Game-Didaktik: Spielesammlung für die Lehre veröffentlicht
17.08.2026 Spielend lernen: Die neue Online-Datenbank versammelt rund 270 Spiele für fast alle Fachbereiche. Ergänzt wird das Angebot durch ausleihbare Spiele in der Universitätsbibliothek und ein neues Open-Access-Buch mit rund 100 Methoden.
©Leuphana/Tengo Tabatadze
In Meta-Studien wurde bereits belegt, dass spielbasierte Lehre sowohl die Motivation als auch den Lernerfolg deutlich steigern kann. „Menschen spielen, weil sie geistige Anregung lieben – in jedem Alter“, erklärt Bildungswissenschaftler Dr. Johannes Katsarov, der das Game-Didaktik-Projekt an der Leuphana leitete.
Zum Ende der Projektlaufzeit veröffentlicht das Team nun eine Liste mit rund 270 Online-Spielen. Sie sollen Lehrenden dabei helfen, passende Formate für ihre Veranstaltungen zu finden. Die Datenbank empfiehlt die passende Disziplin von Politik über Chemie bis zu Recht, Nachhaltigkeit oder Ethik. Darunter befinden sich auch zahlreiche kostenlose Online-Spiele. Die Sammlung ist durchsuchbar und bietet damit einen niedrigschwelligen Einstieg für alle, die ihre Lehre um spielerische Elemente ergänzen möchten.
Zusätzlich sind rund 70 Spiele in der Universitätsbibliothek oder beim Institut für Management und Organisation (Hannah Trittin-Ulbrich) ausleihbar, wie etwa die berühmte Nachhaltigkeits-Simulation „Fish Banks“. „Damit können Lehrende die Methoden nicht nur kennenlernen, sondern unmittelbar in ihren eigenen Veranstaltungen einsetzen“, erklärt Johannes Katsarov.
Das Vorhaben „Game-Didaktik“ wurde im Rahmen des Förderprogramms „Freiraum“ der Stiftung Innovation in der Hochschullehre gefördert. Ziel ist eine innovative Weiterentwicklung der Lehre.
Zusätzlich ist das Open-Access-Buch „Games for Higher Education“ erschienen. Auf rund 500 Seiten werden etwa 100 Spiele vorgestellt. Beschrieben wird unter anderem, für welche Zielgruppen sie geeignet sind, welche Lehrinhalte sich damit vermitteln lassen und welche Voraussetzungen für den Einsatz notwendig sind. An dem Buch haben rund 80 Personen aus dem internationalen Umfeld mitgewirkt, unter anderem auch Wissenschaftler*innen der Leuphana.