Umbrüche gestalten

Der Bereich „Berufsbildende Schulen“ wird von den Kooperationspartner_innen Prof. Dr. A. Neumann (Leuphana Universität Lüneburg), Prof. Dr. J. Goschler (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg) und Prof. Dr. A. Bogner (Georg-August-Universität Göttingen) betreut. Dazu sind folgende konzeptionelle Überlegungen zu konkretisieren:
•    Beständige Theoriearbeit, Literaturrecherchen und Praxiserfahrungen sichern die Grundvoraussetzungen einer durchgängigen Sprach(en)bildung in den berufsbildenden Lehramtsstudiengängen. Dabei müssen Materialien und Vermittlungsprozesse der allgemeinen Sprach(en)förderung für die Spezifika des Berufsschullehramtes adaptiert werden.
•    Von allen Projektbeteiligten sind alle Studiengänge und zu bedienenden zukünftigen Ausbildungsberufe für die Sensibilisierung im doppelten Theorie-Praxis-Bezug (Bildung im Lehramt und Bildung im Praxisfeld) zu identifizieren.
•    In der Lehramtsausbildung der berufsbildenden Studiengänge an Hochschulen selbst müssen Module identifiziert werden, die für die Entwicklung und vor allem Implementation sprachsensibler Zugänge genutzt werden können. Dazu werden an den Einrichtungen kooperativ mit den Basiswissenschaften, den Fachdidaktiken und den Bildungswissenschaften Konzepte und Materialen entwickelt und diskutiert.
•    Dazu werden gemeinsam Sprachfördermodule/-modulteile/-materialien entwickelt und evaluiert. Dies betrifft a) additive Lehrformate und Inhalte, die ggf. Bezugspunkte für Teamteaching darstellen und vor allem b) integrative Lehrformate und Inhalte. Dabei sollen in Kernmodulen Ansätze für eine durchgehende Sprachbildung im jeweiligen Fach genutzt werden, um die fachspezifische Ausbildung diskursiver Basisqualifikationen für alle in allen Fächern in allen beteiligten Institutionen
-    Hochschule,
-    Berufsschule mit der Perspektive der jeweiligen Ausbildungsberufe und
-    für begleitende Sozialisationsinstanzen
zu sichern.
•    Neue organisatorische Strukturen zur Beratung an der Hochschule und zur Testung und Implementation der Funktionalität der Materialien im Feld werden entwickelt. Dabei kann auf regionale Netzwerke und bereits bestehende Erfahrungen, wie bereits bestehende DaZ-Ausbildungen oder Praxisprojekte, zurückgegriffen werden, neue Kooperationsbeziehungen zwischen regionalen Praxisfeldern, Berufsschulen und Wissenschaft werden angebahnt.
Die Lead-Struktur des Projektes ermöglicht ein effizientes Arbeiten mit Synergieeffekten. In Lüneburg wird daher aufgrund der besonderen Spezifik der Bereich Sozialpädagogik fokussiert. Oldenburg ist federführend für den Bereich der Wirtschaftspädagogik. Die Transferpartner aus Göttingen begleiten die Entwicklungen kritisch und stehen für Erprobungs- und Implementationsaufgaben bereit.

ÜBERGREIFENDES ZIEL IST DIE VERBINDLICHE IMPLEMENTATION VON SPRACH(EN)FÖRDERUNG UND DAZ IN DIE LEHRAMTSAUSBILDUNG IN NIEDERSACHSEN (Verbund und Ministerien), DIE BEREITS JETZT AUF BEVORSTEHENDE VERÄNDERUNGEN IM LEHRERBILDUNGSGESETZ UND IN DEN AUSBILDUNGSVERORDNUNGEN VORBEREITEN.

Inzwischen können Sie Informationen zur Abschlusskonferenz in Hannover-Herrenhausen und die Anschlussprojekte erhalten http://www.sprachen-bilden-niedersachsen.de/index.php/abschlusstagung.html.

Die Publikation des Abschlussbandes Astrid Neumann/Andrea Bogner (Hrsg.). „Umbrüche gestalten“. Konzepte von Sprachenbildung für die Qualifizierung von Lehrenden. Münster: Waxmann in der Reihe des Mercator Instituts: Sprachliche Bildung wird vorbereitet und voraussichtlich 2018 mit Artikeln aus allen Standorten erscheinen.

Das Projekt wird an der Leuphana als vom Ministerium für Wissenschaft und Kultur unterstütztes Implementationsprojekt "BASISKOMPETENZ DEUTSCH ALS ZWEIT- UND BILDUNGSSPRACHE: HETEROGENITÄT SPRACHSENSIBEL BEGEGNEN" nach dem 31.5.2017 für weitere Unterrichtsfächer fortgesetzt.