Vorlesungsverzeichnis

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Veranstaltungen von Dr. Claudia Equit


Lehrveranstaltungen

Partizipation und Inklusion in Kitas und Erziehungshilfen (Seminar)

Dozent/in: Claudia Equit

Termin:
wöchentlich | Mittwoch | 08:15 - 09:45 | 04.04.2022 - 08.07.2022 | C 14.102a

Inhalt: Die sozialpädagogischen Leitmaximen der Inklusion und Partizipation spielen eine zentrale Rolle in der Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe sowohl auf nationaler Ebene als auch im internationalen Vergleich. Im Seminar werden beide Leitmaximen als Ausgangspunkt für die Erforschung von Konzepten und Praktiken von Fachkräften in den Handlungsfeldern Kita und erzieherische Hilfen gewählt. Die Studierenden entwickeln eigene Forschungsprojeke und werden darin von der Seminarleitung begleitet. Nach Durchführung der Projekte erfolgt anschließend eine Präsentation und Reflexion der Ergebnisse. In der gemeinsamen Diskussion werden die Ergebnisse der Projekte rückgebunden an die im Seminar zuvor erarbeiteten theoretischen Inhalte.

Schweigen, geheimhalten, unsichtbarmachen: Informationskontrolle in der Kinder- und Jugendhilfe (Seminar)

Dozent/in: Claudia Equit

Termin:
Einzeltermin | Do, 07.04.2022, 10:15 - Do, 07.04.2022, 11:45 | C 12.006 | .
wöchentlich | Donnerstag | 10:15 - 11:45 | 14.04.2022 - 08.07.2022 | C 5.310 | .
Einzeltermin | Do, 07.07.2022, 10:15 - Do, 07.07.2022, 11:45 | C 12.006 | C 12.006

Inhalt: Arnd: „wenn es mal tatsächlich sein sollte was ich (...) dass man hier akute Kindeswohlgefährdung hat, weil n Betreuer irgendwie irgendwer ausgerastet ist und irgendwer irgendwen absolut mobbt oder asoziale Kommentare macht oder weiß Gott zu Handgreiflichkeiten gekommen ist (..) wen sollen wir ansprechen? unsere Eltern? […] manche von uns haben überhaupt gar keinen Kontakt zu ihren Eltern. Was sollen wir sagen?“ (Interview mit einem Jugendlichen in der Heimerziehung) In der Kinder- und Jugendhilfe gibt es vielfältige Ansätze, die Perspektiven der Nutzer*innen wie Kinder, Jugendliche, Eltern etc. in den Blick zu nehmen. Zu nennen sind beispielsweise die Nutzer*innenforschung, Adressat*innenorientierung, Lebensweltorientierung und Partizipation, die Einführung und Umsetzung der Kinderrechte in der Jugendhilfe und die Umsetzung der Konvention für Menschen mit Behinderungen. Im Zentrum dieser sehr unterschiedlichen theoretischen Ansätze und Gesetzesnormen im Kontext der Kinder- und Jugendhilfe steht die Perspektive oder besser noch die Stimme (voice) der Adressat*innen. Diese Stimme soll gehört werden. Die Wünsche und Perspektiven der Betroffenen sollen zum Ausgangspunkt der Hilfegestaltung gemacht werden. Insbesondere in der Heimerziehung wird Orientierung an der Stimme der Adressat*innen inzwischen zu einem wichtigen Thema angesichts der Aufarbeitung der Gewalt- und Missbrauchsvorfälle in stationären Einrichtungen. Dabei sollen beispielsweise Beschwerdeverfahren für Kinder und Jugendliche in den Einrichtungen sowie Verfahren, die ihre Partizipation fördern, dazu beitragen, Kinderrechte in den Einrichtungen zu sichern und Minderjährige vor Gewalt und Missbrauch schützen. Dabei zeugen die bisherigen Gutachten und Untersuchungen zu Gewalt und Missbrauch in stationären Einrichtungen, dass der Verdeckungszusammenhang nach wie vor sehr hoch ist. Das Schweigen über Missbrauchs-, Mobbing- und Gewalttaten von Seiten der Fachkräfte, von Seiten der Leitung und von Seiten der Betroffenen ist häufig persistent. Betroffene, die versuchen dieses Schweigen zu durchbrechen, sind mit enormen Widerständen konfrontiert. Es gibt bisher nur wenige systematische Arbeiten, die sich mit Formen und Strategien des zum Schweigen bringens, des Verschweigens etc. in der Kinder- und Jugendhilfe auseinandersetzen. Allerdings verweisen Arbeiten etwa von Spyrou (2015) auf die These, dass neben der Untersuchung der Stimmen von Betroffenen (voice), ihren Wünschen und Anliegen zur Vollständigkeit ihr Schweigen, das Ver- und Beschweigen von Inhalten ebenso zu untersuchen ist. Vor diesem Hintergrund wird es im Seminar darum gehen, unterschiedliche Praktiken und Strategien des Schweigens aufzuspüren. Auf der Grundlage des Forschungsprojekts „Partizipation in Organisationskulturen der Heimerziehung“ gefördert durch die DFG werden Interviewmaterialien und Materialien zur Einarbeitung in die Thematik bereitgestellt, die für eine Analyse der Formen des „silencing“ genutzt werden können. In der Auseinandersetzung mit dem Forschungsprojekt, zugrundeliegenden Forschungsbefunden und Forschungsdiskursen erfolgt eine systematische Einarbeitung sowohl in den Forschungsstand als auch in die Forschungsmethoden.

