Studium und Lehre
an der Fakultät
Kulturwissenschaften

Fakultätsmitglieder lehren am College und an der Graduate School

Mit dem Lehrangebot der Wissenschaftsinitiative Kulturforschung werden alle Phasen des Studiums unterstützt: Bachelor, Master und Promotion.

Bachelorstudium am College

Im Major Kulturwissenschaften treten unterschiedliche wissenschaftliche Disziplinen wie die Philosophie und Soziologie, die Literatur-, Kommunikations-, Medien- und Musikwissenschaft, die Kulturgeographie und die Kunst- und Bildwissenschaften in einen Dialog ein, der in die gemeinsame Bearbeitung übergeordneter kulturwissenschaftlicher Fragestellungen einmündet.

Der Major Politikwissenschaft führt systematisch in die Gegenstandsbereiche der Politikwissenschaft – in normative Grundlagen des politischen Denkens sowie empirische Strukturen, Prozesse und Inhalte öffentlichen Handelns – ein und vermittelt fundierte Kenntnisse über theoretische und methodische Ansätze politikwissenschaftlicher Analyse.

Das genuin englischsprachige Studienprogram Digital Media verbindet die theoretische Auseinandersetzung mit Digitalen Medien mit der praktischen Einführung in die Grundlagen des Programmierens und der kreativen Nutzung digitaler Medien. Der Studiengang wird in Kooperation mit der Hamburg Media School angeboten.

Auch die Minor Digitale Medien – Kulturinformatik, Philosophie und Politikwissenschaft werden von der Fakultät am College angeboten.

Masterstudium an der Graduate School

Wollen Sie im Master Fragestellungen und Herausforderungen der Kulturwissenschaften in den Schwerpunktbereichen „Philosophie und Literatur“, „Kunst- und Medienwissenschaft“ oder „Kultur und Ästhetik digitaler Medien“  vertiefen, dann kommt für Sie der Master Kulturwissenschaften – Culture, Arts and Media im Masterprogramm Arts & Sciences der Graduate School in Frage.


Interessieren Sie eher Fragen der Konstitution gesellschaftlichen Fortschritts im Zusammenspiel von Politik, Recht und Wirtschaft, dann finden Sie mit dem Studium der Staatswissenschaften (Public Economics, Law and Politics) in der Graduate School ein maßgeschneidertes Masterprogramm.


Beide Studienangebote der Graduate School sind so flexibel konzipiert, dass Sie das Fachwissen verschiedener Wissenschaften in einen inter- und transdisziplinären Lehr- und Forschungskontext einbringen können. Der Übergang in den Master ist von zahlreichen Disziplinen aus möglich.


Aktuelle Lehrveranstaltungen

Univ. Prof. Dr. Sigrid Bekmeier-Feuerhahn

QZ Management & Business Development

Einführung in die Betriebswirtschaftslehre aus wirtschaftstheoretischer und verhaltenswissenschaftlicher Perspektive (Gruppe A)
Einführung in die klassischen und aktuellen Theorien sowie Modelle eines wirtschaftstheoretischen und verhaltensorientierten Managementverständnisses

Inhalte der vorzustellenden Themen und BWL-Disziplinen:

1. Unternehmen & Stakeholder Management
2. Methodenstreit in der BWL und Entwicklungspfade
3. Accounting & CSR Reporting
4. Finance & Investition
5. Management
6. Organisation
7. Marketing
8. Personal
Ziel: Ziele: - Sie lernen das Unternehmen als Gegenstand der BWL kennen - Sie verstehen, wie man Unternehmen und Unternehmensziele strukturieren kann - Sie verstehen, warum ein Stakeholder- und CSR Management notwendig ist in der BWL - Sie lernen die BWL als Wissenschaft kennen, wobei der Diskurs zwischen der wirtschaftstheoretischen und verhaltenswissenschaftlichen Auslegung fokussiert wird - Sie erhalten einen Einblick in die zentralen Disziplinen der BWL: Accounting & CSR Reporting, Finance & Investition, Management, Personal & Marketing - Sie erweitern Ihr Verständnis über die vielfältigen Berufsfelder in den beiden künftigen Bachelor-Vertiefungen durch einen Diskurs mit Vertretern aus der Unternehmenspraxis
Einführung in die Betriebswirtschaftslehre aus wirtschaftstheoretischer und verhaltenswissenschaftlicher Perspektive (Gruppe B)
Einführung in die klassischen und aktuellen Theorien sowie Modelle eines wirtschaftstheoretischen und verhaltensorientierten Managementverständnisses

Inhalte der vorzustellenden Themen und BWL-Disziplinen:

1. Unternehmen & Stakeholder Management
2. Methodenstreit in der BWL und Entwicklungspfade
3. Accounting & CSR Reporting
4. Finance & Investition
5. Management
6. Organisation
7. Marketing
8. Personal
Ziel: Ziele: - Sie lernen das Unternehmen als Gegenstand der BWL kennen - Sie verstehen, wie man Unternehmen und Unternehmensziele strukturieren kann - Sie verstehen, warum ein Stakeholder- und CSR Management notwendig ist in der BWL - Sie lernen die BWL als Wissenschaft kennen, wobei der Diskurs zwischen der wirtschaftstheoretischen und verhaltenswissenschaftlichen Auslegung fokussiert wird - Sie erhalten einen Einblick in die zentralen Disziplinen der BWL: Accounting & CSR Reporting, Finance & Investition, Management, Personal & Marketing - Sie erweitern Ihr Verständnis über die vielfältigen Berufsfelder in den beiden künftigen Bachelor-Vertiefungen durch einen Diskurs mit Vertretern aus der Unternehmenspraxis
Qualitätszirkel Major Betriebswirtschaftslehre
folgt
Ziel: s. sonstige Hinweise
Bachelorkolloquium
Themenfindung, -konkretisierung und -strukturierung, Literatursuche und -auswertung, Zeitplanung, Bewertungskriterien einer Bachelorarbeit, Klärung allgemeiner Fragen.
Insgesamt sind vier Blocktermine vorgesehen:
1. Termin: Auseinandersetzung mit den Anforderungen des wissenschaftlichen Arbeitens
2. Termin: Präsentation und Diskussion der laufenden Bachelorarbeitsprojekte.
3. Termin: Präsentation und Diskussion der laufenden Bachelorarbeitsprojekte.
4. Termin: Präsentation und Diskussion der laufenden Bachelorarbeitsprojekte.
Ziel: Die Veranstaltung soll die Erstellung von Bachelor-Arbeiten begleiten und erleichtern, indem Hinweise rund um den Arbeitsprozess des Verfassens einer solchen Thesis gegeben werden. Im Vordergrund stehen dabei die Themenfindung, -konkretisierung und -strukturierung, die Literatursuche und -auswertung sowie die Zeitplanung einer Bachelorarbeit. Außerdem werden die konkreten Themen der Studierenden besprochen und Fragen rund um die Bachelor-Arbeit sowie deren Entwicklungsstand und Weiterentwicklung diskutiert. Auseinandersetzung mit den Anforderungen an eine wissenschaftliche Abschlussarbeit (Termin 1) sowie Reflektion des Entwicklungsstandes und Weiterentwicklung der Bachelorarbeit (Termin 2).
Forschungsprozess im Überblick
In dieser Pflichtveranstaltung im Modul für Methoden der BWL liegt der Schwerpunkt auf dem grundlegenden Verständnis des Forschungsprozesses und dessen Struktur. Die Veranstaltung soll vermitteln, wie eine Forschungsfrage identifiziert und formuliert, theoretische Bezüge eingebettet und ein entsprechendes methodisches Vorgehen gewählt wird. Darüber hinaus ist die Dokumentation und Aufbereitung wissenschaftlicher Arbeiten Bestandteil der Veranstaltung.
Ziel: Anhand der Inhalte der Veranstaltungen sollen die Studierende in die Lage versetzt werden, die Strukturen eines Forschungsprozesses auf die eigenen Arbeiten anzuwenden und eigenständig Forschungsprojekte entwickeln zu können. Diese Veranstaltung dient zur Vorbereitung für die Wahlpflichtseminare „quantitative Methoden der Managementforschung“ und „qualitative Methoden der Managementforschung“.
Masterforum
Der Besuch des Master-Forums richtet sich vorrangig an Studierende, die im Masterprogramm Management & Entrepreneurship (M.A./M.Sc.) aktuell zu den Themenfeldern aus dem Business Development oder Marketing Management ihre Master-Thesis schreiben oder im Laufe des Semesters beginnen möchten.
Es sollte ein aktuelles Thema aufgegriffen und die ökonomischen und gesellschaftlichen Effekte vorzugsweise mit einer empirischen Forschungsmethode analysiert werden.
Ziel: Das Master Forum (1 SWS) wird an 3 Sitzungen vorgenommen. In der Einführungsveranstaltung wird das wissenschaftliche Arbeiten wiederholt und eine Einführung in die wissenschaftlichen Forschungsmethoden angeboten. In diesem Kontext wird schwerpunktmäßig auf die empirische Forschung eingegangen. In den darauffolgenden zwei Sitzungen werden wir den Stand Ihrer Master-Thesis besprechen, Ihr Exposé besprechen und das Thema im Auditorium diskutieren. Es besteht die Möglichkeit, gemeinsame Problemfelder bei der Themensuche und -Bearbeitung in den Fachdisziplinen zu besprechen. Es ist erwünscht, dass jeder Teilnehmer eine Kurzpräsentation seines Arbeitsprojektes vorbereitet und wir im Auditorium gemeinsam ein abschließendes Feedback geben.
Kommunikation im organisatorischen Wandel
Im organisatorischen Wandel spielt die Kommunikation eine wichtige Rolle. Kennzeichnend dafür ist die Erkenntnis, dass organisatorischer Wandel sich nicht nur durch instrumentelle Maßnahmen bewerkstelligen lässt, sondern vielmehr in den Köpfen der Beteiligten stattfindet. Denn wenn Menschen Veränderungen wahrnehmen und Entscheidungen treffen, wenn Sie ein Verständnis ihrer sozialen Umwelt entwickeln und Unsicherheiten reduzieren wollen, greifen Sie auf kommunizierte Wissensinhalte zurück oder kommunizieren diese selbst. Vor diesem Hintergrund befasst sich das Modul mit Kommunikation als Interaktionsvariable im Wandlungsprozess. Besonderes Augenmerk wird dabei auf grundlegende kommunikationstheoretische Ansätze und Phasen des tiefgreifenden Wandels gelegt. Aufgezeigt werden kommunikative Beziehungen und deren Gestaltungsmöglichkeiten zur Initiierung, Implementierung und Abschluss des organisatorischen Wandels.
Ziel: Die Studierenden können Komplexität, Auftreten und Einflussfaktoren von kommunikativen Beziehungen im Wandlungsprozess im Kontext von Ökonomie und Gesellschaft identifizieren und bewerten. Sie zeigen ein differenziertes Verständnis hinsichtlich der Möglichkeiten und Grenzen eines umfassenden Kommunikationskonzeptes in Veränderungsprozessen.
Forschungskolloquium Soziologie und Kulturorganisation
Forschungskolloquium Soziologie und Kulturorganisation

PD Dr. habil. Elize Bisanz

Methoden kultureller Kommunikation: System, Struktur, Zeichen, Relation
Zeichen und Zeichensysteme, wie Sprache, Bild, Film, religiöse Zeichen, politische Systeme und digitale Medien, sind die Grundlagen individueller und kollektiver Kommunikation. Sie sind kulturelle Medien, die Kommunikationssituationen und Diskurse strukturieren sowie die Erfahrungen und das Wissen einer Kultur speichern. Die Semiotik als die Lehre der Zeichenproduktion und Zeichenanwendung analysiert sie als dynamische Strukturen und präsentiert Modelle, um die kodierten Bedeutungswelten zu erklären.
Das Seminar gliedert sich in zwei Teile:
(i) In historischer Perspektive wird ein kurzer Blick auf die noch junge Geschichte zeichenwissenschaftlicher Ansätze geworfen, die zur Erweiterung der Begriffe Sprache und Zeichen auf jegliche Art der kulturellen Kommunikation beigetragen haben.
(ii) In systematischer Perspektive werden die Theorien als Modelle und Formen der kulturellen Kommunikation untersucht.
Dabei werden folgende Thesen und Fragen den Arbeitsverlauf bestimmen:
These: Kein Denken ohne Zeichen.
Wie funktioniert das Denken und welche Rolle spielen Zeichen dabei?
These: Keine Kommunikation ohne Zeichen.
Wann entsteht Kommunikation und welche Rolle spielt das Zeichen dabei?
These: Keine Kultur ohne Zeichen.
Woraus besteht Kultur und welche Rolle spielen Zeichen und Zeichensysteme dabei?
Ziel: Methodische Vertiefung in der Analyse der Bedingungen, Techniken und Medien kultureller Kommunikation.

