Prof. Dr. Beate Söntgen
Werdegang
Beate Söntgen hat Kunstgeschichte, Philosophie und Neuere Deutsche Literatur in Marburg und Berlin studiert und promovierte 1996 an der FU Berlin. Sie war Postdoc-Stipendiatin am Graduiertenkolleg „Repräsentation – Rhetorik – Wissen“ an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/ Oder,Wissenschaftliche Assistentin am Institut für Kunstgeschichte der HBK Braunschweig, erste Laurenz-Professorin für Gegenwartskunst an der Universität Basel und schließlich Professorin für Kunstgeschichte an der Ruhr-Universität Bochum, bevor sie 2011 den Ruf an die Leuphana Universität annahm.
Sie war an mehreren Forschungsverbünden beteiligt, am Netzwerk Ornament im Rahmen des NFS-Forschungsverbundes eikones – Bildkritik an der Universität Basel (Leitung: Vera Beyer / Christian Spies), amExzellenz-Cluster Poetiken des Auftretens, Universität Konstanz, in Kooperation mit der University of Chicago (Juliane Vogel, David Levin, Christopher Wild), als Flaubert-Gastprofessorin am Flaubert-Zentrum der LMU München/Venedig sowie als Sprecherin der DFG-Graduiertenkollegs Kulturen der Kritik, das von 2016-2025 an der Leuphana gearbeitet hat. Derzeit ist sie leitet sie ein Projekt am Sonderforschungsbereich Intervenierende Künste an der FU Berlin (Sprecher*innen: Karin Gludovatz, Matthias Warstat).
Beate Söntgen kooperiert in Forschung und Lehre mit kulturellen Institutionen. So hat sie mit Ulrike Groos einen Studiengang „Kunstkritik und Kuratorisches Wissen“ mit 20 Partnerinstitutionen an der Ruhr-Universität Bochum initiiert und mit Susanne Leeb von 2017-2019 das vom BMBF geförderte Promotionskolleg PriMus-Promovieren im Museum geleitet. Auch war sie als Ko-Kuratorin der Ausstellung Matisse. Figur Farbe Raum und über zwanzig Jahre als freie Mitarbeiterin im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung tätig.
Aktivitäten in Beiräten, Kuratorien und Gremien umfassen Tätigkeiten als Mitglied Kuratoriums der VolkswagenStiftung (2012-2022), des Bewilligungs- und Senatsausschusses der DFG für Sonderforschungsbereiche (2014-2017), des Gutachter*innenkreises des BMBF (2012-2019), des Beirats für die Initiative Zukunft Niedersachen des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur (2023-2026), des Stiftungsrates und Fachausschusses der SommerAkademie im Zentrum Paul Klee, Bern (2004-2014) und des Beirats der Zeitschrift Texte zu Kunst (seit 2001).
In der akademischen Selbstverwaltung war sie als Vizepräsidentin für Forschung und Humanities an der Leuphana (2012-2019) tätig und ist seit 2024 Prodekanin für Forschung der Fakultät Kulturwissenschaften. Sie ist seit 2022 Vorstandsmitglied im Sonderforschungsbereich Intervenierende Künste an der FU Berlin. Darüber hinaus ist sie als Gutachterin für die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die VolkswagenStiftung, den Schweizer Nationalfond, den Österreichischen Wissenschaftsfond, die Gerda Henkel Stiftung und die Fritz Thyssen Stiftung tätig.
Lehrgebiete
Beate Söntgen unterrichtet im BA in der Vertiefung „Kunst und visuelle Kultur“, im„Studium Individuale“ und im Leuphana Semester im MA im Programm „Kritik der Gegenwart“ sowie im Komplementärstudium und im Promotionskolleg „Darstellung – Visualität – Wissen“. Ihre Seminare befassen sich mit moderner und zeitgenössischer Bildkultur, mit Kunsttheorie, Kunstkritik und der Rolle von Institutionen sowie mit den Schnittstellen von Kunst und Handwerk. Sie veranstaltet regelmäßige Exkursionen, etwa zu den Institutionen in der Region sowie jährlich zu den Biennalen in Venedig.
Forschungsgebiete
Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts, Kunsttheorie und Kunstkritik sowie Kunsthandwerk. Im Zentrum stehen die Verflochtenheit von Kunst und Gesellschaft und der Zusammenhang von Lebens-, Kunst und Arbeitsformen unter wechselnden historischen und soziokulturellen Bedingungen.
