Förderlinie Innovation Plus

Das Förderprogramm „Innovation Plus“ des nie­dersäch­si­schen Mi­nis­te­ri­ums für Wis­sen­schaft und Kul­tur (MWK) soll der Verbesserung der Hochschullehre dienen und stellt eine Ergänzung zu dem Programm „Qualität Plus“ dar. Es richtet sich dabei an Lehrende und ermöglicht ihnen durch die Schaffung von Freiräumen die Weiterentwicklung der Qualität der Lehre und zudem innovative Lehr- und Lernkonzepte zu entwerfen und zu gestalten. Das Programm versteht sich als Impulsgeber und Anschubfinanzierung für Lehrkonzepte, die bei Erfolg auch längerfristig angeboten werden sollen. Die aus den Konzepten gewonnenen Erfahrungen sollen abschließend in einem kurzen schriftlichen Ergebnisbericht reflektiert und auf einem OER-Portal des Landes zugänglich gemacht werden. 
Das Programm soll in Zukunft jährlich ausgeschrieben werden.

Geförderte Projekte im Studienjahr 2021/2022

  • Remote Labs in der Elektrotechnik (Dr. Brit-Maren Block)
  • Digitales Seminar im Komplementärstudium der Graduate School im Thinkathon-Format (Prof. Dr. Jacob Hörisch)
  • Kohärenz erleben - Reflexion von Unterricht: aufgabenorientiert und videobasiert (Prof. Dr. Anke Karber et al.)
  • SelFF-Loops – Förderung von Kernpraktiken inklusiven Unterrichtens durch digitale Selbst- und Fremd-Feedbackloops (Prof. Dr. Marc Kleinknecht et al.)
  • Curricula-übergreifende inter- und transdisziplinäre Lehr-Forschungsprojekte in den Nachhaltigkeitswissenschaften (Prof. Dr. Daniel Lang et al.)
  • Methodenausbildung in den Nachhaltigkeitswissenschaften im integrierten Flipped Classsroom Format (Prof. Dr. Henrik von Wehrden)

Geförderte Projekte im Studienjahr 2021/2022

Remote Labs in der Elektrotechnik (Dr. Brit-Maren Block)

Sowohl die durch Covid-19 verursachten Lehrbedingungsänderungen als auch die zwingende Notwendigkeit der Integration von Digitalisierungskompetenzen in die Breite der ingenieurwissenschaftlichen Lehrveranstaltungen bedingen ein großes Potential für diese innovative Entwicklung einer hybriden Lehr-Lernform. Das Projekt umfasst die Konzeption, Implementierung und Evaluierung von Remote Laborversuchen für die Module „Elektrotechnik 1“ und „Elektrotechnik 2“ des Major „Ingenieurwissenschaften“. Das Gesamtvorhaben eines innovativen fachdidaktischen Konzeptes für eine hybride Lehr- Lernform in größeren Ingenieurvorlesungen unter Einbeziehung von Remote Labs sowie dessen Implementierung und Evaluierung soll:

1. Den Theorie-Praxis-Bezug in der Studieneingangsphase der Ingenieurwissenschaften durch Remote Labs stärken
2. Durch Digitalisierung und Integration aktueller Kernthemen im Kontext von Industrie 4.0 die Lehre verbessern
3. Selbstlernen begleiten und als kompetenzbasierte digitale Prüfungsform genutzt werden
4. Diversitätsgerechte Lehre ermöglichen

Einrichtung: Fakultät Wirtschaftswissenschaften / Institut für Produkt- und Prozessinnovation / Bachelor Ingenieurwissenschaften

Ansprechperson: Dr. Brit-Maren Block

Digitales Seminar im Komplementärstudium der Graduate School im Thinkathon-Format (Prof. Dr. Jacob Hörisch)

