Geisteswissenschaftlich


Einführung in SPSS

wöchentlich | Montag | 12:00 - 13:30 | 12.04.2021 - 12.07.2021 | Online-Veranstaltung

Prof. Dr. Oliver Hormann
Die Veranstaltung bietet eine grundlegende Einführung in die theoretischen Hintergründe und Verfahrensschritte ausgewählter statistischer Verfahren am Beispiel der Analysesoftware SPSS. Sie richtet sich dabei sowohl an Studierende, die „erste Schritte“ in der Statistik gehen wollen, als auch an solche, die im Zuge ihrer Semester- oder Abschlussarbeit Ansätze zur Durchführung ihrer Auswertungen erlernen und diskutieren möchten.
Im Rahmen der Einführung werden Grundlagen und Kenntnisse in der Durchführung diverser Auswertungsmethoden, einschließlich der Ergebnisinterpretation, vermittelt. Dabei richtet sich die Auswahl der Analysemethoden, soweit möglich, an den individuellen Bedarfen der Studierenden aus, die mit konkreten Auswertungen befasst sind (konkreter Auswertungsanliegen senden Sie bitte an folgende E-Mail-Adresse: oliver.hormann@leuphana.de)
Der Kurs ist als Grundlagenkurs für die stärker anwendungsorientierte Lehrveranstaltung „Regressionsanalysen in SPSS“ von Frau Gohr-Mellersh zu verstehen, in der die erarbeiteten Inhalte an konkreten Datenbeispielen erprobt werden können.
Die Lehrveranstaltung wird aufgrund der bestehenden Einschränkungen in der Präsenzlehre vorerst online durchgeführt.



Transnationale Literatur

wöchentlich | Donnerstag | 13:50 - 16:05 | 06.04.2021 - 31.05.2021 | Online-Veranstaltung
wöchentlich | Donnerstag | 13:50 - 16:05 | 01.06.2021 - 09.07.2021 | C 12.010

Prof. Dr. Sven Kramer
In Deutschland wächst die Zahl derjenigen Autorinnen und Autoren, die zwischen mehreren Kulturen leben oder die einen Orts- und Kulturwechsel vollzogen haben. In ihrer auf deutsch verfassten Literatur reagieren sie auf diese Situation, indem sie neue Narrative prägen und veränderte Erzählweisen hervorbringen. Theoretisch wurde das Phänomen mit Hilfe des Begriffs der Transnationalität konzeptualisiert, in dessen Umfeld weitere Termini zu finden sind: Interkulturalität, Hybridität, Diaspora, Alterität, Third Space, Minorität, Globalisierung, Migration usw. Im Seminar werden im Wechsel literarische und theoretische Texte gelesen und diskutiert.


Zwischen Realismus und Moderne. Literatur- und kulturwissenschaftliche Perspektiven auf Storms Märchen

wöchentlich | Montag | 10:15 - 11:45 | 06.04.2021 - 09.07.2021 | Online-Veranstaltung

Prof. Dr. Claudia Albes
Insgesamt sechs Kunstmärchen hat Theodor Storm zwischen 1837 und 1864 geschrieben: Hans Bär, Der kleine Häwelmann, Hinzelmeier, Bulemanns Haus, Die Regentrude und Der Spiegel des Cyprianus. Dabei galt das Märchen im Literatursystem des poetischen Realismus als eine eigentlich schon überholte Textgattung. Storms Märchen erfüllen denn auch keineswegs die traditionellen Normen der Gattung ‚Märchen‘, sondern stellen Mischtexte dar, die sich mit Blick auf ihre jeweiligen narrativen Verfahrensweisen, ihre Stile und ihre intertextuellen Bezugnahmen erheblich voneinander unterscheiden. Während einige dieser Texte an die Grimmschen Kinder- und Hausmärchen angelehnt sind, erinnern andere eher an die Märchen von Hans Christian Andersen oder die Kunstmärchen der deutschen Frühromantik. Auch Anleihen bei den Gattungen der Novelle und der Sage sind zu beobachten.
Im Zuge einer intensiven Analyse der Stormschen Märchen unter erzähltheoretischen, psychoanalytischen, kulturgeschichtlichen und intertextualitätstheoretischen Aspekten soll im Seminar die aktuelle Forschungsthese, Storm erprobe mit seinen Märchen, anstatt in die Romantik zurückzuverweisen, bereits ‚modernistische‘ Schreibverfahren, untersucht werden.



Sprache als Wissenschaft: Geschichte, Kultur und Philosophie unserer Sprache

Einzeltermin | Mi, 14.04.2021, 10:15 - Mi, 14.04.2021, 11:45 | Online-Veranstaltung
Einzeltermin | Mi, 21.04.2021, 10:15 - Mi, 21.04.2021, 13:15 | Online-Veranstaltung
wöchentlich | Mittwoch | 10:15 - 11:45 | 28.04.2021 - 09.06.2021 | Online-Veranstaltung
wöchentlich | Mittwoch | 10:15 - 11:45 | 23.06.2021 - 07.07.2021 | C 4.215

Dr. Jan C. L. König
Sprache galt zu allen Zeiten als herausragendes Merkmal des Menschseins, und noch immer haftet ihr etwas Magisches an. Seit Beginn der Menschheitsgeschichte bestimmt Sprache unser Denken und Handeln, und unser Denken und Handeln bestimmt unsere Sprache. Für alle Studiengänge ist es daher sinnvoll, dies wesentliche Instrument aller wissenschaftlichen Ansätze zu kennen und in seiner Vielfalt zu verstehen: Was ist Sprache? Wie funktioniert sie – und wie nicht? Wie lässt sich etwas sagen, was lässt sich sagen, was nicht – und warum nicht? Welchen Einfluss hat das auf unser Weltverständnis? Wie entstanden unsere heutigen (europäischen) Kulturen vor allem durch Sprache? Warum verändern sich Sprachen, und was eint die Kulturen dennoch bis heute? Und welchen Einfluss haben die Erkenntnisse auf unseren alltäglichen Umgang mit Sprache, auch und gerade mit Blick auf das wissenschaftliche Arbeiten in ganz verschiedenen Disziplinen?


Spannungsforschung und Filmanalyse

14-täglich | Mittwoch | 14:15 - 17:15 | 14.04.2021 - 23.06.2021 | Online-Veranstaltung

Dr. Sigrun Lehnert
„Spannung ist, wenn’s spannend ist!“ Diese Feststellung von Peter Vorderer (1994) spiegelt den Anspruch einer Erklärung von ‚Spannung‘ als Phänomen. Warum empfinden wir Spannung – warum streben wir danach und fürchten sie gleichzeitig? Das Seminar möchte diesen Fragen nachgehen und Medienformate – Spiel- und Dokumentarfilme und TV-Serien – untersuchen sowie unterschiedliche Analysekonzepte anwenden. Die theoretischen Ansätze kommen aus der Medien- und Kommunikationswissenschaft, die genutzten Konzepte der Erzählforschung sind in der Filmwissenschaft bewährt. Als Beispiele im Seminar dienen die Werke der Altmeister*innen des Suspense, über avantgardistische Dokumentarfilme bis hin zur TV-Soap. Gäste im Seminar geben Auskunft über die Anwendung und Umsetzung in der Praxis.


Schreiben als kritische Praxis

wöchentlich | Mittwoch | 14:15 - 15:45 | 06.04.2021 - 09.07.2021 | C 12.013

Oona Lochner
“What are your feminist tools? Mine include a pen and a keyboard, a table; the things around me that allow me to keep writing, to send my words out.” (Sara Ahmed, Living a Feminist Life, 2017).

Im Unialltag ist Schreiben allgegenwärtig. Häufig zehrt es an den Kräften und manchmal fühlt es sich, gerade wenn es bewertet und benotet wird, riskant an. Auf der anderen Seite beschreiben Autor*innen wie die Philosophin und Aktivistin Sara Ahmed Schreiben als Kern ihrer feministischen oder anti-rassistischen, ihrer kritischen Arbeit. Wie also kann Schreiben zu einer kritischen Praxis werden? Und auch: Kritik woran überhaupt?

Um dieser Frage nachzugehen, verbindet das Seminar Theorie und Praxis. In sechs thematischen Blöcken von je zwei Wochen lesen und diskutieren wir Texte verschiedener Autor*innen über das Schreiben und seine Bedeutung für ihre jeweilige kritische Praxis, darunter Audre Lorde, Gloria Anzaldúa, Sara Ahmed oder Donna Haraway. In wöchentlichen Schreibaufgaben vertiefen wir die von den Texten aufgeworfenen Fragen, reflektieren unser eigenes Schreiben und den Ort, von dem es ausgeht. Wir erproben unterschiedliche Schreibtechniken und -routinen. Neben individuellen Schreibzeiten entwickeln wir gemeinsam Wege und Formate, um miteinander ins Gespräch zu kommen, eigene Texte zu teilen und die Seminarinhalte als Gruppe zu erarbeiten. Diskussionen in großer (überwiegend digitaler) Runde wechseln mit Gesprächen zu zweit oder dritt, auch manche Schreibaufgaben bestreiten wir in kleinen Gruppen.



Meeting the Universe Halfway: Niels Bohrs Begründung der Quantenmechanik und Karen Barads feministischer Agentieller Realismus

wöchentlich | Mittwoch | 12:15 - 13:45 | 14.04.2021 - 09.06.2021 | Online-Veranstaltung
wöchentlich | Mittwoch | 12:15 - 13:45 | 23.06.2021 - 07.07.2021 | Online-Veranstaltung

Prof. Dr. Wolfgang Hagen
Prof. Dr. Martin Warnke
Karen Barad ist Physikerin für Theoretische Teilchenphysik und Quantenfeldtheorie. Ausserdem – und mit Bezug auf Ihre physikalische Forschung – sie lehrt Feministische Studien, Philosophie und Geistesgeschichte an der University of California, Santa Cruz.
Niels Bohr war einer der Begründer der Quantenmechanik. Auf seine Schriften stützt sich Karen Barad wesentlich.

Karen Barads Theorie stützt sich einerseits auf die Schriften des Physik-Nobelpreisträgers Niels Bohr, andererseits auf feministische Diskurse, wir haben es also mit einer Überschneidung natur- und geisteswissenschaftlicher Wissenschaftsfelder zu tun, was zu einer interessanten Gemengelage in methodischer Hinsicht führt. Wie sich an ihren Arbeiten diese sonst getrennten Methodenbereiche überlagern, wird Thema des Seminars sein.

Nach Karen Barads Theorie des agentiellen Realismus umfasst das Universum Phänomene, die "die ontologische Untrennbarkeit der intra-aktuellen Agenturen" sind. Intra-Aktion ist ein von Barad eingeführter aktivistischer Neologismus. Für Barad gehen Phänomene oder Objekte ihrer Interaktion nicht voraus, vielmehr entstehen "Objekte" durch bestimmte Intra-Aktionen. Apparate, die Phänomene erzeugen, sind also keine Assemblagen von Menschen und Nicht-Menschen (wie in der Akteur-Netzwerk-Theorie). Vielmehr sind sie die Möglichkeitsbedingung von "Menschen" und "Nicht-Menschen", nicht nur als ideelle Konzepte, sondern in konkreter Materialität. Apparate sind insofern "materiell-diskursiv", als sie bestimmte Bedeutungen und materielle Wesen produzieren und gleichzeitig die Produktion anderer ausschließen. Was es bedeutet, Materie zu sein, ist daher immer materiell-diskursiv.
Barads agentieller Realismus ist zugleich eine Epistemologie (Theorie des Wissens), eine Ontologie (Theorie des Seins) und eine Ethik. Dafür verwendet Barad den Begriff der On-Epistemologie. Da bestimmte Praktiken der Materiebildung ethische Konsequenzen haben und andere Arten der Materiebildung ausschließen, sind on-epistemologische Praktiken immer ihrerseits on-ethisch-epistemologisch.
In Ihren Theorien lässt sich Barad von dem Physiker Niels Bohr, einem der Begründer der Quantenphysik, inspirieren. Dem wollen wir in den Lektüre Ihres Buches „Meeting the Universe Halfway. Quantum Physics and the Entanglement of Matter and Meaning“ genauer nachgehen.


Lebendige Archive. Zur Aufzeichnung, Aufbewahrung und Dokumentation performativer Künste

wöchentlich | Freitag | 10:15 - 11:45 | 16.04.2021 - 09.07.2021 | C 5.019

Dr. Mimmi Woisnitza
In Mal d'Archive (1995) arbeitet Jacques Derrida über die topo-nomologische Genealogie des Archivbegriffs dessen ursprünglich patriarchal-organisierte Herrschaftslogik heraus: neben der Herleitung von archeion (sicherer Ort, Haus) ist dem Wort Archiv auch der Bedeutungsraum von archḗ (Gebot, Macht, Ursprung) eingeschrieben als Bestimmung dessen, was wo von wem und für wen aufbewahrt wird und welche Ordnung daher auch reproduziert wird. Das Archiv ist ein Ort der Machtausübung wie der Machtbewahrung und -fortführung. Über eine Engführung dieser Begriffsgrundlage mit der in der Freudschen Psychoanalyse angelegten Kulturkritik sucht Derrida das abendländische Archivverständnis zu hinterfragen und hin zu dem Archiven auch innewohnenden lebendigen und womöglich widerständigen Potential zu führen.

In den letzten Jahrzehnten wird dieser Versuch, Archive jenseits einer scheinbar neutralen Sammlung und Aufbewahrung von Objekten, die Evidenzen für eine scheinbar objektive Geschichtsschreibung bieten, neu zu denken, von verschiedenen Seiten aufgenommen und weitergeführt. Dies betrifft unter anderem
- Aspekte der Widerständigkeit und Eigenlogik von Dingen und Objekten
- Ausweitung des Archivs auf Erinnerungsarbeit
- die Reaktivierung bzw. das Reenactment von Erinnerung als lebendige Geschichtsarbeit
- die Frage der Körperlichkeit von Erinnerung wie auch von Interpretations- und Rezeptionsvorgängen
- den Einfluss digitaler Technologien auf Organisation, Zugänglichkeit und Darstellungsmöglichkeiten von Archiven

Das spezifische Bezugsfeldes der Archivierung performativer Künste bietet nicht nur einen besonders dankbaren Zugriff auf die eher allgemeine Debatte. Mehr noch, neue Impulse für das Denken von Archivarbeit scheinen vor allem aus dem Feld der Theater-, Performance- und Dance Studies zu kommen. Vielleicht genau aus dem Grund, dass sich angesichts kollektiver Praktiken und einmaliger Aufführungsereignisse die Frage nach Rekonstruktionsverfahren noch einmal anders und neu stellt: welche Medien kommen zum Einsatz? Welche Übersetzungsleistungen sind von Nöten? Wie gehen wir mit der unumgänglichen Situiertheit der Dokumentation wie auch der Interpretation um?

Das Seminar bietet über die Lektüre einschlägiger Texte zunächst einen Überblick über den derzeitigen Diskussionsstand zru Archivtheorie allgemein (etwa Jacques Derrida, Michel Foucault) und zu Fragen der Archivierung performativer Kunstformen (etwa Peggy Phelan, Rebecca Schneider). Dies führt vorbereitend hin zu der je nach Pandemiesituation als Präsenz-, Hybrid- oder Onlineveranstaltung geplanten Exkursion zu einem 2tägigen Workshop am 7./8. Mai an die Universität Hildesheim, auf dem die Arbeit an einem neuen Archiv für die Freie Theaterszene (notaNarchive) vorgestellt, getestet und diskutiert werden soll. In den verbleibenden Folgesitzungen sollen die Seminarteilnehmer*innen erste eigene Impulse mit einander austauschen und diskutieren, die anschließend in die Ausarbeitung von Hausarbeiten einfließen.





Kunst im Konflikt mit der Staatsmacht. Die nonkonforme Szene der ehemaligen Sowjetunion

Einzeltermin | Fr, 14.05.2021, 14:15 - Fr, 14.05.2021, 18:00 | Online-Veranstaltung
Einzeltermin | Fr, 28.05.2021, 14:15 - Fr, 28.05.2021, 18:00 | Online-Veranstaltung
Einzeltermin | Sa, 29.05.2021, 10:00 - Sa, 29.05.2021, 17:00 | Online-Veranstaltung
Einzeltermin | Fr, 25.06.2021, 18:15 - Fr, 25.06.2021, 19:45 | Online-Veranstaltung | Online-Veranstaltung
Einzeltermin | Sa, 03.07.2021, 10:00 - Sa, 03.07.2021, 17:00 | C 14.202
Einzeltermin | Fr, 09.07.2021, 18:15 - Fr, 09.07.2021, 19:45 | Online-Veranstaltung | Online-Veranstaltung

PD Dr. Viola Hildebrand-Schat
Kunst besitzt die Macht sicht- und spürbar zu machen, was im gesellschaftlichen Umgang gerne übersehen oder übergangen wird. Damit erweist sich Kunst als unbequem und löst Konflikte aus. Länder mit totalitären Regimen, wie unter anderem die Sowjetunion, setzen den freien Äußerungen der Kunst klar formulierte Richtlinien entgegen. Das hat zur Folge, dass all dasjenige, was sich nicht dem staatlichen Diktat beugen, als "nonkonform" bezeichnet wird.
Wie facettenreich und spannungsvoll die nonkonforme Kunst ist, zeigt sich an der bewegten Szene der 1960er bis 1980 Jahre, umso mehr, als deren Manifestationen sich nicht auf Kunst im engeren Sinne beschränken, sondern Literatur, Film, Musik und diverse Wissenschaften einbeziehen. Zu denken ist an so unterschiedliche Protagonisten wie Erik Bulatov, Igor Cholin, Anatolij Dobrowitsch, Ilya Kabakov, Komar & Melamid, Lev Rubinstein oder Jurij Sobolev.
Die unterschiedlichen Biografien stehen für unterschiedliche Beweggründe des künstlerischen Ausdrucks und in vielen Fällen verläuft die Grenze zwischen offizieller und inoffizieller Aktivität fließend. In jedem Fall jedoch geben die aus der inoffiziellen Szene hervorgehenden Erzeugnisse tiefe Einblicke in die politischen Mechanismen und ihre Auswirkungen auf das kulturelle und soziale Miteinander.
So unterschiedliche Ausdrucksformen wie die Texte des Samisdat, wie Aktionen, Installationen, Zeichnung und Malerei durchdringen sich wechselseitig. Sie liefern zugleich die Voraussetzung für einen breiten methodischen Zugang, ja, scheinen diesen geradezu einzufordern.

Den Zugang zu den unterschiedlichen, nicht selten hermetisch erscheinenden Arbeiten der nonkonformen Kunst liefern verschiedene methodische Ansätze. So werden neben einem grundlegenden Einblick in die kulturellen Entwicklungen, die das nonkonforme Feld in der ehemaligen Sowjetunion umreißen, im Seminar verschiedene Methoden aus Kunst- und Literaturwissenschaften vorgestellt und an den Werken der nonkonformen Kunst erprobt. Deutlich werden soll unter anderem, dass die methodischen Zugänge nicht eindimensional sein können, vielmehr Ikonographie und Ikonologie, formanalytische und formgeschichtliche Methoden neben semantisch-sigmatischen und zeichentheoretischen stehen. Deutlich werden soll weiterhin die Relevanz tradierter Methoden für poststrukturalistische und dekonstruktivistische Ansätze. Schließlich stellt sich auch die Frage, welches methodische Vorgehen Recherchen im digitalen Netz erfordern, insbesondere bei Archiven wie dem RAAN, dem Russian Art Archive Net, einem Zusammenschluss der an unterschiedlichen Orten lokalisierten Nachlässe nonkonformen Arbeitens.
Mittels der eingeführten Methoden werden Themenfelder wie die sozial-politische Motivation dissidentischer Tätigkeit, gesellschaftliche und politische Hintergründe, die Abgrenzung offizieller, halboffizieller und inoffizieller Aktivitäten oder Formen und Ausprägung des Nonkonformen in Kunst, Literatur und Aktionen erschlossen.

