Classroom Response Systeme (CRS)

Classroom Response Systeme in der Lehre

Sie wollen während Ihrer (Groß-)Veranstaltung eine direkte Rückmeldung ihrer Studierenden?

Mit Classroom Response Systemen (CRS) können Sie die Aktivierung und Partizipation Ihrer Teilnehmer*innen in Lehrveranstaltungen erhöhen, indem Sie bereits während einer Veranstaltung direkte Rückmeldungen aus dem Hörsaal erhalten und somit bspw. die Meinungen, Einschätzungen, Kenntnisstände sowie das Feedback Ihrer Studierenden einholen können. Der Einsatz von CRS kann die Auseinandersetzung mit Lerngegenständen befördern und Diskussionen der Studierenden untereinander sowie mit der Lehrperson anregen. CRS sind besonders für Veranstaltungen mit vielen Teilnehmer*innen geeignet.

Einsatz von Clickern (hardwarebasierte CRS)

Clicker sind hardwarebasierte Abstimmungsgeräte. An der Leuphana können Sie ein Set Clicker ausleihen, die Sie in Ihre PowerPoint Präsentation einbauen und bis zu 30 Stimmen simultan einfangen können. Hierzu können Sie in der Medienausleihe einen Laptop ausleihen, auf dem das Clicker-System Keypad Depot installiert ist. Bei dem folgenden Artikel können Sie ein Anwendungsbeispiel für den Einsatz von Clickern von Prof. Klusemann unter Impulsworkshop „Ausgezeichnet“ des Lehrservice: Das „Wer-wird-Millionär-Gefühl“ im Hörsaal nachlesen.

Freizugängliche CRS (browserbasiert)

Anbei finden Sie eine Auswahl an webbasierten, frei zugänglichen Classroom Response Systemen:

Entsprechend den aufgeführten Classroom Response Systemen können Sie hier jeweils Best-Practise-Beispiele dazu nachlesen:

Verschiedene Class­room Re­s­pon­se Sys­te­me und ihre Funk­tio­na­litäten im De­tail fin­den Sie in der folgenden Übersicht (PDF-Download):

  • Einsatz- und Nutzungsszenarien von CRS
  • Typen von CRS
  • Vorteile und Herausforderungen von CRS
  • CRS Einsatzvoraussetzungen
  • Weiterführende Literatur

Einsatz- und Nutzungsszenarien von CRS

Unter Berücksichtigung zeitlicher Begrenzungen, Teilnehmer_innenzahlen, Lehr-Lernzielen, Veranstaltungsinhalte, Kompetenzniveaus usw., die den Einsatz von CRS beeinflussen, ergeben sich dennoch zahlreiche Nutzungsmöglichkeiten, zum Beispiel:

  • Summatives Assessment
  • Formatives Assessment
  • Verständnisabfragen
  • Diskussionen vorbereiten/iniieren
  • Wiederholungsfragen
  • Anwendungsfragen
  • Fragenmarathon/Ralley
  • Peer Instruction
  • Veranstaltungssteuerung
  • Geschwindigkeitsregulation
  • Reflexion von Inhalten
  • Gruppenarbeit fördern
  • Gegenseitiges anonymes Bewerten
  • Feedbackfragen

Typen von CRS

Grundsätzlich werden hardware- und software-/webbasierte Abstimmungssysteme unterschieden.

Hardwarebasierte Systeme sind elektronische Abstimmungssysteme, die eine Funkverbindung nutzen, um die Clicker mit einer vernetzten Präsentationssoftware zu verbinden. Diese Systeme ermöglichen es also anonyme Abstimmungen in Lehrveranstaltungen mit Hilfe von vorher im Publikum verteilten Clickern durchzuführen. Die Lehrperson stellt dem Plenum mit Hilfe eines Computers und einer Präsentationssoftware Fragen mit mehreren Antwortmöglichkeiten (Multiple-Choice-Fragen). Die Teilnehmer_innen geben über die Clicker ihre jeweilige Antwort, beispielsweise A, B oder C, durch Drücken der entsprechenden Taste ab. Die Eingaben der Teilnehmer_innen werden drahtlos an die Abstimmungssoftware übertragen und können dann mittels Beamer an die Wand projiziert werden.

