Neue Publikation ist im British Journal of Industrial Relations erschienen

01.06.2022

Uncovered workers in plants covered by collective bargaining: Who are they and how do they fare?

Im British Journal of Industrial Relations wurde ein Artikel veröffentlicht, den Boris Hirsch und Philipp Lentge gemeinsam mit Claus Schnabel von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg verfasst haben. Die Autoren untersuchen mit aktuellen Daten aus der Verdienststrukturerhebung, welche Arbeitnehmer in tarifgebundenen Betrieben heute noch individuell von tariflich vereinbarten Gewerkschaftslöhnen profitieren, welche Arbeitnehmer davon nicht mehr abgedeckt werden, und was dies für deren Entlohnung bedeutet. Sie zeigen, dass ungefähr 9 Prozent der Arbeitskräfte in tarifgebundenen Betrieben keine individuelle Abdeckung (und damit keinen Gewerkschaftslohn) mehr erfahren. Ökonometrische Analysen mit unbedingten Quantilsregressionen und Firmenfixe-Effekte-Schätzungen machen deutlich, dass das Fehlen einer individuellen Abdeckung durch Tarifverträge für die meisten Arbeitskräfte substanzielle Auswirkungen auf ihre Entlohnung hat. Nicht gewerkschaftlich organisierte Niedriglöhner und solche auf unteren Hierarchieebenen leiden besonders, weil ihre Arbeitgeber davon absehen, die Tariflöhne auf sie anzuwenden, um geringere Löhne zahlen zu können.

Der Artikel ist abrufbar unter: