Promotionsprogramm Demokratie unter Stress

Promotionsprogramm Demokratie unter Stress (DUS)

Das DuS-Promotionsprogramm wurde von Professor Dr. Ferdinand Müller-Rommel und Professorin Dr. Marion Reiser am Zentrum für Demokratieforschung entwickelt und beim Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) beantragt.

Die Stipendiaten erhalten über einen Zeitraum von drei Jahren eine Förderung von monatlich 1.500 Euro. Die Förderperiode beginnt am 1. Oktober 2016. Die Leuphana stellt aus dem eigenen Haushalt zwei weitere Stipendien zur Verfügung, so dass insgesamt 14 Doktoranden in diesem strukturierten Promotionsprogramm gefördert werden können. Einzelne Promovierende erhalten ab ihrem zweiten Studienjahr auch die Möglichkeit, in den Bachelorprogrammen des Fachs Politikwissenschaft am Leuphana College mitzuwirken.

DEMOKRATIE UNTER STRESS: HERAUSFORDERUNGEN, PROBLEMWAHRNEHMUNG, PROBLEMLÖSUNG

Das Promotionsprogramm untersucht, wie die neuen politischen, ökonomischen, ökologischen und kulturellen Herausforderungen an moderne Demokratien („Stressfaktoren“) von den Akteuren eines politischen Systems vor dem Hintergrund einer umfassenden Legitimation und einer begrenzten Leistungsfähigkeit von Demokratien wahrgenommen, bearbeitet und gelöst werden. Das Spannungsverhältnis zwischen diesen beiden zentralen Anforderungen an demokratische Ordnung wird im Promotionsprogramm in drei Forschungsclustern bearbeitet, welche die inneren Kernfunktionen von Demokratie definieren: Partizipation, Repräsentation und Inklusion.

Im ersten Forschungscluster wird untersucht, wie Bürgerinnen und Bürger in demokratischen Gesellschaften vor dem Hintergrund von wachsenden „emanzipativen“ Werteorientierungen die aktuellen gesellschaftspolitischen Herausforderungen wahrnehmen und in politische Verhaltensweisen umsetzen (partizipatorische Demokratie).

Im zweiten Forschungscluster wird die Repräsentationsfähigkeit politischer Vermittlungsorganisationen und politischer Institutionen im demokratischen Nationalstaat und jenseits des Staates untersucht (repräsentative Demokratie).

Im dritten Bereich wird am Beispiel von spezifischen Politikfeldern (z.B. Umwelt-, Klima, Wissens- und Medienpolitik) der Frage nachgegangen, wie die neuen politischen Partizipationsformen vor dem Hintergrund einer optimalen politischen Repräsentation demokratisch geregelt werden (inklusive Demokratie).

Sprecher:                                                                                                                                                           Professor Dr. Christian Welzel