, im Vordergrund. Ausgehend von der Aufklärung, geht es um Fragen der Repräsentation, der Herstellung von Öffentlichkeit und um die Rolle, die künstlerische Praktiken in dieser spielen. Ebenfalls thematisiert werden die Herausbildung von Kunstinstitutionen und deren Kritik durch Künstler*innen. Die Teilnehmer*innen haben die Möglichkeit, kritische Praktiken eigener Wahl im Seminarzusammenhang vorzustellen. Auch hier sind Arbeitsgruppen vorgesehen, die das Material präsentieren und mit Hilfe der erarbeiteten Theorien zur Kritik erschließen.

Aufklärung, Kritik, Imagination (Vorlesung/Seminar)

Dozent/in: Sven Kramer, Beate Söntgen

Termin:
wöchentlich | Donnerstag | 10:15 - 11:45 | 12.10.2020 - 29.01.2021 | C 11.117 | Gemeinsam mit der Veranstaltung "Aufklärung und Fortschritt: Begriffe, Affekte, Imaginationen"
wöchentlich | Dienstag | 16:15 - 17:45 | 12.10.2020 - 29.01.2021 | C 40.146 | Gemeinsam mit der Veranstaltung "Kritik. Geschichte – Theorien – Praktiken"

Stay Home! Bilder des Wohnens (Seminar)

Dozent/in: Beate Söntgen

Termin:
wöchentlich | Donnerstag | 14:15 - 15:45 | 15.10.2020 - 28.01.2021 | Online-Lehre

Inhalt: Die Forderung im pandemie-bedingten Lockdown zuhause zu bleiben, hat dem Wohnen einen neuen Stellenwert zugewiesen. Das Seminar nimmt dies zum Anlass, die historisch sich wandelnden Vorstellungen des Wohnens mitsamt des sich verändernden konkreten privaten Raumes, des Interieurs, zu untersuchen. Analysiert werden Texte und Bilder des Wohnens der Moderne und der Gegenwart, in denen Wohnen beschrieben, gezeigt oder neu entworfen wird. Seit der Antike wird das private Haus, der Oikos, im Zusammenhang mit Gemeinschaft und Gesellschaft diskutiert, durchaus auch als Keimzelle und als Bild en miniature des Staates. Mit der Aufklärung wird das Interieur zugleich Rückzugsort des modernen bürgerlichen Individuums, das sich als solches im privaten Raum erst konstituiert: durch Innerlichkeit als Form der Selbstbeobachtung, die im Interieur ihren idealen, eben privaten Ort zu haben scheint. Im Verlauf der Moderne erhält der Wohnraum neue Konturen, das Heim wird zum Hort des Unheimlichen. Neue Technologien wie Telefon oder Fernseher perforieren das Interieur, das sich schließlich vom heimlich/unheimlichen Sweet Home zum Smart Home wandelt. Arbeitsgruppen erschließen Texte und Bilder des Wohnens und präsentieren die Erträge im Seminar. Innen- und Außendynamiken, Schwellen wie Fenster und Türen und deren Funktionen der Einschließung wie Ausgrenzung stehen dabei ebenso im Fokus wie die Kunst des Sich-Einrichtens, im Interieur wie in der Welt. Gern können auch selbst gewählte Beispiele herangezogen werden. Das Bildmaterial, das sich aus Malerei, Fotografie, Video und Film zusammensetzt, stammt aus künstlerischen wie aus gebrauchsorientierten Zusammenhängen.

Stay Home! Bilder des Wohnens (Seminar)

Dozent/in: Beate Söntgen

Termin:
wöchentlich | Donnerstag | 14:15 - 15:45 | 15.10.2020 - 28.01.2021 | Online-Lehre

Inhalt: Die Forderung im pandemie-bedingten Lockdown zuhause zu bleiben, hat dem Wohnen einen neuen Stellenwert zugewiesen. Das Seminar nimmt dies zum Anlass, die historisch sich wandelnden Vorstellungen des Wohnens mitsamt des sich verändernden konkreten privaten Raumes, des Interieurs, zu untersuchen. Analysiert werden Texte und Bilder des Wohnens der Moderne und der Gegenwart, in denen Wohnen beschrieben, gezeigt oder neu entworfen wird. Seit der Antike wird das private Haus, der Oikos, im Zusammenhang mit Gemeinschaft und Gesellschaft diskutiert, durchaus auch als Keimzelle und als Bild en miniature des Staates. Mit der Aufklärung wird das Interieur zugleich Rückzugsort des modernen bürgerlichen Individuums, das sich als solches im privaten Raum erst konstituiert: durch Innerlichkeit als Form der Selbstbeobachtung, die im Interieur ihren idealen, eben privaten Ort zu haben scheint. Im Verlauf der Moderne erhält der Wohnraum neue Konturen, das Heim wird zum Hort des Unheimlichen. Neue Technologien wie Telefon oder Fernseher perforieren das Interieur, das sich schließlich vom heimlich/unheimlichen Sweet Home zum Smart Home wandelt. Arbeitsgruppen erschließen Texte und Bilder des Wohnens und präsentieren die Erträge im Seminar. Innen- und Außendynamiken, Schwellen wie Fenster und Türen und deren Funktionen der Einschließung wie Ausgrenzung stehen dabei ebenso im Fokus wie die Kunst des Sich-Einrichtens, im Interieur wie in der Welt. Gern können auch selbst gewählte Beispiele herangezogen werden. Das Bildmaterial, das sich aus Malerei, Fotografie, Video und Film zusammensetzt, stammt aus künstlerischen wie aus gebrauchsorientierten Zusammenhängen.