Vorlesungsverzeichnis

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Veranstaltungen von Dr. phil. Nadja Maurer


Lehrveranstaltungen

Gesellschaft und ihre Institution mit Gewaltlizenz: Die Polizei (Seminar)

Dozent/in: Nadja Maurer

Termin:
14-täglich | Dienstag | 16:15 - 17:45 | 17.10.2022 - 03.02.2023 | C 40.146 | C 40.146
Einzeltermin | Sa, 03.12.2022, 10:00 - Sa, 03.12.2022, 17:00 | C 9.102
Einzeltermin | So, 04.12.2022, 10:00 - So, 04.12.2022, 17:00 | C 9.102

Inhalt: Die Polizei hat in demokratischen Gesellschaften das Monopol, die Lizenz, und sogar den Auftrag, Gewalt einzusetzen. Das Gewaltmonopol bringt jedoch die Notwendigkeit der demokratischen Kontrolle der Institution mit sich. Polizeien sind Produkte ihrer jeweiligen Gesellschaften; sie sind Produkte historischen politischen und gesellschaftlichen Wandels. Prozesse wie Demokratisierung, Digitalisierung oder wachsende Verteilungsungerechtigkeit verändern sowohl die Institution selbst, wie auch die Anforderungen der Bürger:innen an die Polizei. Die Polizei genießt in westeuropäischen Gesellschaften ein hohes Vertrauen und ist zugleich Gegenstand scharfer Kritik: Ist die Institution wirklich für alle gleich da? Wessen Normen und Ordnungsvorstellungen setzt sie (neben dem Auftrag der Strafverfolgung) durch? Das Seminar befasst sich mit der Geschichte ausgewählter Polizeien (und deren Reformen). Als Fallbeispiele werden Nachfolgeorganisationen von Kolonialpolizeien, Policing in den USA und die hiesige Polizei besprochen.

Wie werden aus Daten Erkenntnisse? (Seminar)

Dozent/in: Nadja Maurer

Termin:
14-täglich | Dienstag | 18:15 - 21:45 | 17.10.2022 - 03.02.2023 | C 40.146 | C 40.146

Inhalt: Qualitative und quantitative Forschungen produzieren zunächst stapelweise Daten, die für sich genommen über nichts Auskunft geben. Denn erst durch das Prozessieren von Daten entsteht wissenschaftliche Erkenntnis: Erst durch das Stolpern über Ausnahmen, durch Clustern, Kontrastieren, Parallelisieren (z.B. zeitlicher Strukturen) und Vergleichen, das Hinzufügen neuer Parameter und Kontextualisierungen, durch geschärfte Definitionen, oder durch das Fokussieren (oder Ausblenden) sozialer Phänomene und Strukturen können Fragen an Daten gestellt werden, können Daten Sinn gewinnen und sozialwissenschaftlich relevante Erkenntnisse liefern. Gewinnbringend für wissenschaftliche Theoriebildung ist vor allem die kluge und begründete Anordnung von Daten.