Projekte
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Wendländisches Leinen und Koloniales Erbe. Spurensuche einer transkulturellen Verflechtung im 18. und 19. Jahrhundert
Beate Söntgen (Partner*in) , Susanne Leeb (Partner*in) , (Wissenschaftliche Projektleiter*in) , Ruth Stamm (Projektmitarbeiter*in)
→Projekt: Forschung
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DFG-Sonderforschungsbereich 1512: Intervenierende Künste - Teilprojekt A06: Künstlerische Lebenspraxis als Intervention
Beate Söntgen (Wissenschaftliche Projektleiter*in) , Mimmi Woisnitza (Projektmitarbeiter*in) , Anna Kipke (Projektmitarbeiter*in)
→Projekt: Forschung
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DFG-Graduiertenkolleg 2114: Kulturen der Kritik - Formen, Medien, Effekte (Fortsetzung)
Beate Söntgen (Wissenschaftliche Projektleiter*in) , Erich Hörl (Wissenschaftliche Projektleiter*in) , Timon Beyes (Wissenschaftliche Projektleiter*in) , Roberto Nigro (Wissenschaftliche Projektleiter*in)
→Projekt: Forschung
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Internationales Symposium "Narrating Culture(s) in Museums and Exhibitions"
Beate Söntgen (Wissenschaftliche Projektleiter*in) , Susanne Leeb (Wissenschaftliche Projektleiter*in)
→Projekt: Wissenschaftliche Veranstaltung
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International Conference: Judgement Practices in the Artistic Field.
Stephanie Marchal (Projektmitarbeiter*in) , Beate Söntgen (Wissenschaftliche Projektleiter*in)
→Projekt: Wissenschaftliche Veranstaltung
Publikationen
Bücher und Anthologien
- Scenes of the Avant-Garde: Networks, Temporalities and Transformational Power
Beate Söntgen (Herausgeber*in) , Julian Volz (Herausgeber*in) , Katharina Tchelidze (Herausgeber*in) , 2026 ZürichPublikation: Bücher und Anthologien › Sammelwerke und Anthologien › Forschung
- Judgement Practices in the Artistic Field
Elisabeth Heymer (Herausgeber*in) , Hubert Locher (Herausgeber*in) , Stephanie Marchal (Herausgeber*in) , Melanie Sachs-Resch (Herausgeber*in) , Beate Söntgen (Herausgeber*in) , 2023 München , 504 S.Publikation: Bücher und Anthologien › Sammelwerke und Anthologien › Forschung
- Art History Update
Beate Söntgen (Herausgeber*in) , Isabelle Graw (Herausgeber*in) , Jules Pelta Feldman (Herausgeber*in) , Ana Magalhães (Herausgeber*in) , 2022 Berlin , 240 S.Publikation: Bücher und Anthologien › Zeitschriftenhefte › Forschung
- Why Art Criticism? A Reader
Beate Söntgen (Herausgeber*in) , Julia Voss (Herausgeber*in) , 2022 Berlin , 464 S.Publikation: Bücher und Anthologien › Sammelwerke und Anthologien › Transfer
- Critique: The Stakes of Form
Holger Kuhn (Herausgeber*in) , Isabel Mehl (Herausgeber*in) , Sami Khatib (Herausgeber*in) , Beate Söntgen (Herausgeber*in) , Oona Lochner (Herausgeber*in) , 2020 Zürich/Berlin , 352 S.Publikation: Bücher und Anthologien › Sammelwerke und Anthologien › Forschung
Beiträge in Zeitschriften
- KOEXISTENZ DER WIDERSPRÜCHE. Beate Söntgen über Irma Stern im Brücke-Museum, Berlin
Beate Söntgen (Autor*in) , 01.01.2025 , in: Texte zur Kunst, 2025, 140Publikation: Beiträge in Zeitschriften › Rezensionen › Transfer
- GESTALTUNGSKRAFT IM SOMMERLOCH. Beate Söntgen über Vanessa Bell in der Courtauld Gallery und „Gardening Bohemia: Bloomsbury Women Outdoors“ im Garden Museum, London
Beate Söntgen (Autor*in) , 10.09.2024 , in: Texte zur KunstPublikation: Beiträge in Zeitschriften › Zeitschriftenaufsätze › Transfer
- IN DEN SOCKEN DES UNIVERSUMS. Beate Söntgen über "Rural Hours: The Country Lives of Virginia Woolf, Sylvia Townsend Warner & Rosamond Lehmann" von Harriet Baker
Beate Söntgen (Autor*in) , 01.01.2024 , in: Texte zur Kunst, 2024, 135Publikation: Beiträge in Zeitschriften › Rezensionen › Transfer
- Omega: Beziehungsgefüge und Organisationsformen einer künstlerischen Formation im frühen 20. Jahrhundert
Beate Söntgen (Autor*in) , 01.12.2023 , in: Paragrana, 32, 2 , S. 160-176 , 17 S.Publikation: Beiträge in Zeitschriften › Zeitschriftenaufsätze › Forschung › begutachtet
- Auch Klio dichtet...: Über Kunstgeschichtsschreibung und das Schweigen der Archive
Beate Söntgen (Autor*in) , 01.12.2022 , in: Texte zur Kunst, 32, 128 , S. 30-39 , 10 S.Publikation: Beiträge in Zeitschriften › Zeitschriftenaufsätze › Transfer › begutachtet
Beiträge in Sammelwerken
- Weiche Avantgarden: Das Therapeutische in künstlerisch-intervenierenden Verfahren
Anna Kipke (Autor*in) , Beate Söntgen (Autor*in) , Mimmi Woisnitza (Autor*in) , 19.03.2026 1. Aufl. Zürich , S. 377–403 , 26 S.Publikation: Beiträge in Sammelwerken › Aufsätze in Sammelwerken › Forschung
- Lückenbüßer
Beate Söntgen (Autor*in) , 01.01.2025 BerlinPublikation: Beiträge in Sammelwerken › Aufsätze in Sammelwerken › Forschung
