Inklusiver Englischunterricht - Gemeinsam Lehren und Lernen (IEGLL)

Tagung & Lehrkräftefortbildung 20.-21. September 2018

Tagungsprogramm (Download)

Hier finden Sie das ausführliche Tagungsprogramm mit allen Vorträgen, Shortcuts und Workshops.

Eine detaillierte Beschreibung der Slots (Beiträge), Shortcuts und Workshops finden Sie weiter unten.

Donnerstag, 20. September 2018

09:00-09:30 Stehcafé & Registrierung
09:30-10:00 Grußworte
Prof. Dr. Sascha Spoun (Präsident Leuphana Universität Lüneburg)
Prof. Dr. Torben Schmidt, Dr. Nora Benitt und Frau Caro Blume (Zukunftszentrum Lehrerbildung, Institute of English Studies, Leuphana Universität Lüneburg)
Frau Susanne Eßer und Dr. Bianca Roters (Qualitäts- und UnterstützungsAgentur - Landesinstitut für Schule NRW)
Dr. David Gerlach, Dr. Jan Springob, Frau Susanne Eßer und Dr. Bianca Roters (Leitung des Netzwerks inklusiver Englischunterricht)
10:00-11:15Plenarvortrag
Dr. Judith Kormos ”The Language Learning Processes of Students with Specific Learning Difficulties“
11:15-11:30Kurze Pause und Raumwechsel; Beginn der Verlagsausstellung
11:30-13:00Slot 1: 2 Beiträge (C40.154)
Slot 2
: 2 Beiträge (C40.255)
Slot 3
: 2 Beiträge (C40.256)
13:00-14:00Mittagspause
14:00-16:00Shortcuts (Unterrichtspraktische Kurzimpulse)
parallel findet das Netzwerkcafé statt
14:00-16:15Kaffeepause als Netzwerkcafé
16:15-17:45Slot 4: 2 Beiträge (C40.154)
Slot 5
: 2 Beiträge (C40.255)
Slot 6
: 2 Beiträge (C40.256)
18:15-19:15Stadtführung
ab 19:30Conference Dinner: Gasthof Krone

Freitag, 21. September 2018

09:00-10:15Plenarvortrag
Prof. Dr. Werning „Inklusiv unterrichten: Grundlagen, Widersprüche und Perspektiven“
10:15-10:45Kaffeepause
10:45-12:15Slot 7: 2 Beiträge (C40.154)
Slot 8
: 2 Beiträge (C40.255)
Slot 9
: 1 Beitrag (C40.256)
12:15-13:15Mittagspause
13:15-14:45WORKSHOPS
14:45-15:30Kaffeepause als Netzwerkcafé
15:30-17:00Slot 10: 2 Beiträge (C40.154)
Slot 11
: 2 Beiträge (C40.255)
Slot 12
: 2 Beiträge (C40.256)
17:00-17:30Verabschiedung durch die Veranstalter

Stand 14.09.2018, Änderungen vorbehalten


Bitte beachten Sie, dass Beiträge, die im Tagungsprogramm auf deutsch beschrieben sind, überwiegend in der deutschen Sprache gehalten werden. Entsprechend gilt: Englischsprachige Beschreibungen der Beiträge werden überwiegend in der englischen Sprache gehalten. 


Slots (Beiträge)

Slot 1 Vortrag 1: Qualitative Forschung mit lernbeeinträchtigten Schüler_innen im Fremdsprachenunterricht – methodische und ethische Herausforderungen und Lösungsperspektiven. S. Engelen
Vortrag 2: Go Digital! – Chancen und Möglichkeiten digitaler Mediennutzung im inklusiven Englischunterricht.           V. Windmüller-Jesse;
M. Talarico
Slot 2Vortrag 1: Neurodiversität als Thema für das Lehramtsstudium? Ein Werkstattbericht aus dem “Neurodiversity in the EFL Classroom” Seminar. H. Niesen;
J. Bündgens-Kosten
Vortrag 2: Illusion Inklusion? Empirische Evaluation eines Schulversuchs mit inklusivem Englischunterricht an einer Förderschule.     

