Vorlesungsverzeichnis

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Veranstaltungen von Dr.in Julia Ganterer


Lehrveranstaltungen

Schönheit und Macht im Diskurs (Seminar)

Dozent/in: Julia Ganterer

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 10:15 - 11:45 | 12.10.2020 - 29.01.2021 | Online-Lehre

Inhalt: Aus einer sozialpädagogischen und geschlechtersensiblen Perspektive werden im Seminar Themenfelder der Körpersoziologie, Ästhetik und Geschlechterforschung behandelt. Ausgewählte Schwerpunkte wie Schönheitsmedizin, Körpermodifikationen und Selbstoptimierung sollen im Spannungsfeld von Individualisierung und Normierung, Eigenheit und Fremdheit sowie Hierarchisierung und Emanzipation diskutiert werden. Diesbezüglich soll der Frage nachgegangen werden, wie mithilfe verschiedener theoretischer Ansätze grundsätzlich mit den Phänomenen Körper, Schönheit und Geschlecht in handlungspädagogischen Praxisfeldern umgegangen werden kann/soll und welchen Stellenwert, Folgen und Auswirkungen diese für den Intersubjektivierungsprozess von Kinern und Jugendlichen haben können.

Gewalt im Generationen- und Geschlechterverhältnis (Seminar)

Dozent/in: Julia Ganterer, Angelika Henschel

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 14:15 - 15:45 | 12.10.2020 - 29.01.2021 | Online-Lehre

Inhalt: Die Gewaltforschung hat eine lange Tradition, die in unterschiedlichen Disziplinen (z.B. Soziologie, Psychologie oder Kriminologie) zu finden ist und das Gewaltphänomen auf ihre jeweils eigene Weise definiert. Das Forschungsinteresse für die Gewalt im Generationen- und Geschlechterverhältnis weist eine deutlich kürzere Historie auf. Die als privat geltende Gewalt in Paarbeziehungen sowie zwischen der generativen Abfolge von Älteren und Jüngeren gewann erst in den letzten Jahrzehnten an wissenschaftlicher Relevanz und erlangte öffentliche Aufmerksamkeit. Im Rahmen des Lehrforschungsprojekts werden Grundlagen, Ursachen, Erscheinungsformen, Daten und Fakten sowie Auswirkungen und Folgen von Gewalt und Missbrauch innerhalb mehrdimensionaler Geschlechter- und Generationenverhältnisse thematisiert sowie diskutiert und reflektiert. Es werden unterschiedliche qualitative Erhebungs- und Auswertungsmethoden vorgestellt, um den Studierenden die Pluralität an möglichen Zugängen der Gewaltforschung zu zeigen. Im Forschungsprojekt „Leiblichkeit und Gewalt“ ist der Fokus auf die häuslichen Gewalterfahrungen von Frauen* gerichtet, das mittels eines feministisch-phänomenologischen Ansatzes drei zentrale Erkenntnissinteressen verfolgt: 1.Verflechtung geschlechtlicher Dimensionen von Gewaltverhältnissen 2. Verstehen von Gewalterfahrungen in Ehe- und Partnerschaftsbeziehungen 3. Zusammenhang zwischen leiblichen Intersubjektivierungsprozessen und häuslichen Gewalterfahrungen bei Frauen*. Die Studierenden können Teil des Projekts werden, indem sie eigene Forschungsschwerpunkte auswählen, durchführen und mitgestalten. Im eigenen Forschungsprojekt wird den Studierenden die Möglichkeit gegeben, z. B. Expert*inneninterviews und teilnehmende Beobachtungen durchzuführen sowie sich im Schreiben von Vignetten und Anekdoten zu erproben. Datenerhebungen können z. B. in mehreren Phasen und in unterschiedlichen Frauenhäusern und Gewaltschutzzentren in Niedersachsen, Schleswig Holstein, Kärnten und Südtirol stattfinden, sofern die aktuelle Situation dies aufgrund der Corona Krise zulässt. Aus aktuellem Anlass wurde dieses Seminar im Sommersemester bereits Online angeboten. Vermutete Gewaltrisiken, die im Zusammenhang mit der Corona Krise entstehen können (z. B. soziale Isolierung im häuslichen Bereich, etc.), sollten deshalb auch mit verschiedenen Methoden (Dokumentenanalyse, ethnografische Methoden, etc.) in den forschenden Fokus genommen werden.

Geschlechteridentität(en) und Körperbilder als Thema der Sozialpädagogik (Seminar)

Dozent/in: Julia Ganterer

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 16:15 - 17:45 | 12.10.2020 - 29.01.2021 | Online-Lehre

Inhalt: Das Seminar widmet sich Geschlechtsidentitäten und Körperbildern mit einem Fokus auf die Thematik der Sozialpädagogik. Wir beschäftigen uns mit der Konstruktion von Geschlecht(ern), der Bildung von Identität(en) sowie der Geschlechtervielfalt. Vertiefungsthemen werden neben Trans*- und Inter*geschlechtlichkeit(en), auch Sexualität(en) sowie der Körper als Ware sein. Des Weiteren werden wir unseren Blick auf Körper-Bilder legen und der Frage nachgehen, wann von Körperkult oder Body Modification gesprochen werden kann. Die gemeinsame Herausforderung wird es sein, das Wissen um die Phänomene Geschlecht, Identität, Körper und Sexualität für die Lehrtätigkeit im Bereich der Sozialpädagogik fruchtbar zu machen. Neben theoretischen Inputs der Lehrveranstaltungsleitung, wissenschaftlichen Texten sowie Videos und Filmbeiträgen wird das Seminar durch einen Gastvortrag bereichert.