Energieeffizienz

WELCHE MASSNAHMEN HAT DIE LEUPHANA SCHON UMGESETZT, UM ENERGIE EINZUSPAREN?

Die Leuphana ist seit 2014 klimaneutrale Universität für die Bereiche Energie, Dienstfahrzeuge und -reisen. Im Rahmen dieses Konzeptes hat sie den vergangenen Jahren bereits sehr umfassende Maßnahmen zur Einsparung von Energie realisiert und war bei der Umsetzung dieser Maßnahmen im Vergleich Vorreiter unter den deutschen Hochschulen. Zu den kontinuierlich weiterentwickelten technischen und organisatorischen Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz zählen:

Erhöhung der Energieeffizienz

  • u.a. durch ein Energie-Einspar-Contracting seit 2014, eine Totalabschaltung der Nahwärmeleitung im Sommer, die Umstellung der Innen- und Außen-Beleuchtung auf LEDs, den Einsatz von Präsenzmeldern in Seminarräumen, der Optimierung der Lüftungsanlagen, einen hydraulischer Abgleich von Heizungen in den Gebäuden, den Einbau von hocheffizienten Heizungspumpen, den Einbau von Einzelraumregelungen für Seminarräume in den Gebäuden C12, C14 und C16 oder die Umstellung der Kühlung des Serverraums C7 auf freie Kühlung.

Einführung von CO2-Ampeln

  • Stickige Seminarräume haben schon so manchem Studierenden die Konzentration geraubt. Abhilfe schaffen an der Leuphana seit dem Jahr 2010 CO2-Ampeln, die in den Seminar- und Besprechungsräumen installiert wurden. Sie sorgen nicht nur für bessere Luft in den Räumen und fördern damit die Konzentration, sondern sparen auch gleichzeitig Energie ein. Die Ampel misst den Anteil an CO2 in der Luft eines Raumes und zeigt dann mit grünen, gelben und roten Lämpchen an, wann gelüftet werden muss.
    Die CO2-Ampel wurde in 2010 als Ort im "Land der Ideen" ausgezeichnet.

Wärmeeinsparung zwischen Weihnachten und Neujahr

  • Seit dem Jahr 2002 können alle Beschäftigten zwischen Weihnachten und Neujahr Überstunden ausgleichen. So kann die Betriebstechnik in allen leerstehenden Gebäuden die Heizung für ein bis zwei Wochen absenken. Daneben senkt die Betriebstechnik die Heizung abends, am Wochenende und über Feiertage individuell ab.

Neubau des Zentralgebäudes

  • Das Zentralgebäude wurde in das Projekt „Klimaneutrale Universität“ eingebunden und unter Anwendung verschiedener Konzepte und Maßnahmen für ein energiesparsames Gebäude entwickelt. Zu den wichtigsten Technologien gehören u.a. ein präsenz- und tageslichtabhängig gesteuertes LED-Beleuchtungssystem; Dämmung, Dreischeibenverglasung; Wärmerückgewinnung und Versorgung aus Niedertemperatur-Abwärme; architektonische Gestaltung zur Optimierung von Belüftung, Sonneneinstrahlung, begrünte Dächer und der Verwendung von Regenwasser für Toilettenspülung.

Sanierung weiterer Campusgebäude mit Konzept zur baulich-energetischen Sanierung

  • u.a. durch Dachgeschossausbauten in Verbindung mit Dachsanierungen, Dachisolierungen. Darüber hinaus umfasst ein Konzept zur baulich-energetischen Sanierung der Gebäude den baulichen Zustand der Gebäude, energieeffiziente Verbesserungsvorschläge und Energieverluste. Hierzu gehörten eine Beurteilung der Gebäudehülle, der energetischen Sanierung, der Beleuchtungs- und Lüftungsanlagen sowie die Einbeziehung der Nutzer*innen. Dieses Projekt wurde von der Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umweltschutz (BMU) unterstützt.

Sanierung des Wärmenetzes

  • Im Sommer und Herbst 2010 wurden die alten Rohre des Wärmenetzes auf dem Campus saniert. Es wurden Rohre mit der besten Wärmedämmung verbaut, die ca. die Hälfte von den sonst üblichen Wärmeverlusten einsparen. Insgesamt konnten gut 1.150 Meter Rohre neu verlegt werden und damit spart die Leuphana 190.000 Kilowattstunden Wärme pro Jahr ein.

Umsetzung von Kampagnen zur Verhaltensänderung

  • u.a. im Rahmen eines Forschungsprojekts „Energie- und Ressourcenmanagement“ mit dem Ziel, durch Verhaltensänderung der Hochschulmitglieder mindestens. 6 Prozent Energie zu sparen. Es konnte eine Einsparung von 10 Prozent erreicht werden. Auf Grundlage dieser Instrumente und Maßnahmen werden kontinuierlich Kampagnen zum Energiesparen an der Leuphana durchgeführt.

Umsetzung eines nachhaltigen Mobilitätskonzeptes

  • mit „Push- und Pull-Strategie“: Einerseits Einschränkungen für nicht-nachhaltige Mobilitätsformen, u.a. durch die Ausweisung des Campus als verkehrsberuhigten Bereich; andererseits Angebote für eine nachhaltige Mobilität, u.a. durch die Einführung von Jobtickets, Elektrotankstellen mit Ökostrom, Lastenrädern, mit inhaltlicher Begleitung durch Lehr-Forschungsprojekte.