Der Angriff der U.S.A. auf Venezuela - Das Trump Corollary?

Diskussionsveranstaltung

15. Jan.

Der Angriff der Vereinigten Staaten auf Venezuela und die Verhaftung von Nicolás Maduro sowie seiner Frau werfen erhebliche völkerrechtliche und politische Fragen auf auch in Bezug auf die zukünftige Ausgestaltung der internationalen Ordnung. Mit Prof. Dr. Christopher Rossi und Dr. Daniel Quiroga-Villamarín werden zwei ausgewiesene Völkerrechtsexperten zu Gast sein, um diese Fragen zu erörtern, den gegenwärtigen Zustand der völkerrechtlichen Ordnung zu diskutieren und um über die U.S.-amerikanische sowie die lateinamerikanische Perspektive auf den Angriff auf Venezuela zu sprechen. 

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

  • Donnerstag, 15. Januar 2026
  • von 16 bis 18 Uhr (s.t.)
  • in Hörsaal 4
  • Es ist keine vorherige Anmeldung nötig.

Am 3. Januar 2026 schockierten die Vereinigten Staaten die Weltgemeinschaft mit einem Angriff auf Venezuela und der Festnahme von Nicolás Maduro sowie seiner Frau. Dieses Vorgehen erscheint zum einen problematisch in Hinblick auf seine Konformität mit geltenden völkerrechtlichen Bestimmungen und insbesondere dem Gewaltverbot aus Artikel 2.4 der UN-Chater. Zum anderen stellen sich aber auch allgemeinere, tiefergehende Fragen in Hinblick darauf, inwiefern diese Handlungen, der Anspruch der Vereinigten Staaten auf Hegemonie über den gesamten amerikanischen Kontinent sowie u.a. Forderungen in Hinblick auf die Kontrolle über Grönland dazu geeignet sind, die internationale Ordnung in seiner Gesamtheit zu unterminieren.  

Diese Themen möchten wir am 15. Januar 2026 mit zwei Experten aus den Bereichen Völkerrecht und internationale Beziehungen diskutieren. Zu Gast werden sein:

Professor Dr. Christopher Rossi (Artic University of Noway) war unter der Clinton Administration als Berater für Menschenrechtsfragen für die U.S. Regierung tätig und lehrte im Anschluss daran lange Zeit an der University of Iowa, bevor er einen Lehrstuhl in Norwegen übernahm. Mit seiner jüngsten Veröffentlichung “The Arctic Großraum” (2025) griff er den jüngsten Entwicklungen bereits frühzeitig voraus. 

Dr. Daniel Quiroga-Villamarín (Universität Wien, Hauser/Remarque Global Fellow an der New York University) ging nach einem Studium der Rechtswissenschaften in Kolumbien an das Geneva Graduate Institute, wo er kürzlich seinen Doktor im Völkerrecht mit Auszeichnung abschloss. Seine Dissertation zum Thema “Architects of the Better World” wurde in der Folge mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Christopher und Daniel werden bei dieser Gelegenheit einen detaillierten Einblick in die U.S. und lateinamerikanische Perspektive auf die jüngsten Geschehnisse geben. 

Rückfragen und Kontakt

  • Matthias Phillipp Packeiser