Vorlesungsverzeichnis

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Veranstaltungen von Dr. Claudia Equit


Lehrveranstaltungen

Eine Geschichte der Heimerziehung (Seminar)

Dozent/in: Claudia Equit

Termin:
wöchentlich | Mittwoch | 08:15 - 09:45 | 17.10.2022 - 03.02.2023 | C 14.201

Inhalt: Stationäre Erziehungshilfen bewegen sich in vielfältigen Spannungsfeldern. In ihnen werden strukturelle Widersprüche und Ambivalenzen wie Hilfe und Kontrolle, Erziehung und Diszplinierung sowie Entlastung und Ausgrenzung in besonderer Weise wirksam. Insofern sind die Anforderungen an Fachkräfte hoch: Erziehungs- und Bildungsprozesse sollen individuell initiiert werden in einem Setting, dass vor allem in gruppenpädagogischen Arrangements gestaltet ist. Heimerziehung soll erfolgreich sein und nachhaltig wirken in Bezug auf die Erfüllung der in den Hilfeplänen vereinbarten Zielsetzungen und gleichzeitig wird vorausgesetzt, dass die angebotene Hilfe und Kontrolle auch für Adressatinnen und Adressaten einen konstruktiven (Lebens-)Sinn ergeben. Die Dichte und Intensität des pädagogischen Ortes lässt stationäre Erziehungshilfen häufig zu einem Prüfstein für Adressatinnen und Adressaten werden, der den hoffnungsvollen Ausblick auf eine bessere Zukunft markiert oder an dem sich die Hoffnung auf eine bessere Zukunft bricht. Dabei ist das Feld der Heimerziehung keineswegs neu. Innovative Reformprojekte sind ebenso Bestandteil der Historie der Heimerziehung wie totale Institutionen mit Formen von Gewalt und Missbrauch.

Qualität in Kitas (Seminar)

Dozent/in: Claudia Equit

Termin:
wöchentlich | Mittwoch | 10:15 - 11:45 | 17.10.2022 - 03.02.2023 | C 1.312

Inhalt: Fachkräftemangel, Coronapandemie, U-3 Betreuungsausbau, Sprachkitas, Inklusion, Kinderrechte, gesundes Aufwachsen, Armut und Bildungsförderung,... Die Liste an Anforderungen und Herausforderungen für Kitas im Allgemeinen und Fachkräfte im Besonderen ist lang. An Kindertageseinrichtungen werden vielfältige Anforderungen gestellt, die sich nicht nur im hohen Engagement der Fachkräfte widerspiegeln, sondern auch in Berichten zu vermehrten Burn-outs von Erzieher*innen, hoher Personalfluktuation, vermehrten Krankmeldungen, geringen Aufstiegschancen und einer hohen Arbeitsbelastung im Feld. Während politisch der Ausbau der Kitas und Abbau von Fachkräftemangel durch verschiedene Projekte und Maßnahmen vorangetrieben wird, lässt sich zugleich eine Intensivierung der Diskussion über die Qualität von Kitas feststellen sowie das Bestreben, diese bildungspolitisch zu steuern. Dabei zeigt sich, dass Qualität, auch wenn darüber gestritten wird was sie beinhaltet und wie sie gestaltet sein sollte, einen wichtigen Ansatz bietet für die Gestaltung von Arbeitsbedingungen, die Umsetzung adressat*innen- und kindorientierter Ansätze. Zudem ermöglicht die Diskussion um Qualität kritische Reflexionen zum Verhältnis von Öffentlichkeit und Privatheit in frühkindlichen Bildungsinstitutionen.

Schweigen, geheimhalten, unsichtbarmachen: Informationskontrolle in der Kinder- und Jugendhilfe (Teil 2) (b) (Seminar)

Dozent/in: Claudia Equit

Termin:
wöchentlich | Donnerstag | 08:15 - 09:45 | 17.10.2022 - 03.02.2023 | C 1.312

Forschungskolloquium Sozialpädagogik (Kolloquium)

Dozent/in: Lars Alberth, Claudia Equit, Angelika Henschel, Anke Karber, Philipp Sandermann, Birte Siem, Waldemar Stange

Termin:
Einzeltermin | Fr, 13.01.2023, 09:00 - Fr, 13.01.2023, 17:00 | C 7.307 | .

Inhalt: Das Kolloquium dient der Vorstellung und kollegialen Diskussion laufender Promotionsverfahren im Themenbereich des Kollegs.

Kindheiten und Jugendleben aus historischer und kulturell vergleichender Perspektive (Seminar)

Dozent/in: Claudia Equit

Termin:
wöchentlich | Donnerstag | 12:15 - 13:45 | 17.10.2022 - 03.02.2023 | C 14.102b | C 14.102b

Inhalt: Kindheit und Jugend sind Lebensphasen, die wir in der Regel (fast) alle durchlaufen haben und daher über Erfahrungen und Wissen verfügen. Zugleich gibt es in den Medien immer wieder Thematisierungen, z.B. von Kindern in Armut und Not oder von gewaltbereiten Jugendlichen etwa, die als "gefährlich" und "unerwünscht" in den Medien thematisiert werden. Das Thema Kindheit und Jugend scheint zu polarisieren, bietet es doch unmittelbaren Zugang über unsere eigenen Erfahrungen und über mediale Diskurse. Dabei treffen häufig sehr unterschiedliche Deutungen und Erfahrungswelten aufeinander. Allerdings gibt es die Lebensphase Jugend im europäischen Raum noch gar nicht so lang. Etwa seit 150 - 200 Jahren, je nachdem welche Kriterien zur Entstehung der Jugendphase angelegt werden. Und auch ein genauer Blick auf Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen allein heute in Deutschland offenbart, dass diese sehr sehr unterschiedlich aussehen. Im Seminar werden wir uns mit Kindheiten und Jugendleben beschäftigen, indem wir ausgewählte kulturelle und historische Vergleiche ziehen. Wie ist zum Beispiel Kindheit und Jugend in Afrika gestaltet? Welche Jugendkulturen gibt es und welchen Sinn erfüllen sie eigentlich? Wie sah Kindheit im Mittelalter aus und was wissen wir über Kinder, die heute in Deutschland leben? Über die Kontrastierung unterschiedlicher Kulturen und historische Epochen kommen wir dem nah, was das Ziel des Seminar ist: die eigenen selbstverständlichen Konstruktionen über Kindheit und Jugend zu hinterfragen und den Blick für die Vielfalt von Lebenswelten und Lebenswirklichkeiten zu öffnen.