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Veranstaltungen von Dr. Reiner Blank


Lehrveranstaltungen

Neue Normalität(en)? - Demokratie, Gesellschaft, und Frieden in Zeiten von Digitalisierung, globalem Systemwettbewerb, und post-pandemischem Transformationsdruck (Seminar)

Dozent/in: Reiner Blank, Mojtaba Shamsrizi

Termin:
14-täglich | Samstag | 10:15 - 13:45 | 16.10.2023 - 02.02.2024 | C 16.203 Seminarraum
Einzeltermin | Sa, 13.01.2024, 10:15 - Sa, 13.01.2024, 13:45 | C HS 4

Inhalt: "Es reicht nicht aus, mit rhetorischem Schwung, mit hochtrabenden Worten von Demokratie, Freiheit, Gleichheit und Freiheit zu sprechen. Wir alle müssen jeden Tag die harte Arbeit der Demokratie leisten. [...] Einfach wird das nicht. Es wird mit Kosten verbunden sein. Aber das ist ein Preis, den wir zahlen müssen. Denn die Dunkelheit, die die Autokratie antreibt, ist letztlich der Flamme der Freiheit, die die Seelen freier Menschen überall erleuchtet, nicht gewachsen. Die Geschichte zeigt immer wieder, dass aus den dunkelsten Momenten der größte Fortschritt folgt. Und die Geschichte zeigt, dass dies die Aufgabe unserer Zeit ist, die Aufgabe dieser Generation." - Warschauer Rede von Präsident Biden, 26. März 2022 "Peace is much more than the absence of violence. Positive Peace describes the attitudes, structures and institutions that underpin and sustain peaceful societies." - Institute for Economics and Peace, Australien Aus dem Soft-Power-fokussierten "Wettbewerb der Narrative" ist - inmitten der Digitalen Transformation und der größten Pandemie seit Jahrzehnten - ein Systemwettbewerb zwischen Demokratie(n) und Autoritarismus sowie um die Diskurshoheit von "Frieden" entstanden. Vor diesem Hintergrund untersuchen wir insbesondere die Auswirkungen der Digitalisierung auf moderne Gesellschaften, von ihren frühen "Utopien" (z.B. Jeremy Rifkins "empathische Zivilisation", John Galtungs "positivem Frieden", Nico Stehrs "Wissensgesellschaft") bis zu ihren "dystopischen" Konsequenzen (z.B. "Fake-News", Cybermobbing, Microtargeting), und reflektieren diese im Kontext der Frage von Ausdifferenzierung kultureller Identitäten durch die Globalisierung, sowie insbesondere im Hinblick auf die "Neue Normalität", die noch recht selten wirklich hinterfragt wird, aber gerade in der Gleichzeitigkeit mit dem Narrativ "Zurück zur Normalität" (produktiv) irritierend für Gesellschaften, besonders für Demokratien ist. (Auf diese Weise ist unser Seminar eine Weiterentwicklung unseres bisherigen, von den Studierenden recht positiv aufgenommenen Zugangs mit verschiedenen Perspektiven aus verschiedenen theoretischen und methodischen Hintergründen. Wir können uns, aufbauend auf den bisherigen Seminaren, dann sehr interaktiv mit den Studierenden auf die Reise machen um herauszufinden, wie die "Neue Normalität" wieso und von wem gestaltet und herbeigeführt werden könnte und sollte, im Sinne des Leuphana-Leitbildes von "Humanismus, Nachhaltigkeit und Handlungsorientierung", auf das wir uns bisher schon bezogen haben.)