- Im Aquarium: Oder: Das Schweigen der Malerei aus der Sicht einer Schriftstellerin
Beate Söntgen (Autor*in) , 01.01.2024 Bielefeld , S. 123-129Publikation: Beiträge in Sammelwerken › Aufsätze in Sammelwerken › Forschung › begutachtet
- Im Gespräch bleiben: Notizen zur Kunstkritik
Beate Söntgen (Autor*in) , 31.05.2023 Paderborn , S. 3-14 , 12 S.Publikation: Beiträge in Sammelwerken › Aufsätze in Sammelwerken › Forschung
- "How Bad Was He? Let Me Count the Ways": Auguste Renoir and His Critics of the 1980s
Isabel Mehl (Autor*in) , Beate Söntgen (Autor*in) , 01.01.2023 München , S. 226-250 , 25 S.Publikation: Beiträge in Sammelwerken › Aufsätze in Sammelwerken › Forschung › begutachtet
Aktivitäten
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Advisory Board für Funding Scheme: “SPRUNG”
Beate Söntgen (Berater*in)
Aktivität: Beratende Tätigkeit ›
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Advisory Board des Journals "Texte zur Kunst"
Beate Söntgen (Berater*in)
Aktivität: Beratende Tätigkeit ›
Presse / Medien
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Beate Soentgen über Anke te Heesen’s „Frauen vor Mustern“
1 InterviewPresse/Medien: Presse / Medien
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Bloomsbury Group | Charleston Farmhouse (ab 1916)
1 InterviewPresse/Medien: Presse / Medien
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Gestaltungskraft im Sommerloch: Beate Söntgen über Vanessa Bell in der Courtauld Gallery und „Gardening Bohemia: Bloomsbury Women Outdoors“ im Garden Museum, London
1 eigener MedienbeitragPresse/Medien: Presse / Medien
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Trance, Trauma, Trieb: Beate Söntgen über Emmelyn Butterfield-Rosens Untersuchung der Visualisierung menschlicher Disposition in der Moderne
1 eigener MedienbeitragPresse/Medien: Presse / Medien
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Wer zum Teufel ist Picasso?
1 eigener MedienbeitragPresse/Medien: Presse / Medien
Auszeichnungen
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Berufung in den Senats- und Bewilligungsausschuss für Sonderforschungsbereiche
Beate Söntgen (Empfänger/-in) ,Auszeichnung: Externe Preise, Stipendien, Auszeichnungen, Ernennungen › Forschung
Lehrveranstaltungen
Can claims of universality - or at least of the validity of categories, norms and values as they are negotiated in critical processes - still be made at all - regarding the manifold perspectives and positions present under the conditions of globalization? Is critique, a Western invention, itself a hegemonic and dominating practice which considers itself to be just and justified? Does the value of critique lie in the paying attention to and reflection upon urgent questions? Or can these questions be transformed into operative models for action, as called for by political, social and cultural practice? What potential and what special means do the arts have to make social processes visible or even change them?
Each judgement requires critique, however, if it claims to be generalizable (which does not mean that everyone has to agree, but that everyone can understand the arguments). And critique does not in each case mean being against something. Although rejection can be an effect of critique, critique in terms of its roots means something else. It means differentiation, the observation and description of an object or situation from various perspectives. Critique also means taking into account the conditions surrounding the emergence of a situation, its history, its participants and their interests. And, last not least, critique is capable of designing or imagining different worlds, especially in the arts.
The seminar explores different takes on critique, a variety of critical practices with a focus on the arts, on audio-visual articulations and on different ways of critical writing and arguing.
1. Welcome, introduction, study/programme situation
2. Progress Report on the Implementation of the Measures Documented in the Last Teaching Report
3. Current student topics (This is where your feedback is needed!)
4. Agreements/measures
What are quality circles?
Quality circles are an important tool for advancement of your study programs, as well as the teaching that is being offered within them. The quality circle is an opportunity for students and lecturers to come together and discuss both the strengths and the weaknesses of the program with the program Director as well as other lecturers. The fact that these quality circles are conducted regularly is a defining feature of the quality development at Leuphana University Lüneburg.