Softwarebasierte/webbasierte Lösungen übertragen die Daten zwischen Sender und Empfänger über das Internet und nutzen die internetfähigen Mobilgeräte (bring your own device – Tablet, Smartphone, Laptop) der Teilnehmer_innen. Voraussetzung dafür ist, dass die Endgeräte der Teilnehmenden netzwerkfähig sind und auch aktuell Zugang zum Internet haben. Hierbei sind zwei Varianten zu unterscheiden, nämlich:

  • App-basierte Systeme, die zur Nutzung die Installation einer entsprechenden App voraussetzen
  • Browser-basierte Systeme, bei denen eine Teilnahme durch Eingabe einer Internetadresse (z. B. via QR-Code) erfolgt

Die Steuerung und Freigabe der Umfragen durch die Lehrperson erfolgt über einen zentralen Server. Zu unterscheiden sind dabei:

  • kostenpflichtige Server, die als Voraussetzung zur Nutzung Gebühren verlangen (z. B. pro Umfrage oder pro potentiellem Teilnehmenden)
  • offene Server, die von Dritten zur kostenfreien Nutzung bereitgestellt werden
  • Servererweiterungen, die selbst betrieben werden können und zum Beispiel als Erweiterung der Funktionalität eines LMS gedacht sind

Die Lehrperson richtet Fragen an die Zuhörer_innen, die diese – je nach System – entweder als Teil der Präsentation der Lehrperson oder direkt im Webbrowser auf ihren mobilen Geräten sehen. Die Abstimmung oder Beantwortung der Frage erfolgt ebenfalls über die Webseite bzw. die App des jeweiligen Systems.

Vorteile und Herausforderungen von CRS

VorteileHerausforderungen
Verbesserte Aufmerksamkeit und Engagement der Teilnehmer*innenEs können technische Probleme während der Nutzung auftreten
Verbesserte Lernerfolge und WissensvermittlungWebbasierte Systeme sind auf Internetverfügbarkeit angewiesen
Gesteigerte InteraktionHardwarebasierte Systeme müssen zu jeder Sitzung mitgebracht, verteilt und eingesammelt werden
Anonyme Abstimmungs- und Rückmeldungsmöglichkeit erhöht die Partizipationsbereitschaft der StudierendenJust-in-time-teaching: Nutzung und Rückmeldungen führen zu Fragen, Diskussionen etc., die ggf. eine spontane Anpassung der Veranstaltung durch die Lehrperson verlangen
Unmittelbares Real-Time-Feedback für Studierende und LehrendeIn der Veranstaltung Zeit einplanen für den Einsatz von CRS sowie sinnvolle Einbindung in das Lehr-Lerndesign
Möglichkeit zur situativen Entscheidung über die Gestaltung des Fortgangs einer LehrveranstaltungFormulierung guter und sinnvoller Fragen
Verbesserung der LehrqualitätLehrende und Studierende mit dem Werkzeug vertraut machen

CRS Einsatzvoraussetzungen

  • Internetzugriff bei webbasierten Systemen
  • Abstimmungsgeräte bei hardwarebasierten Lösungen
  • internetfähige mobile Endgeräte (Smartphone, Tablet, Laptop)
  • Beamer, PC

Weiterführende Literatur

  • Derek Bruff (2009): Teaching with Classroom Response Systems: Creating Active Learning Environments, San Francisco: Jossey Bass
  • Duncan, Douglas; Mazur, Eric (2005): Clickers in the classroom. How to enhance science teaching using classroom response systems. San Francisco: Pearson Education.
  • Mazur, Eric (1997). Peer Instruction: A User’s Manual. New Jersey: Prentice-Hall.
  • Hinweise zum didaktischen Einsatz, Stolpersteinen und Beispielen finden Sie in der Vertiefung https://www.e-teaching.org/lehrszenarien/vorlesung/abstimmungssysteme (19.02.2018)
  • Beispiele und Einsatzmöglichkeiten finden sich auch im Blog von Derek Bruff: http://derekbruff.org/?page_id=2 (19.02.2018)
  • Der niedersächsische ELAN e.V. bietet in einem Wiki einen Überblick über Response-Systeme an deutschen Hochschulen: http://ep.elan-ev.de/wiki/Audience_Response (19.02.2018)

Kontakt

Für Beratung und mediendidaktischen Support zu Einsatzmöglichkeiten und Anwendungsfunktionen von Classroom Response Systemen, wenden Sie sich gerne an Rosa Arnold, Referentin für digitale Lehre im Lehrservice.