Vorlesungsverzeichnis

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Veranstaltungen von Univ.-Prof. Dr. Thomas Saretzki


Lehrveranstaltungen

Einführung: Politische Theorie und Ideengeschichte (Vorlesung)

Dozent/in: Thomas Saretzki

Termin:
wöchentlich | Montag | 10:15 - 11:45 | 17.10.2022 - 03.02.2023 | C 14.006

Inhalt: Wird das Fach Politikwissenschaft nach dem klassischen Vier-Säulen-Modell gegliedert, dann fängt die Aufzählung der politikwissenschaftlichen Teilbereiche meist mit „Politische Theorie und Ideengeschichte“ an. Dafür gibt es einerseits historische Gründe: das Nachdenken über die jeweils vorgefundene oder erstrebenswerte politische Ordnung ist sehr viel älter als die moderne Politikwissenschaft und prägt Politik und Wissenschaft bis heute. Anderseits wird „Politische Theorie“ aber auch aus systematischen Gründen vor den gegenstandsbezogenen Teilbereichen der Politikwissenschaft genannt. Denn aus fachlicher Sicht bildet die kritische begriffliche und konzeptionelle Reflexion auch für die empirische Forschung den unverzichtbaren Referenzpunkt ihrer Bemühungen um wissenschaftliche Erkenntnis. In dieser Vorlesung geht es um klassische Grundfragen der politischen Philosophie und Ideengeschichte und um Konzepte der modernen politischen Theorie einschließlich ihrer gesellschaftstheoretischen Grundlagen. Die Vergegenwärtigung der begrifflichen und konzeptionellen Grundstrukturen von klassischen und modernen politischen Theorien erfolgt in demokratietheoretischer Perspektive. Fragen nach dem Verhältnis von Wissen und Politik und nach der Begründung und Kritik von unterschiedlichen Demokratiemodellen im gesellschaftlichen Wandel spielen dabei eine besondere Rolle. Darüber hinaus werden wissenschaftstheoretische und methodologische Grundfragen der politikwissenschaftlichen Theoriebildung behandelt.

Theorie und Praxis der Policy-Analyse: Technikfolgenabschätzung und Demokratie (Seminar)

Dozent/in: Thomas Saretzki

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 10:15 - 11:45 | 17.10.2022 - 03.02.2023 | C 12.101

Inhalt: Wissenschaftliche Erkenntnisse und technologische Innovationen gelten als wirkungsmächtige Faktoren bei der Umstrukturierung moderner Gesellschaften. Neue technologische Optionen bringen nicht nur neue Handlungsmöglichkeiten, sondern vielfach auch neue Zwänge und Risiken mit sich, von denen Bürgerinnen und Bürger nicht nur als private Wirtschaftssubjekte betroffen werden. Die tatsächlichen oder möglichen ökologischen und gesellschaftlichen Folgen des wissenschaftlich-technischen Wandels gaben und geben so Anlass zu Kontroversen und Konflikten, die nicht mehr ohne weiteres „privatisiert“ werden können, sondern der öffentlichen Erörterung und demokratisch legitimierten Regelung bedürfen. Um die politische Meinungs- und Willensbildung über Fragen nach den Voraussetzungen, Gestaltungsbedingungen und Folgen neuer Technologien auf eine rationale Grundlage zu stellen, wurde Anfang der 1970er Jahre das Konzept eines „Technology Assessment“ (TA) als Ansatz der wissenschaftlichen Politikberatung zunächst für das amerikanische Parlament entwickelt. Seither hat das technikbezogene Untersuchungs- und Beratungskonzept einer „Technikfolgenabschätzung“ vielfältige Übersetzungen, praktische Anwendungen und institutionelle Ausgestaltungen erfahren. In dem Seminar werden unterschiedliche Konzepte von TA im Hinblick auf ihre analytischen Grundlagen, institutionellen Bedingungen und praktischen Perspektiven in Policy-Prozessen moderner Demokratien diskutiert und anschließend anhand von konkreten Fallstudien zu unterschiedlichen Politikfeldern auf ihre analytische Leistungsfähigkeit und praktische Orientierungskraft hin untersucht.

Einführung: Politische Theorie und Ideengeschichte (Seminar)

Dozent/in: Thomas Saretzki

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 08:15 - 09:45 | 17.10.2022 - 03.02.2023 | C 12.006

