Vorlesungsverzeichnis

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Veranstaltungen von Gottfried Schnödl


Lehrveranstaltungen

Utopien, vom Rand her gedacht: Essayismus in Philosophie, Literatur und Film (Seminar)

Dozent/in: Gottfried Schnödl

Termin:
wöchentlich | Mittwoch | 12:15 - 13:45 | 17.10.2022 - 03.02.2023 | C 12.111

Inhalt: Die Methode essayistischen Denkens bzw. der essayistischen Darstellung entwickelt sich im Humanismus und hat ihren ersten Höhepunkt in der europäischen Aufklärung. Die Literaturgeschichte kennt kurze Essays (Virginia Woolf, Paul Valéry u.a.) ebenso wie lange Essayromane (Robert Musil, Hermann Broch u.a.), die Filmgeschichte ist nicht ohne essayistische Filme zu erzählen (Walter Ruttmanns Berlin: Die Sinfonie der Großstadt, Harun Farocki: Arbeiter verlassen die Fabrik, Agnès Varda: Daguerréotypes u.a.) und die moderne Philosophie ist nicht nur an ihrem Anfang von essayistischen Versuchen durchsetzt, sondern wendet sich durch essayistische Zugänge auch immer wieder gegen die Macht des Systems. Das Seminar versucht, den Essay als eine Form bzw. Methode fassbar zu machen, die sich zwar gegen Systematik und Linearität stellt, dennoch aber alles andere als beliebig ist. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf das Über-sich-Hinausdrängen des Gedachten bzw. Dargestellten, also auf das utopische Moment des Essays gelegt. Im ersten Teil des Seminars werden einige grundsätzliche Fragen des Essayismus anhand von Texten und Filmen, aber auch von Sekundärliteratur zum Thema nachvollzogen und diskutiert. Im zweiten Teil des Seminars sind die Studierenden dazu angehalten, eigene Beispiele essayistischer Philosophie, Literatur oder Filmkunst auszuwählen, in Referaten vorzustellen und dann im Plenum zu diskutieren.

Medien des Ersten Weltkriegs / Medientheorie nach 1918 (Seminar)

Dozent/in: Gottfried Schnödl, Christian Voller

Termin:
wöchentlich | Donnerstag | 10:15 - 11:45 | 17.10.2022 - 03.02.2023 | C 12.001 | zusätzlich: kleiner Block zum Semesterende

Inhalt: Im Zentrum des Seminars steht die sogenannte "Urkatastrophe" des Ersten Weltkrieges (G.F. Kennan). Wir wollen einerseits versuchen, die Erfahrungen dieses Kriegs soweit möglich aus wissenschaftlichen, theoretischen und literarischen Texten zu rekonstruieren. Andererseits geht es uns darum, die Veränderungen, die der Krieg angestoßen hat, nachzuverfolgen. Neben den Veränderungen auf militärischem Gebiet, in der Politik, der Gesellschaftsordnung und der Ökonomie werden wir ein besonderes Augenmerk auf die neuen Beschreibungsformen von Technik legen, die sich nach dem Ersten Weltkrieg durchgesetzt haben. Über diesen Zugang soll es gelingen, den Ersten Weltkrieg als Zäsur innerhalb der Theriegeschichte fassbar zu machen und seine Nachwirkung bis in postmoderne Theorien hinein zu verfolgen.