Zentrum für Angewandte Gesundheitswissenschaften (ZAG) wechselt in die Leuphana GmbH
07.01.2026 Seit über 30 Jahren initiiert und evaluiert das ZAG als eines der Forschungszentren der Leuphana Universität national, wie international wissenschaftlich fundierte Fortbildungs- und Interventionsprojekte in der Prävention und Gesundheitsförderung. Prof. Dr. Peter Paulus, der die Einrichtung als Psychologe seit nahezu zwei Jahrzehnten leitet, scheidet als Gastwissenschaftler aus der Leuphana Universität aus und wechselt mit dem ZAG an die Leuphana GmbH.
©Leuphana/Tengo Tabatadze
Das ZAG wurde am 17. März 1992 durch Erlass des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur als gemeinsame zentrale Einrichtung der damaligen Fachhochschule Nordostniedersachsen und der Universität Lüneburg gegründet. Ziel war und ist es immer noch, die Gesundheitswissenschaften in Niedersachsen zu stärken. Davon ausgehend hat das ZAG als Drittmittelforschungsinstitut mit über 70 nationalen und internationalen Partnern projektorientiert kooperiert. Es hat auch einen berufsbegleitenden MA-Studiengang entwickelt (Master in Public Health „Prävention und Gesundheitsförderung“), der inzwischen mehrfach erfolgreich reakkreditiert worden ist und von der Professional School angeboten wird.
Durch die zunehmenden gesundheitlichen Belastungen und Beanspruchungen der Menschen in vielen gesellschaftlichen Bereichen werden Antworten auf Fragen, wie vor allem die psychische Gesundheit und Wohlbefinden erhalten und gefördert werden können, immer dringlicher. „In unseren Projekten und Programmen haben wir im ZAG uns mit diesen Fragen beschäftigt. Schwerpunkte bilden Kindertagesstätten, Schulen und Hochschulen, aber auch betriebliche Kontexte und die Gestaltung von Wohn- und Lebensformen älterer Menschen. Leitende Idee ist dabei, Gesundheit als eine Ressource zu begreifen, die gute Arbeit und Bildung ermöglicht und die Lebensqualität absichert“, sagt Peter Paulus.
In einem Projekt hat das ZAG ausgewählte Akteure aus vielen Ländern an einen Round Table zusammengebracht, um voneinander zu lernen, wie Schulen mit Gesundheit gute Schulen entwickeln können. Im Bereich der Kindertagesstätten hat das ZAG mit „KOK!GG: Kompetente Kita Gut & Gesund“ ein Integriertes Gesundheitsmanagement konzipiert, welches den Mitarbeitenden mit Gesundheit gutes Arbeiten ermöglicht. Im Schulbereich bietet das bundesweit umgesetzte und sehr weit verbreitete Programm „MindMatters – mit psychischer Gesundheit gute Schule entwickeln“ Schulen Unterstützung in ihrer Qualitätsentwicklung mit Gesundheit an. Es wird jetzt in der Fakultät Bildung unter neuer Leitung fortgeführt. Mit dem ebenfalls bundesweiten Programm „ONYA“ wird ab diesem Jahr das psychische Wohlbefinden und die Lernmotivation bei Schülerinnen der Sekundarstufe I und II sowie in Berufsschulklassen mit dem Einsatz einer digitalen App mit gamifizierten Elementen gefördert.
Wie selbstbestimmte Wohn- und Lebensformen beschaffen sein müssen, damit ältere Menschen ihre Lebensqualität erhalten oder steigern können, ist Gegenstand eines anderen Projektes, “Selbstbestimmt altern“, das fortgeführt werden soll.
Mit diesen und neuen Projekten wird die Arbeit des ZAG in der Leuphana GmbH fortgesetzt. Peter Paulus erklärt: „Gesundheitsförderung vom Menschen hergedacht, ihm Möglichkeiten eröffnen, ein selbstwirksames glückliches Leben zu führen, wird in der Tradition der Ottawa-Charta der Gesundheitsförderung weiterhin unsere Leitschnur sein“.
Kontakt
- Prof. Dr. Peter Paulus