Prof. Dr. Daniel Fischer
Werdegang
Daniel Fischer ist Professor für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und Sachunterricht an der Leuphana Universität Lüneburg. Zudem hat er seit Anfang 2024 den UNESCO-Lehrstuhl Hochschulbildung für nachhaltige Entwicklung inne. In seiner Forschung geht er mit seiner Forschungsgruppe BNE und Sachunterricht der Frage nach, wie nachhaltigere Lebens- und Konsumweisen durch Kommunikation und Lernen gefördert werden können. In einer bildungstheoretischen Perspektive richtet sich sein Interesse darauf, wie ein reflexives Bewusstsein für die Gewordenheit nicht-nachhaltiger Praktiken gesteigert und Menschen darin gestärkt werden können, Mitgestaltende sozialer Innovationen für sichere und gerechte Lebensstile zu werden. Ein zentrales Handlungsfeld dabei ist die Lehrkräftebildung. In den vergangenen Jahren hat er sich intensiv damit beschäftigt, welche Beiträge Achtsamkeitspraktiken, Storytelling oder Partizipationsformate wie citizen science dazu leisten können. Aktuelle Forschungsschwerpunkte sind transformative Formen des Prüfens und Bewertens und die Demokratisierung von Lehr- und Lernformaten.
Bevor er an die Leuphana kam, war Daniel Fischer Assistant Professor im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung an der Arizona State University (USA) und Associate Professor für Verbraucherkommunikation und Nachhaltigkeit an Universität Wageningen (Niederlande). Seine Doktorarbeit schrieb er in den Nachhaltigkeitswissenschaften zur Rolle von Schule zur Bewältigung der globalen Konsumherausforderung. Zuvor absolvierte er ein Lehramtsstudium und ein Masterstudium im Bereich "Bildungsmanagement und Schulentwicklung".
Forschungsgebiete
Bildung für nachhaltige Entwicklung, Sachunterricht, Lehrkräftebildung, Verbraucherbildung, Nachhaltiger Konsum, Nachhaltigkeitskommunikation
Publikationen
Bücher und Anthologien
- Die Rohstoff-Expedition: Entdecke, was in (d)einem Handy steckt!
Julia Nordmann (Autor*in) , Maria J. Welfens (Autor*in) , Daniel Fischer (Autor*in) , Britta Bookhagen (Autor*in) , Katrin Bienge (Autor*in) , Claudia Nemnich (Autor*in) , Kai Niebert (Autor*in) , 2015 2. Aufl. Berlin , 160 S.Publikation: Bücher und Anthologien › Studien- und Unterrichtsmaterial › Lehre
Beiträge in Zeitschriften
- Getting an empirical hold of the sustainable university: a comparative analysis of evaluation frameworks across 12 contemporary sustainability assessment tools
Daniel Fischer (Autor*in) , Silke Jenssen (Autor*in) , Valentin Tappeser (Autor*in) , 18.08.2015 , in: Assessment & Evaluation in Higher Education, 40, 6 , S. 785-800 , 16 S.Publikation: Beiträge in Zeitschriften › Zeitschriftenaufsätze › Forschung › begutachtet
- Conceptualizing sustainable consumption: Toward an integrative framework
Antonietta Di Giulio (Autor*in) , Daniel Fischer (Autor*in) , Martina Schäfer (Autor*in) , Birgit Blättel-Mink (Autor*in) , 01.04.2014 , in: Sustainability: Science, Practice, and Policy, 10, 1 , S. 45-61 , 17 S.Publikation: Beiträge in Zeitschriften › Zeitschriftenaufsätze › Forschung › begutachtet
- Educational Organisations as »Cultures of Consumption«: Cultural Contexts of Consumer Learning in Schools
Daniel Fischer (Autor*in) , 01.01.2011 , in: European Educational Research Journal, 10, 4 , S. 595-610 , 16 S.Publikation: Beiträge in Zeitschriften › Zeitschriftenaufsätze › Forschung › begutachtet
Beiträge in Sammelwerken
- Nachhaltiger Konsum: Wie lässt sich Nachhaltigkeit im Konsum beurteilen?