E. Wilden;
R. Porsch

Slot 3Vortrag 1: What Linguistics Can Contribute to the Discussion on Inclusion in TEFL. L. Bauke   
Vortrag 2: Words… Don’t Come Easy? – Effekte ganzheitlicher Lehr- und Lernsettings auf das Sprechen im Englischunterricht in inklusiven Lerngruppen. D. Rühlow
Slot 4 Vortrag 1: ALLE im geöffneten Unterricht gleichermaßen Fördern und Fordern – Ergebnisse einer Interviewstudie zum Einsatz offener Aufgaben. K. Heim;
J. Reckermann
Vortrag 2: Inklusiver Unterricht im Kontext von Ganztagsschulen – Möglichkeiten und Grenzen des Scrambled Classroom-Modells.             D. Weidmann
Slot 5Vortrag 1: The ABCs of Inclusive English Teacher Education; Attitudes, Beliefs, & (Reflective) Competence. C. Blume;
B. Roters;
T. Schmidt
Vortrag 2: Preparing Teachers for Inclusive Education. G. F. Heinrich
Slot 6Vortrag 1: Lese-Rechtschreibschwäche an einer Grundschule mit bilingualem Unterricht und Fremdsprachenunterricht: Forschungsergebnisse und Implikationen. A. Steinlein;
T. Piske
Vortrag 2: Fostering a Neglected Skill – Eine Interventionsstudie zur Förderung der orthographischen Kompetenz von Englischlernenden
D. Gerlach
Slot 7Vortrag 1: Englischunterricht 2.0 – Tablets zur Förderung individueller Diskurskompetenz in heterogenen Lerngruppen. H. Dausend
Vortrag 2: Addressing Diversity Through Learner Agency in Technology-Enhanced Language Learning Environments.                
J. Kaliampos
Slot 8Vortrag 1: Arbeit in multiprofessionellen Teams zum Abgucken - Entwicklungsteams als „Third Spaces“ in der Lehrkräfteausbildung. R. Straub;
S. Spöhrer;
L. Meimerstorf
Vortrag 2: Phasenübergreifende Professionalisierung von Lehrkräften für den inklusiven Englischunterricht.              K. Vogt;
S. Chilla
Slot 9Vortrag: Arbeit am gemeinsamen Lerngegenstand – Konzeptionelle Überlegungen für einen inklusiven Fachunterricht in der Sekundarstufe I. S. Eßer
Slot 10Vortrag 1: Interagieren im inklusiven Englischunterricht. Kommunikative Herausforderungen im Kontext kooperativen Lernens. P. Schildhauer
Vortrag 2: Lernzieldifferenzierung im inklusiven Englischunterricht- Englisch als Lingua Franca als (weitere) Zieldimension. C. Zehne
Slot 11Vortrag 1: Inklusiver Englischunterricht aus der Sicht sonderpädagogischer Förderschwerpunkte. A. Rohde;
K. Schick
Vortrag 2: Guter Grundschulenglischunterricht und sein inklusives Potenzial. O. Jäkel
Slot 12Vortrag 1: Queere Perspektiven auf Inklusion: Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt im Englischunterricht. T. Merse
Vortrag 2: Sprachliche und kulturelle Selbstrepräsentationen als Voraussetzung für Inklusion?

J. Pfingsthorn;
C. Kramer


Abstracts zu den Vorträgen

Slot 1 / 20.09.2018 / 11:30-13:00 Uhr / C40.154

Slot 2 / 20.09.2018 / 11:30-13:00 Uhr / C40.255

Slot 3 / 20.09.2018 / 11:30-13:00 Uhr / C40.256

Slot 4 / 20.09.2018 / 16:15-17:45 Uhr / C40.154

Slot 5 / 20.09.2018 / 16:15-17:45 Uhr / C40.255

Slot 6 / 20.09.2018 / 16:15-17:45 Uhr / C40.256

Slot 7 / 21.09.2018 / 10:45-12:15 Uhr / C40.154

Slot 8 / 21.09.2018 / 10:45-12:15 Uhr / C40.255

Slot 9 / 21.09.2018 / 10:45-12:15 Uhr / C40.256

Slot 10 / 21.09.2018 / 15:30-17:00 Uhr / C40.154

Slot 11 / 21.09.2018 / 15:30-17:00 Uhr / C40.255

Slot 12 / 21.09.2018 / 15:30-17:00 Uhr / C40.256


Shortcuts Gruppe A


Die Lernaufgabe „A Trip to London“ (P. Heiny): Die Organisation eines “class trip to London“ ist die Grundidee dieses Unterrichtsvorhabens, in dem am gemeinsamen Lerngegenstand kooperatives Arbeiten gefördert und selbstständiges Lernen ausgebaut werden soll.  Mitbedacht wurden Maßnahmen des Scaffolding und des Classroom Management, die einen binnendifferenzierten und zieldifferenten Zugang zu den verschiedenen Aufgaben des Unterrichtsvorhabens unterstützen. Vorgestellt werden u.a. das Material mit Hinweisen zur Visualisierung und dem Einsatz von digitalen Medien sowie die angedachte Arbeits- und Supportstruktur.