Frühe Bildung im internationalen Vergleich (Seminar)

Dozent/in: Claudia Equit

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 12:15 - 13:45 | 04.04.2022 - 08.07.2022 | C 14.201

Inhalt: Frühe Bildung verspricht, zumindest den Erwartungen nach, die Lösung vieler Probleme. Aus OECD Perspektive soll frühe Bildung Kinder befähigen, ein Leben lang zu lernen. Sie sollen Tugenden entwickeln, die es Kindern als zukünftige Erwachsene ermöglichen sich auf wechselnde Arbeitsverhältnisse, schwankende Finanz- und Arbeitsmärkte mit zeitweiser Arbeitslosigkeit einzustellen. Frühe Bildung steht im Gegensatz dazu aus der Perspektive von pädagogischen Ansätzen für die Selbstverwirklichung der Kinder, die Entfaltung ihrer Potenziale und Förderung ihrer individuellen Begabungen und Vermögen. Und schließlich verspricht frühe Bildung aus schulpädagogischer Perspektive die Lösung für soziale Bildungsbenachteiligung, kann doch frühe Bildung in hoher Qualität Bildungsbenachteiligung früh und möglichst umfassend entgegenwirken. Die umfassenden Ansprüche und Erwartungen stehen in Gegensatz zu Bildungspraxen und Ausrichtungen früher Bildung in Kitas. Untersuchungen (etwa die NUBBEK-Studie) bescheinigen Kitas in Deutschland gerade einmal eine durchschnittliche Qualität. Zugleich erlebt das föderale frühkindliche Bildungssystem derzeit eine umfassende Bildungsexpansion die einhergehen mit Fachkräftemangel und einem expandierenden Arbeitsmarkt für Erzieher*innen. Die Bildungsexpansion im Bereich frühkindlicher Bildung lässt sich auch in anderen Ländern beobachten. Fragen, wie etwa die Ausrichtung früher Bildung von Kindern, die Gestaltung frühpädagogischer Bildungssysteme bis hin zur optimalen Ausbildung der Fachkräfte im frühpädagogischen Bereich lassen sich sehr gut im internationalen Vergleich beantworten. Dabei müssen zugleich Besonderheiten der jeweiligen Länder im Bildungs- und Wohlfahrtssystem und ihrer Traditionen im Kita-Bereich Berücksichtigung finden.

Kinderschutz und Kinderrechte – internationale Perspektiven (Seminar)

Dozent/in: Claudia Equit

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 08:15 - 09:45 | 04.04.2022 - 08.07.2022 | C 14.201

Inhalt: Im Zuge der Corona – Krise wurde eine Zunahme häuslicher Gewalt konstatiert. Und auch die Einschränkungen während der Corona-Pandemie, wie etwa geschlossene Spielplätze, Schulschließungen, Kontaktbeschränkungen, etc. zeigen auf, dass nicht nur die Grundrechte im Allgemeinen eingeschränkt wurden, sondern im erheblichen Maße auch die Kinderrechte. Doch das Thema Kinderschutz und Kinderrechte besitzt derzeit nicht nur aufgrund der Corona-Pandemie eine bedeutende gesellschaftliche Relevanz. Das Thema Kinderschutz und Kinderrechte nimmt beispielsweise in der Ausbildung von Erzieher*innen einen wichtigen Platz ein. So ist z.B. das Thema Partizipation ein Querschnittsthema nicht nur in der UN-Kinderrechtskonvention, sondern auch in vielen Curricula für das Fach Sozialpädagogik an Berufsschulen auf Landesebene. Ebenso sind beispielsweise Erzieher*innen in Kitas verpflichtet, die Gefährdungseinschätzung durchzuführen, wenn der begründete Verdacht auf Kindeswohlgefährdung bei einem Kind in der eigenen Gruppe besteht. Im Seminar wird es darum gehen einen grundlegenden Zugang zum Thema Kinderschutz und Kinderrechte zu erhalten. Sowohl Kinderschutz als auch Kinderrechte bilden wichtige Grundlagen der Kinder- und Jugendhilfe, ob es sich dabei um das Handlungsfeld der Kita handelt oder erzieherische Hilfen, offene Kinder- und Jugendarbeit oder Schulsozialarbeit.

Master Thesis (c) (Kolloquium)

Dozent/in: Claudia Equit

Termin:
14-täglich | Donnerstag | 12:15 - 13:45 | 04.04.2022 - 08.07.2022 | C 1.312

Master Thesis (d) (Kolloquium)

Dozent/in: Claudia Equit

Termin:
14-täglich | Donnerstag | 12:15 - 13:45 | 11.04.2022 - 08.07.2022 | C 1.312

Forschungskolloquium Sozialpädagogik (Kolloquium)

Dozent/in: Lars Alberth, Claudia Equit, Angelika Henschel, Anke Karber, Philipp Sandermann, Birte Siem, Waldemar Stange

Termin:
Einzeltermin | Fr, 17.06.2022, 09:00 - Fr, 17.06.2022, 18:00 | C 16.124

Inhalt: Das Kolloquium dient der Vorstellung und kollegialen Diskussion laufender Promotionsverfahren im Themenbereich des Kollegs.