Vorlesungsverzeichnis

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Veranstaltungen von Gottfried Schnödl


Lehrveranstaltungen

Epoche der Digitalität (Seminar)

Dozent/in: Gottfried Schnödl

Termin:
Einzeltermin | Do, 17.10.2019, 14:15 - Do, 17.10.2019, 15:45 | C 6.316
wöchentlich | Donnerstag | 14:15 - 15:45 | 24.10.2019 - 19.12.2019 | C 11.308
Einzeltermin | Do, 09.01.2020, 14:15 - Do, 09.01.2020, 15:45 | C 40.606
Einzeltermin | Do, 16.01.2020, 14:15 - Do, 16.01.2020, 15:45 | C 40.606
Einzeltermin | Do, 23.01.2020, 14:15 - Do, 23.01.2020, 15:45 | C 40.501
Einzeltermin | Do, 30.01.2020, 14:15 - Do, 30.01.2020, 15:45 | C 40.501

Inhalt: Die allgegenwärtige Rede von der Epoche der Digitalität ist nicht selbstverständlich. Mit ihr wird – und zwar bereits seit den 1960ern – nicht nur ein jeweils bestimmtes Verständnis von digitalen Medientechniken, sondern auch ein jeweils bestimmtes Verständnis von Geschichte aufgerufen. Das Seminar zielt auf diese Verbindung ab und nimmt verschiedene Konzepte digitaler Epochalität in den Blick. Es versucht, so etwas wie eine Geschichte dieser Konzepte zu entwerfen und die Konjunkturen der Rede von Digitalen Epochen nachzuzeichnen.

Marx für Medienwissenschaftler*innen (Seminar)

Dozent/in: Gottfried Schnödl, Christian Voller

Termin:
wöchentlich | Donnerstag | 16:15 - 17:45 | 14.10.2019 - 31.01.2020 | C 12.009

Inhalt: Das Interesse an den Schriften Karl Marx' hat in den letzten Jahren wieder stark zugenommen. Ursache dafür dürfte nicht zuletzt der Umstand sein, dass der Zustand die kapitalistisch verfassten Welt – und es gibt nur diese – momentan Anlass zu Sorge auf allen denkbaren Gebieten gibt. Angesichts dessen gewinnt eine Theorie an erneuter Bedeutung, die nicht von einer prinzipiellen Stabilität dieser Wirtschaftsweise ausgeht, sondern ihre Disposition zur Krise zum Ausgangspunkt der Kritik macht. Wir wollen uns deshalb Grundbegriffe und Denkform des historischen Materialismus nach Karl Marx im Rahmen eines intensiven Lektüreseminars gemeinsam erarbeiten, und dabei insbesondere auf die für Medienwissenschaftler und Medienwissenschaftlerinnen zentralen Aspekte der Dialektik von Produktivkräften und Produktionsverhältnissen vertiefend eingehen.

Grenzfiguren des Medienumbruchs V – Honoré de Balzac - ENTFÄLLT (Seminar)

Dozent/in: Gottfried Schnödl, Christian Voller

Termin:
Einzeltermin | Fr, 25.10.2019, 14:15 - Fr, 25.10.2019, 16:30 | C 40.501
Einzeltermin | Fr, 20.12.2019, 14:15 - Fr, 20.12.2019, 19:45 | C 40.501 | Diskussion
Einzeltermin | Sa, 21.12.2019, 10:00 - Sa, 21.12.2019, 19:00 | C 40.501 | Diskussion
Einzeltermin | Fr, 10.01.2020, 14:15 - Fr, 10.01.2020, 17:00 | C 40.530 Multifunktionsraum
Einzeltermin | Do, 16.01.2020, 18:15 - Do, 16.01.2020, 21:15 | C 40.501 | Öffentliche Veranstaltung

Inhalt: Die Reihe „Grenzfiguren des Medienumbruchs“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, die tiefgreifenden Umbrüchen, die das Aufkommen neuer Medien im 19. Und 20. Jahrhundert nach sich gezogen hat, durch das intensive Studium klassisch gewordener Werke nachvollziehbar zu machen. Nach Karl Kraus, Oswald Spengler, Theodor W. Adorno und Sigmund Freud, wollen wir uns in diesem Sinne nun Honoré de Balzac widmen, mit dessen Namen man zunächst ein monumentales Werk verbindet. Die knapp 100 Romane, Novellen und Studien seiner "Menschlichen Komödie" verdeutlichen eine beispiellose Produktivität; sein manisches Korrigieren, Umschreiben und Wieder-Umschreiben immer wieder neu erstellter Fahnen sprechen von einem Gestaltungswillen, dem die Lust an Veränderung immanent ist. Angesichts dessen, was in diesem Werk aufgehoben ist, muss es dennoch – wie jedes literarische – als Verdichtung gelten. Balzac beschreibt die politischen Revolutionen und Restaurationen seiner Zeit, er folgt dem Bürgertum und damit Handel und Industrie beim gesellschaftlichen Aufstieg und dem grundbesitzenden Adel bei dem Versuch, sich zu halten. Er interessiert sich für wissenschaftliche und technische Neuerungen und verwebt sie unlösbar in gesellschaftliche Entwicklungen. Und er versteht es, kulturelle Veränderungen über Scharniere wie Mode oder Werbung wieder mit der ökonomisch-technischen Sphäre zu verknüpfen. Das Leben ist hier wesentlich als Produktion und Austausch gefasst: von Leidenschaften, Wissen, von Geschmack und ganz besonders von Geld. Medialisierende Infrastrukturen bilden daher die zentralen Orte dieses literarischen Wagnisses: Salons, Ministerien, Amtsstuben, Linienkutschen, Druckereien, Schreibstuben, Redaktions- und Lotteriebüros, Wechselstuben, Bankhäuser, die Börse. Was Balzac zeigt, ist nicht das statische Bild einer Gesellschaft, sondern deren komplexe und vielgliedrige Entwicklung. Die gut 3000 Charaktere, die er modelliert, fächern sich nicht in einem Tableau tausender unterschiedlicher Formen von Innerlichkeit auf – sie machen Betrieb. Das Seminar richtet sich an lesefreudige Studierende sämtlicher Fakultäten, wobei die Teilnahme an den bisherigen Veranstaltungen der Reihe „Grenzfiguren des Medienumbruchs“ nicht vorausgesetzt wird.