Projekt Airport Neukölln (S. Schmidt):  Warum wir, die Lehrkräfte eines 4. Jahrgangs der Grundstufe einer Berliner Gemeinschaftsschule, uns dafür entschieden haben, mit unseren Schülerinnen und Schüler (SuS) das “Project Airport” nach Legutke (1983) durchzuführen, soll diese unterrichtspraktische Kurzpräsentation zeigen. Unsere SuS bilden eine maximal heterogene Lerngruppe und die Schule liegt in einem Neuköllner ‘Brennpunkt’ (Gropiusstadt). Vor diesem Hintergrund aktiviert “Project Airport - Neukölln” möglichst alle SuS der Lerngruppe und lässt sie Englisch als Umgangssprache im Kontext Flughafen authentisch erfahren. Besonders hervorzuheben ist die Aktivierung der diversen SuS durch die vielfältigen Aufgaben innerhalb des Projektes - von der Planung, über die Dokumentation und Durchführung der Interviews vor Ort, bis hin zur Präsentation in der Schule.

Englischlernen in Sprachlernklassen; Integration in die Regelklasse (H. Ruhm): Ausgehend von der Leitidee des inklusiven und diversitätsbewussten Lernens fokussiert dieser Beitrag zwei Perspektiven: Zum einen werden die spezifischen Lernbedingungen und -voraussetzungen von Schülerinnen und Schülern in Sprachlernklassen dargestellt und Unterstützungsmaßnahmen für das Fach Englisch aufgezeigt, die den Übergang in die Regelklassen langfristig erleichtern können (u.a. Individualisierung des Lernens, differenzierende Aufgabenstellungen, Einsatz von Hilfsmitteln, Nachteilsausgleich bei Klassenarbeiten und Prüfungen, Prinzipien der durchgängigen Sprachbildung). Zum anderen werden anhand von Praxisbeispielen aus dem Englischunterricht Überlegungen vorgestellt, wie es gelingen kann, die vorhandenen herkunftssprachlichen Kompetenzen der Lernenden in den Unterricht zu integrieren und so die lebensweltliche Mehrsprachigkeit als Bereicherung für das Sprachenlernen aller Schülerinnen und Schüler nutzen zu können.

Picture Books for Everyone (A. Igel): Using picture books in English language teaching helps to bridge the gap between learners with different strengths and weaknesses. Stories are innate to children and therefore a mode of input that appeals to them. Pictures help to visualize and through the inclusion of dramatic elements and physical activities the whole child is involved in the learning process. In this session we will briefly look at ways to exploit not just the text but also equally important the pictures in a book. At the same time thinking about the curriculum and how to reach every child in the classroom.

Concept Cartoons im Englischunterricht (S. Fuchs/K. Koch/A.-C. Redmann): Wir begegnen Heterogenität und Inklusion im Englischunterricht mit Concept Cartoons. Mit dieser Methode wollen wir mehr über individuelle Herangehensweisen, Strategien und Lösungen der Schüler*innen erfahren und zwar im Speziellen zum Umgang mit unbekannter Lexik.


Shortcuts Gruppe B


Die Lernaufgabe „Your Dream Job: Get the Future Started“ (P. Siegele): In dem Unterrichtsvorhaben dient die Lernaufgabe „der Auseinandersetzung mit [der] eigenen beruflichen Zukunft“ (SILP-G8 NRW). Die Schülerinnen und Schüler werden durch Übungen und situative Aufgaben in den fünf Modulen personality test, job profiles, CV, cover letter und job interview auf die Lernaufgabe, die Anfertigung eines job book, vorbereitet. Die einzelnen Module bieten in Kombination mit den fachlichen Kompetenzerwartungen Entwicklungschancen in den Bereichen Kognition, sprachliches und kommunikatives Handeln, soziale und emotionale Entwicklung und sensomotorische Entwicklung.