Das Thinkathon-Format zielt analog zum Hackathon-Format auf die kollaborative, digitale und interdisziplinäre Entwicklung von Lösungsansätzen für gesellschaftliche Probleme ab (Knoll 2018). Dabei stehen nicht Softwareprodukte, sondern gedankliche, wissenschaftsbasierte Konzepte und Ideen sowie ein problembasiertes, lösungs- und transferorientiertes Lernen im Vordergrund. Der Thinkathon soll als neues hochschuldidaktisches Konzept zur Digitalisierung der Lehre als Seminar im Master Komplementärstudium der Graduate School für Studierende im dritten Master-Semester durchgeführt und dauerhaft verankert werden.
Ziel des Projektes ist es, eine engere Verknüpfung von Wissenschaft und Gesellschaft herzustellen sowie:

1. Die Lehre im benannten Modul mittels des Einsatzes innovativer Lehrformen zur Stärkung von Digitalisierung und gesellschaftlichem Diskurs verbessert,
2. (Digitale) Seminarformate für Massenveranstaltungen erprobt,
3. Und die digitalen Kompetenzen und praktischen Fähigkeiten im Kontext interdisziplinärer Teamarbeit gefördert werden.

Einrichtung: Graduate School

Ansprechperson: Prof. Dr. Jacob Hörisch

Kohärenz erleben - Reflexion von Unterricht: aufgabenorientiert und videobasiert (Prof. Dr. Anke Karber et al.)

Mit Perspektive auf die „individuelle Professionalisierung“ stehen Konzepte zur Anregung von Reflexion von Unterricht in den Vorbereitungs- und Begleitseminaren zum Praktikum des Masterstudiums des Berufsschullehramtsstudiengangs der Fachrichtung Sozialpädagogik im Mittelpunkt. Die geplanten Konzepte beinhalten je eine passgenau entwickelte und fachdidaktisch-orientierte Reflexionsaufgabe professioneller Unterrichtswahrnehmung auf Basis der zu diesem Zweck erstellten Videosequenzen berufsschulischen Unterrichts. Damit soll der Reflexions- als auch Praxisbezug in den beteiligten Modulen nachhaltig intensiviert werden.  Ziel ist es, eine kohärenten Rahmung zur Anregung von Reflexion durch die beteiligten Bereiche zu entwickeln, Reflexionsaufgaben zur Unterrichtswahrnehmung zu den erstellten Videosequenzen berufsschulischen Unterrichts zu erstellen. Die mögliche Implementierung der Reflexionsaufgaben in das bestehende E-Portfolio-Gesamtkonzept der Leuphana Lehrer*innenbildung in Form von Erweiterungs-Bausteinen findet dabei ebenso Berücksichtigung wie die Aufarbeitung der Reflexionsbausteine für das OER-Portal.

Einrichtung: Fakultät Bildung / Lehramt an berufsbildende Schulen - Fachrichtung Sozialpädagogik, Master

Ansprechpersonen: Prof. Dr. Anke Karber, Prof. Dr. Kathrin Padberg, Prof. Dr. Torben Schmidt, Prof. Dr. Jessica Süßenbach, Dr. Timo Beckmann

 

SelFF-Loops – Förderung von Kernpraktiken inklusiven Unterrichtens durch digitale Selbst- und Fremd-Feedbackloops (Prof. Dr. Marc Kleinknecht et al.)

Im Rahmen einer kompetenzorientierten Lehrkräftebildung wird davon ausgegangen, dass Lehramtsstudierende bereits im Studium professionelle Kompetenz  entwickeln können, um Schüler*innen bestmöglich beim Lernen zu unterstützen. In dem geplanten Seminar erhalten die Studierenden in einer digitalen Lernumgebung standardisiertes, adaptives bzw. personalisiertes Fremd-Feedback auf ihre Videoanalysen und Micro-Teaching-Videos und können ihre Kompetenzentwicklung während der Seminare durch ein digitales Kompetenztool selbständig evaluieren (digitale Feedbackloops). Gesamtziel des Projekts ist die Entwicklung und Umsetzung eines Seminarkonzepts, das den Studierenden durch digitale Feedbackloops einen bestmöglichen Kompetenzzuwachs ermöglicht. Das Gesamtziel soll durch zwei Teilziele erreicht werden. Erstens wird eine videobasierte digitale Lernumgebung entwickelt, die Studierenden standardisiertes, adaptives bzw. personalisiertes Fremd-Feedback zur Analyse von fremden und eigenen Unterrichtsvideos bietet. Zweitens wird ein videobasiertes digitales Kompetenztool entwickelt, das den Studierenden ermöglicht, ihre Kompetenzentwicklung kontinuierlich selbständig zu evaluieren.