Prof. Dr. phil. Günter Burkart

Geben und Nehmen. Zur Soziologie und Anthropologie von Schenken und Tauschen
Geben und Nehmen ist eine grundlegende Praxis der Vergesellschaftung und kann vielfältige Formen annehmen: Kaufen, Tauschen, Schenken, Spenden, Opfern u.v.a. Mit Marcel Mauss' "Die Gabe" entwickelte sich eine ethnologische bzw. kultursoziologische Tauschtheorie, in Abgrenzung zum ökonomischen Tausch. Der "symbolische Tausch" oder "Gabentausch" ist eine Form von sozialer Reziprozität, die sich der rationalen Tauschlogik entzieht, die aber in modernen Gesellschaften nur noch in privaten Kontexten relevant erscheint (Schenken, fürsorgliche Unterstützung, Freundschaft und Liebe) und vielleicht noch in einer alternativen Ökonomie (Tauschringe, Car-Sharing usw.). Das Seminar befasst sich grundlegend mit Texten zu den verschiedenen historischen und aktuellen Formen des Gebens und Nehmens.
Ziel: Einsicht in die unterschiedliche Logik des ökonomischen und nicht-ökonomischen Tauschens und die grundlegende Abhängigkeit der gesellschaftlichen Ordnung von regulierten Formen des Gebens und Nehmens.
Theorien der Liebe
"Liebe" ist ein kulturelles Konstrukt und eine soziale Institution und keineswegs eine universelle menschliche Emotion. Abgesehen von dieser kulturwissenschaftlichen Binsenweisheit kann Liebe als sehr unterschiedliches Phänomen betrachtet werden: als Tausch, als Gabe, als Atmosphäre, als Resonanz, als Kommunikationsmedium - und vieles andere. Neben grundlagentheoretischen Reflexionen soll auch nach der zeitgeschichtlichen Relevanz von Liebe gefragt werden - und welche Liebe dabei gemeint ist: immer noch die "romantische"; oder amour passion; oder partnerschaftliche Liebe?
Kulturtheorien der Moderne
In der Vorlesung zu diesem schwerpunktübergreifenden Modul im ersten Semester werden kultursoziologische und kulturtheoretische Grundlagen der Kulturwissenschaften vermittelt, am Beispiel von Schlüsseltheorien und Ansätzen einzelner Autorinnen und Autoren.
Mit Blick auf die sozio-kulturellen Entstehungsbedingungen der Kulturwissenschaften geht es um übergreifende begriffliche und theoretische Grundlagen der kulturwissenschaftlichen Themenfelder, die in den Schwerpunktbereichen des Studienprogramms vertieft werden. Je nach ihren vorherigen Studienfächern sollen die Studierenden dabei bekannte Inhalte auffrischen und mit neuen verknüpfen, so dass eine gemeinsame, interdisziplinäre begriffliche Grundlage für den Studiengang geschaffen wird, auf die in den Schwerpunktbereichen aufgebaut werden kann.
Ziel: Ausbau des Verständnisses der zentralen Begriffe gegenwärtiger und historischer Kulturtheorien; Erwerb der Fähigkeit zur historischen Einordnung unterschiedlicher theoretischer Perspektiven und disziplinärer Kontexte; der Fähigkeit zum Bezug auf Anwendungsfälle (Kulturvergleich, Wissenssoziologie, Theorien der Modernität, Kulturgeschichte). Erwerb der Fähigkeit, Texte unterschiedlicher Provenienzen und Argumentationsstile vergleichend aufeinander zu beziehen und auf ihr Potential zur Erschließung kultureller Phänomene hin zu gewichten, dies mit Blick auf die Schwerpunkte des Master.
Vernetzte Gesellschaft und politische Kultur
"Netzwerkgesellschaft" und "digitaler Kapitalismus" sind Begriffe, mit denen versucht wird, die Struktur von Gegenwartsgesellschaften zu erfassen. Zunächst soll geklärt werden, ob dies mit diesen Begriffen gelingt. Danach soll versucht werden, daraus Konsequenzen für die politische Kultur zu ziehen. Damit soll auch eine enge Verbindung zur Ringvorlesung hergestellt werden, in der es darum geht, sozial- und kulturwissenschaftliche Begriffe, Theorien und Diskurse zu identifizieren, die etwas zum Verständnis von rechtspopulistischen Strömungen beitragen können. Es geht in diesem Seminar nicht darum, sich der richtigen politischen Haltung zu vergewissern, sondern darum, eine Erklärung für das Erstarken rechtspopulistischer Kräfte zu finden. Dabei soll auch auf die "Arroganz der Eliten" gegenüber den "Abgehängten" eingegangen werden.
Forschungskolloquium Soziologie und Kulturorganisation
Forschungskolloquium Soziologie und Kulturorganisation
Masterforum Soziologie und Kulturorganisation
Das Masterforum des Instituts für Soziologie und Kulturorganisation richtet sich an alle Masterstudierenden, deren Masterarbeiten von Lehrenden des ISKO betreut werden, aber auch in Ausnahmefällen an andere Studierende. Bei der Vorbesprechung am 17.10.2017 um 18:15 Uhr wollen wir einen Überblick über die Zahl und die Themenfelder dieser laufenden Masterarbeiten gewinnen und auf dieser Grundlage die Termine und den Modus des Masterforums festlegen. In jedem Fall ist das im Rahmen der Masterarbeit geplante Vorhaben im Forum vorzustellen und an der Vorstellung der anderen Masterarbeiten teilzunehmen.

Prof. (apl.) Dr. Dagmar Bussiek

Einführung in die historische Quellenkunde
Das Seminar beschäftigt sich mit Quellen als Medien historischer Erkenntnisprozesse. Als "Quelle" wird in der Geschichtswissenschaft alles verstanden, was uns Aufschluss über die Vergangenheit geben kann; dies können Gegenstände, Bilder, Schriftstücke etc. sein. Vermittelt wird ein selbständiger und kritischer Umgang mit diesen Zeugnissen der Vergangenheit anhand eines ausgewählten Themas aus der jüngeren deutschen Vergangenheit.
Ziel: Befähigung zur Recherche, kritischen Reflexion und Dokumentation von historischen Quellen

Prof. (apl.) Dr. Dawid Friedrich

Politik und Regieren in der EU
Die Europäische Union (EU) ist Gegenstand vieler Mythen (so wie Technokratie, Bürgerferne, Überregulierung, neoliberales Monster…), die oftmals auf Basis von Halbwissen in der politischen Öffentlichkeit reproduziert werden. Als gesichert angesehen werden kann jedoch, dass die nationale Politik eines EU-Mitgliedsstaates nicht ohne eine vertiefte Kenntnis der EU verstanden werden kann, und dass umgekehrt die EU nicht ohne ein fundiertes Verständnis nationaler politischer Systeme erfasst werden kann. Die Politikwissenschaft bietet eine Reihe von analytischen Zugängen an, die in der politischen Systemforschung im nationalen Kontext entwickelt wurden, zunehmend jedoch auch auf die EU angewendet werden, um mit einem einheitlichen Vokabular das Regieren im komplexen, europäischen Mehrebenensystem zu beschreiben, zu verstehen und zu erklären.

In diesem Seminar, das die Vorlesung zur „Einführung in das politische System der BRD im europäischen Kontext“ begleitet, werden, ausgehend von der EU, Konzepte und analytische Zugänge der politischen Systemforschung erarbeitet, hierbei die vorwiegend von der BRD ausgehende Perspektive der Vorlesung komplementierend. Gleichzeitig werden Grundlagen über die polity, die politics und einzelne policies der Europäischen Union erarbeitet.
Ziel: Am Ende des Seminars werden Studierende profunde Kenntnisse über das politische System der EU sowie über die Anwendung und Anwendbarkeit von politikwissenschaftlichen Kernkonzepten in einem supranationalen Kontext gewonnen haben. Auf dieser Basis können sie eigenständig und informiert in politischen und politikwissenschaftlichen Diskussionen über die Mythen der EU Position beziehen
Forschungskolloquium Politikwissenschaft
Jedes Semester veranstaltet das Zentrum für Demokratieforschung/Institut für Politikwissenschaft ein regelmäßiges fachbezogenes Forschungskolloquium - das sogenannte "Tuesday Seminar." In diesem stellen Mitglieder des Instituts und von auswärts geladene Gäste ihre aktuellen Forschungs- oder Buchprojekte vor und stellen sie zur kritischen aber fairen Diskussion unter Kollegen.

Das Tuesday Seminar ist für interessierte Studierende und Doktoranden offen und findet immer Dienstags von 16.15 -17.45 statt.
Ziel: Das Kolloquium bietet insbesondere Doktoranden die Möglichkeit, ihre Dissertationsprojekte und aktuelle Forschungsarbeiten vorzustellen und intensiv zu diskutieren.
Einführung: Politikwissenschaft
Einführung in den Gegenstandsbereich der Politikwissenschaft und die wissenschaftliche Reflexion über Politik entlang der Fragen: a) Was ist Politik? und b) Was ist Politikwissenschaft? Überblick über Strukur und grundlegende Fragestellungen sowie theoretische Konzepte und Ansätze der Disziplin und ihrer einzelnen Teilbereiche (Politische Theorie, Regierungslehre, Vergleichende Politikwissenschaft, Internationale Beziehungen, Politische Soziologie & Kultur, Politikfeldanalyse). Grundlegende Techniken und Methoden sozialwissenschaftlichen Arbeitens und Kommunizierens.
Ziel: Übergreifendes Ziel ist es, einen Überblick über die Teilbereiche der Politikwissenschaft zu vermitteln und an den etablierten Modus politikwissenschaftlichen Arbeitens und Kommunizierens heranzuführen. Inhaltliches Ziel ist das Kennenlernen unterschiedlicher Perspektiven auf Politik und Politikwissenschaft. Anhand der Rekonstruktion, Interpretation und Diskussion von Grundlagentexten erschließen sich die Studierenden unterschiedliche Zugänge zur Beantwortung der beiden übergreifenden Fragen der Seminare: Was ist Politik und was ist Politikwissenschaft? In methodischer Hinsicht richtet sich das Seminar auf den Erwerb und die Erweiterung grundlegender Kompetenzen und Techniken wissenschaftlichen Arbeitens (Essay, Literaturrecherche, Kurzvortrag, Diskussion). In sozialer Hinsicht geht es um den Erwerb von Fähigkeiten zur organisierten Gruppenarbeit und zur Teilnahme an Diskussionen in wissenschaftlichen Seminaren.
Die Politisierung der europäischen Integration
Lange wurde die Europäische Union und der Prozess der Europäischen Integration als technokratisches Projekt von politischen und wirtschaftlichen Eliten charakterisiert. In den vergangenen Jahren hat sich eine politikwissenschaftliche Diskussion über die Politisierung der EU und des Integrationsprozesses entwickelt. In diesem Seminar soll das Politische System der Europäischen Union aus der Perspektive der Politisierung gemeinsam erarbeitet werden.
Qualitätszirkel Major Politikwissenschaft

Prof. Dr. Rolf Großmann

Sound Studies
Eine Einführung in Gegenstände und Methoden der Sound Studies.