Police Detectives in London – Lösung eines Hörkrimis mithilfe von Anybook-Readern (K. Krause/M. Buning):
„Ne kein Bock, ich hasse Englisch!“ Wie mit Schülerinnen und Schülern umgehen, die aufgrund von Misserfolgserfahrungen ihre Motivation für die englische Sprache verloren haben? Am Beispiel von Videoausschnitten einer Englischstunde zum Stationenlernen soll gezeigt werden, wie Prinzipien des Universal Design for Learning und der Einsatz digitaler Hilfsmittel Studierenden im Praxissemester dabei helfen können, motivierenden Englischunterricht für alle Schülerinnen und Schüler zu gestalten.

Binnendifferenzierung durch “Easy to Read” (M. Quast):
Eine mögliche Binnendifferenzierung stellt die Reduktion der Komplexität von Texten dar. Diese vorzunehmen ist mithilfe einiger griffiger Regeln des ‚Easy-to-read‘-Ansatzes (Inclusion Europe 2014: 1) für jede Lehrkraft möglich. Am Beispiel eines ‚Business English‘-Textes einer 9. Gymnasialklasse wird gezeigt, wie es die ‚Easy-to-read‘-Version den neu aufgenommenen SchülerInnen mit Fluchterfahrung ermöglicht, am selben Unterrichtsgegenstand wie ihre deutschen MitschülerInnen zu arbeiten, auch wenn ihr Kompetenzniveau deutlich unter dem Durchschnitt der Lerngruppe liegt.

Die inklusive Lerneinheit „A Birthday Party for Sophie“ (L. Pohl): Sophie   hat   alle   ihre   Freunde zu einer spektakulären Geburtstagsparty eingeladen: Dekoration, Snacks, Musik...Vieles wurde in der Einladung versprochen.  Doch nun ist Sophie krank geworden und bittet die Lerngruppe um ihre Hilfe:  Können sie alle notwendigen Dinge im Shop für sie besorgen? Im Mittelpunkt dieses Unterrichtsvorhabens für inklusive Lerngruppen des Jahrgangs fünf steht die Durchführung eines Einkaufsdialogs, bei dem die Schülerinnen und Schüler (SuS) alle Partyutensilien von Sophies Einkaufsliste besorgen.  Mit dreifach niveaudifferenziertem Material wird auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Lerngruppe reagiert. Trotz der unterschiedlichen Arbeitsaufträge stehen die Ergebnisse am Ende dennoch   gleichwertig nebeneinander und können dank des kriteriengeleiteten Feedbacks   wertschätzend evaluiert werden. Durch die Extrapunkte für den Einbezug von Realia, konnten alle SuS unabhängig von ihrer sprachlichen Kompetenz beim Feedback erfolgreich abschneiden.

Differenzierung “auf die Schnelle” (N. Schouler): Manchmal muss es schnell gehen mit der Differenzierung. Wie kann ich mir im Unterricht unmittelbar behelfen, Texte oder Aufgaben durch kleine Hilfsmittel zu differenzieren? Oft reicht vielleicht sogar schon ein kleines Post-it oder ein Zettel. Damit kann man Texte entlasten oder in Vokabelaufgaben Hilfestellungen geben. Selbst Grammatikaufgaben können so dem Lernstand des inklusiv beschulten Kind angepasst werden. 


Workshops


Englischunterricht bei LRS inklusiv gestalten (Gerlach):
Etwa 20 Prozent aller Schülerinnen und Schüler in Deutschland zeigen Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben. Dass sich dies in der Regel auch auf das Fremdsprachenlernen auswirkt, ist mittlerweile erwiesen. Dieser Workshop zeigt sowohl die Hintergründe wie auch Auswirkungen von LRS und diskutiert praktisch Formen der Diagnose und Förderung im inklusiven Englischunterricht.

Unterrichtsplanung und -reflexion in maximal heterogenen Lerngruppen vor dem Hintergrund des Universal Design for Learning (Krause/Rossa): Das Universal Design for Learning (UDL) wird in diesem Workshop vorgestellt und in seiner Anwendung zur Planung und Reflexion von Englischunterricht diskutiert. Nach einer theoretischen Einführung in die Hintergründe und Prinzipien des UDL-Konzepts, sollen Umsetzungsmöglichkeiten im Englischunterricht im Hinblick auf verschiedene Methoden und Medien in heterogenen Lerngruppen diskutiert werden. Anhand von unterrichtspraktischen Beispielen soll ein Unterrichtsplanungsraster vorgestellt werden, das vor dem Hintergrund der Prinzipien des UDL entwickelt worden ist und sonderpädagogische, allgemein- und fachdidaktische Prinzipien miteinander verknüpft. Es soll (angehenden) Lehrkräften dabei helfen, von Anfang an ein möglichst breites Spektrum an Heterogenität in ihren Klassenunterricht miteinzuplanen. Anhand von Videoanalysen soll schließlich die Anwendung der UDL-Prinzipien zur Identifikation von Lernbarrieren in einzelnen Unterrichtssituationen im Englischunterricht geübt und diskutiert werden.

