Vorlesungsverzeichnis

Suchen Sie hier über ein Suchformular im Vorlesungsverzeichnis der Leuphana.

Veranstaltungen von Ursula Richenberger


Lehrveranstaltungen

Kulturinstitutionen und der "Dritte Raum". Diversität in der Wissensproduktion (Seminar)

Dozent/in: Ursula Richenberger

Termin:
Einzeltermin | Fr, 21.10.2022, 14:15 - Fr, 21.10.2022, 17:45 | C 14.001
Einzeltermin | Sa, 22.10.2022, 10:00 - Sa, 22.10.2022, 17:30 | C 14.001
Einzeltermin | Fr, 28.10.2022, 14:15 - Fr, 28.10.2022, 17:45 | C 25.019 Seminarraum | Platz für Kleingruppenarbeit
Einzeltermin | Sa, 29.10.2022, 10:00 - Sa, 29.10.2022, 17:30 | C 25.019 Seminarraum | Platz für Kleingruppenarbeit

Inhalt: Raum und Kultur bedingen sich wechselseitig, d.h. auf der einen Seite nimmt der physische und repräsentierte Raum entscheidenden Einfluss auf die Entstehung und Entwicklung von Kulturen und auf der anderen Seite prägen kulturelle Gruppierungen den materiellen und imaginierten Raum fundamental. Vor dem Hintergrund einer diversen Gesellschaft stellt sich deshalb insbesondere für Institutionen der Hochkultur (Museen, Theater, Opern und Konzerthäuser) die Frage, wie dieser Gesellschaft Rechnung getragen wird, wie durch die Methoden von Co-Creation und Audience Development die Institutionen für ein gemeinsames Agieren geöffnet werden können. Beispielhaft werden "Dritte Orte" im Seminar diskutiert: Freiraum im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Embassy of Hope des Thalia Theaters, Instagram-Projekt "Eva Stories", Bibliothek Oodi in Helsinki. Auf Grundlage dieser Beispiele werden Kriterien für die Schaffung "Dritter Orte" entwickelt, um verschiedene Formen von Ausschlüssen (Rassismus, Klassismus, Sexismus, Gender, Intersektionalität) zu minieren, Kultur für viele zugänglich zu machen. Entscheidend bleibt dabei die Antwort auf die Frage "Wer spricht", wer produziert das Wissen an diesem Ort.

Der Hafen als Schnittstelle globaler Netzwerke. (Post-)Koloniale Perspektiven auf die Wissensproduktion um das Segelschiff PEKING (Seminar)

Dozent/in: Ursula Richenberger

Termin:
14-täglich | Freitag | 14:15 - 17:45 | 21.10.2022 - 03.02.2023 | C 12.105 | C 12.105

Inhalt: Der soziale Raum eines Hafens ist in Hamburg Anlass für den Aufbau eines neuen Museums. An diesem Knotenpunkt werden globale Handelsströme, Migration, Wissens- und Kulturtransfer sichtbar. Das Deutsches Hafenmuseum mit dem Segelschiff PEKING als Leitobjekt wird sich diesen vielfältigen Verflechtungen widmen. Mit dem Leitobjekt, dem Segelfrachtschiff PEKING, wird der Salpeterhandel mit Chile untersucht. Das Netzwerk um dieses Produkt zeigt die verschiedenen Formen der Wissensproduktion auf chilenischer und deutscher Seite. Erinnert an diese Zeit wird in Chile insbesondere in der ehemaligen Salpetermine Humberstone, heute Welterbestätte, und in Hamburg im Kontorhausviertel mit dem Chilehaus. Im Seminar untersuchen wir die verschiedenen beteiligten Akteure (Seefahrer, Reeder, Salpeterbarone, Hafenarbeiter, indigene Salpeterarbeiter u.a.) und die Erinnerungskultur anhand von digitalen Präsentationen, Gastvorträgen und Quellenanalysen. Leitende Fragestellung ist, wie ein Frachtsegelschiff von 1911 heute den Zugang zur Funktionsweise von globalen Netzwerken herstellen kann, das Wissen verschiedenster Akteure sichtbar gemacht wird.