Vorlesungsverzeichnis

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Veranstaltungen von Prof. Dr. Angelika Henschel


Lehrveranstaltungen

Gewalt in der Familie (Seminar)

Dozent/in: Angelika Henschel

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 14:15 - 15:45 | 07.04.2020 - 07.07.2020 | C 1.312

Inhalt: Obwohl Gewalt innerhalb der Familie für Kinder zu ihrem Alltag gehören kann, ist diese Thematik noch immer mit gesellschaftlichen Tabus belegt. Mädchen und Jungen erfahren durch ihre Eltern mitunter unterschiedliche Formen von Gewalt und werden zudem nicht selten Zeugen/innen von Partnergewalt, die ebenfalls Kindeswohlgefährdungen bewirken können. Daher kommen Informationen über Präventions- und Interventionsmöglichkeiten sowie einer frühen Aufklärung von Professionellen in Bezug auf den Umgang mit dieser Thematik hohe Bedeutung zu. Systematische Reflexionen darüber, wie pädagogisches Handeln in die Verhinderung oder Hervorbringung von Gewalt einbezogen ist oder Analysen zu Aspekten von Familiengewalt im pädagogischen Verhältnis selbst sind bis dato eher Ausnahmen. Im Rahmen des Seminars werden Ursachen, Erscheinungsformen, Daten und Fakten sowie Auswirkungen und Folgen von häuslicher Gewalt, Kindesmisshandlung und Kindesvernachlässigung bearbeitet, wie auch Fragen des Kindeswohls und Kinderschutzes die Reflexionen und Diskussionen im Seminar bestimmen werden. Zudem werden Aspekte des komplexen und insgesamt wenig geklärten Verhältnisses von Pädagogik und Gewalt unter Berücksichtigung unterschiedlicher sozial/pädagogischer Handlungsfelder beleuchtet. Es wird Fragen nachgegangen, die sich mit den Möglichkeiten von gewaltfreien Familienkonfliktlösungen auseinandersetzen. Die spezifischen Gewaltrisiken, die im Zusammenhang mit asymmetrischen Geschlechter- und Generationenverhältnissen entstehen können, werden adressiert. Das Phänomen Familiengewalt wird in Bezug auf sozialpädagogische, geschlechterkritische und bildungstheoretische Ansätze diskutiert. Einzelne Gastreferentinnen und Referenten aus Bildungsinstitutionen oder sozial/pädagogischen Einrichtungen sollen dabei helfen, den Theorie-Praxis-Bezug zu erkennen und zu durchdringen.

Theorien, Konzepte und Anwendungsfelder der Frauen- und Geschlechterforschung (Seminar)

Dozent/in: Angelika Henschel

Termin:
wöchentlich | Mittwoch | 10:15 - 11:45 | 08.04.2020 - 08.07.2020 | C 1.312

Inhalt: Was macht die Frau zur Frau, was macht den Mann zum Mann? Im Rahmen des Seminars werden die Geschichte, einzelne theoretische Ansätze und zentrale Erkenntnisse der sozialwissenschaftlichen Frauen- und Geschlechtsforschung vermittelt, kritisch diskutiert und reflektiert. Bildeten zum Beginn der feministischen Frauenforschung noch die persönlichen Erfahrungen von Frauen den Ausgangspunkt für Forschungskonzepte, so werden heute stärker die Ungleichheit produzierenden, sozialen Interaktionen und Konstruktionen, die zur Reproduktion oder Dekonstruktion von Gender beitragen, untersucht. Männlichkeit wie Weiblichkeit und die an deren Produktion beteiligten AkteurInnen, sowie die sie beeinflussenden symbolischen Ordnungen, materiellen, strukturellen und gesellschaftlichen Verhältnisse, erlangen spätestens seit den neunziger Jahren an Bedeutung in der Untersuchung der Geschlechterverhältnisse. In der Veranstaltung wird ein Überblick vermittelt, der einen Einstieg in die Thematik erleichtern soll. Darüber hinaus sollen weitere Ungleichheiten produzierende Kategorien (z.B. Behinderung, soziale Milieus, etc.) im Sinne von Intersektionalität behandelt werden.

Kolloquium für Berufspraktikantinnen und Berufspraktikanten (Kolloquium)

Dozent/in: Angelika Henschel

Termin:
14-täglich | Dienstag | 18:15 - 21:15 | 07.04.2020 - 07.07.2020 | C 1.312

Inhalt: Das Kolloquium richtet sich ausschließlich an Dipl. oder BA Absovent/innen der Sozialarbeit/Sozialpädagogik, insbesondere des berufsbegleitenden BA Studiengangs Soziale Arbeit für Erzieher und Erzieherinnen. Es dient der systematischen Reflexion, Begleitung und Betreuung im Berufspraktikum zur Erlangung der Staatlichen Anerkennung.