When do quality circles take place?
Quality circles are conducted annually for major programs and every two years for minor programs.
Why is it important for you to attend?
The quality circle is designed as a feedback tool and is supposed to bring together students and lecturers to work together to improve a program and/or talk about current problems. A report documenting the results of the quality circle will be composed after that. Based on this report, measures will be taken to improve the study program. At the next quality circle, there will be a status update in how far the measures have been implemented. Therefore, the quality circle is a space for students to exert direct influence on their study programs.
A short summary of everything you need to know about quality circles at Leuphana University Lüneburg can be found at:
https://bit.ly/2Iz0FrD (German language)
In case you want to prepare for the quality circle, the program-screening-data for the program has been made available on myStudy (material).
Die Teilnahme an der Exkursion nach München (25.-30.6.), die den größten Teil des Seminars ausmacht, ist verpflichtend. Weitere Informationen, auch zur Bewerbung um einen Teilnahme-Platz, finden Sie unter sonstige Hinweise.
Das Seminar schließt eine verpflichtende Exkursion nach Berlin ein (Termin wird asap bekannt gegeben, 21.5. (Anreise; diese wäre auch am 22.5. frühmorgens möglich, wir beginnen um 11.30 in der Kulturstiftung der Länder) bis 23.5. (Abreise am Nachmittag). Anreise und Unterkunft wird von den Studierenden selbst organisiert. Einen Zuschuss gibt es leider nicht.
Während die Vorlesung von Gästen bestritten werden wird, dienen die begleitenden, unterschiedlichen Schwerpunkten gewidmeten Seminare der Diskussion von Texten sowie der Aufarbeitung der Exkursionen.
Das Seminar mit dem Schwerpunkt Museen schließt eine verpflichtende Exkursion nach Berlin ein (nähere Angaben dazu finden Sie auf der Seite des Seminars).
Kouoh hat im Jahr 2008 in Dakar (Senegal) die RAW Material Company – Center for Art, Knowledge and Society gegründet, die junge afrikanische Künstler*innen und Intellektuelle fördern sollte. Im Jahr 2019 wurde Kouoh Chefkuratorin und Executive Director des Zeitz Museum of Contemporary Art Africa (MOCAA) in Kapstadt (Südafrika).
Das Konzept zur Biennale Arte 2026 wurde noch nicht veröffentlicht. Es ist zu vermuten, dass es sich inhaltlich an die beiden vorherigen Kunst-Biennalen in Venedig anschließen wird, die Positionen zur Geltung gebracht haben, die lange im westlich dominierten Kunstbetrieb marginalisiert waren.
Im Zentrum steht dabei die Frage, wie Kunst an gesellschaftlichen Problemlagen beteiligt ist. Einerseits greift Kunst in gesellschaftliche Zusammenhänge ein oder verhält sich dazu. Wir verstehen Kunstwerke als materiell-intellektuelle Artikulationen und Einlassungen in eine zeithistorische wie künstlerische Problemstellung. Anderseits wird sie von einer jeweiligen historischen Situiertheit und einem sozialen Kontext mitbestimmt. In der Vorlesung tragen wir daher in der Diskussion einzelner Arbeiten nicht nur ihrer spezifischen Materialtiät, Ikonographie, möglichen Aussagen und der (Post-)Medialität Rechnung, sondern immer auch den Kontexten, in denen Kunstwerke stehen. Insofern sind die institutionellen Rahmenbedingungen ebenfalls Teil von Kunst und visueller Kultur.
Diese Herangehensweise hat Einfluss auf die kunsthistorische Methodik. Der gesellschaftliche (institutionelle, soziale, geschlechtsspezifische, politische) Umgang mit Kunst und visueller Kultur wird ebenso thematisiert, wie die Fragen, die ein Kunstwerk oder ein Artefakt der visuellen Kultur aufwerfen. Die Vorlesung ist entsprechend eher nach Themen und Fragestellungen gegliedert, u.a. Genderfragen, ökonomische Rahmenbedingungen und Mechanismen des Kunstmarktes, Ausbildungsformen der Kunst, Raub und Restitution, Ökologie, Kunst und Arbeit u.v.a. Insgesamt richtet sich die Vorlesung aus an einer transkulturellen Kunstwissenschaft, die der Tatsache Rechnung trägt, dass gerade Kunst und visuelle Kultur auch Dokumente und Künstler*innen und Kulturproduzent*innen auch Akteure einer reichhaltigen Verflechtungsgeschichte sind, die sowohl emanzipatorisch (etwa der Internationalismus der 1920er Jahre, Migrationsgeschichten) als auch gewaltförmig sein kann (Kolonialismus, Weltkriege etc.).