Kick-off DigiTaL

Transformation in der Hochschullehre gestalten

Mit insgesamt fast 90 Teilnehmer*innen fand am 2. März 2022 der offizielle Auftakt des Projekts DigiTaL statt.
Im Zentrum stand die Frage, vor welchen Herausforderungen die Universitäten angesichts der Digitalisierung der Hochschullehre stehen und welchen Beitrag das „Digital Transformation Lab for Teaching and Learning“ mit seinen 11 Teilprojekte leisten kann, um diese Transformation mitzugestalten und das „Beste aus beiden Welten“ in die Zukunft zu tragen.

In drei Phasen wurden der Gegenstand des Projekts situiert, die Teilprojekte vorgestellt und die Projekt-Mission diskutiert:

  • Impulsvortrag: "Die Universität in der Disruption: Digitalisierung der Hochschullehre im Kontext“ von Prof. Dr. Erich Hörl
  • Kurzvorstellungen der Teilprojekte im Projekt DigiTaL
  • Podiumsdiskussion: "Das Beste aus beiden Welten – der Beitrag des DigiTaL-Projekts zur Gestaltung der Hochschullehre der Zukunft"

Zusätzliche Informationen finden Sie im ausführlichen Programm des Kick-offs.

 

Universität in der Disruption:

Digitalisierung der Hochschullehre im Kontext

Impulsvortrag von Prof. Dr. Erich Hörl

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Der Vortrag von Erich Hörl zielt vor dem Hintergrund der Mission des Projekts DigiTaL auf die „Situierung […] der Problematik, die digitale Disruption in eine Transformation der Hochschullehre zu überführen.“  Seine Überlegungen stehen vor dem Hintergrund der Disruption als „Signatur einer neuen Epochalität“ und einer neuen „Regierungsweise, die zugleich Ausdruck und Motor eines Zerfalls der Zukunftsfähigkeit von Gesellschaften und von Gesellschaftlichkeit als solcher ist.“

Erich Hörl diskutiert die Rolle und Verantwortung der Universität in der „Zeit der Disruption“ und plädiert dafür, diese Fragen als „Hintergrund und große Rahmung für jedwede Gestaltung der sogenannten ‚Digitalen Transformation der Hochschullehre‘“ zu sehen. Im Anschluss an die einflussreichen Überlegungen zur „Dialektik der Aufklärung“ (1944) von Horkheimer und Adorno formuliert Hörl deshalb in seinem Vortrag ein dringliches Plädoyer dafür, Universitäten zukünftig als „Orte zu gestalten, wo Antworten auf die Disruption gefunden werden müssen“ und die Verantwortung der Universität vor dem Hintergrund der „disruptiven Bedingung“ zu erneuern. Hierzu gälte es, „Programme und Strategien zu erfinden, wie digitale Technologien nicht zu Technologien einer großangelegten Disruption der Universität werden, diese noch weiter der disruptiven Bedingung unterwerfen, sondern umgekehrt wie sie in Organe der Auseinandersetzung mit diesem rückläufigen Moment, das heute ‚Disruption‘ heißt, zu verwandeln sind.

Hier finden Sie eine ausführliche Zusammenfassung des Vortrags von Prof. Dr. Erich Hörl.

Die Teilprojekte von DigiTaL

Impulsvideo zum Kennenlernen

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Worum geht es in den 11 Teilprojekten? Welchen Beitrag leisten sie zur Entwicklung einer neuen digitalen Lehre? Wie kann ein hochschulweiter Transfer gelingen?  In einem kurzen Film stellen sich die Projekt-Mitarbeiter*innen vor und geben einen Einblick in die jeweiligen Ziele und Methoden der Teilprojekte im Kontext des Gesamtprojekts.

Podiumsduskussion:

Das Beste aus beiden Welten – der Beitrag des DigiTaL-Projekts zur Gestaltung der Hochschullehre der Zukunft

Unter dem Motto „Das Beste aus beiden Welten vereinen – der Beitrag des DigiTaL-Projekts zur Gestaltung der Hochschullehre der Zukunft“ moderierte Julia Webersik die Podiumsdiskussion. Beteiligt waren sowohl Professor*innen aus verschiedenen Fakultäten, als auch Stimmen aus der Studierendenschaft. Es diskutierten:

  • Prof. Dr. Erich Hörl (Projektleiter, Vizepräsident und Vertreter des Center for Digital Cultures)
  • Prof. Dr. Hannah Trittin (zusammen mit Prof. Paul Drews Leiterin des Teilprojekts „DI-SZENARIO - Verantwortungsvolle Einführung digitaler Innovationen in Organisationen: Ein Szenario-basierter Ansatz“).
  • Prof. Dr. Poldi Kuhl (zusammen mit Prof. David Loschelder Leiterin des Teilprojekts „Virtuelle Realitäten zur Kompetenzentwicklung und Reflexion“)
  • Prof. Dr. Henrik von Wehrden (Leiter des Teilprojekts „Methoden-Wiki“)
  • Dr. Julia Webersik (Projektleiterin, Leiterin des Leuphana Lehrservice)
  • Carlotta Eklöh (AStA-Sprecherin, zuvor AStA-Beauftragte für Qualität von Studium und Lehre)
  • Zülfikar Ali Simsek (Mitglied in der studentischen HFD-AG „DigitalChangeMaker“ und studentischer Senator, zuvor AStA-Sprecher)

Während des Diskussion rückten nicht nur grundsätzliche Themen wie die zukünftige Herangehensweise an digitale Formate und der Umgang mit Chancen und Risiken, die sich in den digitalen Semestern der letzten zwei Jahre aufgetan hatten, in den Fokus. Zusätzlich diskutierten die Teilnehmenden und später auch die Zuschauenden eine Vielzahl konkreter Ansätze für eine sinnvolle Einbindung digitaler Tools und entsprechender mediendidaktischer Ansätze in die Lehre wie z.B. blended learning Formate (Flipped Classroom etc.). Weitere Themen waren u.a. der Daten- und Personenschutz von Studierenden bei E-Prüfungsformaten, die Gestaltung von Selbstlernzeiten sowie asynchrone Seminarführungen.

Neben dem Für und Wider digitaler Lehr-Lernformate wurde deutlich, dass die Frage nach der Medialität im Kontext von Lehrqualität insgesamt diskutiert und reflektiertt werden müsste. Es geht darum „was überhaupt gute Lehre ausmacht und zwar nicht nur reduziert darauf, ob es digital oder analog besser ist“, so Webersik.

Das Projekt DigiTaL möchte ausgehend von sehr konkreten Lehrinnovationen, die in den Teilprojekten entwickelt und erprobt werden, einen Beitrag leisten, diese Diskussion zu führen – hochschulweit und mit Beteiligung möglichst vieler Lehrender, Studierender und Expert*innen aus verschiedenen Fachrichtungen.