Sound Studies sind wissenschafts- und institutionengeschichtlich der Versuch, ein neues akademisches Feld im Bereich auditiver Kultur abzustecken. Dieses Feld ist transdisziplinär angelegt und enthält im Kern musikwissenschaftliche, medienwissenschaftliche und kulturgeschichtliche bzw. -theoretische Elemente. Dabei spielen sowohl ästhetische wie auch alltagskulturelle Gegenstände und Praxen eine wichtige Rolle. Die Veranstaltung wird sich – entsprechend ihrer Position im Master – vorrangig mit den medienspezifischen Aspekten der Sound Studies beschäftigen.
Im ersten Drittel des Seminars wird anhand diverser Sound Studies Reader das Themenfeld erschlossen, um dann anhand von Aspekten der auditiven Medienkultur ins Detail zu gehen. Ein prominentes Literaturbeispiel ist der vor kurzem erschienene Band "MP3: The Meaning of a Format" von Jonathan Sterne. Einen weiteren Schwerpunkt bildet das Feld 'Urban Sound Research'

Literatur zur Einführung:

Pinch, Trevor / Bijsterveld, Karin: Sound Studies: New Technologies and Music. Social Studies of Science October 2004, 34: 635-648.
(Das PDF ist auf der Seminarwebseite in der 1. Sitzung zu finden; s. Hyperlink oben, Webseite wird z.Zt. überarbeitet)
Ziel: Die Studierenden erarbeiten sich einen Überblick über Gegenstände und Methoden der Sound Studies und vertiefen – entsprechend ihren Interessen – Teildiskurse einer medienbezogenen auditiven Kultur.
Computer als Medium Gruppe B
1. Textstrukturierung und -satz
2. JavaScript
3. 3D-Druck
4. Digitales Audio
5. Digitale Fotografie
6. Digitales Video
Überblicksveranstaltung über die verschiedenen Mediensparten. Die Studierenden führen sich gegenseitig ihre Arbeitsergebnisse und theoretischen Reflexionen vor.
Ziel: Die unterschiedlichen konkreten Ausprägungen des Computers als Medium aus dem ersten Teil des Moduls werden hier im zweiten Teil der ganzen Gruppe vorgeführt. Im Seminargespräch wird geklärt, welche Zusammenhänge zwischen den auf den ersten Blick so divergierenden Phänomenen digitaler Medien bestehen.
Medienliteralität
Praxisorientierte Zusammenführung und Reflexion der individuellen Studienschwerpunkte in einer Anwendung/Präsentation unter Verwendung digitaler Medien; Erprobung von thematischen Clustern sowie Modellen der Präsentation und Kooperation. Erprobung experimenteller Verfahren in der Gestaltung von Interfaces und ästhetischen Artefakten.
Ziel: Erstellung einer multimedialen Präsentation bzw. 'digitalen Mappe' als Dokumentation und Reflexion des gewählten Studienschwerpunkts. Erwerb fortgeschrittener Medienkompetenz im Umgang mit digitalen Medien und Programmtools.
Musikalisches Material und ästhetischer Wert. Theorien und Ideologien des Hörens und Gestaltens
Der romantische Gedanke, ein Musikstück sei eine göttliche Eingebung und deren Verwirklichung durch einen genialen Schöpfer, ist kaum geeignet, den kompletten Gestaltungsprozess von Musik zu beschreiben. Womit arbeiten also Komponisten, Popkünstlerinnen oder Jazzimprovisatoren, wenn sie musikalische Gegenstände produzieren? Woraus besteht ihr "Handwerkskasten", woraus die Bausteine der Kompositionen?
Eng damit verbunden ist eine zweite grundsätzliche Fragestellung an Musik: lässt sich der Wert von Musik bestimmen und wenn ja wie?
Die Veranstaltung versucht anhand von Analysen unterschiedlicher Genres, sowie der Diskussion klassischer Texte wie etwa der ästhetischen Theorie Theodor W Adornos, der Musikgeschichtsphilosophie Carl Dahlhaus', aber auch aktueller Kritiken und Texte zur Popkultur, diesen Fragen nachzugehen. Neben wissenschaftlichen Texten werden auch Musikkritiken und Beschreibungen von Komponistinnen (etwa Selbstbeschreibungen ihres Schaffens und Kompositionslehren) berücksichtigt.
Ziel: Die Studierenden erarbeiten sich einen Überblick über elementare Verfahren musikalischer Gestaltung von der Wiener Klassik bis zur Gegenwart. Besondere Aufmerksamkeit erfährt der Aspekt der "Materialwerdung" von Gegenständen und Verfahren, um daran anschließend Bewertungsdiskurse von Musik zu analysieren.
IT Fiction. Der literarische Kanon der Kulturinformatik
Das Verhältnis von Mensch und Informationstechnologie wird – so wird in der Regel unterstellt – von den Optionen der aktuellen Technik bestimmt. Ein Blick auf die Geschichte und Zukunftsszenarien des informationstechnischen Wandels zeigt jedoch, wie sehr menschliche Traditionen, Fantasien, Begehrlichkeiten unseren Umgang mit Informationstechnologie formen. Fiktionale Literatur spiegelt diese Faktoren nicht nur in konkreten Gesellschaftsentwürfen, sondern enthält als "Science-Fiction" Visionen zukünftiger hybrider technikkultureller Welten. Manchmal prägt fiktionale Literatur – wie im Falle der Newromancer-Trilogie William Gibsons, aus der der Begriff des „Cyberspace“ stammt – zentrale Begriffe einer inzwischen etablierten Technologie.
Zum Science-Fiction-Kanon der Lüneburger Kulturinformatik gehören unter anderem folgende Titel, die auch Gegenstand des Seminars sein werden:
Stanislaw Lem, Hundertsiebenunddreißig Sekunden (Kurzgeschichte)
William Gibson, Neuromancer
Neal Stephenson, Snow Crash
Charles Stross, Singularität

Filme und Serien:
Solaris
Blade Runner
Her
Futurama
Gerne nehmen wir auch Vorschläge der Studierenden auf.
Ziel: Die Studierenden erarbeiten sich anhand ausgewählter Literatur- und Film-Beispiele ein Spektrum gängiger Visionen und Fantasien der Mensch-Maschine Relation. Als Transferleistung sollen Elemente solcher Fiktionen in der aktuellen informationstechnologischen Praxis identifiziert werden.
Medien/Musik/Diskurse
Das Seminar wird sich mit aktuellen Diskursen aus dem Bereich medial produzierter und vermittelter Musik beschäftigen. Wir werden dies themen- und literaturbezogen tun, wobei die Gegenstände aus dem Kreis der Seminarteilnehmerinnen und Seminarteilnehmer kommen sollen. Dabei sind Felder wie „Was ist zurzeit innovative Musik?“ „Was sind zur Zeit vorherrschende Gestaltungsprinzipien?“ „In welchem Verhältnis zur Tradition steht aktuelle Musik?“ „Was heißt kulturwissenschaftliche Annäherung im Bereich der Musik?“ etc. angesprochen. Die Form wird eher die eines Kolloquiums sein, in dem wir über Musikbeispiele und ausgewählte Texte sprechen.
Ziel: Eigenständige Auseinandersetzung mit aktuellen Formen der Musik und zugehörigen Diskursen.

Prof. Dr. Volker Kirchberg

Kulturorganisation
Eine Einführung in das kulturwissenschaftliche Gebiet der Kulturorganisation bedarf einer Positionierung in das gesamte System aus Produktion (Kreation), Distribution (Vermittlung) und Rezeption (Konsum) von Kultur. Dies geschieht in den ersten beiden Sitzungen zur "kulturellen Raute" und zu Howard Beckers Art World-Konzept. Zentral für das heutige, internationale Verständnis von Kulturorganisationen ist weiter Petersons Production-of-Culture-Theorie - ebenfalls noch eine Einführung in das Thema.

Um weiter allerdings Kulturorganisationen in ihrem Aufbau, mit ihren Entscheidungen und ihren Wandlungen zu begreifen muss man detaillierter allgemeine Organisationstheorien angehen. Die oft scheinbar irrationalen Verhaltensformen von Organisationen insbesondere im Kulturbetrieb lassen sich mit diesen Theorien begreifen. Diese Theorien werden deshalb im zweiten Teil der Vorlesung vorgestellt: Kulturbetriebslehre, Neo-Institutionalimus und temporäre projekt- und netzwerkbasierte Kulturorganisation.

Im letzten Teil des Seminars werden dann weitere zentrale kulturwissenschaftliche Theorien der Kulturorganisation und Kulturvermittlung vorgestellt, Adornos Kulturindustrie-Begriff, Fiskes Cultural Studies-Ansatz und last but not least Bourdieus Theorie der kulturellen Distinktion und seine Feldtheorie der kulturellen Produktion.
Ziel: Verständnis der wichtigsten Theorien zur Kulturorganisation und Kulturvermittlung.
Methoden der Netzwerkanalyse
in diesem halbsemestrigen Kurzseminar können wir nicht mehr, als einen Überblick über die soziale Netzwerkanalyse geben. Einführend wird - nach einem Vortrag des Seminarleiters am ersten Seminartag am 7. Dezember - die Netzwerkanalyse in die "Relationale Soziologie" eingebettet und dann das "Soziale" in der sozialen Netzwerkanalyse erklärt. Die folgenden drei Sitzungen werden Anwendungen und Einbindungen der Netzwerkanalyse in die Kultur(wissenschaften) und in die Stadt(forschung) behandeln. In der letzten Sitzung wird es einen Ausblick auf Programme geben, mit denen man (quantitative) Netzwerkanalysen durchführen kann.
Ziel: Erklärung der "Sozialen Netzwerkanalyse", Einbindung in die Kultur- und Stadtforschung, sowie in die "Relationale Soziologie"
Real Utopias - Nachhaltige Organisation von Kultur und Kreativität
Dieses Seminar wird sich zunächst mit den (auch historischen) Konzepten der Utopien beschäftigen, um sich dann speziell städtischen Utopien, Heterotopien oder Möglichkeitsräumen zuzuwenden. Insbesondere der Begriff der „Realen Utopien“ (Erik Olin Wright) wird durch das ganze Seminar eine große Rolle spielen. In der empirischen Peripherie des Seminars werden wir auch auf das jetzt auslaufende Forschungsprojekt „Stadt als Möglichkeitsraum“ eingehen, dass die Gedanken der Utopie mit den Zielen der Nachhaltigkeit, der kulturellen Nützlichkeit und der Vielfalt (sowie anderen kulturellen Werten, siehe Sustainable Development Goals, https://de.wikipedia.org/wiki/Ziele_für_nachhaltige_Entwicklung) verbindet.

Reale Utopien sind aus (1) dem Wunsch, (2) der Machbarkeit und (3) der Durchführbarkeit entwickelte Projekte, die physisch und sozial greifbar sind, also nicht im Visionären und Träumerischen verbleiben (obwohl auch das dazu gehört). Als soziales und politisches Ziel sind sie eng mit Blochs „Prinzip Hoffnung“ und seinen konkreten Utopien verbunden. Als Räume sind sie eng mit Foucaults „Heterotopien“ verbunden. Als Stadtterritorium sind sie eng mit Harveys „Raum der Hoffnung“ verbunden. Solchermaßen formulierte Utopien ermuntern individuelle Wünsche sich in kollektive Forderungen zu verwandeln, die entweder in geschützten Räumen gelten oder gesamtgesellschaftliche Transformationsforderungen sind. Reale Utopien können – anders als Zukunftsfantasien – „intentionale Gemeinschaften“ oder „städtische Ökokulturen“ bilden. Sie sind utopische Praktiken (Jamison), Sehnsuchtsstädte (Bosshard) oder „präfigurative Politik“ (Sitrin).