Einrichtung: Institut für Bildungswissenschaft / Schulpädagogik und Schulentwicklung /Lehren und Lernen (BA)

Ansprechpersonen: Prof. Dr. Marc Kleinknecht, Dr. Christopher Prilop

Curricula-übergreifende inter- und transdisziplinäre Lehr-Forschungsprojekte in den Nachhaltigkeitswissenschaften (Prof. Dr. Daniel Lang et al.)

In diesem Projekt wird ein nach Bruner (1960) spiralcurricular ausgerichtetes Lehr- und Lernkonzept für die zentralen inter- und transdisziplinären Forschungsprojekte in den Nachhaltigkeitswissenschaften ausdifferenziert und in den Curricula der Bachelor- und Masterstudiengänge verankert sowie erprobt werden.

Angehende Nachhaltigkeitswissenschaftler*innen sollen in diesen problem- und lösungsorientierten Schlüsselmodulen mit dem notwendigen Rüstzeug ausgestattet werden, um als „Sustainability Change Agents“ aktuelle Transformationen in der Gesellschaft aktiv mitgestalten zu können. Das Ziel ist es, durch systematische Maßnahmen der Harmonisierung nach Biggs (2014), der Fokussierung (u.a. regelmäßige angeleitete Möglichkeiten der Selbstreflexion) und der Digitalisierung (z.B. der Aufbau einer Fallstudiendatenbank) den trinären Erwerb von I. Schlüsselkompetenzen nach Wiek et al. (2011), II. fundiertem Fach- und Methodenwissen sowie III. Fähigkeiten zum wissenschaftlichen Arbeiten einheitlich zu befördern und den spiralcurricularen Eigenschaften entsprechend zu prüfen.

Einrichtung: Fakultät Nachhaltigkeit

Ansprechpersonen: Prof. Dr. Daniel Lang, Prof. Dr. Matthias Barth, Dr. Stefanie Meyer

 

Methodenausbildung in den Nachhaltigkeitswissenschaften im integrierten Flipped Classsroom Format (Prof. Dr. Henrik von Wehrden)

Ein Verständnis von der Vielfalt des Methodenkanons ist ein zentrales Element der Methodenausbildung in der Nachhaltigkeitswissenschaft (von Wehrden et al. 2017), was gleichzeitig den Erfahrungsgewinn in der Anwendung von Forschungsmethoden vor große Herausforderungen stellt. Mithilfe eine innovativen Blended Learning Ansatzes unter Einbindung u.a. eines Wikis und einer zentralen open Online-Plattform ist es das Ziel, den Kompetenzerwerb von Studierenden der Nachhaltigkeitswissenschaft in dem zentralen Seminar der Methodenausbildung zu unterstützen und ein Verständnis für die Vielfalt des Methodenkanons herzustellen. Eine solche Flipped-Classroom-Lösung ermöglicht den Studierenden zudem den aktiven Austausch über spezifische methodische Ansätze über die Lehrveranstaltungen hinaus und kann gleichzeitig der Dokumentation der Lernergebnisse dienen, was insbesondere nachfolgenden Jahrgängen dient.

Einrichtung: Fakultät Nachhaltigkeit / Institut für Ökologie / Master Sustainability Science

Ansprechperson: Prof. Dr. Henrik von Wehrden

Geförderte Projekte im Studienjahr 2020/21

  • Profilstudium, Sprachliche Bildung in gesellschaftlicher Diversität
  • Grundlagen und Methoden der Umweltwissenschaften
  • Fächerübergreifendes Abschlussformat für Leuphana Bachelor, zusammengesetzt aus verschiedenen Lehrveranstaltungen der 12 Module des Komplementärstudiums
  • Entwicklung hochschuldidaktischer Konzepte und Maßnahmen für Open Science Movement und replizierbare Forschung

Geförderte Projekte im Studienjahr 2020/21

Profilstudium, Sprachliche Bildung in gesellschaftlicher Diversität

Ziel des Projekts „Profilstudium ‚Sprachliche Bildung in gesellschaftlicher Diversität‘“ (kurz: PS Sprachbildung) ist es, den Studierenden des Lehramts an der Leuphana Universität Lüneburg eine umfassende Profilierung in diesem Bereich zu ermöglichen sowie die Lehre weiterzuentwickeln. Dies soll in Abstimmung mit anderen Profilstudien geschehen.