Englischunterricht im Förderschwerpunkt Sehen - ein Praxisworkshop zu Chancen und Herausforderungen für die Fachdidaktik (Flach/Giese):
Der Workshop möchte für die Belange & Bedarfe von Menschen mit Sehbehinderung und Blindheit unter der Perspektive einer Fachdidaktik Englisch sensibilisieren. Er wird dazu aus zwei Teilen bestehen. In einem ersten allgemeinen & fächerübergreifenden Teil soll durch eigene Experimente unter der Augenklappe bzw. der Simulationsbrille exemplarisch bewusst gemacht werden, welche spezifischen Bedarfe sich bei Schülerinnen und Schülern im Schulunterricht stellen. In einem zweiten Teil stehen fachspezifische Fragestellungen im Mittelpunkt. Chancen und Barrieren der Teilhabe an einzelnen Methoden sollen selbst erprobt und anschließend reflektiert werden.

Inklusiver Englischunterricht in der Sekundarstufe. Chancen & Stolpersteine (Springob): Im Rahmen des Workshops werden Erkenntnisse einer dreijährigen unterrichtsbegleitenden, quantitativen wie qualitativen Erhebung inklusiven Englischunterrichts an einem Gymnasium präsentiert und in den Diskurs der Inklusions- und Zweitspracherwerbsforschung eingebettet. Best-Practice-Empfehlungen werden vorgestellt. Folgende Fragen können im Rahmen des Workshops diskutiert werden: Wie berücksichtigt der gemeinsame Englischunterricht die Bedürfnisse aller SchülerInnen? Welche individuellen Merkmale und Fähigkeiten der SchülerInnen sollten bedacht werden und wie werden diese erhoben? Welche curricularen Vorgaben müssen gleichzeitig respektiert werden und welche sprachlichen, methodischen Ansätze sollten bekannt sein, damit wirklich alle unterstützt und herausgefordert werden? Auch Stolpersteine und Herausforderungen werden thematisiert und diskutiert.

Being A.N. Other - Negotiating Gender through Drama (Nowoczien): This workshop explores how drama techniques can activate students of all ages to reflect on gender representations, not with a wagging finger but through play, allowing confusion, laughter and authenticity to enter the EFL classroom. Easy-to-learn methods, especially taken from improvisation theatre, are used to negotiate identities and diverse perceptions of life. While acting, players dare to step out of their comfort zones and dress up, act, speak, feel and interact with others in ways they have never experienced before. 

Raising Awareness for Specific Learning Differences among Teachers & Peers in the EFL Classroom - Approaches from Great Britain (Smith): The establishment of a truly inclusive language classroom requires all members of the group to be aware of each others’ abilities and potential challenges – including their own. By integrating these awareness-raising activities into the curriculum, we personalise the material for some learners, normalise neurodiversity and provide input for open discussions around the topic of diversity and inclusion. These materials can be used with colleagues and learners of all ages and proficiency levels.

Teaching Tool Codifed Gestures - Can More Pupils Learn More? Codifed gestures, theater and their potential for improving oral fluency (Janzen Ulbricht): There is neurocognitive support for gestures being closely related to spoken language (Willems & Hagoort, 2007) and evidence that gestures support language learning, comprehension and memory(Macedonia & Klimesch, 2014) but how to best use them in diverse classrooms is up for debate. Teachers everywhere are challenged by the need to include children who have very different abilities. Codifed classroom gestures may be especially helpful here. Recent experimental results suggest that codifed gestures can also help proceduralize preposition learning, resulting in an increased ability to generalize abstract concepts to new situations (Janzen Ulbricht, 2018). This practical workshop explores using gestures in language teaching. It begins with a short report on research involving theater projects with refugee and grade six pupils and then using gestures as the primary teaching tool, investigates a traditional Polish story adapted for beginning learners of English.