Daniel Fischer (Autor*in) , Birgit Blättel-Mink (Autor*in) , Antonietta Di Giulio (Autor*in) , Gerd Michelsen (Autor*in) , 01.01.2011 München , S. 73-88 , 16 S.Publikation: Beiträge in Sammelwerken › Aufsätze in Sammelwerken › Forschung
Aktivitäten
-
“To sustain, or not to sustain…?” An Analysis of Sustainability Journalism in German Newspapers
Daniel Fischer (Sprecher*in)
→Aktivität: Konferenzvorträge › Forschung
Lehrveranstaltungen
The lecture forms the framework for the “Transformation” module: it introduces the complex topic of shaping a sustainable future and highlights, among other things, the four subject areas of “transformation,” “values,” “justice,” and “responsibility” from a historical and design-oriented perspective.
These concepts are shaping discussions about our future all over the world today. Addressing them often raises even more questions than are initially answered and can sometimes feel like searching for the Holy Grail. So why make them the subject of a lecture for all first-year students?
Well, why not?
You will quickly realize that these questions come up again and again, regardless of what you study and what you do in your free time. Engaging with them can help you structure your ways of thinking and acting: starting with your own role not only as a student, but as a person who lives and learns, eats and drinks, shops and travels, to the role of science in general: Who is responsible for what? What do we consider fair, how do we imagine a sustainable future?
We will look at contributions that can offer certain approaches, but we will also be happy to cross disciplinary boundaries. We will examine the connections between different levels, systems, and concepts, starting with fundamental approaches to sustainable development and the challenges facing the world in general and young researchers in particular today: What do we really need to know in order to understand what is going on?
Der Schwerpunkt liegt auf der Theorie-Praxis-Verzahnung:
In einer Methodenwerkstatt erarbeiten und erproben die Teilnehmenden fachspezifische und fächerübergreifende Denk-, Arbeits- und Handlungsweisen und reflektieren deren Eignung für den gesellschaftswissenschaftlichen Sachunterricht. Dazu wählen sie eine Methode zur Anwendung im Seminar und zur Reflexion im Portfolio.
Anhand gemeinsam von Lehrkräften, Studienseminarleitungen, Studierenden und Lehrenden entwickelter Fallvignetten diskutieren die Teilnehmenden sachunterrichtsdidaktische Frage- und Problemstellungen, erarbeiten Handlungsmöglichkeiten (z. B. im Umgang mit Schüler*innenfragen) und reflektieren diese ebenfalls im Portfolio.
Die Seminarinhalte bewegen sich im Spannungsfeld zwischen fachspezifischen Sichtweisen (u.a. Geographie-, Geschichts-, Politikdidaktik) und perspektivenübergreifenden Ansätzen (z.B. bedürfnisbezogene BNE). Das Seminar und das Portfolio bieten Raum zur eigenen Positionierung innerhalb dieses Spannungsfeldes.
Im Rahmen von Gruppen- und Portfolioarbeit erhalten die Teilnehmenden zudem die Gelegenheit, fachliche Fragestellungen – je nach Interesse und individuellem Bedarf – eigenständig zu vertiefen, um nach Abschluss des Bezugsfachs mit gesellschaftswissenschaftlich geschärftem Blick in das weitere (Sachunterricht-)Studium und die zukünftige Lehrpraxis gehen zu können.
Ausgehend von einer Verortung des Bildungsverständnisses, das einem modernen Sachunterricht zugrunde liegt wird eine Standortbestimmung des Sachunterrichts in der Grundschule vorgenommen. Ziele, Inhalte und Methoden des Sachunterrichts werden vor dem Hintergrund des Spannungsfelds von Kind, Sache und Welt entwickelt.