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Veranstaltungen von Dr. Martina Metzger


Lehrveranstaltungen

Gewaltlose Menschenrechtsproteste: Neue Herausforderungen durch Pandemie und Ukraine-Krieg (1) (Seminar)

Dozent/in: Martina Metzger

Termin:
14-täglich | Freitag | 14:15 - 17:45 | 27.10.2023 - 02.02.2024 | C 16.203 Seminarraum

Inhalt: Weltweit gelang es vielfältigen gewaltlosen Protestbewegungen im 20.-21. Jh. mit der Vision einer Gesellschaft, die die Würde und die Grundrechte jedes einzelnen Menschen achtet, Massen zu mobilisieren und eine breite Öffentlichkeit zu bewegen. Wie ein roter Faden zieht sich die Forderung nach Einhaltung der Menschenrechte durch die Protestgeschichte des 20.-21. Jh.: Diese existenziellen Anliegen motivierten Mahatma Gandhi und Martin Luther King. Sie waren ferner Auslöser des Prager Frühlings 1968, der friedlichen Revolution 1989 in Osteuropa und der gewaltlose Transformation durch Nelson Mandela in Südafrika sowie vielfältiger Protestbewegungen Anfang des 21. Jh. Durch Globalisierung und Digitalisierung schienen sich völlig neue Möglichkeiten zu eröffnen. Doch infolge der Corona-Pandemie und des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukreine stehen diejenigen, die sich gewaltlos für Menschenrechte einsetzen, vor bislang nie dagewesenen Herausforderungen. Dabei drängen sich vor allem folgende Fragen auf: Mit welchen Mitteln lässt sich die kollektive und individuelle Resilienz derjenigen stärken, die für sich für die Menschenrechte einsetzen? Wie kann man der Instrumentalisierung von Menschenrechten für extremistische Zwecke gewaltfrei entgegentreten? Beruht die Wahrnehmung von individuellen Grundrechten auch einem ganzheitlichen politisch-ethischem Verantwortungsbewusstsein und einer Verpflichtung zu solidarischem Verhalten in der Gemeinschaft? Wo liegen die Grenzen der Gewaltlosigkeit, wenn diese auf rücksichtslose und brutale Gewaltbereitschaft der Gegenseite trifft? Das Seminar soll dazu anregen, sich aktiv in Menschenrechtsdiskurse über diese und andere Grundsatzfragen einzubringen. Daher werden anhand von Beispielen Bezüge hergestellt zwischen der historischen Erfahrung gewaltfreier Menschenrechtsproteste und aktuellen Entwicklungen. Die teilnehmenden Studierenden erhalten die Gelegenheit, gemeinsam die vertieft zu bearbeitenden Schwerpunktthemen auszuwählen. Aktueller Hinweis: Am 7.10.2023 haben Terroristen in Israel ein bis dato beispielloses Massaker an wehrlosen Zivilisten verübt. Die daraufhin erfolgenden militärischen Operationen der israelischen Armee verursachen zusätzliches Leid für die palästinensische Zivilbevölkerung im Gazastreifen, deren humanitäre Lage unter der Herrschaft der islamistischen Terrormiliz Hamas ohnehin höchst prekär ist. Dadurch hat sich der ohnehin verhärtete Nahostkonflikt dramatisch verschärft. Die weitere Entwicklung der Konfliktsituation ist momentan (Stand 25.10.2023) vollkommen offen - eine weitere Eskalation steht zu befürchten. Die Situation im Nahen Osten beeinflusst die aktuellen globalen Menschenrechtsdiskurse ganz entscheidend. Selbstverständlich wird unser Seminar also die aktuelle Konfliktsituation verfolgen sowie die Fragen und Anliegen der Studierenden aufgreifen.

Gewaltlose Menschenrechtsproteste: Neue Herausforderungen durch Pandemie und Ukraine-Krieg (2) (Seminar)

Dozent/in: Martina Metzger

Termin:
14-täglich | Samstag | 10:15 - 13:45 | 28.10.2023 - 02.02.2024 | C 14.203 Seminarraum
Einzeltermin | Fr, 02.02.2024, 10:15 - Fr, 02.02.2024, 13:45 | C 14.201 Seminarraum

Inhalt: Weltweit gelang es vielfältigen gewaltlosen Protestbewegungen im 20.-21. Jh. mit der Vision einer Gesellschaft, die die Würde und die Grundrechte jedes einzelnen Menschen achtet, Massen zu mobilisieren und eine breite Öffentlichkeit zu bewegen. Wie ein roter Faden zieht sich die Forderung nach Einhaltung der Menschenrechte durch die Protestgeschichte des 20.-21. Jh.: Diese existenziellen Anliegen motivierten Mahatma Gandhi und Martin Luther King. Sie waren ferner Auslöser des Prager Frühlings 1968, der friedlichen Revolution 1989 in Osteuropa und der gewaltlose Transformation durch Nelson Mandela in Südafrika sowie vielfältiger Protestbewegungen Anfang des 21. Jh. Durch Globalisierung und Digitalisierung schienen sich völlig neue Möglichkeiten zu eröffnen. Doch infolge der Corona-Pandemie und des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukreine stehen diejenigen, die sich gewaltlos für Menschenrechte einsetzen, vor bislang nie dagewesenen Herausforderungen. Dabei drängen sich vor allem folgende Fragen auf: Mit welchen Mitteln lässt sich die kollektive und individuelle Resilienz derjenigen stärken, die für sich für die Menschenrechte einsetzen? Wie kann man der Instrumentalisierung von Menschenrechten für extremistische Zwecke gewaltfrei entgegentreten? Beruht die Wahrnehmung von individuellen Grundrechten auch einem ganzheitlichen politisch-ethischem Verantwortungsbewusstsein und einer Verpflichtung zu solidarischem Verhalten in der Gemeinschaft? Wo liegen die Grenzen der Gewaltlosigkeit, wenn diese auf rücksichtslose und brutale Gewaltbereitschaft der Gegenseite trifft? Das Seminar soll dazu anregen, sich aktiv in Menschenrechtsdiskurse über diese und andere Grundsatzfragen einzubringen. Daher werden anhand von Beispielen Bezüge hergestellt zwischen der historischen Erfahrung gewaltfreier Menschenrechtsproteste und aktuellen Entwicklungen. Die teilnehmenden Studierenden erhalten die Gelegenheit, gemeinsam die vertieft zu bearbeitenden Schwerpunktthemen auszuwählen. Aktueller Hinweis: Am 7.10.2023 haben Terroristen in Israel ein bis dato beispielloses Massaker an wehrlosen Zivilisten verübt. Die daraufhin erfolgenden militärischen Operationen der israelischen Armee verursachen zusätzliches Leid für die palästinensische Zivilbevölkerung im Gazastreifen, deren humanitäre Lage unter der Herrschaft der islamistischen Terrormiliz Hamas ohnehin höchst prekär ist. Dadurch hat sich der ohnehin verhärtete Nahostkonflikt dramatisch verschärft. Die weitere Entwicklung der Konfliktsituation ist momentan (Stand 25.10.2023) vollkommen offen - eine weitere Eskalation steht zu befürchten. Die Situation im Nahen Osten beeinflusst die aktuellen globalen Menschenrechtsdiskurse ganz entscheidend. Selbstverständlich wird unser Seminar also die aktuelle Konfliktsituation verfolgen sowie die Fragen und Anliegen der Studierenden aufgreifen.