Inhalt: Wird das Fach Politikwissenschaft nach dem klassischen Vier-Säulen-Modell gegliedert, dann fängt die Aufzählung der politikwissenschaftlichen Teilbereiche meist mit „Politische Theorie und Ideengeschichte“ an. Dafür gibt es einerseits historische Gründe: das Nachdenken über die jeweils vorgefundene oder erstrebenswerte politische Ordnung ist sehr viel älter als die moderne Politikwissenschaft und prägt Politik und Wissenschaft bis heute. Anderseits wird „Politische Theorie“ aber auch aus systematischen Gründen vor den gegenstandsbezogenen Teilbereichen der Politikwissenschaft genannt. Denn aus fachlicher Sicht bildet die kritische begriffliche und konzeptionelle Reflexion auch für die empirische Forschung den unverzichtbaren Referenzpunkt ihrer Bemühungen um wissenschaftliche Erkenntnis. In dieser Vorlesung geht es um klassische Grundfragen der politischen Philosophie und Ideengeschichte und um Konzepte der modernen politischen Theorie einschließlich ihrer gesellschaftstheoretischen Grundlagen. Die Vergegenwärtigung der begrifflichen und konzeptionellen Grundstrukturen von klassischen und modernen politischen Theorien erfolgt in demokratietheoretischer Perspektive. Fragen nach dem Verhältnis von Wissen und Politik und nach der Begründung und Kritik von unterschiedlichen Demokratiemodellen im gesellschaftlichen Wandel spielen dabei eine besondere Rolle. Darüber hinaus werden wissenschaftstheoretische und methodologische Grundfragen der politikwissenschaftlichen Theoriebildung behandelt.

Bildungspolitik (Seminar)

Dozent/in: Thomas Saretzki

Termin:
wöchentlich | Montag | 14:15 - 15:45 | 17.10.2022 - 03.02.2023 | C 14.001

Inhalt: Wenn Politik gesellschaftliche Probleme aufgreift und zu lösen versucht, dann erfolgt diese Problembearbeitung in modernen politischen Systemen überwiegend in funktional und institutionell ausdifferenzierten Politikfeldern. Dazu gehören nicht nur „klassische“ Felder nationalstaatlichen Handelns wie die Außen-, Verteidigungs-, Innen-, Finanz- und Rechtspolitik, sondern auch „neuere“ Politikfelder wie die Technologie-, Energie- oder Umweltpolitik. Solche Politikfelder lassen sich zunächst durch unterschiedliche Aufgaben und Probleme charakterisieren, die ein modernes politisches System für eine komplexe Gesellschaft insgesamt bearbeiten muss. Im Zuge der Problembearbeitung durch politische Programme und Maßnahmen („Policies“) haben sich in diesen Politikfeldern mit der Zeit aber auch spezifische institutionelle Arrangements, Akteurkonstellationen und Politikmuster entwickelt. Wie sind solche ausdifferenzierten Politikfelder und die hier entwickelten „Policies“ zu analysieren? Wie wirken politische Institutionen und Prozesse in Mehrebenensystemen auf die Formulierung und Umsetzung von politischen Problemlösungsstrategien ein? Welche Folgen hat die Einbettung von Politiken in europäische Institutionen und internationale Regime? Diese Einführung in die Politikfeldanalyse ist exemplarisch angelegt. Sie rückt das Politikfeld "Bildung" ins Zentrum. Die Entstehung und Entwicklung dieses ausdifferenzierten Politikfeldes soll im Zusammenhang mit den politischen Prozessen und institutionellen Strukturen im politischen Mehrebenensystem der Bundesrepublik Deutschland analysiert werden.

Wissenschaftstheoretische Kontroversen (Seminar)

Dozent/in: Thomas Saretzki

Termin:
Einzeltermin | Fr, 18.11.2022, 09:15 - Fr, 18.11.2022, 15:45 | C 14.102b | .
Einzeltermin | Fr, 03.02.2023, 09:15 - Fr, 03.02.2023, 17:45 | C 14.102b | .
Einzeltermin | Sa, 04.02.2023, 09:15 - Sa, 04.02.2023, 17:45 | C 14.102b | .
Einzeltermin | So, 05.02.2023, 09:15 - So, 05.02.2023, 15:45 | C 14.102b | .

Inhalt: Modern science has been shaped by controversies right from the start. Until today, its epistemic development is driven by processes of questioning and justifying knowledge claims in scientific publics. Scientific controversies have not only focused on hypotheses, models or theories related to specific objects or fields of study. In scientific controversies sooner or later basic epistemological questions related to truth claims and their critical appraisal reappear: What is science? How can we distinguish between scientific knowledge and non-scientific believe? How should scientific research proceed to produce new knowledge that can be justified intelligibly in order to be recognized intersubjectively as “true”? Can we assume a unity of science? If not, what kind of knowledge can and should different scientific disciplines try to achieve in terms of its scope, quality or significance for practice? This seminar starts from the hypothesis that the analysis and assessment of scientific controversies provides an instructive approach to understand basic issues in theories of science. These issues can be studied in classical controversies in the theory of science that have been performed or reconstructed under headings such as inductivism vs. falsificationism, realism vs. constructivism, positivism vs. critical theory, explanation vs. understanding, among others. Some of these controversies focused on the role of norms and values (e.g. Werturteilsstreit), on conceptual alternatives to classical action-theoretical foundations (e.g. behaviour, structure, or systems theory), on methodological approaches (e.g. experimentalism), on concepts of interdisciplinarity or transdisciplinarity or on the relation of science to its social, cultural or political context (e.g. enlightenment, democracy).