Einrichtung: Fakultät Bildung; Institut für Deutsche Sprache und Literatur und ihre Didaktik 

Ansprechperson: Prof. Dr. Astrid Neumann; Friederike Dobutowitsch

Grundlagen und Methoden der Umweltwissenschaften

Aufgrund der lösungsorientierten Agenda der Umwelt- und Nachhaltigkeitswissenschaft ist ein breiter methodischer Zugang notwendig, da viele der aktuellen Herausforderungen die Kombination mehrerer methodischer Ansätze bedingen, basierend auf einer Erstellung gemeinsamer Ziele mit der Zivilgesellschaft. Entsprechend muss die Vermittlung der verschiedenartigen Zugänge gerade am Beginn des Studiums den Anspruch eines integrierenden und interdisziplinären Zugangs mit der notwendigen beispielhaften Anwendung kombinieren.
Im Rahmen des Projektes soll daher unterstützt durch digitale Lehr-Lernszenarien ein integratives und reflexives Methodenkonzept erstellt sowie ein im Sinne des constructive alignment angepasstes Prüfungsformat weiterentwickelt werden, um so durch ausgewählte Anwendungsbeispiele verschiedene Methoden vorzustellen, kritisch zu reflektieren und am Ende des Semesters die individuelle Planung des weiteren Ausbaus der Methodenkompetenz in den folgenden Semestern frühzeitig anzustoßen und zu unterstützen:
Ziel 1. Entwicklung, Erprobung und curriculare Verankerung eines integrativen sowie interdisziplinären Ansatzes zum Aufbau von Methodenkompetenz
Ziel 2. Entwicklung und Erprobung eines Flipped-Classroom-Konzepts mit digitalen Lehr-Lernszenarien und Tools zur didaktischen Unterstützung des o.g. Kompetenzaufbaus
Ziel 3. Entwicklung und Erprobung eines reflexiven Prüfungsformats zur Unterstützung des zukünftigen Ausbaus sowie der individuellen Planung der Methodenkompetenz.

Einrichtung:  Fakultät Nachhaltigkeit / Institut für Ökologie und Institut für Integrative Studien / Bachelor Umweltwissenschaften & Global Environmental and Sustainability Studies

Ansprechpersonen: Prof. Dr. Henrik von Wehrden; Prof. Dr. Matthias Barth

Fächerübergreifendes Abschlussformat für Leuphana Bachelor, zusammengesetzt aus verschiedenen Lehrveranstaltungen der 12 Module des Komplementärstudiums

Als Kulmination des Bachelor Studiums am Leuphana College wird ein Abschlussformat entwickelt, das a) inhaltlich den  thematischen Auftakt des Studienbeginns als Reflexionsfolie für das absolvierte Studium aufnimmt und dabei b) didaktisch dem fächerübergreifenden Ansatz des Studienmodells Rechnung trägt.
Lernen ist immer auch eine Frage des Wiedererkennens. Idealerweise sind Themen daher nicht nur einmalig, sondern wiederholt anzusprechen, um von den Lernenden angeeignet und reflektiert werden zu können. Für die wiederkehrende Betrachtung eines gesellschaftlich relevanten Themas bieten der Anfang und das Ende eines Bachelorstudiums grundsätzlich einen ausgezeichneten Rahmen, weshalb das Leuphana College seinem intensiven Studienanfangsformat (Startwochen) ein ebenso intensives Abschlussformat hinzuzufügen möchte.