Art has the power to make visible and perceptible what is often overlooked or ignored in social interaction. Art thus proves to be uncomfortable and provokes conflicts. Countries with totalitarian regimes, such as the former Soviet Union, formulated clear guidelines for artist’s expression. As a result, everything which does not consist with the official doctrines is regarded as nonconform.
The various forms of nonconformist art became visible during the 1960s to 1980s, the more because artists’ manifestations did not limit to traditional art forms, but include literature, film, music, and sciences. Such diverse protagonists as Erik Bulatov, Igor Cholin, Anatolij Dobrowitsch, Ilya Kabakov, Komar & Melamid, Lev Rubinstein or Jurij Sobolev represent nonconformism.
The different biographies represent different motivations, and in many cases the line between official and unofficial is blurred. In each case, however, the results provide deep insights into political mechanisms and their impact on cultural and social interaction.
Forms of expression as diverse as samizdat, actions and performance, installations, or drawing and painting, interact one with another. At the same time, they demand a broad methodological approach.


Kulturwissenschaftliche Analysen ökonomischer Grundbegriffe (Profil OEKONplus, Modul 2)

wöchentlich | Mittwoch | 10:15 - 11:45 | 06.04.2021 - 09.07.2021 | Online-Veranstaltung

Prof. Dr. Armin Beverungen
Dr. Lisa Conrad
In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich die Strömung der »cultural economy« herausgebildet, in dem kulturwissenschaftliche Ansätze zur Erforschung von Wirtschaft erarbeitet werden. Grundannahme ist, dass auch Wirtschaft kulturell geprägt, und demnach nicht ahistorisch oder akulturell ist. Studien, die diesem Ansatz folgen, zeigen auf, wie vielfältig und komplex Ökonomien heute kulturell geprägt sind und immer schon waren. Gleichzeitig zielen sie oft auch darauf ab, kapitalistische Verhältnisse zu hinterfragen und zu denaturalisieren.

In diesem Seminar liegt das Augenmerk auf ökonomischen Grundbegriffen, die wir mit Hilfe von klassischen sowie aktuellen kulturwissenschaftlichen Methoden bzw. Zugängen analysieren und reflektieren.


Komplexe Systeme transformieren II - Ressourceneffizienz

wöchentlich | Mittwoch | 12:15 - 13:45 | 06.04.2021 - 09.07.2021 | C 11.308

Prof. Dr. Andreas Möller
Die Veranstaltung arbeitet praktisch an der Thematik der Ressourceneffizienz. Ressourceneffizienz erweist sich dabei als eine Herausforderung, die inter- und transdisziplinär bearbeitet werden muss. Wie bereits im ersten Minor-Semester deutlich geworden ist, sind sozial-, natur- und ingenieurwissenschaftliche Komponenten zusammengeführt werden. Das zeigt bereits die Schwerpunkte:

* die Vermeidung von Abfällen in den Wertschöpfungsketten (oft stellt man mit großen Aufwand hochwertige Vorprodukte her, die dann am Ende verschwendet werden); hier kommt etwa das Material Flow Cost Accounting zum Einsatz, um das finanzielle Ausmaß der Verschwendung zu quantifizieren: Was kostet es, verschwenderisch zu sein?

* das Schließen von Kreisläufen; dadurch werden neue Gleichgewichte geschaffen (Was wird im Kreislauf geführt? Was muss ersetzt werden?); Recycling wird gern gefordert, unklar bleibt dann, was es genau bringt;

* das Etablieren neuer Wertschöpfungsketten durch neue Produkte und Dienstleistungen oder durch neue Technik; hier werden der gewünschte Nutzen (Funktion) durch neue Produkte, Dienstleistung und Verfahren erbracht; es stellt sich die Frage, was das bringt.


Philosophy and Femininity (FSL)

wöchentlich | Montag | 16:15 - 17:45 | 06.04.2021 - 09.07.2021 | C 40.255

Cheryce von Xylander
Dürer’s woodcut Philosophia from 1502 portrays this most rarified discipline as a female regent sitting amidst four wise men. Klimt’s portrait of Philosophy for the University of Vienna, by contrast, depicts the same as a spectral immanence connecting the “viscous void” of a particulate humanity. These images evoke a feminine imaginary at the heart of the quest for insight. Yet, women’s voices are notably absent in canonical histories of the discipline. There is a striking gender disparity in enrollment to study philosophy at university and women make up but a fraction of the professorate to this day. These discrepancies seem all the more striking given that the life of the mind is evenly distributed in the population at large. To complicate matters further, feminist theory has championed alternative modes of understanding that question the very foundation of the philosophical enterprise upon which Western knowledge regimes are based. This seminar studies the history of these gendered cosmologies. When the women’s movement gained momentum as a political cause at the end of the 19th century, its protagonists revisited earlier Enlightenment debates of the women’s question. This seminar explores how the history of philosophy and feminine cognition may still inform the anthropomorphic design of machine intelligence.


Living among Stuff: A Brief History of Causality, from metaphysics to natural and human sciences (FSL)

wöchentlich | Mittwoch | 14:15 - 15:45 | 06.04.2021 - 09.07.2021 | Online-Veranstaltung

Dr. Tiago Cerqueira Lazier
Broadly, causality or causation refers to the idea that things that exist must relate to each other somehow. But how exactly? The most intuitive notion that we share as heirs of modernity is the Newtonian image of billiard balls hitting one another. Reality, however, is much more complicated than this. Einstein’s gravity is not really a force but a curvature of spacetime, quantum mechanics is indeterministic, and science in general is often probabilistic. Not to mention consciousness – some say that it emerges from specific material conditions. But what does that mean? Understanding causality is not a new problem. Aristotle talked about four types of causation, Hume was actually skeptical about the very idea of causality, and some approaches to human science going back to hermeneutics replace causality by constitution in order to give room to a less straightforward and less deterministic type of causation.

Well then, let us do some exploring. During our meetings, we will consider how major thinkers or schools of thought throughout history approached the idea of causality or causation. We will begin with Aristotle and gradually move forward, though not necessarily in a straight line, as we try to deepen and broaden our understanding of causality and drawn implications for how to conduct scientific research and employ our methods of inquiry. We are not going to be able to define causation once for all and for all subjects, but we should become more comfortable in reasoning probabilistically and in considering how different notions of causality arising and/or gaining maturity in the natural and in the human sciences may be able to come to a fruitful dialogue in a non-deterministic world.


Man erntet, was man sät - über die wechselseitige Hervorbringung statistischer Auswertungsmethoden und Untersuchungsgegenstände

wöchentlich | Mittwoch | 12:15 - 13:45 | 14.04.2021 - 09.06.2021 | Online-Veranstaltung
wöchentlich | Mittwoch | 12:15 - 13:45 | 23.06.2021 - 07.07.2021 | Online-Veranstaltung

Prof. Dr. Oliver Hormann
Das Seminar stellt die Frage zentral, welchen Einfluss die Wahl einer bestimmten Auswertungsmethode/-strategie auf die empirische Abbildung eines Forschungsgegenstands hat und wie, umgekehrt, das theoretische (Vor-)Verständnis des Forschungsgegenstands die Methoden seiner Erforschung überformt.
Die Inhalte werden in der Auseinandersetzung mit Forschungstätigkeiten in ausgewählten Forschungsfeldern in den Sozial- und Geisteswissenschaften erarbeitet.


