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Veranstaltungen von Dr.phil. Vicky Kämpfe


Lehrveranstaltungen

Tanzen ist Wissen(schaft)? ‚Performative Archive‘ im Kontext der Bewahrung und Vermittlung von Bewegungspraktiken: empraktische Methoden des Zugangs zu Wissensbeständen, zur Bedeutung von Institutionalisierungsprozessen und Präsenzformen in der tänzerischen Praxis (Seminar)

Dozent/in: Vicky Kämpfe

Termin:
Einzeltermin | Fr, 24.06.2022, 16:15 - Fr, 24.06.2022, 19:45 | C 40.146
Einzeltermin | Sa, 25.06.2022, 10:15 - Sa, 25.06.2022, 17:00 | C 40.146
Einzeltermin | So, 26.06.2022, 10:15 - So, 26.06.2022, 15:45 | C 40.146
Einzeltermin | Fr, 01.07.2022, 16:15 - Fr, 01.07.2022, 19:45 | C 40.255
Einzeltermin | So, 03.07.2022, 10:15 - So, 03.07.2022, 17:00 | C 40.255

Inhalt: Der Wissenschaftsdiskurs referiert noch immer hauptsächlich auf kognitives Wissen aus text- bzw. zeichenbasierten Medien. Dank des Paradigmenwechsels durch die Praxistheorien stehen zunehmend implizite Wissensbestände im Fokus des Forschungsinteresses. So werden nunmehr Bewegungspraktiken, insbesondere auch tänzerische Praktiken als konstitutive Wissensspeicher und Wissen generierende Momente wahrgenommen. Ausgehend vom Konzept eines Performativen Archivs der Wahrnehmung, Bewahrung und Vermittlung dieser Wissensbestände wird im Seminar danach gefragt, in welcher Weise inkorporiertes Wissen dem wissenschaftlichen Zugang zur Verfügung steht und welche weiteren Aspekte die verbundenen Institutionalisierungsprozesse (Archivierungs- und Benennungsprozesse, Vermittlungsformen, wirtschaftlicher Mehrwert, Instanz Kulturerbe) implizieren. Im Kontext der gegenwärtigen besonderen Situiertheit zwischen Körperlichkeit, Virtualität und zoom-fatigue erweisen sich Begriffe von Präsenz und Materialität von besonderem Interesse. Letztendlich bleibt zu reflektieren, inwiefern das Performative Archiv als wissenschaftliche Methode fungieren kann. Im Seminar wird sich einführend mittels tradierter wissenschaftlicher Zugänge mit den Themenbereichen auseinandergesetzt. Anschließend werden verschiedene Bewegungs- und Tanzpraktiken über Text-, Bild- und Videodokumentationen, vor allem aber über das körpereigene Ausüben in den tanzpraktischen Seminarteilen als empraktischer Zugangsweg erfasst, begleitet von einer kritischen Reflexion von Erkenntnis, Wissen und Erfahrungswegen.