Sexuelle Gewalt in pädagogischen Kontexten (Seminar)

Dozent/in: Angelika Henschel

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 12:15 - 13:45 | 07.04.2020 - 07.07.2020 | C 1.312

Inhalt: Ob in der Odenwaldschule oder in kirchlichen Einrichtungen – das Thema sexuelle Gewalt im pädagogischen Kontext ist allgegenwärtig. Die mediale Dauerpräsenz führt allerdings mitunter auch zu einer Reduktion dieses komplexen Themengebietes: Die vielfältigen Dimensionen und Hintergründe werden kaum beleuchtet. Was ist sexuelle Gewalt eigentlich? Wo fängt sie an? Welche Strukturen begünstigen sie? Was kann sie verhindern? Welche Bedeutung kommt dem Geschlecht im Zusammenhang mit sexualisierter Gewalt zu? Wie können angehende Lehrkräfte lernen, professionell mit sexueller Gewalt umzugehen? Im Rahmen des Seminars sollen Begriffe abgegrenzt, konkrete Fälle diskutiert, Hintergründe analysiert sowie Präventions- und Interventionsmaßnahmen skizziert werden. Dabei werden sowohl sexuelle Übergriffe im Elternhaus als auch in pädagogischen Einrichtungen thematisiert. Betrachtet werden auch Vorfälle zwischen Jugendlichen. Sexuelle Gewalt wird dabei auf physischer und psychischer Ebene betrachtet, entscheidend sind auch Fragen von Abhängigkeiten und Macht sowie Maßnahmen zur Verbesserung von Demokratie und Partizipation innerhalb von Schule und Jugendhilfe. Neben Input durch die Dozentinnen und studentische Gruppen wird auch eine Praktikerin von ihren Erfahrungen aus dem Alltag einer Beratungsstelle berichten.

Gewalt im Generationen- und Geschlechterverhältnis (Seminar)

Dozent/in: Julia Ganterer, Angelika Henschel

Termin:
wöchentlich | Mittwoch | 12:15 - 13:45 | 08.04.2020 - 08.07.2020 | C 1.312

Inhalt: Die Gewaltforschung hat eine lange Tradition, die in unterschiedlichen Disziplinen (z.B. Soziologie, Psychologie oder Kriminologie) zu finden ist und das Gewaltphänomen auf ihre jeweils eigene Weise definiert. Das Forschungsinteresse für die Gewalt im Generationen- und Geschlechterverhältnis weist eine deutlich kürzere Historie auf. Die als privat geltende Gewalt in Paarbeziehungen sowie zwischen der generativen Abfolge von Älteren und Jüngeren gewann erst in den letzten Jahrzehnten an wissenschaftlicher Relevanz und erlangte öffentliche Aufmerksamkeit. Im Rahmen des Lehrforschungsprojekts werden Grundlagen, Ursachen, Erscheinungsformen, Daten und Fakten sowie Auswirkungen und Folgen von Gewalt und Missbrauch innerhalb mehrdimensionaler Geschlechter- und Generationenverhältnisse thematisiert sowie diskutiert und reflektiert. Es werden unterschiedliche qualitative Erhebungs- und Auswertungsmethoden vorgestellt, um den Studierenden die Pluralität an möglichen Zugängen der Gewaltforschung zu zeigen. Im Forschungsprojekt „Leiblichkeit und Gewalt“ ist der Fokus auf die häuslichen Gewalterfahrungen von Frauen* gerichtet, das mittels eines feministisch-phänomenologischen Ansatzes drei zentrale Erkenntnissinteressen verfolgt: 1.Verflechtung geschlechtlicher Dimensionen von Gewaltverhältnissen 2. Verstehen von Gewalterfahrungen in Ehe- und Partnerschaftsbeziehungen 3. Zusammenhang zwischen leiblichen Intersubjektivierungsprozessen und häuslichen Gewalterfahrungen bei Frauen*. Die Studierenden werden Teil des Projekts, indem sie eigene Forschungsschwerpunkte auswählen, durchführen und mitgestalten. Vom gemeinsamen Forschungsprojekt ausgehend, wird den Studierenden die Möglichkeit gegeben, Expert*inneninterviews und teilnehmende Beobachtungen durchzuführen sowie sich im Schreiben von Vignetten und Anekdoten zu erproben. Die Datenerhebung wird in mehreren Phasen in unterschiedlichen Frauenhäusern und Gewaltschutzzentren in Niedersachsen, Kärnten und Südtirol stattfinden.

Forschungskolloquium Sozialpädagogik (Kolloquium)

Dozent/in: Angelika Henschel, Maria-Eleonora Karsten, Philipp Sandermann, Waldemar Stange

Termin:
Einzeltermin | Fr, 05.06.2020, 09:00 - Fr, 05.06.2020, 15:00 | C 1.312

Inhalt: Das Kolleg dient der Vorstellung und kollegialen Diskussion laufender Promotionsverfahren im Themenbereich des Kollegs.