Kulturwissenschaften des Digitalen: von der Forschungsidee zum Exposé

Einzeltermin | Mi, 14.04.2021, 10:00 - Mi, 14.04.2021, 14:00 | C 12.108 | Auftakt (Präsenz oder online)
wöchentlich | Mittwoch | 10:00 - 14:00 | 21.04.2021 - 28.04.2021 | C 12.108 | Forschungsthemen 1 + 2 (Präsenz oder online)
Einzeltermin | Mi, 12.05.2021, 10:00 - Mi, 12.05.2021, 14:00 | C 12.108 | Literaturberichte 1 (Präsenz oder online)
Einzeltermin | Mi, 26.05.2021, 10:00 - Mi, 26.05.2021, 14:00 | C 12.108 | Literaturberichte 2 (Präsenz oder online)
wöchentlich | Mittwoch | 10:00 - 14:00 | 02.06.2021 - 09.06.2021 | C 12.108 | Vorgehen/Methodik (Präsenz oder online)
Einzeltermin | Mi, 30.06.2021, 10:00 - Mi, 30.06.2021, 14:00 | C 12.108 | Abschluss/Poster-Präsentationen (Präsenz oder online)

Prof. Dr. Timon Beyes
Prof. Dr. Claus Pias
Kulturwissenschaftliche Forschung reagiert auf gesellschaftliche Umbrüche und Krisenphänomene, indem sie disziplinär kodierte Denkweisen und Methoden auf den Prüfstand stellt und disziplinenübergreifend nach alternativen Begriffen, Konzepten und Vorgehensweisen sucht, die wiederum auf disziplinäre Denk- und Vorgehensweisen zurückwirken.

Anhand von Phänomenen »digitaler Kulturen« ist dieses Seminar der Identifizierung und Ausformulierung von Forschungsinteressen der Studierenden gewidmet. Als Gerüst dient uns dabei die Form und Ausarbeitung eines Forschungsexposés, die im Seminar schrittweise – und anhand der studentischen Forschungsinteressen – vollzogen wird: von der Ausformulierung der Themenstellung und der Forschungsfrage zu Literaturbericht, Methodenteil und Zeitplan. Die Studierenden erlernen dabei Methodenkompetenz im doppelten Sinn: zum einen in der Einübung der systematischen Ausarbeitung eines Forschungsexposés, zum anderen in der Diskussion und Reflexion der für das jeweilige Forschungsvorhaben angemessenen Methodik.

In Anbindung an den Lüneburger Forschungsschwerpunkt »Digitale Kulturen« stellt die Entwicklung und Ausarbeitung von Fragestellungen zu den Verhältnissen von (medientechnologischer) Konnektivität und (sozialer) Kollektivität den inhaltlichen Rahmen des Seminars dar. Technologischer Wandel und die Durchsetzung »neuer Medien« haben schon immer zu wilden Spekulationen geführt, die gerne im Ton optimistischer Visionen oder düsterer Prognosen vorgetragen wurden und werden. Mit Blick auf digitale Medientechnologien denke man etwa an die Rhetorik von individueller Freiheit, kollektiver Transparenz und frei zugänglichem Wissen, wie sie beispielsweise aus dem Silicon Valley ertönt; oder an die Warnungen vor schrankenloser Überwachung, Kommerzialisierung und allgemeiner Verdummung, wie sie der »kalifornischen Ideologie« von Kritikern entgegengehalten wird.

Mit der Frage nach den Formen und Prozessen »digitaler Kulturen« dreht sich die Blickrichtung: Es geht nicht mehr (wie seit den 1960er Jahren) darum, über eine noch »kommende Digitalisierung« nachzudenken, sondern den bereits stattgefunden medientechnologisch-kulturellen Wandel in den Blick zu nehmen. Medientechnologische Digitalität ist heute allgegenwärtig, selbstverständlich und zu einem guten Teil unsichtbar. Grundlegende lebensweltliche Erfahrungen und Umwelten, Prozesse sozialer Ordnung und Organisation, die meisten beruflichen Praktiken sowie Gestaltungsprozesse beinahe jeglicher Art sind heute von medientechnologischer Digitalität durchwirkt. Es scheint eine Selbstverständlichkeit, dass kaum etwas mehr ohne digitale Medientechnologien läuft.

Wenn der Eintritt ins Zeitalter digitaler Kulturen also längst vollzogen ist, stellt sich die Frage, wie wir ihre Genese, Dynamiken und Konsequenzen beschreiben und analysieren können. Was ist der Status digitaler Medientechnologien in kulturellen Prozessen und Formationen? Und welche Begriffe und Theoreme stehen uns zur Verfügung, um digitale Kulturen zu denken? Und wie müssen hergebrachte sozial- und geisteswissenschaftliche Ansätze revidiert und modifiziert werden?


Entscheidungsfindung und Betrachtung auftretender Risiken durch kognitive Verzerrungen

Einzeltermin | Mi, 14.04.2021, 14:00 - Mi, 14.04.2021, 20:00 | C 40.165 | evtl. digital
Einzeltermin | Mi, 19.05.2021, 14:00 - Mi, 19.05.2021, 20:00 | C 40.165 | evtl. digital
Einzeltermin | Mi, 23.06.2021, 14:00 - Mi, 23.06.2021, 20:00 | C 40.165 | evtl. digital

Dr. Nadine Galandi
Tagtäglich treffen wir tausende von Entscheidungen, viele davon unbewusst. In diesem Kurs wollen wir uns mit der Wirkung von Werbung, dem Entstehen von 'Nudging' und 'Biases-Effekte'n und auch der Entstehung von Stress beschäftigen. Was passiert, wenn wir „unter Druck“ geraten, sind die dann getroffenen Entscheidungen noch rational? Wie wirken sich diese „psychologischen Spielchen“ bei Kundenbefragungen und Meinungsbildungsprozesse aus? Welche möglichen Verfälschungen können bei der Durchführung von Kundenbefragungen auftreten?


Einführung in die Kritische Theorie

wöchentlich | Mittwoch | 10:15 - 11:45 | 06.04.2021 - 09.07.2021 | Online-Veranstaltung

Christian Voller
Die sogenannte Kritische Theorie, in der Regel verbunden mit Namen wie Theodor W. Adorno, Max Horkheimer, Herbert Marcuse, Walter Benjamin u.a., ist eine der wichtigsten theoretischen Formationen der Nachkriegszeit. Aknüpfend an den historischen Materialismus von Karl Marx und die Psychoanalyse Sigmund Freuds sollte eine Theorie der modernen Gesellschaft entstehen, die von dem Befund einer wesentlichen Unvernunft in dieser Gesellschaft ausgeht und diesen Befund zur Triebkraft einer radikalen philosophischen Gesellschaftskritik macht.