Texte zur Realen Utopie behandeln zum einen Räume und städtische Orte als Platz für soziale und kulturelle Innovationen (Duxbury und Murray 2010) und zum anderen als Orte der Kreativität im imaginativen Sinne, als Geistesorte zum Experimentieren, zur Mediation und zur Kommunikation über nachhaltige Lebensstile und Werte (Welzer and Rammler 2012).
Ziel: Präsentation und Erkenntnisse über die Dimensionen des Utopiebegriffs, Diskussion über die verschiedenen Bedeutungen, insbesondere als Reale Utopien im städtischen Raum und für eine nachhaltige Stadtentwicklung. Übertragung der Gedanken auf Projekte im SaM-Projekt http://www.leuphana.de/stadt-als-moeglichkeitsraum.html und auf Präsentationen und Workshops im Rahmen der UTOPIANALE in Hannover am 11. und 12. November 2017
Forschungskolloquium Soziologie und Kulturorganisation
Forschungskolloquium Soziologie und Kulturorganisation
Masterforum Soziologie und Kulturorganisation
Das Masterforum des Instituts für Soziologie und Kulturorganisation richtet sich an alle Masterstudierenden, deren Masterarbeiten von Lehrenden des ISKO betreut werden, aber auch in Ausnahmefällen an andere Studierende. Bei der Vorbesprechung am 17.10.2017 um 18:15 Uhr wollen wir einen Überblick über die Zahl und die Themenfelder dieser laufenden Masterarbeiten gewinnen und auf dieser Grundlage die Termine und den Modus des Masterforums festlegen. In jedem Fall ist das im Rahmen der Masterarbeit geplante Vorhaben im Forum vorzustellen und an der Vorstellung der anderen Masterarbeiten teilzunehmen.

Prof. Dr. -Ing. Ursula Kirschner

Promotionskolloquium des Instituts für Stadt- und Kulturraumforschung
Im Rahmen des Promotions- (inkl. Master-)Kolloquiums besteht die Möglichkeit zum Austausch von Kandidat(inn)en und Lehrenden. Die Themen der Arbeiten und der Arbeitsstand werden dazu vorgestellt.
Masterforum Institut für Stadt- und Kulturraumforschung
Vielfältige Inhalte unterschiedlicher Forschungsarbeiten werden im Masterforum gemeinsamt diskutiert, um den einzelnen Studierenden eine Hilfestellung bei der Abfassung der eigenen Arbeit zu geben.
Ziel: Die Studierenden lernen, eine präzise Fragestellung zu entwickeln, geeignete Methoden zur Erforschung auszuwählen und in einem angemessenen Text abzufassen.

Prof. Dr. Sven Kramer

Forschungs- und Examenskolloquium Textkulturen
Das Kolloquium nimmt zunächst die Funktion als Masterforum im Bereich Textkulturen wahr; es wendet es sich darüber hinaus an Promovierende des Kollegs Philosophie, Literatur, Geschichte. Inhaltlich werden die folgenden Schwerpunkte miteinander verbunden: Erstens der Austausch über entstehende Arbeiten der Teilnehmer_innen, zweitens die gemeinsame Lektüre einiger aktueller, für die Gruppe wichtiger Arbeiten aus der Forschung, drittens die Diskussion mit Gastreferent_innen über neue Entwicklungen in der Forschung.
Forschungsmethoden der Kulturwissenschaften
In der Ringvorlesung für alle Studierenden des
Hauptfachs (Major) Kulturwissenschaften werden grundlegende methodische und theoretische Herangehensweisen der Kulturwissenschaften erläutert sowie exemplarisch an verschiedenen Feldern und Gegenständen der Lüneburger Kulturwissenschaften vorgestellt und veranschaulicht.

Zusätzlich wählt jede/r Studierende ein Vertiefungsseminar aus dem Angebot aus. Hier werden spezifische Methoden und Theorien vertiefend behandelt und oft auch selbst erprobt. Sie sind frei in Ihrer Wahl im Rahmen der zur Verfügung stehenden Plätze. Die Vertiefungsseminare sind also nicht an spezielle Vertiefungsgebiete gebunden. Zu den Themen der Vertiefungsseminare vgl. die Überblicksliste in myStudy.
Sprache zwischen Kunst und politischer Rhetorik
In Demokratien vollzieht sich die politische Meinungsbildung und Auseinandersetzung überwiegend sprachlich. Das heißt aber nicht, dass zwischen den Parteien nur Argumente ausgetauscht werden würden. Die politische Rhetorik nutzt vielmehr das ganze Spektrum der sprachlichen Möglichkeiten, neben der Argumentation also zum Beispiel auch die Persuasion – die Kunst der Überredung –, die sich verschiedener Techniken, etwa der Emotionalisierung, bedient. Populismen – in historischer Perspektive auch die Faschismen – verschieben den Sprachgebrauch im politischen Feld meist in diese Richtung. Das Seminar setzt an solchen Beobachtungen an, fragt dann aber aus der Sicht der Sprachwissenschaft, der Sprachphilosophie und der Sprachkritik grundsätzlicher nach der Eigenlogik des Mediums Sprache. In dieser Hinsicht interessieren ihre nichtintentionalen, undurchschauten, aber zugleich fortwährend aktualisierten und bekräftigten Bestandteile. Also etwa Phänomene der Macht und der Herrschaft, die sich in der Sprache selbst niedergeschlagen haben und in jedem Sprechakt wiederholt (iteriert) werden. Der so justierte Blick auf die politische Rhetorik thematisiert weniger die Manipulationsintentionen der Sprecher, als den Diskurs, der ihre Sprechposition hervorbringt. Und dem Blick auf die Kunst kann es in dieser Perspektive nicht um die politische Meinung der Künstler gehen. Die Frage lautet vielmehr, wie die Sprachkunst in der Auseinandersetzung mit dem Sprachgebrauch in der Politik auf andere Weise selbst politisch werden kann. An alle, die solche Fragen interessieren, wendet sich das Seminar.
Ingeborg Bachmanns Prosa
Ingeborg Bachmann reüssierte in den 1950er Jahren mit ihrer Lyrik. Ihre Hinwendung zur Prosa in den 1960er Jahren wurde zunächst stark kritisiert, bis die feministische Literaturwissenschaft der 1980er Jahre sich für genau diese Texte interessierte und sie einer neuen Generation von Leserinnen und Lesern erschloss. Heute gehört Bachmanns Prosa zur bedeutendsten deutschsprachigen Literatur der erweiterten Nachkriegszeit. Neben den Geschlechterverhältnissen wird dort immer auch das Nachleben des Nationalsozialismus thematisiert. Das Seminar wird von der Lektüre ausgesuchter Erzählungen ausgehen und die dort aufgeworfenen Themen und ins Werk gesetzten Verfahrensweisen in den Mittelpunkt des weiteren Fragens stellen.
Walter Benjamin: Sprache, Literatur, Medien
Walter Benjamins Schriften gehören zu den wichtigsten theoretischen Bezugspunkten in den Kulturwissenschaften. Das Seminar erschließt in gemeinsamer Lektürearbeit einige seiner zentralen Texte zur Theorie der Sprache, zur Literatur sowie zu den Massenmedien seiner Zeit – vor allem dem Film. Gelegentlich sollen auch Positionen aus der Sekundärliteratur diskutiert werden.
Promotionskolloquium PLG

Text - Wissen - Kultur
Die Veranstaltung bildet die Einführung in den Schwerpunkt "Textkulturen: Philosophie, Literatur, Geschichte".

Wir sind immer und überall von Texten umgeben und bilden unser Bewusstsein in Auseinandersetzung mit ihnen: von Goethe bis Twitter, von Kant bis Wikipedia.
Was haben all diese Texte gemeinsam – und wie unterscheiden sie sich? Wie sind sie zustande gekommen und welche logischen, rhetorischen und ästhetischen Merkmale zeichnen sie aus? Wie können sie gelesen werden – und welche Lektüren legen sie von sich aus nahe? Welche Wirkungen zeitigen sie in unseren Lebenswelten und welche Ordnungen des Wissens implizieren sie?
Gegenstand des Schwerpunkts "Textkulturen", dessen Fokus auf literarischen, philosophischen und naturwissenschaftlichen Texten liegt, sind einerseits jene Formationen, die das textbasierte Wissen in historisch und räumlich unterschiedenen Kulturen bildet. Andererseits thematisiert er jene vielgestaltigen Praktiken im Umgang mit Texten, die sich in einer mittlerweile Jahrtausende langen Entwicklung herausgebildet haben und gerade im digitalen Zeitalter wieder entscheidende Bedeutung erlangen: gemeint sind methodisch reflektierte Verfahrensweisen des Verstehens, der Deutung und der Kritik.

Die Veranstaltung wird – voraussichtlich – von Steffi Hobuß, Sven Kramer und Christina Wessely gemeinsam durchgeführt und beschäftigt sich mit den Begriffen "Text", "Kultur" und "Wissen" jeweils aus der Perspektive der Philosophie, der Literaturwissenschaft und der Kulturgeschichte des Wissens.

Prof.Dr. Pierangelo Maset

Ästhetische Operationen - Dichte Beschreibungen (Kunst, GHR) (1.Semester)
Forschendes Lernen in der Kunstvermittlung bedeutet, sich mit ästhetischen Fragen individuell auseinander zu setzen, Formen und Inhalte zu entwickeln und Methoden und Verfahren zu erproben. Die ästhetische Praxis, der kunst- und bildwissenschaftliche Diskurs und die Fachdidaktik bilden hierbei eine Einheit.
„Ästhetische Operationen“ sollen die Studierenden zu einem schöpferischen und bildenden Unterricht befähigen, der sowohl die praktischen wie die theoretischen Unterrichtsgegenstände entfaltet.
„Ästhetische Operationen“ sind nicht eine Methode, sondern sie bestehen aus einem Bündel von Methoden, Verfahren und Techniken.
Die Studierenden sollen in diesem Projekt selbstständig eine Ästhetische Operation entwickeln, erproben und auswerten.
Stellen Sie sich vor, eine Ethnographin, ein Ethnograph zu sein: All das, was Sie in Schulen vorfinden, kann als Forschungsobjekt beobachtet werden. Verstehen Sie das, was Sie in den Institutionen wahrnehmen, als kulturelle Manifestation im Kontext von Pädagogik und bringen Sie „Dichte Beschreibungen“ hervor.
Ziel: Verständnis von Unterricht als GESTALTUNGSAUFGABE & FORMFRAGE, Entwicklung ästhetischer Mentalität.
Raum - Zeit - Handlung

Einführung in die Kunstpädagogik

Zeitgenössische Kunstvermittlung
Positionen in Kunstvermittlung, Kunstdiskurs und Kunstpraxis.
Ziel: Aneignung von fachdidaktischem und fachwissenschaftlichem Wissen, Methoden- und Handlungskompetenz.
Ästhetische Operationen - Kunstpädagogische Strategien (3.Semester)

Prof. Dr. rer. pol. Ferdinand Müller-Rommel

Introduction: Methods and Techniques of Political Science
The lecture provides an overview of the epistemological and methodological basis of empirical social research, with applications mostly taken from political science. An emphasis is placed on the logic of social inquiry, research design, and recurrent methodological issues, such as causality. These topics are addressed in ways that apply to both qualitative and quantitative research.
Ziel: Students acquire a basic understanding of the logic of empirical research in the social scienes, study designs, and of gathering, analyzing, and interpreting empirical evidence.
Forschungskolloquium Politikwissenschaft
Jedes Semester veranstaltet das Zentrum für Demokratieforschung/Institut für Politikwissenschaft ein regelmäßiges fachbezogenes Forschungskolloquium - das sogenannte "Tuesday Seminar." In diesem stellen Mitglieder des Instituts und von auswärts geladene Gäste ihre aktuellen Forschungs- oder Buchprojekte vor und stellen sie zur kritischen aber fairen Diskussion unter Kollegen.

