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Veranstaltungen von Dr. phil. Felix Lösing


Lehrveranstaltungen

Diskurstheorie und Ansätze der sozialwissenschaftlichen Diskursanalyse (Seminar)

Dozent/in: Felix Lösing

Termin:
Einzeltermin | Di, 17.10.2023, 09:15 - Di, 17.10.2023, 12:00 | C 14.203 Seminarraum
wöchentlich | Dienstag | 10:15 - 11:45 | 31.10.2023 - 21.11.2023 | C 12.013 Seminarraum
Einzeltermin | Di, 28.11.2023, 10:15 - Di, 28.11.2023, 11:45 | intern
wöchentlich | Dienstag | 10:15 - 11:45 | 05.12.2023 - 12.12.2023 | C 12.013 Seminarraum
Einzeltermin | Di, 19.12.2023, 09:15 - Di, 19.12.2023, 12:00 | C 40.154 Seminarraum
Einzeltermin | Di, 16.01.2024, 09:15 - Di, 16.01.2024, 12:00 | C 40.153 Seminarraum
Einzeltermin | Di, 23.01.2024, 10:15 - Di, 23.01.2024, 12:00 | C 40.154 Seminarraum
Einzeltermin | Di, 30.01.2024, 09:45 - Di, 30.01.2024, 12:00 | C 40.154 Seminarraum

Inhalt: Verfestigen sich gesellschaftliche Rede- und Denkweisen zu sogenannten ‚Diskursen‘, haben sie die Macht, das Denken, Fühlen und Handeln aller Menschen in einer Gesellschaft zu beeinflussen. Diskurse können als soziale Wissensvorräte verstanden werden, die den Rahmen setzen, wie wir über bedeutende Themen wie z.B. Migration, Armut oder Klima-Veränderungen sprechen und schreiben, was als ‚sagbar‘, ‚relevant‘ und ‚wahr‘ gilt - und was nicht. Als solche formen Diskurse sowohl persönliche Identitäten als auch soziale Beziehungen und politische Institutionen. Sie produzieren also gesellschaftliche Wirklichkeit. Die gesellschaftliche Produktion von Wirklichkeit, die 'Politik der Wahrheit' (Foucault), und der ‚Fluss von Wissen durch die Zeit‘ (Jäger), sind Gegenstand der sozialwissenschaftlichen Diskursanalyse. Im engen multidisziplinären Dialog mit der Soziologie, Philosophie, Linguistik und den Geschichts- und Literaturwissenschaften, untersucht sie die soziale Praxis des Sprechens und Schreibens, die kollektive (Re-)Produktion von Wissensordnungen und die darin involvierten Institutionen und Akteure. Ihr Untersuchungsgegenstand können Texte und audiovisuelle Dokumente, aber auch materielle Objekte und sozialen Praktiken sein – darunter immer häufiger auch digitalisierte und genuin digitale Daten. Dieses Seminar führt die Studierende an diese florierende und vielseitige sozialwissenschaftliche Methode heran. Dabei werden theoretische Grundlagen diskutiert, verschiedene Ansätze der Diskursforschung vorgestellt und die Strategien und Herausforderungen der diskursanalytischen Forschungspraxis vermittelt. Gemeinsam wird dabei immer auch der empirische Nutzen der vorgestellten Methoden erprobt und der Frage nachgegangen: was taugt sozialwissenschaftliche Diskursanalyse zur Untersuchung der drängenden gesellschaftlichen Fragen unserer Zeit?