Der Natur eine Stimme geben - In literarischen Rollenspielen die Perspektive der Natur einnehmen

Einzeltermin | Fr, 09.04.2021, 14:15 - Fr, 09.04.2021, 19:45 | Online-Veranstaltung
Einzeltermin | Fr, 16.04.2021, 14:15 - Fr, 16.04.2021, 19:45 | Online-Veranstaltung
Einzeltermin | Sa, 17.04.2021, 09:15 - Sa, 17.04.2021, 14:45 | Online-Veranstaltung
Einzeltermin | Fr, 30.04.2021, 14:15 - Fr, 30.04.2021, 19:45 | Online-Veranstaltung
Einzeltermin | Fr, 07.05.2021, 14:15 - Fr, 07.05.2021, 19:45 | Online-Veranstaltung
Einzeltermin | Sa, 08.05.2021, 09:15 - Sa, 08.05.2021, 14:45 | Online-Veranstaltung
Einzeltermin | Fr, 14.05.2021, 14:15 - Fr, 14.05.2021, 19:45 | Online-Veranstaltung

Dr., M.A. Silja Schoett
* Bitte beachten Sie "2021 College 1 Seminarinformationen", darin 3. Seminarplan, S. 2f. (siehe myStudy, Material). *

In dieser Veranstaltung beleuchten Sie Mensch und Natur mit psychodramatischen Rollenspielen (vgl. griech. Psyche - Seele und Drama - Handlung) zu fiktionalen und nicht-fiktionalen Bilderbüchern. Mit dieser Methode „erspielen“ Sie sich Impulse für Ihre Sichtweisen auf Mensch und Natur; und auch für Ihr Handeln in, mit und gegenüber der Natur.

Zum einen erleben Sie Rollenspiele. (Schauspielerische Fähigkeiten sind nicht erforderlich.) Zum anderen erwerben Sie Fähigkeiten, Rollenspiele in verschiedenen Fächern/Gebieten zu planen, durchzuführen und zu reflektieren.

Wir beginnen mit dem Bilderbuch "Der Panther" von Rilke und Nüsch (2018).


Im Seminar lesen wir aktuelle (fiktionale) erzählende Bilderbücher und (nicht-fiktionale) Sachbilderbücher, die sich auch an Erwachsene adressieren, künstlerische und mediale Entwicklungen der Gegenwart aufgreifen sowie vielschichtig sind. Sie bieten ungewohnte Sichtweisen auf Mensch und Natur.

Gemeinsam lesen und betrachten wir ausgewählte Bilderbuch-Szenen, die Sie anschließend miteinander spielen. Dafür begeben Sie sich in eine selbst gewählte Rolle der beteiligten Figuren/ Gegenstände oder auch Formen/Farben. Von besonderem Interesse sind Rollenwechsel mit der Natur und deren Elementen. Angeleitet übernehmen Sie deren körperliche Haltung und fühlen sich in sie ein. Aus ihr heraus können Sie intuitiv sprechen und mit anderen Rollen in Beziehung treten.

Rollenspiele verbinden kognitive und emotionale sowie verbale, bildliche und körperliche Zugänge zur Literatur. Sie erweitern Worte um Körper-, Bild- und Tonsprache. Damit lassen sie zur Sprache kommen, was Worte allein nicht zur Sprache bringen können. Natur erhält eine umfassende Stimme.

Auf diese Weise erschließen Sie sich literarische Sichtweisen auf Mensch und Natur. Diese können Sie zu Ihren eigenen Sichtweisen in Bezug setzen. Vielleicht verändert sich dabei ein vertrauter Blick.

Im Seminar lernen Sie also ein literaturdidaktisches Modell kennen, über Mensch und Natur nachzudenken (in der Rolle der Spielenden). Dieses wenden Sie mit Bezug zu Ihren verschiedenen Studienfächern und Studiengebieten an (in der Rolle der Spielleitung). In Arbeitsgruppen planen, erproben und reflektieren Sie Rollenspielsequenzen zu Bilderbüchern und in Fächern/Gebieten Ihrer Wahl.

Seminarstruktur
1. Einführung in Theorie und Praxis des psychodramatischen Rollenspiels zu Bilderbüchern
2. Rollenspieleinheit (Leitung durch die Dozentin) zu Rilke, Nüsch (2018): Der Panther
3. Rollenspielsequenzen (Leitung durch die AGs)

Prüfungsleistung
Schriftliche wissenschaftliche Arbeit: Hausarbeit im Umfang von 10 Seiten


Einführung in Bildung und Erziehung

wöchentlich | Mittwoch | 10:15 - 11:45 | 06.04.2021 - 09.07.2021 | C HS 1 (Umbau HS-Gang bis 31.03.22) S. Kommentar | Onlinevorlesung via Zoom

PD Dr. Thomas Damberger
Im Rahmen der Vorlesung erhalten Sie eine mit zahlreichen Beispielen versehene und in nachvollziehbarer Sprache vorgetragene Einführung in das Themenfeld Bildung und Erziehung. Sie können die Vorlesung als eine Rundreise verstehen, die an mehreren Stationen Halt macht. Wir beginnen die Reise in den Mysterien der Antike, genauer: bei Pythagoras und der pythagoreischen Schule, gehen dann über das Verhältnis von Bild, Bildung und Menschenbild zu Platons Erziehungskonzept, reisen dann weiter in die Zeit der Aufklärung und machen Halt bei Rousseaus negativer Erziehung, bei Kant und später bei der sogenannten schwarzen Pädagogik. Das Verhältnis von (Menschen)Zucht und Erziehung wird anschließend nicht nur am Beispiel der Reformpädagogik und der Pädagogik im Nationalsozialismus thematisiert. Anschließend geht es zur kritischen Bildungstheorie und der kritischen Pädagogik um Adorno, Heydorn und Koneffke. Auch das Spannungsfeld Diversität und Inklusion wird Teil der Vorlesung sein. Anschließend schauen wir uns sehr moderne Bereiche an, beispielsweise gehen wir der Frage nach, was eigentlich Lernen ist und ob Computer lernen können? Wir befassen uns mit der Künstlichen Intelligenz, dem Thema Digitalisierung, auch mit der Bildung zur nachhaltigen Entwicklung und nicht zuletzt mit brandaktuellen erziehungs- und bildungstheoretischen Ansätzen.

Die Vorlesung findet asynchron statt. Alles Weitere erfahren Sie im Moodle-Kurs.