Einrichtung:College

Ansprechpersonen: Dr. Steffi Hobuß; Prof. Dr. Maik Adomßent

Entwicklung hochschuldidaktischer Konzepte und Maßnahmen für Open Science Movement und replizierbare Forschung

Ziel des Projektes ist es, für verschiedene Module der Studiengänge BWL und Psychologie auf B.Sc. und M.Sc. Level neue hochschuldidaktische Konzepte und Maßnahmen zu entwickeln, um Studierenden im Sinne des „forschenden Lernens“ die Grundlagen des Open Science Movement sowie nachhaltige, replizierbare Forschung in der konkreten Anwendung näher zu bringen. Mehrere der geplanten Veranstaltungen sind deshalb als Lehrforschungsprojekte
angelegt, so dass die Studierenden die Möglichkeit haben, eigenständige Projekte im Sinne einer nachhaltigen, replizierbaren Forschung zu planen und unter Betreuung der wissenschaftlichen Mitarbeiter*in durchzuführen. Um die Open Science Bewegung langfristig an der Leuphana zu etablieren, werden digitale Lehr- und Lernmethoden entwickelt (zum Beispiel Video-Anleitungen und Online Tutorials zur Präregistrierung von Hypothesen oder Stichprobenumfangsplanung in G*Power; vgl. Handke, 2017), die ab 2020 dauerhaft in den oben genannten forschungsnahen Modulen eingesetzt werden können.

Einrichtung:Fakultät Wirtschaftswissenschaften, Psychologie

Ansprechperson:Prof. Dr. David Loschelder

Geförderte Projekte im Studienjahr 2018/19

  • Profil „Digitale Bildung“
  • Elementarmathematik vertiefen — Elementare Zahlentheorie, Elementare Funktionen
  • Mathematikdidaktik vertiefen — Realitätsbezüge im Mathematikunterricht
  • Connecting Science, Responsibility and Society
  • Leuphana Bachelor, Minor Industrietechnik, Vorlesung Elektro- und Automatisierungstechnik

Geförderte Projekte im Studienjahr 2018/19

Profil „Digitale Bildung“

Über die Laufzeit des Projektes soll das Ziel erreicht werden, zunächst innerhalb des Bachelor-Studiums „Lehren und Lernen“ ein Profilstudium im Bereich „Digitale Bildung“ zu etablieren bzw. die vorbereitenden Tätigkeiten zu dessen Einrichtung abzuschließen. Das Profilstudium bietet den Studierenden Möglichkeiten, ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten im Umfeld digitaler Bildung aufzubauen oder zu erweitern. Dies hat nachhaltige Auswirkungen auf ihren weiteren Studienprozess, sowie den späteren Eintritt in den Arbeitsmarkt. Ausgehend von diesem neu zu etablierenden Curriculum wird der zu initiierende, fakultäts- und universitätsweite Diskussionsprozess der Leuphana Universität eine bessere Plattform für die Verhandlung dieser gesellschaftlich relevanten Themen bieten.

Einrichtung: Fakultät Bildung

Ansprechperson:Prof. Dr. Michael Ahlers

Elementarmathematik vertiefen — Elementare Zahlentheorie, Elementare Funktionen

Langfristiges Projektziel ist die Weiterentwicklung aller fachlichen Mathematikmodule im BA Lehren und Lernen. Das Teilprojekt bezieht sich auf die pilothafte Umgestaltung der Vorlesung „Elementare Zahlentheorie“ in Orientierung am Inverted Classroom Model (ICM).
Lernende sollten Mathematik selbst betreiben und anwenden und nicht lediglich die „fertige Mathematik“ von Expertinnen und Experten abschreiben und nachvollziehen. Deshalb ist der aktiv-konstruktive Eigenanteil in fachlichen Lehrveranstaltungen bedeutsam, wird jedoch oft in die private Eigenverantwortung der Studierenden übertragen. Die Lehrenden im Unterrichtsfach Mathematik an der Leuphana sehen die Notwendigkeit, die Eigenaktivität der Studierenden in fachmathematischen Veranstaltungen zu erhöhen, sie dabei aber auch adaptiv und im Sinne des Scaffoldings zu unterstützen. Für eine professionelle Haltung angehender Mathematiklehrkräfte ist es darüber hinaus notwendig, die Studierenden in die Lage zu versetzen, sich selbstständig unbekannte mathematische Inhaltsgebiete zu erschließen und für ihre Lernenden in schulischen Kontexten lernwirksam aufzubereiten.

Einrichtung: Fakultät Bildung

AnsprechpersonProf. Dr. Silke Ruwisch

Mathematikdidaktik vertiefen — Realitätsbezüge im Mathematikunterricht

Im Projekt soll das Seminar „Realitätsbezüge im Mathematikunterricht“ des Moduls „Mathematikdidaktik vertiefen“ sowohl zur Unterstützung der Professionalisierung angehender Mathematiklehrkräfte als auch zur Entwicklung geeigneter, digital gestützter Lehr-Lern-Materialien entwickelt und im Wintersemester 2019/ 2020 umgesetzt werden. Bei erfolgreicher Evaluation wird das Seminar dauerhaft als innovative Lehrveranstaltung des Moduls ausgebracht, der digitale Charakter guter mathematikdidaktischer Lehrerbildung im Modul wird geschärft.

Einrichtung: Fakultät Bildung

Ansprechperson:Prof. Dr. Michael Besser

Connecting Science, Responsibility and Society

Das Ziel des Projekts ist die Entwicklung und Implementierung eines digitalen vollvirtuellen Seminars mit der thematischen Überschrift “Global Issues in a Global Classroom“, das im Modul „Connecting Science, Responsibility and Society“ des Master Komplementärstudiums der Graduate School für Studierende im dritten Master-Semester angeboten wird. Das Global Classroom-Format verfolgt als dezidiertes und integrales Ziel die „Internationalisation @ Home“. In Kooperation mit einer Partneruniversität sollen Masterstudierende der Leuphana gemeinsam mit Studierenden der Partneruniversität in einem Global Classroom die großen, internationalen Linien und Herausforderungen von Wissenschaft in ihrem verantwortungsvollen Zusammenspiel mit der Gesellschaft vergleichend erarbeiten und diskutieren.
Mit diesem Bildungskonzept sollen Studierende insbesondere auf die internationale und interkulturelle Zusammenarbeit in Hinblick auf oft nur inter- und transdisziplinär lösbare gesellschaftliche Probleme des 21. Jahrhunderts vorbereitet werden und idealerweise erste Lösungsansätze erarbeiten.

Einrichtung:Graduate School

Ansprechperson:Prof. Dr. Markus Reihlen

Leuphana Bachelor, Minor Industrietechnik, Vorlesung Elektro- und Automatisierungstechnik

Das Gesamtziel des Projektes ist die Entwicklung eines innovativen Lehr- und Lernkonzeptes für das grundständige Modul „Elektro- und Automatisierungstechnik“. Die bereits begonnene Neugestaltung des Minor ist Anlass und Chance, zusammen mit diesem Projekt eine innovationsorientierte Lehrveranstaltung zu konzipieren. Dabei werden im Wesentlichen zwei Ziele verfolgt. Zum einen soll durch die didaktische Neugestaltung der studentische Lernprozess der stark diversen Studierendengruppe optimal unterstützt und die Attraktivität der Veranstaltung gesteigert werden. Darüber hinaus entstehen im Kontext der digitalen Transformation neue Technologien und berufliche Tätigkeitsfelder, die von einer hohen Komplexität, einem großem Maß an Verantwortung sowie von einem hohen Bedarf an Überblickswissen an der Schnittstelle verschiedener Fachdisziplinen geprägt sind. Das neue Lehr-Lernkonzept muss diese aktuellen Trends aktiv adressieren, um die Absolvent_innen zu befähigen, auf der Basis eines soliden technischen Grundverständnisses Problemstellungen zu identifizieren, zu beschreiben, im Team zu lösen und den erforderlichen Wandel somit aktiv mitzugestalten. Diese zwei Zielsetzungen bedingen sowohl eine inhaltliche Überarbeitung als auch die Einführung neuer Lehrformen und hochschuldidaktischer Konzepte, um die Studierenden in ihrer fachlichen und überfachlichen Kompetenzentwicklung bei zeitlich begrenzten Ressourcen effektiv zu unterstützen.

Einrichtung: Fakultät Wirtschaftswissenschaften

Ansprechperson: Dr. Brit-Maren Block