Das Tuesday Seminar ist für interessierte Studierende und Doktoranden offen und findet immer Dienstags von 16.15 -17.45 statt.
Ziel: Das Kolloquium bietet insbesondere Doktoranden die Möglichkeit, ihre Dissertationsprojekte und aktuelle Forschungsarbeiten vorzustellen und intensiv zu diskutieren.
Research Methods in Comparative Politics

Einführung: Politikwissenschaft
Die Vorlesung gibt Studienanfängern im Major Politikwissenschaft einen systematischen Überblick über die wichtigsten Teilgebiete des Faches (Politische Theorie und Ideengeschichte, Regierungslehre, Vergleichende Politikwissenschaft, Internationale Beziehungen, Politische Soziologie, Politikfeldanalyse). Zentrale Konzepte, theoretische Ansätze und methodische Zugänge werden anhand exemplarischer Problem- bzw. Fragestellungen erläutert.
Ziel: Ziel ist der Erwerb grundlegender theoretischer und empirischer Kenntnisse im Fach Politikwissenschaft.
Workshop Politikwissenschaft

Prof. Dr. Emer O'Sullivan

Downton Abbey, Titanic & Co. The Edwardian Era in 21st century British literature and film
Why is the tv series Downton Abbey so popular? Where does the current Titanic fever come from? The Edwardian Era is enjoying unprecedented popularity in contemporary Britain. The Edwardian era, named after the British King Edward VII who reigned from 1901-1910, is usually extended to include the outbreak of the First World War in 1914, sometimes up to the signing of the Treaty of Versailles in 1919. It was a time when the British class system was very rigid, but when social and political change started to emerge. It experienced exceptional technological change as a result of modern industrialisation, and during this time one-third of the world’s population were subjects of the British Empire.

The Edwardian era is sometimes imagined as a romantic golden age of long summer afternoons and garden parties, basking in a sun that never set on the British Empire. This nostalgia about the era first came to being as early as the 1920s, and today, too, we find a fascination for the Edwardian era in British culture. This is partly, but not entirely, explained by the current centenaries – the sinking of the Titanic in 1912, the grand ocean liner which embodied human progress, opulence, and the excesses of the time, that of the outbreak of the First World War in 1914.

In this seminar we will examine some contemporary British cultural products which engage with the era, some nostalgic, others more discerning. They will include films and literature about the Titanic, the television series "Downton Abbey" (Julian Fellowes/ITV 2010) and the novel about Edwardian childhood, "The Children’s Book" by A. S. Byatt (2009), amongst others. By examining the ways in which Britain engages with and interprets this particular period of its history today, we will try to identify where the fascination with the era lies. Is it in the in the class distinction of upstairs/downstairs? In the traditional and rigid social structures? In seemingly endless childhoods? In the innocence of the pre-War era? Underpinning these reflections will be a theoretical engagement with cultural memory studies.
Ziel: This seminar aims to increase students’ appreciation and knowledge of a specific historical context and to develop their ability to analyse contemporary cultural products which retrospectively engage with a historical era. Their analytical skills of current film and tv adaptations of literature of the period will be further honed by working with a theory of intertextuality which will help identify strategies and practices of adapting literary works. Looking at contemporary film and tv adaptations, students will acquire competencies in analysing multimodal texts and will learn to probe the ways in which – and the reasons why – cultural products today interact with and recontextualise the past, and literature from the past, contributing to what has become to be known as cultural memory.
The Picturebook: an intermedial literary form
Picturebooks are composite texts that usually rely for their effects on the interdependence of pictures and words. They are an exciting hybrid form because of the synergy created between text and images and because of their attractiveness for both child and adult readers. The emergence of the picturebook from other forms of printed matter dates from around the mid-19th century and is connected with developments in printing technology which enabled pictures and text to appear together in new ways on a single page. Since the 1960s this intermedial literary form has developed a variety of ways in which words and pictures combine to construct meaning. In this seminar, we will look at the history and development of the picturebook and, through close reading, ask how picturebooks work. We will examine such aspects as format, layout, verbal and visual narrative, graphic elements and the many possible relationships between the visual and the verbal. We will look at books by acclaimed contemporary U.S., British and Australian picturebook makers such as Maurice Sendak, John Burningham, Janet und Allan Ahlberg, David Wiesner and Shaun Tan, and by non-Anglophones such as Roberto Innocenti or Anno (students’ suggestions of artists/authors are also very welcome). Post-modern picturebooks will be a special focus of attention and we will also address issues such as international coproduction and translation.
Literary Modernism translated, adapted, transmediated
Translation, intertextuality, adaptation, transmediation: these (terminologically overlapping) diachronic and synchronic methods and forms of iteration are, next to canonization, the means by which literary works survive. They are the theoretical concepts underpinning this seminar which will focus, as its case studies, on two major novels of literary Modernism: F. Scott Fitzgerald’s “The Great Gatsby” (1925) and Virginia Woolf’s “Mrs Dalloway” (1925). We will engage with the novels in the context of literary Modernism, explore their translations (there are 8 German translations of “The Great Gatsby” and 6 of “Mrs Dalloway”) and film adaptations, including Baz Luhrmann’s spectacular 2013 “The Great Gatsby”. We will also explore Michael Cunningham's "The Hours" (novel 1998, film 2002, dir. Stephen Daldry), which transposed and introduced “Mrs Dalloway” in an exciting way to late-20th, early 21st century readers and viewers.
Promotionskolloquium Englische Literaturwissenschaft
A one day colloquium for doctoral candidates writing their theses in the area of English or Comparative Literature to discuss research design and methodology questions, engage in theoretical debates, and present and critique their dissertation projects.
Literary Topics and Texts
This seminar is tailored to the needs of future teachers at Berufsbildende Schulen by focussing on canonical and other narrative, dramatic and multimodal texts from the school curricula. It provides a firm grounding in theoretical and analytical approaches, addressing literary, cultural and social aspects of the texts in question. We will decide in the seminar from a range of narrative, dramatic and multimodal texts which specific ones we will focus on.
Ziel: This course deals with literary themes and genres from a theoretical perspective. It aims to develop students' understanding of representative literary works (fiction, drama) and mutimodal texts (graphic novels, films), to increasing their knowledge of cultural and social contexts and to deepen their analytic skills through the study of literary theory.
Promotionskolloquium PLG

apl. Prof. Dr. Peter Pez

Grundlagen der physischen Geographie
Die natürliche Prägung der Erde wird von so genannten endogenen und exogenen Kräften verursacht. Erstere entstammen dem Erdinneren und wirken sich über tektonische Erdbewegungen aus, Letztere werden durch die Schwerkraft und verschiedene Kräfte der Atmosphäre und Hydrosphäre verursacht. Die Erkenntnis der natürlichen, formbildenden Prozesse für Naturlandschaften steht im Mittelpunkt des Moduls, gekoppelt mit den vielfältigen Auswirkungen auf die Nutzbarkeit bzw. reale Nutzung des Raumes durch den Menschen. Die Themen der beiden Veranstaltungen des Moduls umfassen:
- Klima & Wetter: Globale Zirkulation, Klimazonenklassifikationen, Klimawandel
- Geomorphologie: Tektonik, glazialer, fluviatiler, äolischer Formenschatz, Küstenmorphologie
Ziel: Die Studierenden erlernen im Modul, die natürlichen Wirkungsfaktoren der Oberflächengestaltung einzuschätzen und sie bei kulturgeographischen Fragestellungen angemessen zu berücksichtigen. Sie können Geländeaufnahmen bzw. klimastatistischen Daten im Hinblick auf ihre Prägung des Raumes und ihre Bedeutung für aktuelle politische und planerische Fragen der Raumgestaltung interpretieren und bewerten.
BA-Konferenz
Die BA Konferenz besteht aus zwei Sitzungen im Plenum sowie weiteren fünf Treffen in Tutorien.

Im Rahmen der Tutorien haben Sie Gelegenheit, Ihre Fragen rund um die BA-Arbeit im Austausch mit Ihren Kommiliton(inn)en zu klären und Ihren Themenfindungs- und Schreibprozess in der Gruppe zu reflektieren.
Ziel: Unterstützung bei der ziel- und ergebnisorientierten Planung und Strukturierung der BA-Arbeit. Stärkung der Fähigkeit, das eigene Forschungsinteresse verständlich und interessant in der Gruppe zu präsentieren und konstruktive Kritik an anderen Forschungsprojekten zu üben.
Transkulturelle Studien zu Namibia
Regionalgeographische Exkursionen versuchen, einen möglichst inhaltlichen Querschnitt des besuchten Raumes zu präsentieren bzw. zu erarbeiten. Insofern werden wir uns sowohl mit der physischen Geographie als auch mit Wirtschaft, Siedlungs- und Stadtstrukturen, Verkehr, Geschichte und Politik Namibias auseinandersetzen. Im Vorbereitungsseminar erfolgt das großteils für den Gesamtraum, die Exkursion kann zeit- und aufwandstechnisch nur Ziele in einem nördlichen Teilgebiet realisieren. Die Exkursion wird über einen Zeitraum von ca. 2 Wochen im März 2018 stattfinden.
Ziel: Befähigung zur Regionalanalyse in einem Raum des "Globalen Südens", d. h. mit der interdisziplinären Perspektive von Entwicklungszusammenarbeit, hier auch mit der besonderen Komponente deutscher Kolonialgeschichte.
Klima und Wetter
Die Vorlesung "Klima & Wetter" führt in die Grundbegriffe und Messmethoden der Meteorologie sowie in die Abläufe der allgemeinen Zirkulation der Atmosphäre ein. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der klimatischen Einteilung der Erde. Ferner werden Fragen der Paläoklimatologie, der anthropogenen Klimabeeinflussung sowie der Wirkung des Wetters bzw. lokaler Klimate auf den Menschen (Stadt- und Bioklima) eingegangen.
Ziel: Befähigung zur Interpretation von klimastatistischen Daten im Hinblick auf klimatische Prägungen des Raumes und die Bedeutung für aktuelle politische und planerische Fragen der Raumgestaltung
Einführung in die geographische Geländearbeit
Die geographische Geländearbeit ist ein kleines Forschungsprojekt, dass von Einzelnen oder auch Kleingruppen selbstständig durchgeführt wird. Thema, Forschungsfrage und methodisches Vorgehen wird mit einer/m Donzentin/en der eigenen Wahl abgesprochen. Regelmäßige Veranstaltungstermine entfallen somit. Die Prüfungsleistung besteht in einer umfassenden schriftlichen Ausarbeitung als Dokumentation des Forschungsprozesses.
Ziel: Erlernen der Organisation, Durchführung und Auswertung eines eigenen Forschungsprozesses
Stadtteilpräsentation an ausgewählten Beispielen im Raum Lüneburg
Im Seminar geht es darum, Besichtigungsziele mit Bildungswert im städtischen Raum zu identifizieren und textlich sowie fotografisch so aufzubereiten, dass hieraus eine Internetpräsentation generiert werden kann. Für das dahinter stehende Internetprojekt kommen "Points of interest" in und um Lüneburg sowie entlang per Bahn gut erreichbarer Ortschaften in Frage.
Ziel: Erwerb geographischer Präsentationsfähigkeit für touristische und Bildungszwecke
Promotionskolloquium des Instituts für Stadt- und Kulturraumforschung
Im Rahmen des Promotions- (inkl. Master-)Kolloquiums besteht die Möglichkeit zum Austausch von Kandidat(inn)en und Lehrenden. Die Themen der Arbeiten und der Arbeitsstand werden dazu vorgestellt.
Masterforum Institut für Stadt- und Kulturraumforschung
Vielfältige Inhalte unterschiedlicher Forschungsarbeiten werden im Masterforum gemeinsamt diskutiert, um den einzelnen Studierenden eine Hilfestellung bei der Abfassung der eigenen Arbeit zu geben.
Ziel: Die Studierenden lernen, eine präzise Fragestellung zu entwickeln, geeignete Methoden zur Erforschung auszuwählen und in einem angemessenen Text abzufassen.
Konzepte und Methoden der Stadt- und Kulturraumforschung
Die Inhalte der Vorlesung "Wissenschaft nutzt Methoden, Grundlagen und Methoden der Kulturwissenschaften" werden aus der Perspektive der Stadt- und Kulturraumforschung vertieft.
Ziel: Die Studierenden sollen einen ersten Einblick in die spezifische Methodik der Stadt- und Kulturraumforschung erhalten, der im zweiten Semester weiter vertieft werden. Der Einblick wird anhand der kulturhistorischen Methode der Interpretation topographischer Karten vorgenommen.
Geographisches Kolloquium
Im Kolloquium werden aktuelle Themen der Geographie sowie aus raumrelevanten Aspekten von Politik und Gesellschaft aufgegriffen und durch eigene Vorträge oder auswärtige Vortragende präsentiert.
Mobilität, Verkehrspolitik und -planung
Verkehrsgeschichte, Wechselwirkung Raumstruktur <-> Verkehrserschließung, Wegebau als wirtschaftliche Regionalförderung, ökologische Probleme, Strukturen und Entwicklungen im Güter- und Personenfernverkehr (Luftfahrt, Bahn, Transrapid, Kfz-Verkehr), ÖPNV im ländlichen Raum; Wechselwirkung von Stadt- und Verkehrs-entwicklung, Planungsansätze im Städtebau, Verkehrsplanung in MIV, ÖPNV, Rad- und Fußgängerverkehr, Öffentlichkeitsarbeit, Theorie der Verkehrsmittelwahl
Ziel: Befähigung zur Beurteilung verkehrspolitischer und verkehrsplanerischer Entwicklungen und Projekte, Erwerb der inhaltlichen Voraussetzungen für die Entwicklung und Durchführung von Forschungserhebungen/-projekten
Resilient urban and peri-urban area development – Vorbereitung einer Exkursion nach Namibia
Kern des Seminars ist es, dass Studierende bei der Vorbereitung einer Exkursion nach Namibia unterstützen, an der Wissenschaftler*innen und Studierende teilnehmen und die für März 2018 geplant ist. Die Teilnehmenden des Seminars erhalten bevorzugt die Möglichkeit, sich ebenfalls für die Exkursion anzumelden und sich für ein (Teil-)Stipendium des YEEES zu bewerben.
Der inhaltliche Fokus des Seminars liegt darauf, in ausgewählten Teilgebieten Problemfelder und innovative Lösungsansätze zur resilienten Entwicklung von Städten und Stadtrandgebieten zu identifizieren (ggf. sogar weiterzuentwickeln) und für die spätere Exkursion aufzubereiten. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem YEEES-Research und dem YEEES-Training Center sowie einem Seminar im Bachelor statt.
Im Rahmen einer Auftaktveranstaltung führen die Dozierenden zunächst in die Fragestellung ein und diskutieren gemeinsam mit den Studierenden über Herausforderungen, vor denen Akteure stehen, deren Ziel eine nachhaltige Entwicklung ausgewählter Gebiete in Namibia ist.
Die Studierenden bereiten dann Vorträge vor, die sie im Rahmen des Bachelor-Seminars „Transkulturelle Studien zu Namibia“ vorstellen. Schwerpunkt wird es sein, themenbereichsspezifisch unternehmerische Aktivitäten zur Lösung sozialer und ökologischer Problemstellungen zu identifizieren, aufzuarbeiten und vorzustellen. Zur Orientierung wird das YEEES-Research Framework genutzt.