Einführung in die Kulturgeschichte des Wissens

wöchentlich | Freitag | 10:15 - 11:45 | 06.04.2021 - 09.07.2021 | Online-Veranstaltung

Prof. Dr. Christina Wessely
Woher haben die Säugetiere ihren Namen, und was hat diese Frage mit wissenschaftlicher Geschlechterpolitik zu tun? Haben Fakten eine Geschichte, und wenn ja, wie ist diese angesichts der aktuellen Krise des Politischen zu erzählen? Sind Zoos nur Vergnügungsorte oder lassen sich in ihnen nicht vielmehr wandelnde (bio)politische Wissensformen beobachten? Von diesen und weiteren Fragen ausgehend, führt das Seminar - mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Geschichte der Lebenswissenschaften - in Themen, Methoden und Problemstellungen einer neueren Kulturgeschichte des Wissens ein.


Disruptionen, Megatrends und Strukturwandel – Innovation und Nachhaltigkeit der urbanen Kultur- und Kreativwirtschaft

Einzeltermin | Do, 29.04.2021, 14:00 - Do, 29.04.2021, 16:00 | Online-Veranstaltung
Einzeltermin | Fr, 14.05.2021, 14:00 - Fr, 14.05.2021, 18:00 | C 14.001
Einzeltermin | Fr, 04.06.2021, 14:00 - Fr, 04.06.2021, 18:00 | C 14.001
Einzeltermin | Fr, 18.06.2021, 14:00 - Fr, 18.06.2021, 18:00 | C 14.001
Einzeltermin | Fr, 02.07.2021, 14:00 - Fr, 02.07.2021, 18:00 | C 14.001
Einzeltermin | Fr, 16.07.2021, 11:00 - Fr, 16.07.2021, 19:00 | extern | Exkursion

M.A. Constantin Alexander
Nicht erst seit der Corona-Pandemie befindet sich die Kultur- und Kreativwirtschaft in einem Strukturwandel: Schon vorher haben Megatrends wie Klimawandel, Digitalisierung oder der demografische Wandel Institutionen und Stakeholder gezwungen, Althergebrachtes zu hinterfragen, die eigene Wirkung und Verantwortung zu reflektieren und neue Formate und Narrative zu entwickeln.
Der andauernde Umbruch hat auch Auswirkungen auf das Umfeld der Kultur- und Kreativwirtschaft: Kulturschaffende und Kreative prägen gemeinsam mit den physischen und virtuellen Kulturräumen immer stärker ganze Quartiere, Städte oder sogar Regionen. Im Gegenzug nutzen Vertretende von Politik und Privatwirtschaft Kultur und Kreativität für Inszenierungen, Placemakings, PR und Kommodifizierungsprozesse.
Wie gehen Stakeholder und Institutionen der Kultur- und Kreativwirtschaft mit den Erwartungen an sie und den damit verbundenen Herausforderungen um? Welches Potenzial für Innovationen birgt die Corona-Pandemie? Und welchen Beitrag kann Kultur und Kreativität bei der nachhaltigen Transformation leisten?

Als Ergänzung zu den Inhalten der Blockseminare findet ein Austausch mit AkteurInnen des Theaterfestivals „Theaterformen“ statt, das im Sommer 2021 in Hannover durchgeführt wird. Je nach den dann geltenden Corona-Maßnahmen wird der Austausch in einer physischen Exkursion nach Hannover durchgeführt oder via Zoom.



Eine Einführung in die Psychologie von Sinn & Humor

wöchentlich | Montag | 10:15 - 11:45 | 06.04.2021 - 09.07.2021 | Online-Veranstaltung

Dr. Meikel Soliman
Basierend auf verhaltenswissenschaftlicher Forschung geht dieses Seminar der Psychologie von Sinn („Purpose“) und Humor („Humour“) nach. Das Verständnis von „Glück“ verändert sich relativ systematisch alle 5-10 Jahre. Dem Glück hinterherzulaufen ist damit ein schwieriges Unterfangen. Vielversprechender scheint es zu sein, Sinn („Purpose“) zu suchen. Die Suche nach und Kultivierung von Sinn trägt dabei maßgeblich zum "Glücksempfinden" bei. Das Seminar geht dabei folgenden Fragen nach: Was ist Glück und was Sinn? Was verbirgt sich hinter dem Happiness Paradox? Was ist mit dem Begriff "Sinn" gemeint und wie kann Sinn im Leben verankert und kultiviert werden?

Nahezu jede*r findet das ein Sinn für Humor im Leben wichtig ist. Gleichwohl kommt Humor im Alltag oft zu kurz und Menschen lachen mit steigendem Alter immer weniger – der Abwärtstrend beginnt mit dem Arbeitseintritt. Gleichzeitig hat Humor sehr viele positiven Effekte. Humor fördert Kreativität, Zusammenhalt zwischen Menschen und kann den Umgang mit Schicksalsschlägen erleichtern. Das Seminar geht dabei folgenden Fragen nach: Was ist Humor? Warum verschwindet Humor zunehmend aus unserem Leben, wenn wir zu Arbeiten beginnen? Wie kann Humor also im Alltag und im Berufsleben eingesetzt werden?

Eine Möglichkeit, Sinn im Leben zu etablieren, ist eine Atmosphäre von Leichtigkeit bzw. Humor zu schaffen. Beide Faktoren tragen folglich zum subjektiven Wohlbefinden bei.

Aus diesem Grund beschäftigt sich das Seminar mit der Psychologie hinter Sinn und Humor und greift dazu auf den aktuellen verhaltenswissenschaftlichen Forschungsstand zurück. In dem Seminar werden zudem konkrete Mechanismen besprochen, wie "Sinn" erlangt und kultiviert werden kann. Gleichzeitig wird aufgegriffen wie Humor dabei nicht aus den Augen verloren wird und gezielt eingesetzt werden kann, Sinn (und Leichtigkeit) zu finden und zu kultivieren, um ein möglichst glückliches Leben zu führen.


Transkription mit f4transcript

Einzeltermin | Mi, 15.09.2021, 16:15 - Mi, 15.09.2021, 17:45 | Online-Veranstaltung


Transkription mit f4transcript

Einzeltermin | Mi, 01.09.2021, 16:15 - Mi, 01.09.2021, 17:45 | Online-Veranstaltung

Dieser praktisch angelegte Transkription-Workshop wird Sie in die Grundlagen des Transkribierens von Audiodaten mithilfe der Software der f4/f5 einführen. Sie werden erfahren, was Transkription ist, begegnen Transkriptionskonventionen und erhalten verschiedene Tipps, die Ihnen beim Transkribieren helfen werden. Innerhalb des 90-minütigen Workshops wird es die Möglichkeit geben, an Beispielen zu üben und Fragen zu stellen.

Um am meisten aus diesem Workshop mitzunehmen, besteht die Möglichkeit den Tutorinnen im
Vorweg eine Email mit einer kurzen Beschreibung des Projektes zu schreiben.

