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DATAx – „Die mystische Wolke ums Programmieren aufzulösen“

09.07.2020 Das neue fächerübergreifendes Format „DATAx“ zur Data Literacy Education zielt darauf ab, Studierende zu befähigen, auch in nicht-technischen Bereichen Zusammenhänge aus Daten zu bestimmen. In dem deutschlandweit einmaligen Programm haben Studierende im ersten Semester die Möglichkeit, Programmier-Fähigkeiten zu erwerben.

„Es ist schwierig Daten zu verstehen, wenn man nicht einmal unter die Haube geguckt hat,“ erklärt der Koordinator des Programms, Johannes van Deest. Er hat es sich zum Ziel genommen mit seiner Beteiligung am DATAx-Projekt „die mystische Wolke ums Programmieren aufzulösen“. Im weitesten Sinn ist Programmieren das Übersetzten von bestimmten Anforderungen in die Sprache eines technischen Gegenübers. Es ist keineswegs einfach. Dennoch sollte jede*r die Chance bekommen ohne Vorkenntnisse den Bereich kennenzulernen. Das möchte DATAx den Studierenden am Leuphana College ermöglichen. Grundlegende Programmierkompetenzen sind Teil jeder Disziplin, die Daten verwendet. Und versuchen Sie mal eine Disziplin ganz ohne Daten zu finden.  

Auf die 250 angebotenen Plätze in den DATAx Kursen im Leuphana Semester gab es im vergangenen Wintersemester ca. 600 Bewerbungen. Dieses Wintersemester wird es genug Plätze für alle interessierten Studienstarter*innen geben. „Auch wenn wir bei null anfangen, ist Programmieren nicht immer einfach“, sagt van Deest, „es basiert auf Fehlern.“ Es ist eine typische „trial and error“ Situation, mit der man sich erstmal zurechtfinden muss. Die Suche nach einer passenden Lösung hat dabei oftmals viel mit Kreativität zu tun. Beim Programmieren und arbeiten mit Daten hat man einen hohen Grad der Freiheit, auf die einen die Schule nur bedingt vorbereitet. Daher liegt ihm und dem DATAx-Projekt daran, den verschiedene Lern-Typen eine passende Atmosphäre zu bieten. „Es braucht eine lockere Lernatmosphäre, die sich nach Möglichkeit dem Individuum anpasst und wo jede*r ermutigt wird zu fragen.“ Außerdem wird versucht an aktuelle Themen anzuknüpfen, wie beispielsweise die Gesichtserkennung. Mit ein bisschen Hilfe ist es eigentlich recht einfach, dieses vermeintlich komplexe Thema grundlegend zu verstehen. 

Ab dem Wintersemester 20/21 schafft das DATAx-Projekt so für alle Studienstarter*innen die Chance, einen einfachen und interessanten Einstieg in die Welt des Programmierens und der Daten zu erlauben.

DATAx wird von der Heinz Nixdorf Stiftung sowie dem Stifterverband gefördert.