Unter Berücksichtigung der Interessen und Vorerfahrungen aus dem Studium und privater wie beruflicher Praxis der Studierenden werden in Absprache mit den Dozierenden die konkreten Vortrags-Themen festgelegt. Im Rahmen der gemeinsamen Veranstaltung werden die Bachelor-Studierenden zunächst eher allgemein in ausgewählte Themenbereiche einführen. Im Anschluss präsentieren Master-Studierende ihre Arbeit. Dazu sind die folgenden Termine vorgesehen. Darüber hinaus steht es allen Studierenden des Master-Seminars je nach Interesse frei, auch an den weiteren Terminen des Bachelor-Seminars teilzunehmen (siehe hierzu die Seminarbeschreibung in Mystudy).

Datum Thema VT BA-Studierende Thema VT Master-Studierende
06.12.17 Landwirtschaftliche Strukturen und Landreform xxx
13.12.17 Produzierender Sektor, Hafen- und Binnenverkehrsentwicklung xxx
20.12.17 Touristische Entwicklung und Nachhaltigkeit (z. B.: touristische Regionen, Farm-, Jagdtourismus u. a. m., Naturschutz) xxx
10.01.18 Stadt- und Siedlungsstrukturen/-entwicklung (z. B. koloniales Erbe, Architektur der Moderne, Townships, Squatter-Siedlungen) [Referent/in sollte die Veranstaltung Stadtgeographie/Stadtplanung absolviert haben] xxx
17.01.18 Schul- und Hochschulbildungssystem xxx

Parallel arbeiten die Studierenden in Kooperation mit den Bachelor-Studierenden zusammen. In Kleingruppen werden Teilkonzepte für die Exkursion nach Namibia ausgearbeitet. Das kann beispielsweise eine Einzelveranstaltung oder eine Tagestour sein. Bei der Auswahl der fokussierten Bereiche werden sich die Studierenden-Teams auf bestimmte räumliche Gebiete konzentrieren und können dort die Ausarbeitungen zu den Vorträgen einfließen lassen und auf der vorliegenden Informationsgrundlage aufbauen. Wenn sich beispielsweise Studierende mit unternehmerischen Ansätzen im Bereich Education beschäftigt haben, können die Vortragsinhalte im Anschluss mit Bezug zu z.B. Schulen im Katutura-Township (Windhoek) oder sich mit Einrichtungen in ländlichen Gebieten beschäftigen. Die hierzu zu verfassende Ausarbeitung stellt den schriftlichen Teil der Prüfungsleistung dar.
Ziel: Durch die praxisorientierte, fächerverbindende Zusammenarbeit erlernen und/ oder festigen die Studierenden Kenntnisse in verschiedenen der oben dargestellten Bereiche. Darüber hinaus werden Organisations- und Kommunikationskompetenz sowie Teamfähigkeit geschult. Die Studierenden generieren in diesem Seminar zudem gleich zweifach gesellschaftlichen Mehrwert. Zunächst bereiten sie Themen für Komilliton*innen im Bachelor auf und bereiten eine Exkursion vor. Damit sind sie selbst in die universitäre Lehre integriert und leisten einen wichtigen Beitrag im Bereich (Weiter-)Bildung für Wissenschaftler*innen und Studierende. Zusätzlich werden die identifizierten Problemstellungen und Lösungsansätze in unterschiedlicher im YEEES-Projekt Anwendung finden. Ihre Anregungen können beispielsweise in zukünftigen Forschungs-, Lehr- und Praxisprojekten umgesetzt werden. Damit tragen die Studierenden auch zum Aufbau und zur Weiterentwicklung der internationalen Kooperation zwischen deutschen und afrikanischen Universitäten sowie zur resilienten Entwicklung von Städten und Stadtrandgebieten in Namibia bei.
Nachhaltige Raum- und Regionalentwicklung am Beispiel „Mobilität in der Region Lüneburg“
Das Seminar ist im ersten Teil als Literatur- und Methodenseminar konzipiert: Gelesen und diskutiert werden Texte zu Konzepten und Methoden der sozial-ökologischen Raumforschung mit Schwerpunkt auf Regionalplanung und -entwicklung im Allgemeinen und Texte zur Entwicklung in der Region im Speziellen. Zudem findet eine Einführung in qualitative Interviewforschung statt. Dies soll in der Erforschung der Herausforderungen bei der Gestaltung einer nachhaltigen Mobilität unterstützen. Mobilität ist in der Region Lüneburg ein intensiv diskutiertes Thema. Schlagworte hierbei sind die Planung der A39, Überlegungen zum Bau einer Elbbrücke, Planungen zum Ausbau der bestehenden Bahnstrecke oder zum Bau einer neuen Bahntrasse, der ÖPNV in der Stadt und im ländlichen Raum, Fahrradmobilität sowie die Stadt- und Verkehrsplanung angesichts neuer Wohngebiete in einer ‚wachsenden Stadt‘. Zu Beginn des Seminars werden wir - nach einem Überblick über die raum- und planungsrelevanten Aspekte des Themas "Mobilität in der Region Lüneburg" - gemeinsam den thematischen Fokus des Seminars bestimmen (Themenfindung als Bestandteil eines wissenschaftlichen Projekts).

Im zweiten Teil des Seminars begibt sich der Kurs auf Exkursionen in die Region Lüneburg, um Problemfelder vor Ort kennenzulernen und in einen Dialog mit den Praktiker_innen zu treten. Dabei kommen auf die Teilnehmenden eventuell Fahrtkosten zu (es wird jedoch versucht, die Fahrten so zu planen, dass das Semesterticket genutzt werden kann).

Im dritten Teil des Seminars wird das Erfahrene kritisch reflektiert und hinsichtlich der Bestrebungen einer nachhaltigen Mobilität in der Region Lüneburg ausgearbeitet.
Ziel: Das Seminar zielt auf die Weiterentwicklung der Fähigkeiten zum selbstständigen wissenschaftlichen Arbeiten in inter- und transdisziplinären Forschungsfeldern. Wir beschäftigen uns mit theoretischen Rahmenkonzepten sozial-ökologischer Raumforschung mit Schwerpunkt auf Regionalplanung und -entwicklung. Diese wenden wir auf ein zentrales Forschungsfeld der Nachhaltigkeitswissenschaften an, den Themenkomplex Mobilität. Wir wollen unsere Methodenkenntnisse vertiefen und erweitern (Textanalyse und Methoden der Wissensintegration in inter- und transdisziplinären Forschungsprozessen). Raumerfahrungen in einer Region zu machen und dabei auch mit Akteur_innen im (Untersuchungs-)Raum in Kontakt zu kommen, ist in der sozial-ökologischen Raumforschung von hoher Relevanz. Hierbei wird es den Studierenden im Seminar ermöglicht, Expert_innen im Rahmen qualitativer Interviewforschung zu befragen. Die aktive Erarbeitung von konstruktiver Kritik, Planungs- oder Kommunikationsvorschlägen beruht auf dem Kennenlernen der Region und ermöglicht die aktive Bearbeitung des Lehrstoffes. Auf diese Weise wird es uns möglich sein, Wissen selbst zu erarbeiten und dauerhaft aufzunehmen. Wir erlangen vor Ort ein Verständnis der Grundlagen, Annahmen, Kompetenzen und Instrumente, die Einzelpersonen, kollektive Akteur_innen und Institutionen (in der Region Lüneburg) benötigen, um eine nachhaltige Mobilität zu gestalten und zu ermöglichen.

Univ.-Prof. Dr. Thomas Saretzki

Politikfeldanalyse: Landespolitik
Wenn Politik gesellschaftliche Probleme aufgreift und zu lösen versucht, dann erfolgt diese Problembearbeitung in modernen politischen Systemen überwiegend in funktional und institutionell ausdifferenzierten Politikfeldern. Dazu gehören nicht nur „klassische“ Felder nationalstaatlichen Handelns wie die Außen-, Innen-, Finanz-, Wirtschafts- und Sozialpolitik, sondern auch „neuere“ Politikfelder wie die Technologie-, Energie- oder Umweltpolitik. Solche Politikfelder lassen sich zunächst durch unterschiedliche Aufgaben und Probleme charakterisieren, die ein modernes politisches System für eine komplexe Gesellschaft insgesamt bearbeiten muss. Im Zuge der Problembearbeitung durch politische Programme und Maßnahmen („Policies“) haben sich in diesen Politikfeldern mit der Zeit aber auch spezifische institutionelle Arrangements, Akteurkonstellationen und Politikmuster entwickelt. Wie sind solche ausdifferenzierten Politikfelder und die hier entwickelten „Policies“ zu analysieren? Wie wirken politische Institutionen und Prozesse in Mehrebenensystemen auf die Formulierung und Umsetzung von politischen Problemlösungsstrategien ein? Welche Folgen hat die Einbettung von Politiken in europäische Institutionen und internationale Regime?
Diese Einführung in die Politikfeldanalyse ist exemplarisch angelegt. Sie rückt die Ebene der Landespolitik ins Zentrum. Die Entstehung und Entwicklung der Landespolitik soll im Zusammenhang mit den politischen Prozessen und institutionellen Strukturen im politischen Mehrebenensystem der Bundesrepublik Deutschland analysiert werden. Das Politikfeld „Bildung“ erfährt dabei eine besondere Berücksichtigung in vergleichender Perspektive.
Ziel: Ziel des Seminars ist der Erwerb grundlegender Kenntnisse und Fähigkeiten zur politikwissenschaftlichen Analyse von Politikfeldern und ihren Wechselwirkungen mit politischen Prozessen und politischen Institutionen in Mehrebenensystemen am Beispiel der Landespolitik.
Einführung: Politische Theorie und Ideengeschichte
In diesem Begleitseminar zur Vorlesung geht es um klassische Grundfragen der politischen Philosophie und Ideengeschichte und um Konzepte der modernen politischen Theorie einschließlich ihrer gesellschaftstheoretischen Grundlagen. Die Vergegenwärtigung der begrifflichen und konzeptionellen Grundstrukturen von klassischen und modernen politischen Theorien erfolgt in demokratietheoretischer Perspektive. Fragen nach der Begründung und Kritik von unterschiedlichen Demokratiemodellen im gesellschaftlichen Wandel spielen dabei eine besondere Rolle. Darüber hinaus werden wissenschaftstheoretische und methodologische Grundfragen der politikwissenschaftlichen Theoriebildung behandelt.
Ziel: Ziel des Begleitseminars zur Vorlesung ist der Erwerb von grundlegenden Kenntnissen zur Interpretation von Grundbegriffen der Politik, politischen Philosophie und Politikwissenschaft und zur Interpretation, Rekonstruktion, Kritik und begründeten Beurteilung von klassischen politischen Ideen, modernen politischen Theorien und politikwissenschaftlichen Ansätzen.
Einführung: Politische Theorie und Ideengeschichte
In dieser Vorlesung geht es um klassische Grundfragen der politischen Philosophie und Ideengeschichte und um Konzepte der modernen politischen Theorie einschließlich ihrer gesellschaftstheoretischen Grundlagen. Die Vergegenwärtigung der begrifflichen und konzeptionellen Grundstrukturen von klassischen und modernen politischen Theorien erfolgt in demokratietheoretischer Perspektive. Fragen nach der Begründung und Kritik von unterschiedlichen Demokratiemodellen im gesellschaftlichen Wandel spielen dabei eine besondere Rolle. Darüber hinaus werden wissenschaftstheoretische und methodologische Grundfragen der politikwissenschaftlichen Theoriebildung behandelt.
Ziel: Übergreifendes Ziel der Vorlesung ist die Vermittlung von grundlegenden Kenntnissen zur Interpretation von Grundbegriffen der Politik, politischen Philosophie und Politikwissenschaft und zur Interpretation, Rekonstruktion, Kritik und begründeten Beurteilung von klassischen politischen Ideen, modernen politischen Theorien und politikwissenschaftlichen Ansätzen.
Theorie und Praxis der Politikfeldanalyse: Partizipative Policy-Analyse
Der Ruf nach (mehr) Beteiligung ist allgegenwärtig. Gelegentlich ist schon von einem „Zeitalter der Partizipation“ die Rede. Dieser „Paradigmenwechsel“ hin zu partizipativen Strategien politischer Problembearbeitung hat zwischenzeitlich auch ausdifferenzierte und wissenschaftlich geprägte Politikfelder erreicht, die sich lange als Domänen von relativ geschlossenen Policy-Netzwerken und spezialisierten Experten darstellten (und das teilweise immer noch sind). Wie wird der „participatory turn“ in der Policy-Analyse begründet? Welche Modelle für (mehr) Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern oder bestimmten Gruppen von „stakeholdern“ lassen sich unterscheiden? In welchen Feldern lassen sich diese beteiligungsorientierten Ansätze empirisch beobachten? Wie stellen sich die theoretischen Konzepte partizipativer Policy-Analyse in der Praxis dar? Welche Wirkungen können partizipative Projekte in praktischen Policy-Prozessen entfalten? Wie ist ihr Beitrag zur demokratischen Problembearbeitung und Konfliktregelung zu beurteilen?
In diesem Seminar vertiefen die Studierenden ihre Kenntnisse und Kompetenzen im Umgang mit Theorien und Ansätzen zur Analyse von politischen Problembearbeitungsprozessen. Im Zentrum stehen konzeptionelle Grundfragen und methodologische Probleme von handlungsorientierten Policy-Analysen, die auf mehr Beteiligung zielen. Das Verhältnis von Theorie und Praxis partizipativer Policy-Analysen wird anhand von ausgewählten Fallstudien analysiert und im Hinblick auf ausgewiesene demokratietheoretische Kriterien beurteilt.
Ziel: Ziel dieses Seminars ist der Erwerb vertiefter theoretischer, methodischer und empirischer Kenntnisse und Fähigkeiten zur politikwissenschaftlichen Analyse und Beurteilung von Theorie und Praxis der partizipativen Policy-Analyse.
Forschungskolloquium Politikwissenschaft
Jedes Semester veranstaltet das Zentrum für Demokratieforschung/Institut für Politikwissenschaft ein regelmäßiges fachbezogenes Forschungskolloquium - das sogenannte "Tuesday Seminar." In diesem stellen Mitglieder des Instituts und von auswärts geladene Gäste ihre aktuellen Forschungs- oder Buchprojekte vor und stellen sie zur kritischen aber fairen Diskussion unter Kollegen.

Das Tuesday Seminar ist für interessierte Studierende und Doktoranden offen und findet immer Dienstags von 16.15 -17.45 statt.
Ziel: Das Kolloquium bietet insbesondere Doktoranden die Möglichkeit, ihre Dissertationsprojekte und aktuelle Forschungsarbeiten vorzustellen und intensiv zu diskutieren.
Wissenschaftstheorie: Wissenschaftstheoretische Kontroversen
Modern science has been shaped by controversies right from the start. Until today, its epistemic development is driven by processes of questioning and justifying knowledge claims in scientific publics. Scientific controversies have not only focused on hypotheses, models or theories related to specific objects or fields of study. In scientific controversies sooner or later basic epistemological questions related to truth claims and their critical appraisal reappear: What is science? How can we distinguish between scientific knowledge and non-scientific believe? How should scientific research proceed to produce new knowledge that can be justified intelligibly in order to be recognized intersubjectively as “true”? Can we assume a unity of science? If not, what kind of knowledge can and should different scientific disciplines try to achieve in terms of its scope, quality or significance for practice?

This seminar starts from the hypothesis that the analysis and assessment of scientific controversies provides an instructive approach to understand basic issues in theories of science. These issues can be studied in classical controversies in the theory of science that have been performed or reconstructed under headings such as inductivism vs. falsificationism, realism vs. constructivism, positivism vs. critical theory, explanation vs. understanding, among others. Some of these controversies focused on the role of norms and values (e.g. Werturteilsstreit), on conceptual alternatives to classical action-theoretical foundations (e.g. behaviour, structure, or systems theory), on methodological approaches (e.g. experimentalism), on concepts of interdisciplinarity or transdisciplinarity or on the relation of science to its social, cultural or political context (e.g. enlightenment, democracy).
Ziel: The objective of this seminar is to gain a deeper understanding and acquire competence to analyze and evaluate controversies on fundamental theoretical and methodological questions in the theory of science. Students learn to situate their own work in the landscape of these controversiesand to justify their own approaches.

Prof. Dr. Martin Warnke

Computer als Medium Gruppe C
1. Textstrukturierung und -satz
2. JavaScript
3. 3D-Druck
4. Digitales Audio
5. Digitale Fotografie
6. Digitales Video
Überblicksveranstaltung über die verschiedenen Mediensparten. Die Studierenden führen sich gegenseitig ihre Arbeitsergebnisse und theoretischen Reflexionen vor.
Ziel: Die unterschiedlichen konkreten Ausprägungen des Computers als Medium aus dem ersten Teil des Moduls werden hier im zweiten der ganzen Gruppe vorgeführt. Im Seminargespräch wird geklärt, welche Zusammenhänge zwischen den auf den ersten Blick so divergierenden Phänomenen digitaler Medien bestehen.
Methoden der digitalen Bildwissenschaft
Wir sichten und analysieren die aktuellen Arbeiten auf dem Gebiet der digitalen Kunstgeschichte, arbeiten die Literatur auf und versuchen uns an einem überschaubaren konkreten Projekt zu kunsthistorischen Beobachtungen an Bildern der Kunstgeschichte mit Hilfe der Softwareplattform HyperImage (www.hyperimage.eu).
Ziel: Vertrautheit mit aktuellen Positionen und Erfahrung mit Computeranwendungen der digitalen Bildwissenschaft.
Medienliteralität
Praxisorientierte Zusammenführung und Reflexion der individuellen Studienschwerpunkte in einer Anwendung/Präsentation unter Verwendung digitaler Medien; Erprobung von thematischen Clustern sowie Modellen der Präsentation und Kooperation. Erprobung experimenteller Verfahren in der Gestaltung von Interfaces und ästhetischen Artefakten.
Ziel: Erstellung einer multimedialen Präsentation bzw. 'digitalen Mappe' als Dokumentation und Reflexion des gewählten Studienschwerpunkts. Erwerb fortgeschrittener Medienkompetenz im Umgang mit digitalen Medien und Programmtools.
IT Fiction. Der literarische Kanon der Kulturinformatik
Das Verhältnis von Mensch und Informationstechnologie wird – so wird in der Regel unterstellt – von den Optionen der aktuellen Technik bestimmt. Ein Blick auf die Geschichte und Zukunftsszenarien des informationstechnischen Wandels zeigt jedoch, wie sehr menschliche Traditionen, Fantasien, Begehrlichkeiten unseren Umgang mit Informationstechnologie formen. Fiktionale Literatur spiegelt diese Faktoren nicht nur in konkreten Gesellschaftsentwürfen, sondern enthält als "Science-Fiction" Visionen zukünftiger hybrider technikkultureller Welten. Manchmal prägt fiktionale Literatur – wie im Falle der Newromancer-Trilogie William Gibsons, aus der der Begriff des „Cyberspace“ stammt – zentrale Begriffe einer inzwischen etablierten Technologie.
Zum Science-Fiction-Kanon der Lüneburger Kulturinformatik gehören unter anderem folgende Titel, die auch Gegenstand des Seminars sein werden:
Stanislaw Lem, Hundertsiebenunddreißig Sekunden (Kurzgeschichte)
William Gibson, Neuromancer
Neal Stephenson, Snow Crash
Charles Stross, Singularität

Filme und Serien:
Solaris
Blade Runner
Her
Futurama
Gerne nehmen wir auch Vorschläge der Studierenden auf.
Ziel: Die Studierenden erarbeiten sich anhand ausgewählter Literatur- und Film-Beispiele ein Spektrum gängiger Visionen und Fantasien der Mensch-Maschine Relation. Als Transferleistung sollen Elemente solcher Fiktionen in der aktuellen informationstechnologischen Praxis identifiziert werden.

Prof. (apl.) Dr. habil. Ulf Wuggenig

Forschungskolloquium Soziologie und Kulturorganisation
Forschungskolloquium Soziologie und Kulturorganisation
Einführung in die Kulturwissenschaften
Das Studium Kulturwissenschaften in Lüneburg zielt auf eine kritische Analyse der Gegenwart und ihrer sozialen, medialen, ästhetischen, historischen, ökonomischen, wissenschaft-lichen und politischen Konstituiertheit. Es geht darum, die Bedingungen, Grenzen und Mög-lichkeiten kultureller Formationen und Wissenspraktiken in ihrem historische Gewordensein und aktuellen Manifestationen zu analysieren und theoretisch zu befragen. Die Vorlesung „Einführung in die Kulturwissenschaften“ führt in dieses Verständnis der Kulturwissenschaften ein, stellt die verschiedenen Vertiefungsfächer des Majors Kulturwissenschaften vor und gibt einen exemplarischen Überblick über Praxisfelder der Kulturwissenschaften.

Aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen sind mit technologischer Transformation, Digitalisierung, globalem Kapitalismus, Migration und Mobilität, Globalisierung, Urbanisierung, Geschlechterverhältnissen, ökologischen Krisen, sozialer Ungleichheit, Arbeit, Privat-heit und insgesamt der Veränderung von kulturellen Formationen nur grob benannt. All diese Phänomene fordern zu einer gesellschaftlichen Neubestimmung heraus und bedingen die Weisen, wie wir leben. Dies bedeutet auch, zu untersuchen, inwiefern Kultur selbst zur zweiten Natur geworden ist und als normative Ordnung Ein- und Ausschließungen produ-ziert. Kultur ist so verstanden als umstrittenes und von Wechselwirkungen durchzogenes Feld der Konstitution und Transformation von Praktiken, Institutionen und Artefakten, deren Erforschung es nötig macht, über eine enge Definition von Kultur hinauszugehen. Neben Wissensformationen nehmen wir künstlerische und politische Handlungsformen, ökonomische, ökologische und arbeitsweltliche Transformationen sowie insgesamt gesellschaftliche, organisationale und interaktionale Strukturen und Wandlungsprozesse in den Blick.
Die Kulturwissenschaften in Lüneburg verfolgen damit einen Ansatz, der historische und aktuelle Formen der Kulturwissenschaften, die Tradition der kritischen Theorie, Ansätze der Cultural Studies und eine Vielfalt sozialtheoretischer Perspektiven – von der Systemtheorie bis zum Pragmatismus – im Hinblick auf eine Erneuerung des Aufklärungs- und Kritikanspruchs der Kulturwissenschaften verknüpft. In Fächern und Schwerpunkten wie Kulturtheorie und Kulturanalyse, Kultur- und Mediensoziologie, Kulturorganisation und -analyse, Medienwissenschaft, Kulturtechnik und Digitale Kulturen, Wissensgeschichte, Raumforschung, Kunst und Visuelle Kultur, Auditive Kultur bzw. Sound Studies, Literaturwissenschaft, Gender- und Queer Studies, Globalisierte Kulturen und Migrationsforschung begegnen wir den aktuellen Herausforderungen mit kritisch-analytischem Denken und diagnostischen Beschreibungen, um zu einem Handlungsräume und Horizonte eröffnenden Verständnis gegenwärtiger Gesellschaften und ihrer Geschichte zu gelangen.
Ziel: Orientierung in den (Lüneburger) Kulturwissenschaften. Erarbeitung von ersten Einblicken in prägende Themenfelder sowie theoretische und methodische Referenzpunkte und Ansätze der beteiligten Vertiefungsfächer.
Memoria Paradigma: Erinnerung und Gedächtnis in Kunst- und Kulturwissenschaften
Sind die an der Populärkultur orientierten „Cultural Studies“ ein Paradigma, das sich im britischen Wissenschaftsfeld gegen die hochkulturorientierten humanities herausbildete, so kann man das „Memoria Paradigma“ als einen Zugang ansehen, welcher die neuen Kulturwissenschaften insbesondere im deutschsprachigen bestimmte und noch bestimmt. Es positionierte sich gegen das primär geisteswissenschaftliche, textwissenschaftlich und semiotisch orientierte „Textparadigma“ über die Betonung der Bedeutung nicht nur von Erinnerung und Gedächtnis für die Kulturwissenschaften, sondern auch des sozialen Rahmens. So schreiben etwa Hauptvertreter wie Lutz Musner und Gerhard Wunberg: „Das Memoria-Paradigma ermöglicht es, die selektive Aneignung, Tradierung und Speicherung von Erinnerungen auf der Ebene der Produktion und Dissemination von Texten zu untersuchen, ohne deshalb den gesellschaftlichen Rahmen der Kultur, d. h. die Institutionen, die Subjekte, wobei zunehmend generations- und genderspezifische Aspekte relevant werden, und die materialen Träger des Gedächtnisses aus den Augen zu verlieren.“

Die große Resonanz, die das Memoria-Paradigma vor allem in Deutschland und Österreich gefunden hat, hängt eng mit der durch den Nationalsozialismus und seine traumatischen Folgen bedingten Spaltung bzw. generationsspezifischen Ausprägung historischer Gedächtnisse zusammen. Zu den Leitlinien etwa der von Aleida und Jan Assmann entwickelten Tradition des Memoria-Paradigmas zählt deshalb auch ein Aphorismus des spanischen Philosophen George Santayana: „Those who cannot remember the past are condemned to repeat it.” (In: The Life of Reason, 1905-1906, S. 172).

Vor dem Hintergrund von Forderungen nach einer Wende in der deutschen Erinnerungskultur aus der rechten Ecke des politischen Feldes („Wir brauchen nichts anderes als eine erinnerungspolitische Wende um 180 Grad. (...) Wir brauchen eine Erinnerungskultur, die uns vor allen Dingen und zu allererst mit den großartigen Leistungen der Altvorderen in Berührung bringt." Björn Höcke, Rede in Dresden 18.1. 2017 http://www.tagesspiegel.de/politik/hoecke-rede-im-wortlaut-gemuetszustand-eines-total-besiegten-volkes/19273518-all.html) ist unschwer nachzuvollziehen, dass das Memoria-Paradigma in der Tradition von Autoren wie Maurice Halbwachs sowie Aleida und Jan Assmann ein Denkstil ist, der neurechten Ideen, die auf eine Schönfärbung der Vergangenheit hinauslaufen, fundamental entgegensteht. Eine Geschichtsrevision wird heute im rechten Flügel des politischen Feldes offen propagiert, wie kürzlich in der Rede von Alexander Gauland vom 2. September auf dem Kyffhäuser Treffen der in den Rechtsextremismus abgedrifteten AfD demonstriert, als er als Bundestagsspitzenkandidat dieser Partei ungeachtet der systematischen Verstrickung der Wehrmacht in Kriegsverbrechen forderte, doch wieder mit Stolz auf die Wehrmacht zurück zu blicken.
Im Seminar, das angesichts der Beteiligung der Künstlerin Laura Paniagua interdisziplinär angelegt ist (und teilweise auch in Englisch abgehalten wird), werden die Grundzüge des Memoria-Paradigmas auf dem aktuellen Stand der memory studies erarbeitet. Darüber hinaus wird an zwei aktuelle Projekte angeknüpft, nämlich an die Auseinandersetzung mit der (Militär)Geschichte, Erinnerungskultur und Erinnerungspolitik von Lüneburg im Rahmen des Kunstraum Projekts “Hinterbühne” (http://kunstraum.leuphana.de/) und an das Projekt „Christian Boltanski’s ‚The Archive of the Grandparents’ Revisited“. Die Kurzbeschreibung dieses Projekts, welches an der in einem Kellerraum der Leuphana platzierten Skulptur des französischen Künstlers Christian Boltanski aus dem Jahre 1996 ansetzt, lautet: “This research intends to critically document and analyse the artistic project ‘The Archive of the Grandparents’, which acclaimed French artist, Christian Boltanski, developed between 1994 and 1996 in collaboration with students of the Leuphana Universität, Lüneburg, and which resulted in a permanent installation located on the grounds of the latter. The present research intends to amend the very scarce documentation existing on this artwork, as it is significant not only because of its author, but also, because of the uncommon stance that he took in it. Boltanski invited the students to research the histories of their grandparents during the Third Reich, thus approaching the topic of memory of this time-period and after the Holocaust from an unusual point of view. Artists working on this subject have generally concentrated on the experience of the victims of the Nazis and on condemning the latter’s ideology. In contrast, Boltanski’s project focuses on the memory-experience of the perpetrators and of their families. This approach is therefore rare within the history of art of this period and also within Boltanski’s oeuvre, which has been assumed to represent the sentiment of the victims by art critics and scholars. Such exceptionality makes this artwork subject of scientific interest.” (Laura Paniagua 2017)
Ziel: Die Studierenden erarbeiten sich den für die deutschsprachigen Kulturwissenschaften zentralen Zugang des Memoria-Paradigmas, unter Berücksichtigung internationaler Zugänge (z.B. Ernst von Alphens Cultural Analysis approach aus der Amsterdam school der Kulturwissenschaften). Dies erfolgt zugleich im Rahmen praktischer Anwendung in einem sozialwissenschaftlichen Projekt zur Erinnerungskultur (“Hinterbühne”) und in einem kunstwissenschaftlichen Projekt, das sich auf eine künstlerische Arbeit eines der führenden zeitgenössischen Künstler bezieht. Neben theoretischem Wissen (Zugang des “sozialen” bzw. des “kulturellen Gedächtnisses” im Rahmen des Memoria-Paradigmas) eignen sich die Studierenden auch praktisches Wissen in Projektzusammenhängen an.
Das "Archiv-Fieber" in der zeitgenössischen Kunst. Ein Praxisprojekt für die Erstellung eines Archivs des Kunstraums
In den letzten Jahren wurden nicht nur vielfältige Archive auf verschiedenste Weise in Ausstellungen ausgestellt und thematisiert – wie bereits 1997-99 in dem Projekt „Interarchive“ des Kunstraum der Leuphana Universität Lüneburg –, sondern auch Archive von ausstellenden Institutionen aufgearbeitet, präsentiert, teilweise sogar digitalisiert und von den Institutionen online verfügbar gemacht (z.B. von der nGbK in Berlin, dem Badischen Kunstverein in Karlsruhe oder der Shedhalle in Zürich).

Im Kunstdiskurs war in diesem Zusammenhang von einem "archival impulse" (Hal Foster, 2004) oder einem "Archive Fever" (Okwui Enwezor im Rückgriff auf Jacques Derridas Ausdruck, 2008) die Rede, während Markus Miessen, der Architekt des Umbaus des Leuphana Kunstraums des Jahres 2010, „The Archive as a Productive Space of Conflict“ (Publikation hg. v. M. Miessen/Y. Chateigné, 2016) proklamiert. Es bleibt zu fragen, was der jeweilige Anspruch von Archiven und ihren Konzeptionalisierungen ist. Was sind ihre Leerstellen? Welche Möglichkeiten bieten Archive im Spannungsfeld zwischen dem institutionellem Raum der Geschichtsschreibung und dem Ort für diskursive Prozesse – zwischen Repräsentation und Kreation, Rezeption und Partizipation? Welches Potenzial bergen feministische Archive oder die Archive der Kunstzentren in Osteuropa für eine Re-Formulierung der Kunstgeschichte?

Begleitend zur derzeitigen Aufarbeitung des Archivs des Kunstraum der Leuphana Universität Lüneburg werden in dem Seminar sowohl künstlerische Ansätze zur Arbeit mit Archiven als auch kuratorische Projekte zur Ausstellungs- oder Institutionshistorie behandelt um hieraus einen kritischen Umgang mit dem Archiv des Kunstraums der Leuphana Universität Lüneburg zu erarbeiten. Im Seminar werden einschlägige Texte aus dem in den vergangenen Jahren intensiv geführten Diskurs diskutiert. Außerdem wird das Archiv des Kunstraums besucht. Am 8.12. wird Beatrice von Bismarck im Seminar zu Gast sein, Professorin für Kunstgeschichte und Bildwissenschaft an der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Mitbegründerin des Kunstraum der Leuphana in den 1990er Jahren und Leiterin des damaligen Projekts "Interarchive". http://www.kdk-leipzig.de/127.html
Ziel: Ziel des Seminars ist die Erarbeitung eines differenzierten kunstwissenschaftlichen Umgangs mit dem Archivbegriff sowie die Diskussion verschiedener Ansätze, mit dem Archivmaterial des Kunstraum der Leuphana Universität umzugehen.
Weitere Angaben zu den Lehrveranstaltungen finden Studierende im Studienportal myStudy.