English: This hands-on transcription workshop will introduce you to the basics of transcribing audio recordings using the software f4/f5 transcript. You will be provided with an overview of what transcription is, get insights in transcription conventions and tips that will help you when transcribing. There will be time to practice with some examples and also the opportunity to get feedback and advice on projects.
In order to make the most of this workshop, participants can mail the tutors a brief description of their intended project ahead of the workshop.


Transkription mit f4transcript

Einzeltermin | Mi, 16.06.2021, 16:15 - Mi, 16.06.2021, 17:45 | Online-Veranstaltung

Dieser praktisch angelegte Transkription-Workshop wird Sie in die Grundlagen des Transkribierens von Audiodaten mithilfe der Software der f4/f5 einführen. Sie werden erfahren, was Transkription ist, begegnen Transkriptionskonventionen und erhalten verschiedene Tipps, die Ihnen beim Transkribieren helfen werden. Innerhalb des 90-minütigen Workshops wird es die Möglichkeit geben, an Beispielen zu üben und Fragen zu stellen.

Um am meisten aus diesem Workshop mitzunehmen, besteht die Möglichkeit den Tutorinnen im Vorweg eine Email mit einer kurzen Beschreibung des Projektes zu schreiben.

English: This hands-on transcription workshop will introduce you to the basics of transcribing audio recordings using the software f4/f5 transcript. You will be provided with an overview of what transcription is, get insights in transcription conventions and tips that will help you when transcribing. There will be time to practice with some examples and also the opportunity to get feedback and advice on projects.
In order to make the most of this workshop, participants can mail the tutors a brief description of their intended project ahead of the workshop.


Basiskolleg (4)

wöchentlich | Mittwoch | 10:00 - 12:00 | 06.04.2021 - 09.07.2021 | C 14.001 | hybride LV

Prof. Dr. Susanne Leeb
Prof. Dr. Beate Söntgen
Im Basiskolleg werden theoretische und methodische Kerntexte zum Thema „Kulturen der Kritik“ durch die Kollegiat/innen vorgestellt und gemeinsam diskutiert. Sie moderieren und präsentieren das Material im Response-Verfahren.



Transkription mit f4transcript

Einzeltermin | Mi, 07.07.2021, 16:15 - Mi, 07.07.2021, 17:45 | Online-Veranstaltung

Dieser praktisch angelegte Transkription-Workshop wird Sie in die Grundlagen des Transkribierens von Audiodaten mithilfe der Software der f4/f5 einführen. Sie werden erfahren, was Transkription ist, begegnen Transkriptionskonventionen und erhalten verschiedene Tipps, die Ihnen beim Transkribieren helfen werden. Innerhalb des 90-minütigen Workshops wird es die Möglichkeit geben, an Beispielen zu üben und Fragen zu stellen.

Um am meisten aus diesem Workshop mitzunehmen, besteht die Möglichkeit den Tutorinnen im
Vorweg eine Email mit einer kurzen Beschreibung des Projektes zu schreiben.

English: This hands-on transcription workshop will introduce you to the basics of transcribing audio recordings using the software f4/f5 transcript. You will be provided with an overview of what transcription is, get insights in transcription conventions and tips that will help you when transcribing. There will be time to practice with some examples and also the opportunity to get feedback and advice on projects.
In order to make the most of this workshop, participants can mail the tutors a brief description of their intended project ahead of the workshop.


Transkription mit f4transcript

Einzeltermin | Mi, 19.05.2021, 16:15 - Mi, 19.05.2021, 17:45 | Online-Veranstaltung

Dieser praktisch angelegte Transkription-Workshop wird Sie in die Grundlagen des Transkribierens von Audiodaten mithilfe der Software der f4/f5 einführen. Sie werden erfahren, was Transkription ist, begegnen Transkriptionskonventionen und erhalten verschiedene Tipps, die Ihnen beim Transkribieren helfen werden. Innerhalb des 90-minütigen Workshops wird es die Möglichkeit geben, an Beispielen zu üben und Fragen zu stellen.

Um am meisten aus diesem Workshop mitzunehmen, besteht die Möglichkeit den Tutorinnen im
Vorweg eine Email mit einer kurzen Beschreibung des Projektes zu schreiben.

English: This hands-on transcription workshop will introduce you to the basics of transcribing audio recordings using the software f4/f5 transcript. You will be provided with an overview of what transcription is, get insights in transcription conventions and tips that will help you when transcribing. There will be time to practice with some examples and also the opportunity to get feedback and advice on projects.
In order to make the most of this workshop, participants can mail the tutors a brief description of their intended project ahead of the workshop.



Transkription mit f4transcript

Einzeltermin | Mi, 28.04.2021, 16:15 - Mi, 28.04.2021, 17:45 | Online-Veranstaltung

Dieser praktisch angelegte Transkription-Workshop wird Sie in die Grundlagen des Transkribierens von Audiodaten mithilfe der Software der f4/f5 einführen. Sie werden erfahren, was Transkription ist, begegnen Transkriptionskonventionen und erhalten verschiedene Tipps, die Ihnen beim Transkribieren helfen werden. Innerhalb des 90-minütigen Workshops wird es die Möglichkeit geben, an Beispielen zu üben und Fragen zu stellen.

Um am meisten aus diesem Workshop mitzunehmen, besteht die Möglichkeit den Tutorinnen im
Vorweg eine Email mit einer kurzen Beschreibung des Projektes zu schreiben.


English: This hands-on transcription workshop will introduce you to the basics of transcribing audio recordings using the software f4/f5 transcript. You will be provided with an overview of what transcription is, get insights in transcription conventions and tips that will help you when transcribing. There will be time to practice with some examples and also the opportunity to get feedback and advice on projects.
In order to make the most of this workshop, participants can mail the tutors a brief description of their intended project ahead of the workshop.



Transkription mit f4transcript

Einzeltermin | Mi, 04.08.2021, 16:15 - Mi, 04.08.2021, 17:45 | Online-Veranstaltung

Dieser praktisch angelegte Transkription-Workshop wird Sie in die Grundlagen des Transkribierens von Audiodaten mithilfe der Software der f4/f5 einführen. Sie werden erfahren, was Transkription ist, begegnen Transkriptionskonventionen und erhalten verschiedene Tipps, die Ihnen beim Transkribieren helfen werden. Innerhalb des 90-minütigen Workshops wird es die Möglichkeit geben, an Beispielen zu üben und Fragen zu stellen.

Um am meisten aus diesem Workshop mitzunehmen, besteht die Möglichkeit den Tutorinnen im
Vorweg eine Email mit einer kurzen Beschreibung des Projektes zu schreiben.

English: This hands-on transcription workshop will introduce you to the basics of transcribing audio recordings using the software f4/f5 transcript. You will be provided with an overview of what transcription is, get insights in transcription conventions and tips that will help you when transcribing. There will be time to practice with some examples and also the opportunity to get feedback and advice on projects.
In order to make the most of this workshop, participants can mail the tutors a brief description of their intended project ahead of the workshop.